Hannah Arendt Tage 2021 in Hannover: „Start Doing“

Unter dem Titel Start Doing“ – Unsere Verantwortung für die Zukunft finden vom 12. bis zum 16. Oktober in Hannover die Hannah Arendt Tage 2021 statt. Bei dieser, u.a. vom Institut für Politikwissenschaft der Leibniz Universität organisierten, Veranstaltung steht die Frage im Mittelpunkt „Ist eine klimagerechte und nachhaltige Welt noch möglich?“. Das Programm umfasst Vorträge unterschiedlicher Disziplinen, Filmbeiträge z.B. über Fridays for Future , Lesungen, Konzerte und Diskussionen. Nicht zuletzt spricht Maria Robaszkiewicz unter dem Titel „Mit Hannah Arendt über das Wetter sprechen und handeln“. Alle weiteren Infos zum Programm und zur Organisation finden sich online sowie hier im Flyer.

 

 

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Konferenz: Arendts Kritik am »archimedischen Punkt«

Am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kultuforschung findet am 2. und 3. Juli die Konferenz Arendts Kritik am »archimedischen Punkt« – Erscheinungsraum einer nicht gegebenen Welt statt. Die Tagung will fragen wie oder wo wird ein Erscheinungsraum adressiert, wenn es nicht – wie für die griechische Polis – eine gegebene Welt gibt? Wie oder wo wird ein Gemeinsames adressiert, wenn nicht – wie in Neuzeit und Moderne – ein archimedischer Punkt vorausgesetzt wird? Sie tut dies unter anderem mit Beiträgen der Organistorin Marita Tatari, von Eva Geulen und anderen. Das Tagungskonzept, das Programm und den Zoom-Link zur Teilnahme findet ihr hier.

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Veranstaltung: Rassismus bei Arendt?

Am 24. März findet  eine Veranstaltung der Hannah Arendt Tage Hannover zum Thema „Rassismus bei Arendt?“ statt. Priya Basil, Felix Axster und René Aguigah werfen einen „aktuellen Blick auf Widersprüche im Urteilen“ und diskutieren über dieses wichtige Thema. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und findet online statt. Mehr Infos zu Referent*innen und Thema gibt es hier. Um eine Anmeldung bis zum 22. März unter: hat@hannover-stadt.de wird gebeten.

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Online neuanfangen? Hannah Arendts Handlungstheorie während der Quarantäne

Hannah Arendts Konzept von Natalität bezieht sich nicht nur auf die natürliche Geburt, sondern auch auf ein Neuanfangen, das ihrer Handlungstheorie entsprechend einen öffentlichen Raum voraussetzt. Da dieser Raum während der aktuellen Corona-Krise zumindest physisch eingeschränkt wird, lohnt es sich, Arendts Handlungstheorie erneut zu betrachten. In vielen Ländern gilt über Monate hinweg das Gebot, zu Hause zu bleiben und den öffentlichen Raum nur dann zu betreten, wenn dies unbedingt notwendig ist. Da viele Tätigkeiten und Aspekte des menschlichen Lebens pausiert wurden, gilt es neue Handlungsweisen zu erkunden. Während viele Alltagsaktivitäten eingeschränkt wurden, bleiben Online-Aktivitäten bestehen, wurden gar notwendiger denn je. Daher erscheint es plausibel, die aktuelle Situation anhand von Arendts Handlungstheorie zu verstehen und den digitalen Raum als möglichen öffentlichen Raum für Neuanfänge zu erkennen. Mein Vorschlag lautet, dass Neuanfänge während der Quarantäne möglicherweise in einem digitalen Raum stattfinden könnten, sofern Arendts Faktum der Pluralität in diesem voll zum Ausdruck kommen kann. Allerdings droht die Vielfältigkeit im digitalen Raum durch Isolierung verschiedener Gruppen von Gleichgesinnten zerstört zu werden. (mehr …)

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Neuanfang!?

„Ein (politischer) Nauanfang ist immer möglich!“ – haben wir mit Hannah Arendt in unserem diesjährigen Call for Blogposts behauptet und damit zu Beiträgen zu einem Thema eingeladen, das sich im Jahr 2020 besonders aufdrängt. Braucht es nach der globalen Pandemie einen politischen, gesellschaftlichen und/oder ökonomischen Neuanfang? Müssen wir die Art, wie wir gesellschaftliches Zusammenleben organisieren, neu überdenken?

Vor allem zu Beginn der Krise wurde mit ihr auch die Hoffnung auf einen Neuanfang verbunden: Nach Corona, so die Hoffnung vieler Kommentator*innen, würde sich die Art, wie wir gesellschaftliches Miteinander organisieren, grundsätzlich ändern. Von einem solidarischeren Umgang untereinander und einem Überdenken unseres Verhältnisses zur Natur war die Rede; von der Neustrukturierung des Arbeits- und Soziallebens und manchmal gar der gesamten Wirtschaftsweise. Die Pandemie und die mit ihr verbundenen Einschränkungen offenbarten, so eine verbreitete These, was wirklich wichtig ist. Einige Monate später wird einiges nüchterner diskutiert, doch Fragen danach, ob es einen Neuanfang braucht und worin er bestehen könnte, sind nicht weniger dringend. Einigen von ihnen widmen sich die Beiträge zu unserem Call.

Auch in diesem Jahr haben wir eine große Vielfalt an Beitragsvorschlägen erhalten. Wir danken allen, die sich beteiligt haben, recht herzlich. In den nächsten drei Wochen veröffentlichen wir nun unsere Auswahl der Texte hier auf dem Blog. Sie reichen von Begriffsanalysen über Reflektionen zur Rolle der Theoretiker*innen selbst bis zur Diskussion konkreter Politikfelder und Problemstellungen. Die Reihe der Beiträge endet mit einem Blick zurück aus dem Jahr 2050.

Alle Texte werden wir im Laufe der Zeit – nach dem Klick – in diesem Post vermerken, um die Navigation zu vereinfachen.

Wir laden euch an dieser Stelle zudem noch einmal besonders ein, aktiv mitzudiskutieren und die Debatte auch über die Texte hinaus weiterzuführen, um die Lebendigkeit und Relevanz der Politischen Theorie weit(er)hin deutlich zu machen. (mehr …)

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Erinnerung: Call for Blogposts „Neuanfang!?“

In genau zwei Wochen – am 21. September – endet die Frist für unseren Call for Blogposts: „Neuanfang!?“. Wir freuen uns weiterhin über Vorschläge, die den Begriff des Neuanfangs pointiert aus unterschiedlichen ideengeschichtlichen, politiktheoretischen oder philosophischen Perspektiven beleuchten und erkunden, wertschätzen und erhellen oder (fundiert) kritisieren.

Beiträge können die Form essayistischer Blogposts von 500 bis 1000 Worten Länge haben. In Erweiterung unserer etablierten Formate laden wir aber explizit auch zu kürzeren Beiträgen sowie zu Beiträgen jenseits der Textform ein: wie kurze Videos, Karikaturen oder Stellungnahmen in anderen Text- und Bildformen. Bitte schickt Eure Vorschläge an team@theorieblog.de. Über eine Veröffentlichung entscheidet dann die Redaktion.

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„Transparenz, Öffentlichkeit, Urteilskraft“ – Tagung des Hannah Arendt-Zentrums

Vom 8.-10. November veranstaltet das Hannah Arendt-Zentrum an der Universität Oldenburg eine Tagung zum Thema „Transparenz, Öffentlichkeit, Urteilskraft“. Im Zentrum steht die Digitalisierung der Öffentlichkeit und das Aufkommen von Transparenzforderungen, die analysiert und mit Hannah Arendts Kategorien von Erfahrung und Urteilskraft neu durchdacht werden sollen. Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Johann Kreuzer, Dr. Nils Baratella und Héla Hecker. Das Tagungsprogramm und die Abstracts zu den Vorträgen finden sich hier.

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Marschieren für die Wahrheit – dieses leichte Unbehagen. Eine etwas zu persönliche Reflexion über den March for Science

Am Wochenende waren an vielen Orten in Deutschland und auf der ganzen Welt Bildungsbürgerinnen auf den Straßen – so auch die Verfasserin dieser Zeilen, die dem Spektakel im beschaulichen Freiburg beiwohnte. Man versammelte sich unter dem Motto „Zu Fakten gibt es keine Alternative“, denn man ist beunruhigt, ja alarmiert, durch all das Postfaktentum, das da vermeintlich in der Welt heutzutage herumgeistert, personifiziert durch Donald Trump und seine ‚alternativen Fakten‘. Man ist bemüht, die Bedeutung des Wissens und der Wissenschaften im Streit der Meinungen durch den symbolischen Akt des Marschierens wieder ins Gedächtnis zu rufen, und scheint sich einig, dass es unverhandelbare Tatsachen gibt, die wissenschaftlicher Reflexion und Methode in die treusorgenden Hände zu legen sind. Wahrscheinlich muss man nicht einmal Hannah Arendt (Wahrheit und Lüge in der Politik) bemühen, um sich des Eindrucks zu vergewissern, dass die Gleichsetzung von Tatsachen und Meinungen im Bereich des Politischen nicht nur unangebracht sondern gefährlich ist – an Anschauungsmaterial (siehe hier und hier) mangelte es eigentlich nie. Wegen solcherlei Erwägungen stand man also zusammen: Professorinnen, Studentinnen, Privatdozentinnen, wissenschaftliches Prekariat und jede Menge Alumni. Das unangenehme Gefühl der Selbstbeweihräucherung wurde um der guten Sache willen im Kauf genommen. Man ignorierte für einen Samstagmittag all die Grabenkämpfe um Mittelkürzungen und prekäre Anstellungsverhältnisse und war sich einmal einig.

Doch bei einem Blick auf die Statements und Schilder wurde mir bestätigt, was zuvor eher dumpfe Ahnung war: Das Problem ist und bleibt das „Man“, das Gruppengefühl, die vermeintlich gemeinsame Sache, eben diese Einigkeit. (mehr …)

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Flucht, Migration und Integration. Zwei Vorträge in Freiburg

Zum Auftakt ins neue Jahr lädt die Freiburger Professur für Politische Philosophie, Theorie und Ideengeschichte gemeinsam mit dem Colloquium Politicum der Universität Freiburg erneut zu Vorträgen zu Flucht, Migration und Integration ein. Am 11. Januar trägt Frauke Kurbacher von der FU Berlin „Gedanken zu einer Philosophie der Migration“ vor und sucht die Figur und Situation des Flüchtlings zu greifen. Am 25. Januar unternimmt Sybille De La Rosa (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) dann „Demokratietheoretische Überlegungen zur Inklusion und Exklusion von Geflüchteten“. Alle Zeiten und Orte finden sich unter folgendem Link und auch noch einmal nach dem Klick.

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Tagung: Critique of Love – Love as Critique (St. Gallen)

Am 2. und 3. Dezember findet in St. Gallen eine Tagung zu „Critique of Love – Love as Critique“ statt. Die von Federica Gregoratto und Dieter Thomä organisierte Tagung untersucht Liebe in einer sozialen und politischen Perspektive und es gibt unter anderem Beiträge zu Arendt, Adorno, Marx und Nussbaum. Wer sich für die Tagung interessiert, findet hier eine ausführlichere Beschreibung und Programm und hier den Flyer.

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