Podcasts in der Politischen Theorie

Podcasts sind wie Blogs – nur anders: Sie sind ein Versprechen auf eine andere Art der Kommunikation. Einer Kommunikation für die Nische, eine Kommunikation, die keine Rücksicht nehmen muss – etwa in ihrer thematischen Spezifität oder in ihrer Länge. Einen Podcast zu machen, erfordert nur wenig technisches Know-How und Mitteleinsatz (auch wenn die Lernkurve steil ist und gute Podcasts sehr aufwendige redaktionelle Produkte sein können). Podcasts haben Blogs daher schon vor einigen Jahren als Allzweckwaffe der Wissenschaftskommunikation abgelöst. Das mündliche Format verspricht Verständlichkeit, die Länge erlaubt Tiefe – am sichtbarsten exemplifiziert im Coronavirus-Update. Mittels Serialität binden Podcasts ihre Hörerschaft, das dominante Format des Gesprächs erlaubt ein Mitdenken. Podcasts können sehr schnell produziert und umgehend verbreitet werden. Ihre Aktualität ist hoch und sie lassen sich zugleich wunderbar einbinden in andere Formen der Wissenschaftskommunikation (wie der obligatorischen Webseite und den Social-Media-Stream). Podcasts versprechen Reichweite, da sie über große Plattformen automatisiert vertrieben werden und auch weil viele sie in ihren Alltag integriert haben (beim Putzen, beim Einkaufen, beim Sport). 

Sind Podcasts aber auch ein Format für die Politische Theorie/Philosophie? Als einer, der selbst erst spät bekehrt wurde, möchte ich in diesem Post ein wenig die Landschaft der deutschen und internationalen Theorie-Podcasts vorstellen. Ziel ist es, Lust zu machen, selbst einmal reinzuhören, ein paar, höchst subjektive Empfehlungen zu geben und etwas zu kartographieren, was für Formen und Zugänge es gibt. Vollständigkeit wird nicht mal angestrebt, doch die Kommentare dürfen gerne dazu dienen, dieser näher zu kommen (das alte Versprechen der Blogs) [Update: Der Post ist ergänzt um einige Hinweise aus der Diskussion auf Twitter].

(mehr …)

Weiterlesen

In eigener Sache: Wartungsarbeiten abgeschlossen

Wir konnten unsere Wartungsarbeiten schneller als gedacht abschließen, sodass der Theorieblog wieder erreichbar ist. Falls ihr noch kleine Probleme findet, z.B. ein Button nicht funktioniert, wie er soll, schreibt uns gerne, damit wir uns darum kümmern können. Ansonsten danken wir euch für eure Geduld und wünschen euch nun wieder viel Freude mit dem Eisbären.

Herzliche Grüße vom
Theorieblog-Team

Weiterlesen

Weihnachtspause!

Der Eisbär zieht sich nun in seine Höhle zurück und macht es sich über die Feiertage und in der Zeit zwischen den Jahren im kleinen Kreis gemütlich. Er blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und dabei hilft ihm – und hoffentlich auch Euch – unser Jahresrückblick:  

Das Theorieblog-Team konnte im Jahr 2021 Ann-Kathrin Koster als neues Redaktionsmitglied begrüßen. Sie gab ihren Einstand mit einem Beitrag zu „Digitalisierung und die Frage ihrer politiktheoretischen Bearbeitung“.
Im Rahmen des zweiten digitalen Theorieblog-Colloquiums stand im Juni Oliver Eberls „Naturzustand und Barbarei“ zur Debatte. Ein Mitschnitt der Veranstaltung steht online zum Nachschauen zur Verfügung.
Der Theorieblog-Sommercall wiederum widmete sich in diesem, seinem vierten Jahr dem Begriff der Sorge. Auch in diesem Jahr haben wir uns über viele hochwertige Einsendungen gefreut und so ist eine Blogpost-Reihe entstanden, die sich Idee und Begriff der Sorge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähert. Einen Überblick über alle Beiträge gibt es hier. (mehr …)

Weiterlesen

Was in der Zwischenzeit geschah

Unser E-Mail-Newsletter ist wieder da. Nach fast einem Monat ohne E-Mail-Verteiler werden Service- und Debatten-Posts wieder per Mail angekündigt. Wir hoffen somit, alle Leser*innen in nächster Zeit wieder in gewohnte Weise und ohne technische Probleme zu erreichen und mit Informationen und Inhalten aus der Welt der politischen Theorie und Ideengeschichte zu versorgen.

Auch in der Zeit ohne E-Mail-Benachrichtigungen hat sich auf dem Blog einiges getan. Damit niemandem spannende Debattenbeiträge durch die Lappen gehen, möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die inhaltlichen Beiträge der letzten Wochen hinweisen. Die Service-Beiträge, Calls wie Veranstaltungsinformationen, sind wie gewohnt auf dem Blog einsehbar.

Unter dem Titel „Der realistische Utopist – John Rawls und die Theorie der Gerechtigkeit“ haben wir gemeinsam mit Soziopolis zum Rawls-Doppeljubiläum einen inhaltlichen Schwerpunkt organisiert:
Im ersten Teil widmet sich Mirjam Müller der feministischen Wirkungsgeschichte der Theorie der Gerechtigkeit, Wolfgang Eßbach kommentiert das in diesem Jahr in Neuauflage erschienene Über Sünde, Glaube und Religion von John Rawls und Christoph Möllers spricht im Interview mit Jens Bisky über Rawls’ Denken und die „Anmaßung der Gerechtigkeit“.
Teil II versammelt Beiträge von Jürgen Unger-Sirsch zu Rawls‘ Konzeption idealer und nicht-idealer Theorie und Bernd Ladwig zu den Implikationen seines Ansatzes für eine gerechte Regelung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Darüber hinaus gibt es eine Kompilation von kurzen Texten, in denen unterschiedliche Autor*innen, darunter Jürgen Habermas, Beate Rössler und Hubertus Buchstein, drei Fragen zu John Rawls und ihrem persönlichen Bezug zu seinem Werk beantworten.

Gerne weisen wir auch an dieser Stelle noch einmal auf Simon Clemens‘ Lesenotiz zu Axel Honneths und Jacques Rancières „Unvernehmen oder Anerkennung“ hin.

Schließlich ist im November die Debatte um den Begriff der Sorge gestartet, zu der wir im Sommer in unserem vierten Call for Blogposts aufgerufen haben. Bisher sind vier Beiträge erschienen.

Ab morgen geht es hier mit Beiträgen Liza Mattutat, Feline Tecklenburg und Jasmin Behrends nahtlos weiter.

Wir wünschen weiterhin gute Lektüre.

Weiterlesen

Akut: Wir haben technische Probleme beim Newsletter-Versand

Unser Newsletter-Service funktioniert leider aufgrund technischer Probleme aktuell nicht. Wir arbeiten an einer Lösung und hoffen, dass wir Informationen und Inhalte in Kürze wieder in gewohnter Weise liefern können. Auf dem Blog, via Twitter oder über den RSS-Feed läuft alles wie gewohnt. Schaut deshalb dort oder hier gerne regelmäßig vorbei. Wir hoffen, dass dies nicht lange notwendig sein wird.

Weiterlesen

Verlängerung: Call for Blogposts „Sorge“

Achtung, Verlängerung: Damit alle nach dem spannenden DVPW-Kongress etwas Zeit zum Durchatmen haben, geht der diesjährige Call for Blogposts des Theorieblogs in die Verlängerung. Ihr habt also noch bis Mittwoch, den 06.10.2021 Zeit, um uns Eure Beiträge zu senden. Nach „Heimat“ (2018), „Solidarität“ (2019) und „Neuanfang“ (2020) freuen wir uns in diesem Jahr über eure Ideen und Beiträge zum Thema „Sorge“. Den vollständigen Call gibt es hier noch einmal nach dem Klick.

(mehr …)

Weiterlesen

Theorieblog zum Politikwissenschafts-Blog des Jahres 2021 gewählt

Der Fachinformationsdienst Pollux hat im Kontext des DVPW-Kongresses die Wahl zum „Blog des Jahres 2021“ im Bereich der Politikwissenschaft ausgerufen – und wir haben gewonnen! In der Redaktion ist die Freude groß und wir bedanken uns auf diesem Weg noch einmal bei den Initiator:innen und Organisator:innen des Preises.
Ein besonders herzliches Dankeschön geht darüber hinaus – wie es sich für einen Publikumspreis gehört – an diejenigen, die in der letzten Woche für uns abgestimmt haben, und an alle, die den Theorieblog im Laufe der nun schon gut 11 Jahre unterstützt, gelesen, weiterempfohlen und vielleicht sogar mit eigenen Beiträgen bereichert haben. Vielen Dank euch allen!

Wichtig: Der Preis ist gerade auch für alle unsere Autor:innen interessant. Denn der Theorieblog wird damit in das Pilotprojekt „Recherchierbarkeit von Forschungsblogs“ aufgenommen und dadurch in der Pollux-Suche auffindbar. Wir freuen uns sehr darüber und sind gespannt, wie sich dieses Pollux-Projekt weiterentwickelt.

Auch in Zukunft freuen wir uns über eure Calls und Veranstaltungsinformationen und bleiben auf eure Beiträge aus allen Bereichen der politischen Theorie, Philosophie und Ideengeschichte, aus Forschung und Lehre angewiesen. Auch wer Fragen und Anregungen zu Beiträgen, Formaten, Kooperationen oder auch zur Mitarbeit insgesamt hat, erreicht unser Team direkt unter team@theorieblog.de.

Herzlichen Dank und herzliche Grüße aus der Redaktion!

Andreas Busen, Anna Meine, Ann-Kathrin Koster, Eva Marlene Hausteiner, Jakob Huber, Manon Westphal, Sebastian Huhnholz, Svenja Ahlhaus, Thorsten Thiel, Tobias Albrecht, Verena Frick und Vincent August

Weiterlesen

Call for Blogposts: Sorge

Nach der positiven Resonanz der vergangenen drei Jahre schreibt der Theorieblog diesen Sommer zum dritten Mal einen Call for Blogposts aus. Nach „Heimat“ (2018), „Solidarität“ (2019) und „Neuanfang“ (2020) freuen wir uns in diesem Jahr über eure Ideen und Beiträge zum Thema „Sorge“.

Wir leben in einer Zeit der Sorge: Seit 2019 bringen Fridays for Future mit großer Kraftanstrengung die Vulnerabilität des Klimas und damit die Dringlichkeit von entsprechenden Klimaschutzmaßnahmen in die Mitte des öffentlichen Bewusstseins. Mit der seit 2020 andauernden COVID-19-Pandemie rücken nun zahlreiche weitere Bereiche in den Fokus: Deutlich wird die chronische materielle wie personelle Unterversorgung der Pflege von Alten und Kranken – gleiches gilt zunehmend auch für Kindergärten und Schulen. Auch die teilweise höchst zermürbende Situation von Familien zwischen Erwerbs- und Reproduktionsarbeit erhält in der Krise deutlich mehr Aufmerksamkeit: Klagen, die eine Ökonomisierung der Familien-, Pflege- und Gesundheitspolitik schon seit einigen Jahren anprangern, mischen sich nun vermehrt mit breiten gesellschaftlichen Sorgen.

(mehr …)

Weiterlesen

theorieblog.de-Colloquium über „Naturzustand und Barbarei“ mit Oliver Eberl und Philip Manow

Unser Digitalkolloquium „Naturzustand und Barbarei“ fand am 21. Juni 2021 statt. Zur gemeinsamen Diskussion gestellt wurde die Seiten 1-45 und 179-238 von Oliver Eberls „Naturzustand und Barbarei. Begründung und Kritik staatlicher Ordnung im Zeichen des Kolonialismus“. Der Hamburger-Editions-Verlag stellte diesen Ausschnitt freundlicherweise zur Verfügung. Vielen Dank dafür! (Achtung: Der download ist/war nur vorübergehend möglich und nicht mit der „Leseprobe“ identisch).

Es kommentierten und diskutierten zunächst Philip Manow und Oliver Eberl, die Moderation übernahm Sebastian Huhnholz, die technische Organisation Philipp Tubbe. Vielen Dank allen Beteiligten! Einen Mitschnitt der Veranstaltung findet sich unten. Für weitere und bereits erfolgte Diskussionen verweisen wir gern auch auf BUCHFORUM „Naturzustand und Barbarei“ des Hamburger blogs 100×100. (mehr …)

Weiterlesen