Polizeigewalt im Kontext der Proteste gegen die AfD-Jugend in Gießen – strukturelle oder interaktionale Ungerechtigkeit?

Am 29.11.2025 kam es dem Bündnis „Widersetzen“ zufolge zu der größten antifaschistischen Mobilisierung in der Geschichte der Bundesrepublik. Anlass war die Gründung der neuen Jugendorganisation der AfD. Berichte von Augenzeug:innen sowie von parlamentarischen Beobachter:innen und Videoaufnahmen zeigen, dass es im Zuge der Räumungen der Sitz- und Stehblockaden um den Veranstaltungsort zu Polizeigewalt kam. Folgender Blogbeitrag diskutiert im Anschluss an Iris Marion Young, ob es sich hierbei um eine interaktionale oder strukturelle Ungerechtigkeit handelt. (mehr …)

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William E. Connolly (1938–2026): Theoretiker des Konfliktiven in einer „Welt des Werdens“

Am 25. Februar 2026 ist William E. Connolly gestorben. Er war nicht nur ein brillanter und origineller Denker, sondern vor allem auch ein Demokratietheoretiker, der es wie kein anderer verstanden hat, philosophische Untersuchungen zum „Sein“ des Demokratischen mit einem kritischen diagnostischen Blick auf aktuelle Herausforderungen für Demokratien zu verbinden. Gegenwärtig ist besonders deutlich, wie fragil demokratische Ordnungen und wie gefährdet Formen des politischen Umgangs sind, die eine Offenheit gegenüber Pluralität und Differenz zum Ausdruck bringen. In dieser Situation ist die große Bedeutung von Connollys Werk deutlicher denn je. Eine analytische Sensibilität für die Fragilität von demokratischen Ordnungen und ein Plädoyer dafür, Demokratie als eine stets neu zu belebende Praxis zu verstehen, sind die roten Fäden, die sein Werk durchziehen. (mehr …)

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Technische Probleme: Newsletter down

Der Eisbär ist beim Tierarzt. Vielleicht haben sich einige von euch schon gewundert: Ihr bekommt aktuell keine E-Mails von uns!

Wir posten dennoch sowohl hier auf dem Blog als auch bei Bluesky und sind auch über die Team-Adresse (team(at)theorieblog.de) wie gewohnt erreichbar. Nur der Newsletter per E-Mail kann aktuell eben nicht verschickt werden. Unsere Technikabteilung arbeitet mit Hochdruck daran und wir sind sicher, dass der Eisbär spätestens nach der Weihnachtspause wieder voll einsatzfähig ist. Letztere läuten wir übrigens wie gewohnt mit einem Jahresrückblick ein. Wer den nicht verpassen will, sollte am Freitag ab Mittag hier auf dem Blog oder auf Bluesky vorbeischauen. Danke für eure Geduld und bis Ende der Woche!

 

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Buchdiskussion: „Regressive Destruktion“ mit Oliver Nachtwey, Rahel Jaeggi, Robin Celikates (17.04.2026, Berlin)

Am 17.04.2026 veranstaltet das Centre for Social Critique eine Buchdiskussion zu „Zerstörungslust“ von 18-20 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin. Robin Celikates und Rahel Jaeggi werden mit Oliver Nachtwey diskutieren, ob die Blockadeerfahrungen nicht umfassender sind, als das Scheitern individueller Aufstiegserwartungen, welchen Stellenwert sozialpsychologische Konzepte bei der Analyse faschistischer Bewegungen haben sollten und was gegen den aufkommenden Faschismus helfen könnte. Das Gespräch findet auf Deutsch statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ausführlichere Informationen gibt es hier.

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Tagung: „Materialismus/ Materialität. Kulturtheoretische und sozialphilosophische Perspektiven” (Berlin, 16./17.04.2026)

Eine internationale Tagung in Berlin widmet sich am 16. und 17. April 2026 dem umkämpften Begriff des Materialismus und diskutiert seine historischen und aktuellen Dimensionen nach dem Material Turn. Die Konferenz findet im Rahmen des deutsch-französischen Doppelmasters „Philosophie und Kulturwissenschaften” statt. Der integrierte Promovierenden-Workshop gibt Einblick in laufende Projekte wissenschaftlicher Qualifizierung. Die Tagung findet im Centre Marc Bloch, Friedrichstr. 191 in Berlin statt. Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.

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CfP: Theoriesektionstagung „Demokratie und Machiavelli“ (9.-11.03.2027, Augsburg)

Marcus Llanque (Augsburg) und Dirk Jörke (Darmstadt) bitten um Abstracts für die Theoriesektionstagung im März 2027. Aus Anlass des 500. Todesjahr von Niccolo Machiavelli soll diese Tagung  genutzt werden, um aus der heutigen Perspektive auf Machiavellis Werk zurück zu blicken und mit ihm in die Zukunft zu schauen. Ein ausführlicher Call findet sich hier. Abstracts von maximal 400 Wörtern bis zum 30. April 2026 bitte an Philipp Tubbe (Universität Augsburg): philipp.tubbe(at)uni-a.de.

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Tagung: Vergesellschaftung (Tutzing, 15. – 17. Mai 2026)

Im Mai 2026 findet eine Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing zum Thema Vergesellschaftung statt, in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, dem DFG-Sonderforschungsbereich „Strukturwandel des Eigentums“ und communia e.V. Vergesellschaftung wird dabei im Hinblick auf verschiedene Bereiche wie Wohnen, Digitalisierung oder Ökologie diskutiert. Mit dabei sind u.a. Regina Kreise, Tilo Wesche und Alex Demirovic. Organisiert wird die Tagung von Katharina Hirschbrunn, Niklas Angebauer, Rabea Berfelde. Das ausführliche Programm und alle weiteren Informationen gibt es hier

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CfP: Workshop „Multilateralism, international institutions and the ethics of war“ (Bern, 19.-21.11.2026)

Vom 19. bis 21.11.2026 findet ein Workshop über Multilateralismus, internationale Institutionen und die Ethik des Krieges an der Universität Bern statt, für den die Organisator:innen um Einreichungen bitten. Der Workshop fragt danach, welche Rolle multilaterale Institutionen in einer zeitgemäßen Kriegsethik spielen. Diskutiert werden könnten u. a. die Grenzen staatlicher Bündnisfreiheit; ob UN-Autorisierung Bedingung für einen gerechten Krieg ist; Pflichten zum Auf- und Ausbau internationaler Institutionen sowie deren Durchsetzung; und die Frage, ob fehlende institutionelle Kooperation das Recht auf Selbstverteidigung berührt. Der Workshop ist als Pre-Read-Format geplant; ein vollständiger Entwurf der Paper wird daher bis Mitte Oktober erwartet. Interessierte werden gebeten, ein anonymisiertes Abstract (750–1000 Wörter) als PDF oder Word-Dokument bis zum 15.05.2026 einzureichen an: mary.njunge[at]students.unibe.ch (Name, E-Mail und institutionelle Zugehörigkeit bitte im E-Mail-Text angeben). Einen ausführlichen Call gibt es hier.

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CfP: Aktuelle Perspektiven der philosophischen Demokratieforschung (Panel auf der Tagung für Praktische Philosophie, 24.-25.09.2026)

Martin Hähnel, Jan Kerkmann und Manolo Sailer bitte um Einreichungen für ein Panel zu „Aktuellen Perspektiven der philosophischen Demokratieforschung“ auf der Tagung für Praktische Philosophie (24.-25.09.2026, Passau). Das Panel fragt danach, wie unterschiedliche demokratietheoretische Ansätze systematisch vergleichbar gemacht werden können und diskutiert dafür a) innovative Perspektiven auf normative Demokratietheorien, die deren Annahmen über Politik, Konflikt, Bürgerrolle und Rationalität sichtbar machen; b) ideengeschichtliche Perspektiven, die zeigen, dass zentrale Fragen der Demokratie historisch unterschiedlich beantwortet wurden und gegenwärtig relavant sind; und c) die aktuellen Transformationen demokratischer Öffentlichkeit im Kontext von Digitalisierung und KI. Einen ausführlichen Call gibt es auch hier. Interessierte werden gebeten, ein Abstract (ca. 300–500 Wörter) sowie eine kurze biographische Notiz bis zum 10.04.2026 einzureichen an: haehnel(at)uni-bremen.de; david.sailer(at)politisches-denken.de und jan.kerkmann(at)philosophie.uni-freiburg.de. 

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Konferenz: „Humanrightization in Migration Societies“ (7.-8. Mai 2026, Gießen)

Im Mai 2026 findet die interdisziplinäre Konferenz „Humanrightization in Migration Societies: Conditions, Forms, Consequences“ der DFG-Forschungsgruppe „Menschenrechte in der Migrationsgesellschaft“ (MeDiMi) an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt, auf der auch unterschiedliche politik-, rechts-, sozial- und gesellschaftstheoretische Perspektiven vertreten sind. Die Anmeldung kann ab sofort über die Konferenzwebsite erfolgen, wo sich auch das Programm findet. 

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CfA: Horkheimer Fellowship am Frankfurter IfS

Das Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main schreibt das Horkheimer Fellowship 2026 zum Thema „Faschisierung und Antifaschismus“ aus. Das dreimonatige Fellowship richtet sich an Postdocs aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die ein Forschungsprojekt zu zeitgenössischen Formen der Faschisierung und antifaschistischen Gegenpraktiken verfolgen – theoretische wie empirische Ansätze sind willkommen. Die Förderung umfasst 4.000€ pro Monat, Arbeitsplatz sowie die Einbindung in den laufenden Institutsbetrieb. Bewerbungen (auf Englisch) sind bis zum 20. April 2026 möglich. Zur vollständigen Ausschreibung mit allen Informationen geht’s hier.

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