Beiträge mit dem Schlagwort ‘Rawls’

Mit Selbstinteresse und Moral gegen die Weltarmut: eine Masterclass mit Thomas Pogge

17. Mai 2011, fabian und manon

Thomas Pogge verkörpert das Gegenteil des zurückgezogenen Intellektuellen, der sich nur mittelbar um die Belange der Menschen kümmert. Der wohl bekannteste Rawls-Schüler begibt sich stattdessen in die realen Widrigkeiten der Politik und Wirtschaft, um die Lebensbedingungen mehrerer hundert Millionen Menschen zu verbessern. Hatte sich John Rawls im Vorwort des Politischen Liberalismus explizit zur Abstraktheit und Theorielastigkeit seiner Überlegungen bekannt („Dafür entschuldige ich mich nicht“), zielt Pogges Werk direkt auf das politische Geschehen und die Beseitigung manifester Gerechtigkeitsprobleme. Um den Hintergrund dieses Anspruchs besser zu verstehen, versammelten sich 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu der Masterclass, die der politische Philosoph der Yale University an der Kollegforschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ der Uni Münster anbot. (weiterlesen…)

Presseschau 1/2011

18. April 2011, chris

Ein Blick in die nationalen und internationalen Fachzeitschriften verrät – es hat sich einiges getan seit unserer letzten Presseschau. (weiterlesen…)

Was schulde ich einem Obdachlosen, der mich um Kleingeld bittet?

31. März 2011, daniel

Wohnt man in Berlin und nutzt das öffentliche Nahverkehrsnetz, so ist man tagtäglich damit konfrontiert, dass einen Obdachlose um ein wenig Geld bitten. Und so stellt sich die Frage, welche moralischen Verpflichtungen ich als Einzelner gegenüber diesen Obdachlosen habe. G.A. Cohen hat in dem Aufsatz “If You’re An Egalitarian, How Come You’re so Rich?” (und ausführlicher noch in dem gleichnamigen Buch) auf unterhaltsame Weise einige Argumente aufgeführt, die in diesem Kontext relevant sind und an denen ich mich lose orientieren möchte. (weiterlesen…)

CfP: Rechtstheorie in Belgrad

10. November 2010, eva

Das dritte “Central and Eastern European Forum for Young Legal, Social and Political Theorists” findet im März 2011 an der Universität Belgrad statt und sucht nach geeigneten Beiträgen. Inspiriert ist das diesjährige Forum von Kelsens positivistischer Staatsrechtslehre, Rawls’ Theory of Justice und Hart’s Concept of Law; es wird aber auch ein Open Panel geben.  Weiter zum Call gehts hier.

Todd Hedrick zur Habermas-Rawls-Debatte und der Möglichkeit normativer politischer Theoriebildung

3. August 2010, moritz

Seit John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit“ sind die Debatten im Bereich der angloamerikanischen politischen Philosophie explodiert, zahlreiche neue Professuren wurden geschaffen, Forschungsprojekte ins Leben gerufen, Zeitschriften gegründet. Jürgen Habermas und die anderen Nachfolger der frühen Frankfurter Schule können zwar keine vergleichbare Forschungsindustrie vorweisen, der Einfluss auf die politische Theorie in Deutschland ist aber dennoch sichtbar. Spätestens der Austausch zwischen Rawls und Habermas im Journal of Philosophy von 1995 hat kontinentaleuropäisches und anglo-amerikanisches Denken über normative politische Theoriebildung zusammengebracht. Dabei stand eine zentrale Frage immer im Raum: Können wir den Status unserer normativen Theorie plausibel begründen? Oder lässt sich der verbindliche Charakter von politischer Theorie in der Moderne nicht mehr rechtfertigen? Mit Todd Hedricks Buch „Rawls and Habermas. Reason, Pluralism, and the Claims of Political Philosophy“ (Stanford University Press, 2010) ist nun erstmals eine Monografie zur Auseinandersetzung zwischen Rawls und Habermas erschienen. (weiterlesen…)

Liberté, Egalité, Fraternité. Charles Taylor über Laizismus und Anerkennung in liberalen Demokratien

14. Juni 2010, janina und wulf

“Der Name des Philosophen Charles Taylor ist eigentlich ein Garant für Aufmerksamkeit und volle Hörsäle….” Janina und Wulf mit einem Bericht über Charles Taylor’s Vortrag in der Vortragsreihe „Und jetzt – Richtungen der Zukunft“, die von der Humboldt-Universität zu Berlin und der Siemens Stiftung veranstaltet wird.

(weiterlesen…)

Haiti, Chile und kein Ende: Katastrophenhilfe als Charity oder Hilfspflicht?

2. März 2010, daniel

Gibt es eine Pflicht, den Opfern von Naturkatastrophen zu helfen? Ich denke, ja. Auch wenn Rawls vielfach für sein “Recht der Völker” kritisiert wurde, gibt es hierin doch eine Idee, die ich sehr plausibel finde. Ausgehend von seiner Kategorie der “burdened societies”, jener Gesellschaften also, die ohne eigenes Verschulden in existenzielle Not geraten sind, entwirft Rawls die Idee einer “duty of assistance”. (weiterlesen…)