„An unexpected source of power“: Nicole Doerrs Entdeckung politischer Übersetzung für deliberative Theorie und Praxis

Nicole Doerr (2018). Political Translation. How Social Movement Democracies Survive. Cambridge University Press.

Nicole Doerrs Buch Political Translation analysiert nicht nur Machtverhältnisse in basisdemokratischen, mehrsprachigen Gruppen. Es erforscht auch ein Handlungsmodell, das solidarische Verständigung über Subjektpositionen hinweg ermöglicht: Politische Übersetzung. Als empirisch verankertes Konzept zeigt politische Übersetzung, dass gemeinsames Erwägen und Entscheiden (lat. deliberare) weder eine „realpolitisch nicht umsetzbare Utopie“ bleiben muss, noch eine bloße Inszenierung demokratischer Abläufe bei gleichzeitiger Durchsetzung harter Interessen. Political Translation ist ein bedeutsames Plädoyer für deliberative Verfahren – und steht im Kontrast zu den zunehmend fatalistischen, zynischen und autoritären Antworten auf die Probleme demokratischer Repräsentation und Entscheidungsfindung. (mehr …)

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CfA: Nachwuchsforum „Deutungsmacht – Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“

Nachwuchswissenschaftler*innen aufgepasst: Das DFG-Graduiertenkolleg „Deutungsmacht – Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“ an der Universität Rostock veranstaltet vom 09.09.–13.09.2019 ein Nachwuchsforum zum Thema: „Streitkulturen. Deutungsmachtkonflikte zwischen Konsens und Zerwürfnis“. Das Forum strichtet sich an eine interdisziplinäre Zielgruppe von Studierenden und Absolvent*innen aus den Bereichen Theologie, Religionswissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaften, aber eben auch der Politikwissenschaft, der Politischen Theorie und der Philosophie.Die Veranstaltung soll  die Möglichkeit bieten, die Grundfragen des Kollegs anhand von interdisziplinären Vorträgen, Seminaren und begleitet von einem attraktiven Rahmenprogramm kennenzulernen. Bei Interesse und passendem Projekt besteht dann auch die Möglichkeit, sich zum 01.04.2020 als Kollegiat*in im Graduiertenkolleg zu bewerben.

Ausführlichere Infos zu Inhalten, Ablauf und organisatorischen Rahmenbedingungen des Forums sowie zu den Bewerbungsmodalitäten  findet ihr im Anhang. Bewerbungen können bis zum 15.06.2019 eingereicht werden.

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CfA: Wimi-Stelle (50 %) in Münster

An der Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Theorie und Politik der Geschlechterverhältnisse in Münster ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet für drei Jahre eine Wissenschaftliche Mitarbeiter-Stelle (50 %) zu besetzen. Erwartet werden Kenntnisse im Bereich der Geschlechter- und Europaforschung und in der Politischen Theorie mit einem Schwerpunkt auf feministisch-poststrukturalistischen Ansätzen. Alle weiteren Infos zur Stelle und zu den Bewerbungsmodalitäten findet ihr im PDF.  Achtung: Die Bewerbungsfrist endet schon am 31. Mai 2019.

 

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CfP: Vermittlung in den internationalen Beziehungen

In Kooperation mit der sozialwissenschaftlichen Sektion des Gießener Graduiertenkollegs Normen und Wandel in der Weltpolitik beschäftigt sich die Jahrestagung des DVPW-Arbeitskreises „Soziologie der internationalen Beziehungen“ am 14. und 15. November 2019 in Gießen mit dem vielfältigen Thema „Vermittung in den internationalen Beziehungen“. Da auf der Tagung theoretisch-konzeptuelle, methodische und empirische Fragen ihren Platz haben sollen, sind den Organisator*innen Frank Gradinger, Nele Kortendiek und Janne Mende explizit auch Beiträge aus der (Internationalen) Politischen Theorie und der Wissenschaftstheorie willkommen. Abstracts (ca. 300 Wörter) sind bis zum 30.06.2019 einzureichen, die angenommenen Kurzpapiere (2-3 Seiten) werden am 01.11.2019 fällig. Der vollständige Call findet sich hier oder auch nach dem Klick.

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Vortragsreihe: Die Auflösung des liberalen Konsenses (Freiburg)

Unter dem Titel „Die Auflösung des liberalen Konsenses“ organisieren Hannah Riede und Karsten Schubert in Freiburg eine Vortragsreihe zur kritischen Rechtstheorie. Die Reihe kombiniert öffentliche Abendvorträge mit Lektüreworkshops. Das Programm mit den genauen Terminen, Vortragstiteln und -abstracts sowie allem weiteren Infos für die Teilnahme an den Workshops findet ihr hier.

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CfP DVPW-Perspektivtagung „Interdisziplinäres Forschen“ (Berlin)

Die diesjährige, erste DVPW-Perspektivtagung widmet sich dem Thema „Interdisziplinäres Forschen: Chance oder Risiko für Nachwuchswissenschaftler*innen“.  Sie nimmt die seit Jahren von Förderorganisationen, Wissenschaftspolitik und Öffentlichkeit an Wissenschaftler*innen herangetragene Forderung nach verstärkter interdisziplinärer Forschung zum Ausgangspunkt, um die Chancen und Risiken interdisziplinären Arbeitens speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu diskutieren. Es ist das Ziel der Perspektivtagung, Nachwuchswissenschaftler*innen durch einen breiten Erfahrungsaustausch bei entsprechenden forschungs- und karrierebezogenen Entscheidungen zu unterstützen sowie Voraussetzungen und Beispiele gelingender Interdisziplinarität zu eruieren.

Der Call richtet sich vordergründig, aber nicht ausschließlich an Nachwuchswissenschaftler*innen. Gesucht werden kurze Impulsvorträge aus allen Bereichen der Politikwissenschaft sowie benachbarter Disziplinen, bevorzugt aus den Bereichen Politische Theorie und Ideengeschichte, Politik und Recht, Ökonomische Politikforschung  und Vergleichende Politikwissenschaft.

Die Tagung wird am 7./8.11.2019 in Berlin stattfinden und von einem Team bestehend aus Sebastian Wolf, Anna Fruhstorfer, Sebastian Huhnholz, Oliver W. Lembcke und Verena Frick organisiert. Einsendeschluss ist der 30.6.2019. Alle weiteren Informationen finden sich hier.

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Konferenz: Die Weimarer Republik als Ort der Demokratiegeschichte (Chemnitz)

Vom 13. bis 15. Juni 2019 veranstalten Alexander Gallus und Ernst Piper – unterstützt von der Bundeszentrale für Politische Bildung – in Chemnitz  eine Konferenz über „Die Weimarer Republik als Ort der Demokratiegeschichte“. Die Konferenz, die versucht einen „unvoreingenommenen Blick“ auf die Weimarer Republik und andere Demokratien der Zwischenkriegszeit zu wagen und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob und inwiefern die Weimarer Republik nicht als ein zentraler, wenngleich streitbarer Ort der deutschen Demokratiegeschichte anzusehen ist, ist sicher für viele politische Theoretiker*innen hochinteressant. Sie richtet sich aber auch ganz explizit an eine breitere Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist entsprechend kostenfrei. Um vorherige Anmeldung unter kontakt-theorie@phil.tu-chemnitz.de wird aber gebeten. Alle weiteren Infos zu Anmeldung und Teilnahme sowie das ausführliche Programm findet ihr auf der Website der Tagung.

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Konferenz: Technologien der Emotionalisierung (Stuttgart)

Organisiert von Felix Heidenreich und Florian Weber-Stein findet Ende nächster Woche (23. bis 25. Mai) in Stuttgart eine interdisziplinäre Tagung zum Thema „Technologien der Emotionalisierung“ statt. Ausgehend von der Frage, welchen Veränderungen das menschliche Gefühlsleben in technisierten Lebens- und Arbeitskontexten ausgesetzt ist, geht die Konferenz auch auf Fragen der Demokratietheorie, der Bildungspolitik und der Medienregulierung ein. Eine Keynote gibt es von Ute Frevert, die am Donnerstagabend zu Gefühlen und Geschichte vorträgt. Alle weiteren Informationen findeProgrammflyern sich auf der Webseite oder im .

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Europawahl 2019: Entscheidungen über die institutionelle Architektur der EU?!

Diesmal genügt es nicht, nur auf eine bessere Zukunft zu hoffen.
Diesmal müssen wir alle Verantwortung übernehmen.

So lautet die Einleitung zur Kampagne „Diesmal wähle ich“, mit der das Europäische Parlament zur Europawahl vom 23. bis zum 26. Mai 2019 aufruft. Das Video der Kampagne, in der Neugeborene die Hauptrollen spielen, endet mit der Aufforderung: „Choose the Europe you want me to grow up in.” Die Europawahl 2019 wird hier und auch in der weiteren Diskussion als Schicksalswahl für die EU präsentiert.

Dem entspricht einerseits der Eindruck, dass inhaltliche Entscheidungen auf europäischer Ebene – von Klimaschutz über Steuergesetzgebung bis Außenpolitik – aktuell stärker im Fokus stehen als bei früheren Europawahlen. Andererseits ist das grundsätzliche Bekenntnis für oder gegen die EU prominent in den Europawahlprogrammen präsent. Fragen und Antworten zur institutionellen Architektur der EU, die über ein einfaches Ja oder Nein zur europäischen Integration hinausgehen, nehmen allerdings in der Diskussion oft eine nachgeordnete Position ein. Wie die unterschiedlichen Elemente der europäischen Mehrebenenordnung voneinander abhängen und zusammenspielen (sollen), bleibt meist vage

Die Europawahl ist ein Anlass und Schauplatz für Auseinandersetzungen über europäische Politik und die EU. In der Wahl selbst kulminieren aber auch eine Reihe von Spannungslinien zwischen zwischenstaatlichen, transnationalen und supranationalen Ordnungslogiken. Sie beruhen auf unterschiedlichen Verständnissen demokratischer Legitimation, insbesondere der Unionsbürgerschaft, und prägen die Rollen sowie die Verhältnisse der europäischen Institutionen zueinander. Die damit verbundenen Fragen der institutionellen Architektur stellen sich vor allem bei Änderungen der EU-Verträge. Gerade weil die unterschiedlichen Ordnungslogiken der EU bei der Europawahl aufeinandertreffen, wird ihre Balance aber auch durch die anstehenden Entscheidungen beeinflusst. (mehr …)

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CfP: Das Recht auf Leben als Menschenrecht (Darmstadt)

Das Recht auf Leben ist eine fundamentale Norm des deutschen Grundgesetzes sowie des internationalen Menschenrechtsregimes. Gemeinsam mit der Schader-Stiftung möchte der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft eine Tagung durchführen, welche die verschiedenen Perspektiven, die das Recht auf Leben, auch in Verbund mit anderen Grund- und Menschenrechten, haben kann, untersucht und zusammenbringt.

Die beiden Organisatorinnen Annette Förster und Kirsten Mensch laden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, politisch Aktive, NGOs und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Praxis ein, bis zum 1. September 2019 einen Vorschlag (250-300 Wörter) für ein Input-Referat mit anschließender Diskussion einzureichen bei: annette.foerster@ipw.rwth-aachen.de und mensch@schader-stiftung.de

Den vollständigen Call gibt es hier.

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