Blogdebatte: Souveränität

Liebe Theorieblog-Leser*innen,

auch in diesem Jahr hat unser sommerlicher Call for Blogposts, diesmal zum Thema Souveränität, großen Rücklauf hervorgerufen. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal für die ganz unterschiedlichen Beitragsvorschläge. Unsere Auswahl deckt auch in diesem Jahr verschiedene Zugänge zu Souveränität und vielfältige Aspekte der Debatte um den gewählten Begriff ab.

Die Texte, die wir in den nächsten zwei Wochen veröffentlichen, beleuchten die ideengeschichtlichen Ursprünge des Souveränitätsdenkens und seine in Teilen vergessen Aspekte. Sie argumentieren für ein Weiterdenken von Volkssouveränität in Kontexten pluraler Demoi bzw. für ein radikal aufgeklärtes Verständnis menschlicher Souveränität, das eine Neuverortung des Menschen in seiner natürlichen Umwelt anstrebt. Sie kritisieren, dass Souveränität gegenwärtig im Kontext der Digitalisierung mehr als Label denn als sinnvolle Kategorie verwendet wird oder stellen anarchistische staatlichen Souveränitätskonzeptionen gegenüber.

Die gewählten Beiträge werfen somit systematische und praktische Fragen auf und laden sicherlich auch zu kontroversen Diskussionen ein. Alle Leser*innen laden wir an dieser Stelle herzlich ein, aktiv mitzudiskutieren. Wie immer sind Zustimmung und Kritik, Ergänzungen und alternative Perspektiven in den Kommentarspalten willkommen – auf dass wir eine möglichst lebendige und vielfältige Debatte führen können. (mehr …)

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Die Theorieblog-Redaktion hat ZWEI neue Teamplayer!

Hurra! Wir begrüßen gleich zwei neue Mitglieder in unserem Redaktionsteam: Theresa Gerlach und Oliver Weber!

Theresa hat an der Universität Passau im Bachelor Staatswissenschaften studiert und ist danach in die alte Bundeshauptstadt gegangen, um dort den Master Politikwissenschaft zu studieren. An der Universität Bonn ist sie seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr- und Forschungsbereich für Politische Theorie und Ideengeschichte. Neben demokratie- und gerechtigkeitstheoretischen Fragen beschäftigt sich Theresa in ihrem Dissertationsprojekt mit den ethisch-politischen Grundlagen konfliktaffiner Demokratietheorien. Für den Blog schrieb sie zuletzt den Bericht zur Frühjahrstagung 2022 „Personen und Subjekte des Politischen“ der DVPW-Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte an der RWTH Aachen.

Oliver hat in Mannheim und Regensburg Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert. Er ist bekannt aus Funk & Fernsehen – und den großen Traditionszeitungen, denn neben seiner Arbeit für die Frankfurter Allgemeine und die Süddeutsche Zeitung erregte er unter anderem mit seiner Streitschrift Talkshows hassen. Ein letztes Krisengespräch Aufmerksamkeit. Olivers bisherige Forschungen bewegen sich im Feld der politischen Ökonomie des Republikanismus. Und an der TU Darmstadt arbeitet er nunmehr als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte – mit einem Dissertationsprojekt zur Ideengeschichte des frühliberalen Eigentumsbegriffs. Wer mehr über all das erfahren will, kann Olivers jüngstem Gespräch in der brillanten Reihe Jung & Naiv lauschen.

Wir denken, dass Theresa und Oliver unser Team personell und thematisch ganz wunderbar ergänzen, und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Liebe Theresa, lieber Oliver, sehr herzlich willkommen!

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Call for Blogposts: Souveränität!?

Auch in diesem Sommer schreibt der Theorieblog wieder einen Call for Blogposts aus. Nachdem wir uns im vergangenen Jahr mit dem Konzept der „Sorge“ auseinandergesetzt haben, wollen wir uns in diesem Jahr dem Begriff der Souveränität zuwenden. Wir freuen uns wie immer über zahlreiche Ideen und Beiträge zum Thema. Den kompletten Call und alle weiteren Informationen gibt es nach dem Klick. (mehr …)

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Podcasts in der Politischen Theorie

Podcasts sind wie Blogs – nur anders: Sie sind ein Versprechen auf eine andere Art der Kommunikation. Einer Kommunikation für die Nische, eine Kommunikation, die keine Rücksicht nehmen muss – etwa in ihrer thematischen Spezifität oder in ihrer Länge. Einen Podcast zu machen, erfordert nur wenig technisches Know-How und Mitteleinsatz (auch wenn die Lernkurve steil ist und gute Podcasts sehr aufwendige redaktionelle Produkte sein können). Podcasts haben Blogs daher schon vor einigen Jahren als Allzweckwaffe der Wissenschaftskommunikation abgelöst. Das mündliche Format verspricht Verständlichkeit, die Länge erlaubt Tiefe – am sichtbarsten exemplifiziert im Coronavirus-Update. Mittels Serialität binden Podcasts ihre Hörerschaft, das dominante Format des Gesprächs erlaubt ein Mitdenken. Podcasts können sehr schnell produziert und umgehend verbreitet werden. Ihre Aktualität ist hoch und sie lassen sich zugleich wunderbar einbinden in andere Formen der Wissenschaftskommunikation (wie der obligatorischen Webseite und den Social-Media-Stream). Podcasts versprechen Reichweite, da sie über große Plattformen automatisiert vertrieben werden und auch weil viele sie in ihren Alltag integriert haben (beim Putzen, beim Einkaufen, beim Sport). 

Sind Podcasts aber auch ein Format für die Politische Theorie/Philosophie? Als einer, der selbst erst spät bekehrt wurde, möchte ich in diesem Post ein wenig die Landschaft der deutschen und internationalen Theorie-Podcasts vorstellen. Ziel ist es, Lust zu machen, selbst einmal reinzuhören, ein paar, höchst subjektive Empfehlungen zu geben und etwas zu kartographieren, was für Formen und Zugänge es gibt. Vollständigkeit wird nicht mal angestrebt, doch die Kommentare dürfen gerne dazu dienen, dieser näher zu kommen (das alte Versprechen der Blogs) [Update: Der Post ist ergänzt um einige Hinweise aus der Diskussion auf Twitter].

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In eigener Sache: Wartungsarbeiten abgeschlossen

Wir konnten unsere Wartungsarbeiten schneller als gedacht abschließen, sodass der Theorieblog wieder erreichbar ist. Falls ihr noch kleine Probleme findet, z.B. ein Button nicht funktioniert, wie er soll, schreibt uns gerne, damit wir uns darum kümmern können. Ansonsten danken wir euch für eure Geduld und wünschen euch nun wieder viel Freude mit dem Eisbären.

Herzliche Grüße vom
Theorieblog-Team

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Weihnachtspause!

Der Eisbär zieht sich nun in seine Höhle zurück und macht es sich über die Feiertage und in der Zeit zwischen den Jahren im kleinen Kreis gemütlich. Er blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und dabei hilft ihm – und hoffentlich auch Euch – unser Jahresrückblick:  

Das Theorieblog-Team konnte im Jahr 2021 Ann-Kathrin Koster als neues Redaktionsmitglied begrüßen. Sie gab ihren Einstand mit einem Beitrag zu „Digitalisierung und die Frage ihrer politiktheoretischen Bearbeitung“.
Im Rahmen des zweiten digitalen Theorieblog-Colloquiums stand im Juni Oliver Eberls „Naturzustand und Barbarei“ zur Debatte. Ein Mitschnitt der Veranstaltung steht online zum Nachschauen zur Verfügung.
Der Theorieblog-Sommercall wiederum widmete sich in diesem, seinem vierten Jahr dem Begriff der Sorge. Auch in diesem Jahr haben wir uns über viele hochwertige Einsendungen gefreut und so ist eine Blogpost-Reihe entstanden, die sich Idee und Begriff der Sorge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähert. Einen Überblick über alle Beiträge gibt es hier. (mehr …)

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Was in der Zwischenzeit geschah

Unser E-Mail-Newsletter ist wieder da. Nach fast einem Monat ohne E-Mail-Verteiler werden Service- und Debatten-Posts wieder per Mail angekündigt. Wir hoffen somit, alle Leser*innen in nächster Zeit wieder in gewohnte Weise und ohne technische Probleme zu erreichen und mit Informationen und Inhalten aus der Welt der politischen Theorie und Ideengeschichte zu versorgen.

Auch in der Zeit ohne E-Mail-Benachrichtigungen hat sich auf dem Blog einiges getan. Damit niemandem spannende Debattenbeiträge durch die Lappen gehen, möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die inhaltlichen Beiträge der letzten Wochen hinweisen. Die Service-Beiträge, Calls wie Veranstaltungsinformationen, sind wie gewohnt auf dem Blog einsehbar.

Unter dem Titel „Der realistische Utopist – John Rawls und die Theorie der Gerechtigkeit“ haben wir gemeinsam mit Soziopolis zum Rawls-Doppeljubiläum einen inhaltlichen Schwerpunkt organisiert:
Im ersten Teil widmet sich Mirjam Müller der feministischen Wirkungsgeschichte der Theorie der Gerechtigkeit, Wolfgang Eßbach kommentiert das in diesem Jahr in Neuauflage erschienene Über Sünde, Glaube und Religion von John Rawls und Christoph Möllers spricht im Interview mit Jens Bisky über Rawls’ Denken und die „Anmaßung der Gerechtigkeit“.
Teil II versammelt Beiträge von Jürgen Unger-Sirsch zu Rawls‘ Konzeption idealer und nicht-idealer Theorie und Bernd Ladwig zu den Implikationen seines Ansatzes für eine gerechte Regelung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Darüber hinaus gibt es eine Kompilation von kurzen Texten, in denen unterschiedliche Autor*innen, darunter Jürgen Habermas, Beate Rössler und Hubertus Buchstein, drei Fragen zu John Rawls und ihrem persönlichen Bezug zu seinem Werk beantworten.

Gerne weisen wir auch an dieser Stelle noch einmal auf Simon Clemens‘ Lesenotiz zu Axel Honneths und Jacques Rancières „Unvernehmen oder Anerkennung“ hin.

Schließlich ist im November die Debatte um den Begriff der Sorge gestartet, zu der wir im Sommer in unserem vierten Call for Blogposts aufgerufen haben. Bisher sind vier Beiträge erschienen.

Ab morgen geht es hier mit Beiträgen Liza Mattutat, Feline Tecklenburg und Jasmin Behrends nahtlos weiter.

Wir wünschen weiterhin gute Lektüre.

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Akut: Wir haben technische Probleme beim Newsletter-Versand

Unser Newsletter-Service funktioniert leider aufgrund technischer Probleme aktuell nicht. Wir arbeiten an einer Lösung und hoffen, dass wir Informationen und Inhalte in Kürze wieder in gewohnter Weise liefern können. Auf dem Blog, via Twitter oder über den RSS-Feed läuft alles wie gewohnt. Schaut deshalb dort oder hier gerne regelmäßig vorbei. Wir hoffen, dass dies nicht lange notwendig sein wird.

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