„Die Größe der Demokratie“ – eine Replik (Buchforum „Die Größe der Demokratie“, Teil 5)

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei Claudia Landwehr, Eva Hausteiner, Kerstin Kock und Sebastian Huhnholz für Ihre teils wohlwollend-kritische, teils ablehnend-polemische Auseinandersetzung mit meinem Buch bedanken. Auch möchte ich der Redaktion des theorieblogs für die Organisation dieses Buchforums und für die Möglichkeit, auf die Kritik an diesem Ort zu replizieren, danken. Dass meine Thesen nicht überall auf Akzeptanz stoßen werden, war mir beim Schreiben des Buches nur zu bewusst. Jedenfalls freue ich mich sehr über das Interesse an meinem Buch. Im Folgenden werde ich − in der gebotenen Kürze und Selektivität − auf die einzelnen Beiträge eingehen. (mehr …)

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CfP: Workshop mit Claire Colebrook in Frankfurt

Feministische (politische) Theorie in Frankfurt: Am 22. November veranstalten Franziska von VerschuerAnastassija Kostan und  Josef Barla einen eintägigen Workshop mit Claire Colebrook  von der Penn State University unter dem Titel „How (not) to think in/corporeal feminisms and environmental post/humanism“. Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit ihre eigenen Projekte in der Gruppe zu diskutieren. Eine ‚passive‘ Teilnahme (ohne eigenes Projekt) ist aber auch möglich. In beiden Fällen werden Interessierte gebeten bis zum 30. September 2019 Abstracts oder Interessenbekundungen im Umfang von max. 400 Wörtern einzureichen an: verschuer@soz.uni-frankfurt.de, kostan@em.uni-frankfurt.de und Josef Barla barla@soz.uni-frankfurt.de. Den ausführlichen Call findet ihr hier.

 

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CfP: Prospects of Money: Theories, Developments, and Research Perspectives (HIS Hamburg)

Am 23. und 24. Januar 2020 findet am Hamburger Institut für Sozialforschung ein Workshop zum Thema „Prospects of Money: Theories, Developments, and Research Perspectives“ statt, der von der Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität“ organisiert wird. Es werden bis zum 14. Oktober Abstracts (bis zu 500 Wörter) erbeten. Ausführliche Informationen finden sich hier im Pdf oder auf der Website.

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Wirtschafts- und fiskalpolitische „Größen“ der Demokratie (Buchforum „Die Größe der Demokratie“, Teil 4)

Dass Dirk Jörkes Die Größe der Demokratie der tatsächlichen und der potentiellen demokratischen Qualität großräumiger Herrschaft und Integration besonders Europas skeptisch gegenübersteht, ist in den bisherigen Diskussionen zum Werk stets festgestellt worden. Dazu wird hier keine Position bezogen, auch eine Gesamtwürdigung des Bandes wird im Sinne der thematischen Arbeitsteilung des vorliegenden Buchforums unterbleiben müssen. Stattdessen möchte ich mich Jörkes neuem Buch maßgeblich aus einer wirtschafts- und finanz- bzw. fiskaltheoretischen Sichtweise der Politischen Theorie und Ideengeschichte nähern. Darum konzentriere ich mich auf dessen sechstes Kapitel, d.h. auf Jörkes Ausführungen über „Rückgewinnung wirtschaftspolitischer Souveränität“.

Dass dieser Fokus gleichwohl aufs Ganze zielt, wird dadurch deutlich, dass Jörke selbst sein Buch über die Demokratiekrise Europas und der europäischen Staaten mit einer wirtschafts- und fiskalpolitischen Skandalisierung einleitet. Eurokrise, Wohnungsfrage, Lohnsklaverei, Finanztransaktionssteuerdiskussion, Steuerflucht und -vermeidung u.v.a.m. führt er an. Solche Kritik ist mit guten Gründen Standard geworden. Von Thomas Piketty über Wolfgang Streeck bis Jean-Claude Michéa wird die heutige europäische Demokratiekrise vom liberalen bis ins radikale Spektrum als Konsequenz einer irrlichternen Wirtschaftsideologie vorgeführt. Dem schließt sich Jörke an. (mehr …)

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Die Größe der Demokratie: Über (eine) räumliche Dimension von Partizipation und Herrschaft (Buchforum „Die Größe der Demokratie“, Teil 3)

Da seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert mit der Erfindung und Etablierung repräsentativer Demokratien auch „Flächenstaaten“ als Demokratien bezeichnet werden, ist es nach Dirk Jörke fraglich, ob die Größe noch immer als Ermöglichungsbedingung einer normativ-anspruchsvollen Form von Demokratie angenommen werden kann (S. 81). Um die Möglichkeiten einer Aktualisierung der klassischen (republikanischen) Lehre von Demokratie und Größe auszuloten, schlägt er vor, die „Größe des Herrschaftsverbandes“ über die „Fläche des Staates“ oder „Einwohnerzahl“ zu bestimmen (S. 82). Dieses Größenverständnis ist der maßgebende Bezugspunkt für die Überprüfung der Ergebnisse der empirischen Demokratieforschung hinsichtlich etwaiger Zusammenhänge von Größe, Demokratieaffinität und -qualität.

Jörke deutet allerdings selbst an, dass „diese Operationalisierung von Größe nicht optimal ist“ und im Gegensatz zum Demokratiebegriff fällt die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Größe doch eher knapp aus (S. 83). Ich möchte einige Anmerkungen dazu machen, inwiefern unter Einbeziehung anderer Ideen und Verständnisweisen der räumlichen Dimension von Demokratie, Partizipation und Herrschaft ein differenzierter Größenbegriff entworfen werden könnte. Die Berücksichtigung der räumlichen Dimension der politisch-ökonomischen Grundlagen des demokratischen Gemeinwesens erweist sich als besonders vielversprechend, um das begriffliche Verständnis von Größe zu schärfen. (mehr …)

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  • RT @Soziopolis: Immanuel Wallerstein, Soziologie und Begründer der ebenso umstrittenen wie einflussreichen Weltsystemtheorie, ist im Alter… ->
  • Ankündigung: Am 12.09 findet organsiert vom AK Philosophie der Sozialen Demokratie (@FESonline) eine neue Ausgabe d… https://t.co/wqQZF1EM6P ->
  • Die Deadline für die das Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive 2020 wurde jetzt bis zum 1. Oktobe… https://t.co/K6aYDbeX4A ->
  • RT @TUChemnitz_IH: @MxTiessen hat Ideengeschichtliches des letzen Jahres rezensiert:
    @ProfSalzborn „Handbuch Politische Ideengeschichte“,… ->

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Gemeinschaft und Gesellschaft. Das X. Internationale Tönnies-Symposium in Kiel

In der an beeindruckenden Persönlichkeiten nicht armen Gruppe der Gründer der Soziologie nimmt der 1855 auf Eiderstedt geborene Ferdinand Tönnies einen der vordersten Plätze ein. Dieser Monate nun endlich erscheint Gemeinschaft und Gesellschaft, sein wirkungsreichstes Früh- und zugleich Hauptwerk, in der (auf eine stattliche Anzahl von Bänden nebst unzähligen Begleitheften, Schriftenreihen und internationalen Handbüchern angewachsenen) Tönnies-Gesamtausgabe, herausgegeben von Dieter Haselbach und der im letzten Jahr verstorbenen Bettina Clausen. Anlass genug, um an Tönnies’ Kieler Wirkungsstätte ein divers gefördertes, letztlich enormes Symposium, mit einigen rasanten Vorträgen zu veranstalten – Familienmitgliederbesuch der Tönnies-Enkelgeneration und Oberbürgermeisterempfang fehlten auch nicht. (mehr …)

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Programm der Tagung „Ontologien des Politischen im Widerstreit“ (Berlin)

Vom 25. bis 27. September 2019 findet in Berlin die Tagung „Ontologien des Politischen im Widerstreit. Analyse und Diskussion einer Debatte“ statt. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung Bereichs „Politische Theorie“ des Instituts für Politikwissenschaft (Universität Wien) und des Teilprojekts B05 „Emotionsrepertoires im Wandel“ des SFB 1171 Affective Societies (FU Berlin). Die Tagung beginnt mit einer Podiumsdiskussion am ICI zum Thema „Thinking the Political after the ‚Ontological Turn‘“ mit Oliver Marchart (Uni Wien), Allan Dreyer Hansen (Roskilde University), Vassilios Paipais (St Andrews University) und Sara Gebh (Uni Wien/New School). Das gesamte Programm der Tagung findet sich hier im Pdf.

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