„Es ging nie darum, zu gewinnen, sondern ums Ganze.“ – Erinnerungen an Rainer Schmalz-Bruns

Am 31. März 2020 ist Rainer Schmalz-Bruns nach schwerer Krankheit in Lüneburg gestorben. Sein Tod hat weit über den Kreis Politischer Theoretikerinnen und Theoretiker hinaus Bestürzung und große Anteilnahme ausgelöst. Schon verschiedene erste Nachrufeauch auf diesem blog – zeugen von großer Bewunderung, Freundschaft und Dankbarkeit für die Persönlichkeit und wissenschaftliche Kraft von Rainer Schmalz-Bruns. Auch weil die aktuelle öffentliche Lage gemeinsame Gedenkveranstaltungen vorerst nicht zulässt, haben viele Freund_innen, Wegbegleiter_innen und Kolleg_innen beschlossen, einige Impressionen und Erinnerungen zunächst hier zu versammeln. Im folgenden Teil erinnern zunächst Oliver Flügel-Martinsen und Daniel Gaus (die dieses Format auch initiierten und organisierten) sowie Regina Kreide, Dirk Jörke, Claudia Landwehr und Mathias Albert an Rainer Schmalz-Bruns (Anm. d. theorieblog.de-Redaktion). (mehr …)

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Nachruf auf Rainer Schmalz-Bruns

Am 31. März 2020 ist Rainer Schmalz-Bruns nach schwerer Krankheit in Lüneburg gestorben. Mit ihm hat die Politische Theorie in der Bundesrepublik einen ihrer klügsten Köpfe und haben viele Kolleginnen und Kollegen im Fach einen guten Freund verloren. Rainer Schmalz-Bruns hat mit seiner Reflexiven Demokratie (1995), seinen Beiträgen zur Internationalen Politischen Theorie und seinem Einsatz für die Disziplin Politische Theorie prägend gewirkt. (mehr …)

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Tagung „Öffentliche Güter und ihre Finanzierung – Herausforderung für die Demokratie“ (27.-28. Juni 2019 im Schader-Forum, Darmstadt)

Unter dem Titel „Öffentliche Güter und ihre Finanzierung – Herausforderung für die Demokratie“ widmet sich eine interdisziplinäre Tagung rechts-, politik-, geschichts- und sozialwissenschaftlichen und praxisnahen Perspektiven auf den Status Quo der berühmten Losung „No taxation without representation!“. Angesichts der heute zerfaserten steuerstaatlichen Souveränität und der globalen Machtzugewinne neuer Finanzakteure muss diese Losung offenbar hinterfragt und für die demokratischen Gesellschaften auf der Höhe der Zeit reformuliert werden. Viele Muster der Regelfinanzierung des demokratischen Wohlfahrtsstaates sind längst einem Wandel ausgesetzt. Die Idee des Steuer- und Sozialversicherungsstaates ist durch Finanzmarktimperative, Staatsverschuldungsspiralen und „Refeudalisierungs“-Tendenzen in gegenwärtigen Demokratien zwar nicht abgelöst, allemal aber herausgefordert. Staatsfinanzierung bedeutet heute, öffentliche Güter unter marktwirtschaftlichen Vorzeichen begreifen zu müssen und das Ergänzungsverhältnis von Privateigentum, Privatwirtschaft und staatlich koordinierter Wirtschaftssphäre zu betrachten. So sind Produktion und Bereitstellung öffentlicher Güter durch Demokratien reich an Varianten.

Die Tagung soll die Besonderheiten und Vielfalt der Finanzierung von Demokratien sowie der Bereit­stellung öffentlicher Güter in Demokratien in einer interdisziplinären wie praxisinteressierten Art er­kunden – einschließlich der Thematisierung etwaiger Überforderungen fiskalischer Selbstregierung, ihrer Herausforderungen, Irrwege und Alternativen. Im Zentrum stehen Zusammenhänge öffentlicher Güter­bereitstellungen und Finanzpolitik in der Demokratie.

Ausführlichere Beschreibungen finden sich hier, das Programm findet sich auch unten. Weitere Informationen zur Tagung hier www.schader-stiftung.de/oeffentlichegueter, wo sich im Anschluss an die Tagung auch ausgesuchte Ergebnisse und -rückblicke präsentiert finden werden. (mehr …)

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CfP: Das Recht auf Leben als Menschenrecht (Darmstadt)

Das Recht auf Leben ist eine fundamentale Norm des deutschen Grundgesetzes sowie des internationalen Menschenrechtsregimes. Gemeinsam mit der Schader-Stiftung möchte der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft eine Tagung durchführen, welche die verschiedenen Perspektiven, die das Recht auf Leben, auch in Verbund mit anderen Grund- und Menschenrechten, haben kann, untersucht und zusammenbringt.

Die beiden Organisatorinnen Annette Förster und Kirsten Mensch laden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, politisch Aktive, NGOs und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Praxis ein, bis zum 1. September 2019 einen Vorschlag (250-300 Wörter) für ein Input-Referat mit anschließender Diskussion einzureichen bei: annette.foerster@ipw.rwth-aachen.de und mensch@schader-stiftung.de

Den vollständigen Call gibt es hier.

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Call zur Tagung „Öffentliche Güter und ihre Finanzierung – Wandel und Herausforderungen für die Demokratie“ (27.-28. Juni 2019, Schader-Forum Darmstadt)

Die derzeit günstige Finanzlage der Bundesrepublik lässt leicht vergessen, dass sich viele Muster der Regelfinanzierung des demokratischen Wohlfahrtsstaates längst einem Wandel ausgesetzt sehen. Die Idee des Steuer- und Sozialversicherungsstaates ist durch Finanzmarktimperative, Staatsverschuldungsspiralen und „Refeudalisierungs“-Tendenzen in gegenwärtigen Demokratien sicher nicht abgelöst, allemal aber herausgefordert worden. Insbesondere die berühmte Losung vom No taxation without representation! muss angesichts der heute zerfaserten steuerstaatlichen Souveränität und des globalen Eintritts neuer mächtiger Finanzakteure hinterfragt und für die demokratischen Gesellschaften auf der Höhe der Zeit reformuliert werden. (mehr …)

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„… die beste Regierungsform bisher“? Bericht über die Gesprächsreihe „Defekte der Demokratie“ (Darmstadt)

Im Juni 2017 luden Schader-Stiftung und TU Chemnitz in Darmstadt zu einer dreiteiligen Gesprächsreihe zu strukturimmanenten Problemen der Demokratie ein. Im Fokus stand – neben Diagnosen und institutionenorientierten Therapievorschlägen – die Debatte mit der Praxis. Beteiligt waren Vertreter der Politischen Theorie, der empirischen Demokratieforschung, der Philosophie und der Politik.

„Mehr als 2000 Jahre nach dem einsetzenden Siegeszug der Demokratie wird es Zeit, sich mit ihren Problemen intensiver auseinanderzusetzen“, so die Veranstalter der Gesprächsreihe. Gemeint waren damit nicht etwa neuzeitliche (etwa Globalisierung) oder autokratische Herausforderungen, sondern demokratieimmanente Defekte – Probleme, die auf den demokratischen Charakter eines politischen Systems zurückgehen. Insgesamt drei demokratische „Baustellen“ erhielten Aufmerksamkeit: „fehlende Nachhaltigkeit“, „tatsächliche und vermeintliche Leistungsschwächen“ sowie „Mängel der Herrschenden, Mängel des Wahlvolks“. Damit knüpfte die Gesprächsreihe an eine Debatte an, die einer breiteren Öffentlichkeit jüngst etwa durch die Bücher David Van Reybroucks und Jason Brennans bekannt geworden sein dürfte.

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Workshop: Im Schatten des Populismus? (Darmstadt)

Am Freitag, 27.10.2017, findet im Schader-Forum in Darmstadt ein Workshop zum Thema „Im Schatten des Populismus? Sicherheit und Bürgerbeteiligung im städtischen Alltag“ statt. Dabei diskutieren politische Theoretiker/innen  (Veith Selk, Michael Haus, Angela Marciniak) mit unterschiedlichen Akteur/innen der Praxis über  den Wandel des städtischen Alltags: Zeigt sich hierin der gegenwärtige „populistische Moment“? In welchen Kontexten, in welchen Konfliktlagen, mit welchen Akteuren lassen sich diese Phänomene im städtischen Alltag beobachten? Welche Auswirkungen hat der Aufstieg des Populismus auf den städtischen Alltag, vor allem auf die Sicherheit in der Stadt und die Bürgerbeteiligung? Und schließlich: Was bedeuten diese Veränderungen für die städtische Sicherheitspolitik sowie die städtische Politik und Verwaltung insgesamt? Um Anmeldung wird bis 20.10. gebeten (hier). Alle Informationen zum Workshop finden sich hier im Pdf.

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Tagung: Utopia. Religion – Macht – Gesellschaft

Vom 09.-11. November findet in der Schader-Stiftung in Darmstadt eine Tagung zum  Thema „Utopia. Religion – Macht -Gesellschaft“ statt. Die interdisziplinäre Tagung soll sowohl die Wirkgeschichte des Romans von Thomas Morus untersuchen als auch die Frage danach stellen, welche Effekte moderne Utopien für heutige Gesellschaften haben. Das Programm und alle Infos findet ihr hier als PDF.

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CfP: Menschenrechte als geschichtspolitischer Topos?

Der AK Menschenrechte und der AK Politik und Geschichte der DVPW laden im Dezember (15./16. Dezember) in der Schader-Stiftung zu einem Workshop über „Menschenrechte als geschichtspolitischer Topos?“ ein. Derzeit läuft der Call for Papers und bis zum 10. Juni hat noch jeder die Chance, einen Beitrag für ein kurzes Impulsreferat anzumelden. Alle Infos zur Anlage der Tagung hier.

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CfP: Demokratische Steuerung der EU-Krisen (Workshop, Darmstadt)

Im April (14.4.-15.4.) soll in Darmstadt ein Workshop zur demokratischen Steuerung der EU-Krisen (von Finanz- bis Flüchtlingskrise)  stattfinden, für den derzeit nach Beiträgen gesucht wird. Diskutiert werden sollen sowohl institutionelle Fragen als auch die Vereinbarkeit von ökonomischen, politischen und sozialen Aspekten. Mehr Details zum Workshop findet ihr hier in der PDF, darin auch die Deadline für den Call (18.3) und die Adresse, an die ihr Beitragsvorschläge schicken könnt (Claudia Wiesner). Eine Teilnahme ist – nach Anmeldung – auch ohne eigenen Beitrag möglich.

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