Transparenz zwischen Gefahr und Versprechen – ein Tagungsbericht aus Berlin

‚Transparenz‘ ist ein populäres Schlagwort in Öffentlichkeit und Politik, aber auch in der Wissenschaft. Vom 12.-14.6.2018 luden daher die Volkswagen-Stiftung und das Institut für Soziale Bewegungen der Ruhr Universität Bochum zur interdisziplinären und internationalen ‘Herrenhausen Conference Transparency and society – between promise and peril‘ ein.

Insgesamt sechs Sessions näherten sich dem Transparenzbegriff aus interdisziplinären Perspektiven und beschäftigten sich mit ideengeschichtlichen Überlegungen, mit den Herausforderungen durch die Digitalisierung sowie mit den Auswirkungen, die eine transparente Gesellschaft für Individuum und Gesellschaft hat. In sogenannten Lightning Talks stellten NachwuchswissenschaftlerInnen ihre Projekte vor, die dann in den Kaffeepausen weiter diskutiert wurden. Ein dichtes und vielseitiges Programm machte deutlich, dass Transparenz ein äußerst vielschichtiges Konzept ist und dem Begriff eine große normative Ambivalenz innewohnt.  (mehr …)

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CfA: 3 Promotionsstipendien in Hamburg

Am Hamburger Institut für Sozialforschung sind drei Promotionsstipendien zum Thema „Monetäre Ordnungen in der kapitalistischen Moderne“ ausgeschrieben. Die Stipendien sollen für Projektideen vergeben werden, die sich kritisch mit Theoriedebatten auseinandersetzen, die darauf reagieren, dass moderne Wirtschaftsformen sich wieder verstärkt als Geldwirtschaften reflektieren. Die Stipendien laufen 2+2 Jahre. Infos zur Ausschreibung und den Bedingungen finden sich hier oder in der PDF.

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Einladung: JUSTIZ MACHT POLITIK (27.11.18)

„Wie unabhängig ist die Justiz, wie frei der Gesetzgeber?“ Dieser Frage widmet sich ein Symposium der Jungen Akademie Mainz unter dem Titel JUSTIZ MACHT POLITIK. Organisiert von Konrad Duden, Jasper Kunstreich und Astrid Séville sowie in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte geht es am 27. November 2018 ab 10 c.t. in der Akdemie der Wissenschaft und der Literatur in Mainz um das Spannungsfeld von Recht und Politik – von Grundsatzfragen der Verfassungsgerichtsparkeit bis zu konkreten Entwicklungen der Rechtstaatlichkeit in Polen.
Alles weiteren Informationen – insbesondere auch zu Thematik und Vorträgen – finden sich in der Einladung. Eine Anmeldung ist bis zum  12. November erwünscht.

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CfA: Postdoc-Stelle in Frankfurt

Am Lehrstuhl von Christoph Menke in Frankfurt am Main ist ab dem 01.01.2019 eine Postdoc-Stelle (100%, 3 Jahre) zu besetzen. Die Stelle ist angesiedelt im DFG-Forschungsprojekt „Die politische Differenz des Lebens. Zur Neukonzeption der Krise von Staat und Gesellschaft“und hat einen Schwerpunkt auf einer Forschungsarbeit zum Begriff des Lebens in der modernen biopolitischen Diskussion. Alle weiteren Details entnehmt bitte der detaillierten Stellenausschreibung, Bewerbungen müssen bis zum 17.10 eingehen.

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CfP: Die digitalisierte Demokratie (Duisburg)

Vom 7.-9. Februar findet in Duisburg eine Tagung mit dem Titel „Die digitalisierte Demokratie – Politik und Kommunikation zwischen Daten, Netzwerken und Algorithmen„. Die von Isabell Borucki organisierte gemeinsame Jahrestagung des „Politik und Kommunikation”(DVPW), der Fachgruppe „Kommunikation und Politik” (DGPuK) und der Fachgruppe „Politische Kommunikation” (SGKM) ist stark interdisziplinär angelegt und fragt unter anderem nach dem Formwandel der Demokratie, Veränderungen in der Öffentlichkeit, aber auch methodologischen Herausforderungen. Wer sich bewerben möchte, kann dies bis zum 15.10 tun – alle weiteren Infos entnehmt bitte dem ausführlichen Call oder der Konferenzwebseite (noch im Aufbau).

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CfP: Verantwortung in digitalen Kulturen (Passau)

Vom 9. bis 11. Mai 2019 findet in Passau eine interdisziplinäre Tagung mit dem Titel „Verantwortung in digitalen Kulturen –
Privatheit im Geflecht von Medien, Recht und Gesellschaft“ statt. Die vom DFG-Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ organisierte Veranstaltung soll die wissenschaftliche Diskussion zu Verantwortungen und Folgenabschätzungen angesichts digitaler Umwälzungen anregen, auch unter dem Aspekt eines nachhaltigen Schutzes von Privatheit. Gefragt wird nach geistes-, kultur-, sozial-, rechts- und medienwissenschaftliche Perspektiven. Alles Weitere entnehmt bitte dem ausführlichen Call. Abstracts müssen bis zum 31.10.2018 eingereicht werden.

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Theorie ist ein Kampfsport. Lesenotiz zu „Kritik im Handgemenge“

Bohlender, Matthias; Schönfelder, Anna-Sophie; Spekker, Matthias: „Kritik im Handgemenge“. Die Marxʼsche Gesellschaftskritik als politischer Einsatz, transcript, Bielefeld 2018.

Zu Marxʼ zweihundertjährigen Geburtstag erschienen bisher mehr als nur eine Handvoll Biografien. Doch auch die primär akademische Forschung war hierzulande im Vorfeld des Jubiläums nicht untätig. Der nun vorliegende Sammelband „Kritik im Handgemenge“ Die Marxʼsche Gesellschaftskritik als politischer Einsatz untersucht, wie und in welchen dynamischen Beziehungen sich die marxsche Kritik entwickelte. Damit bringt er frischen Wind in die Marxforschung, die bisher selten auf die performativen Dimensionen des marxschen Werkes blickte. Dabei haben sich die HerausgeberInnen Matthias Bohlender, Anna-Sophie Schönfelder und Matthias Spekker auch vorgenommen, insbesondere auf den „politischen Einsatz“ von Marx zu achten. Wie der Band schnell deutlich macht, kann man hierbei nur erste Antworten finden, wenn man die Relationen des Feldes betrachtet, in dem Marx sich bewegte. Es wird folgerichtig darauf geblickt, wie sich Marxʼ Positionen innerhalb verschiedentlicher intellektueller und politischer Auseinandersetzungen entwickelten. Marx sprach hier von einer „Kritik im Handgemenge“ (MEGA2 I/2: 173). Gemeint ist damit vor allem die Marx und Engels nahestehende Denkschule der Junghegelianer und sozialkritische Autoren des Vormärz, von denen sich beide abzusetzen suchten, da sie in deren Wirken eine letztlich herrschaftsstabilisierende Effektlosigkeit erkannten. Zu den Kombattanten des Handgemenges wurden von Marx und Engels etwa Karl Grün und Wilhelm Weitling, Bruno Bauer, Max Stirner, Ferdinand Lasalle und Pierre-Joseph Proudhon auserkoren. Insbesondere im genauen Nachvollzug der Absetzbewegung liegt die Stärke des Bandes. Weitere damit verknüpfte Leitfragen richten sich auf die normativen Annahmen im marxschen Werk sowie dessen ungeklärtes Verhältnis zum Politischen. Entlang dieser Linien sind die hier exemplarisch vorgestellten Beiträge gruppiert.

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