Vorlesungsreihe: The DEBT Lectures (Frankfurt)

Am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main findet in diesem Wintersemester eine Vorlesungsreihe mit dem Titel „The DEBT Lectures“ statt. In der Vortragsreihe geht es um die Reflexionen gegenwärtiger Schuldenbeziehungen im neoliberalen Europa und die Analyse eines erweiterten Verständnis von Schulden und Schuld in Hinblick auf die Konstituierung von Subjektivitäten und sozialen Bindungen. Eingeladen sind Maurizio Lazzaratto, Maria Markantonatou, Ute Tellmann, Silke Meyer und Yannis Stavrakakis. Die erste Veranstaltung mit Aristide Antonas ist schon gelaufen, aber als nächstes steht am 15.11 (19h, IfS)  ein Vortrag von Maurizio Lazzarato zu „The Debt and the War“ an. Infos zur Reihe gibt es auf dem Plakat und zudem auch noch auf einem übergeordneten Blog.

Weiterlesen

Workshop: Democracy and the Financial Order

Das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg) und das Exzellenzcluster Normative Ordnungen (Frankfurt) veranstalten am 2. und 3. September einen Workshop zu Democracy and the Financial Order: Legal Perspectives. Der Workshop findet im Clustergebäude in Frankfurt statt. Ihm geht am Abend des 02.09 eine öffentliche Keynote von Hendrik Enderlein zum Thema „Sovereign Debt an Democracy: Challenges after the Crisis“ voraus. Der Workshop setzt eine Anmeldung unbedingt voraus, alle Infos erhaltet ihr auf dem Plakat.

Weiterlesen

Im Bann der Falschheit. Wolfgang Streecks Wiederaufnahme der Kapitalismuskritik

Rezension zu Wolfgangs Streecks »Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus, Berlin, Suhrkamp, 2013«

In seinem beeindruckenden Buch knüpft Wolfgang Streeck an die »Spätkapitalismus«-Theorien der 1960er und 1970er Jahre an. Deren erwartete krisenpolitische Sequenz lautete wie folgt: Im Unterschied zum klassischen Kapitalismus der Vorkriegszeit (lies: dem »goldenen Zeitalter« des fordistischen Kapitalismus) sei heute für jeden sichtbar, dass sich der Wohlstand zu ganz erheblichen Anteilen staatlichen Eingriffen in den nach wie vor kapitalistischen Akkumulationsprozess verdanke. Dadurch aber könne eine Konstellation auftreten, in der Erwartungen der Menschen an Wohlstandszuwächse und Spielräume zur individuellen Entfaltung schneller wachsen als es eine weiterhin auf stabile Ertragsaussichten angewiesene Kapitalakkumulation erlaube. Aus dem Interessenkonflikt zwischen den Ertragsansprüchen der Kapitalbesitzenden und den wohlfahrtsstaatlich geweckten Entfaltungserwartungen der demokratisch Regierten wurde die Entstehung sozialer Bewegungen erwartet – wohl auch erhofft –, die eine Demokratisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat auf die Tagesordnung setzen. (mehr …)

Weiterlesen