CfA: Workshop Politische Theorie(n) der Öffentlichen Finanzen

Termin: 19.01.2023 – bis 20.01.2023 (Do-Fr), 14:00-19:00 Uhr plus Abendprogramm; 9:30-14 Uhr.
Ort: TU Darmstadt
Probleme der demokratischen und demokratiegerechten Finanzierung öffentlicher Aufgaben sind in den vergangenen Jahren wieder vermehrt in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Die materielle (Re-)Produktion kollektiver Ordnung gilt heute zwar als Standardthema der Politischen Ökonomie. Demgegenüber fallen – aufgrund der Verstreutheit der Arbeiten – die Debattenbeiträge und Reflexionen aus dem Bereich der Politischen Theorie und Ideengeschichte weiterhin gering aus. Das offenkundige Risiko entweder zu isolierter oder aber interdisziplinärer Forschungen ohne hinreichendes fachspezifisches Fundament lässt wünschenswerte Synergien unausgeschöpft. Zumal die Forschungsleistungen jüngerer Kolleg_innen unter „Corona“-Bedingungen in Deutschland zuletzt kaum vernetzt werden konnten. Hier will unser Workshop ansetzen.

Wir möchten einen Raum für Präsentationen von Forschungsarbeiten und zugleich ausreichend gemeinsame Gesprächs- sowie Austauschmöglichkeiten bieten. Dies dient zum einen dem Zweck einer stärkeren Vernetzung und mittelfristigen Initiierung von gemeinsamen Forschungsprojekten, zum anderen dazu, günstige inhaltliche Überschneidungen auszuloten.  Dafür bieten wir einen zweitägigen Rahmen und, falls erforderlich, eine Übernahme der Kosten.

Der Hauptzweck des Workshops ist daher die Vernetzung jüngerer Forscher_innen, Deliberation geht vor Produktion. Gleichwohl bestehen konkrete Publikationsmöglichkeiten in einem Zeitschriften-Sonderband sowie in mehreren Zeitschriften-Schwerpunktheften – die weitere Planung dafür findet gemeinsam auf dem Workshop statt. Formlose Beitragsvorschläge (z.B. kurzer CV, Themenbeschreibung) bitte bis zum 15. Dezember 2022 per Mail an: Sebastian Huhnholz,

Mögliche Themen und Beiträge:

  • Politische Theorie und Ideengeschichte öffentlicher Güter und öffentlicher Infrastrukturen
  • Analysen zu Klassiker_innen des politischen Denkens und gegenwärtigen politischen Theoretiker_innen über öffentliche Finanzen, Staats-, Parteien- und Institutionenfinanzierung
  • Fiskal- und finanzsensible Ansätze der Politische Theorie zur Differenzierung und Analyse unterschiedlicher Staatsfinanzierungsformen (Steuern, Gebühren, Kredite, Arbeitsdienste usf.)
  • Politische Ökonomie und Demokratietheorie der Sozialstaatlichkeit, staatlicher Schulden und/oder der Geldpolitik
  • Normative Theorien des Steuerstaats und der Steuerpflicht

Oliver Weber

Oliver Weber hat in Mannheim und Regensburg Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert. An der TU Darmstadt arbeitet er seit Mitte 2022 am Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte an einem Dissertationsprojekt zur Ideengeschichte des frühliberalen Eigentumsbegriffs – und den politischen Aporien, die ihm die aufklärerische Geschichtsphilosophie aufgelastet hat. Seine bisherigen Forschungen bewegen sich im Feld der politischen Ökonomie des Republikanismus.

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