Die Saint-Simonistinnen. Replik auf Karina Korecky

Zunächst möchte ich mich für die umfassende Kritik zu meinem Aufsatz „Die Saint-Simonistinnen“ bei Karina Korecky bedanken. Viele Aspekte, die für mich von Bedeutung waren, werden von ihr hervorgehoben und weiter ausgebaut. Als Antwort möchte ich zwei Punkte noch einmal vertiefen, die mir bei der Ausarbeitung des Aufsatzes zentral erschienen. Erstens ging es mir bei der Darstellung der Saint-Simonistinnen darum, den Bruch innerhalb der politischen Bewegung zu verdeutlichen. Im bewussten Gegensatz zu den bürgerlichen Anhängerinnen, die schließlich auch in der Hierarchie der Saint-Simonisten aufstiegen (und wieder fielen), formulierten einfache Mitglieder, zumeist unverheiratete Hilfsarbeiterinnen, zwischen 1832 und 1834 das Ideal der finanziell und rechtlich unabhängigen Frau. Sie gingen damit weit über das Ideal „der Frau“ als einer gleichen (sexuellen) Partnerin, wie es von den Saint-Simonisten und Saint-Simonistinnen formuliert wurde, hinaus, denn sie forderten die soziale, rechtliche und schließlich auch politische Gleichstellung der Geschlechter. Deutlich wird dies in der frühen Verwerfung eines Ideals von  „Häuslichkeit“, welches die Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter und die damit verbundenen sozialen, rechtlichen und politischen Schranken zwischen den Geschlechtern in doppelter Weise zementierte. Das ist auch der Grund, weshalb ich die „auffällige Anbetung der Weiblichkeit“ unter den Saint-Simonisten nicht weiter thematisiert habe. Die politischen Forderungen der im Fokus stehenden Autorinnen und das imaginierte und idealisierte Bild der Geschlechter als gleiche Partner, wie es von männlichen Mitgliedern der Saint-Simonisten formuliert wurde, sind strukturell nicht vergleichbar. (mehr …)

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CfP: Ethik der Grenzen – Grenzen der Ethik

Für das Forum Sozialethik 2019, auf dem vom 16.-18. September das Thema „Ethik der Grenzen – Grenzen der Ethik“ diskutiert werden soll, laden die Organisatoren Max Niehoff, Sebastian Kistler und Josef Becker zur Einreichung von Vorschlägen ein. Neben Beiträgen von ausgewiesenen Sozialethiker*innen sind auch solche aus Philosophie und Politikwissenschaft explizit erwünscht. Exposés im Umfang von 1-2 Seiten sollten bis zum 17. März an tagungen@forum-sozialethik.de geschickt werden. Außerdem ist eine Veröffentlichung der ausgewählten Beiträge in einem Tagungsband geplant. Alles Weitere findet sich im vollständigen Call for Papers.

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CfA: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Lehrstuhl von Hartmut Rosa

Am Lehrstuhl „Allgemeine und theoretische Soziologie“ von Hartmut Rosa in Jena ist zum 01. April 2019 eine Stelle als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in zu besetzen. Es handelt sich um eine Promotionsstelle mit 62,5% und 2 LVS Lehrverpflichtung. Sie ist zunächst auf 3 Jahre befristet. Die gesamte Ausschreibung findet ihr hier. Bewerbungen sind bis zum 07.02.2019 möglich.

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CfP: Staatskritik und Radikaldemokratie

Für einen neuen Band in der allbekannten „Staatsverständnisse“-Reihe mit dem Titel „Staatskritik und Radikaldemokratie. Das Denken Jacques Rancières“ lädt Mareike Gebhardt zur Einreichung von Beitrags-Vorschlägen ein. Vorschläge im Umfang von bis zu 500 Wörtern können noch bis zum 31. März per Mail (an mareike.gebhardt@fau.de) eingereicht werden. Die angenommenen Beiträge sind dann bis zum 30. September 2019 fertigzustellen. Weitere Informationen finden sich im Call for Papers.

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CfA: Zwei Stellen als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (50%) in Giessen

Am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Giessen sind derzeit zwei Stellen als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Teilzeit 50%) ausgeschrieben. Beide Stellen sind an der Professur von Nikita Dhawan (Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies) angesiedelt und sollen zum 01.04.2019 besetzt werden. Bewerbungen sind noch bis zum 24.01. möglich. Die vollständige Ausschreibung versteckt sich hinter diesem Link.

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Workshop: Understanding Solidarity – New Challenges, New Approaches (Hamburg)

Vom 25. bis 27. Januar findet an der Universität Hamburg ein von Andreas Busen und Stefan Wallaschek organisierter Workshop mit dem Titel „Understanding Solidarity – New Challenges, New Approaches“ statt. Die international besetzten Panels widmen sich neben konzeptionellen Fragen unter anderem den Themenfeldern Solidarität und Migration, Solidarität in der EU und transnationale Solidarität. Auf dem Programm stehen außerdem Keynotes von Donatella della Porta und Andrea Sangiovanni sowie ein Roundtable mit Manuela Bojadzijev, Alexia
Katsanidou, Marianne Kneuer, Marius Hildebrand und Stephan Lessenich. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich. Alle weitere Informationen finden sich im vollständigen Programm.

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CfA: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (50%) in Aachen

Am Institut für Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen wird zum 1.4.2019 ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Teilzeit 50%) gesucht. Die Stelle ist am von Hans-Jörg Sigwart bekleideten Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte angesiedelt und entsprechend mit Aufgaben in Lehre und Forschung in diesem Bereich verbunden. Eine Promotion im Rahmen der Stelle ist möglich und erwünscht. Außerdem ist offenbar ein besonderes Interesse am Themenfeld „Politik und Technologie“ von Vorteil.

Die Stelle ist allerdings auf nur ein Jahr befristet, es besteht aber die Option auf eine Verlängerung um weitere zwei Jahre. Die Bewerbungsfrist endet am 31.01.2019. Die vollständige Ausschreibung findet sich hier.

 

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CfA: 3 Postdoc Fellowships bei “Justitia Amplificata”

Die in Frankfurt und Berlin beheimatete DFG Kolleg-Forschergruppe “Justitia Amplificata” schreibt für das akademische Jahr 2019/20 noch einmal drei Postdoc-Fellowships für Politische Theoretiker*innen aus. Die Fellowships laufen über 12 Monate und können wahlweise zum 01. September oder 01. Oktober begonnen werden. Bewerbungsfrist ist der 01. März 2019. Alle weiteren Infos zu den Fellowships und den Bewerbungsmodalitäten findet ihr hier.

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Workshop: „Zur digitalen Transformation von Öffentlichkeit“ (Dresden)

Am 17. und 18.01.2019 findet in Dresden der Workshop „Trolle, Stürme, Wolken, Blasen, Zwitschern und ein neues Unbehagen. Zur digitalen Transformation von Öffentlichkeit“ statt. Hier soll diskutiert werden, welche Folgen die strukturelle Transformation für den Begriff von Öffentlichkeit haben könnte und mit welchen Prämissen, Konzepten und Methoden sich unter den Bedingungen der Digitalisierung sinnvoll über Öffentlichkeit nachdenken lässt. Die Veranstaltung ist am SFB 1285 „Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung“ und der Professur für Rechts- und Verfassungstheorie angesiedelt. Alle Informationen zu Ort, Programm und Redner*innen finden sich hier.

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