„Bürgerschaft: Aktuelle Entwicklungspfade und konzeptuelle Neubestimmungen“ – diesem Thema widmen sich vom 18. bis zum 20. März die Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte und alle, die sich ihr verbunden fühlen. Somit geht es im Frühjahr um die Grundlagen politischer Ordnungsbildung ebenso wie um aktuelle politische Debatten und Weichenstellungen – und um die unterschiedlichen Perspektiven, die Ideengeschichte und politische Theorie darauf eröffnen. Gastgeber sind unsere Kollegen in Marburg (Oliver Eberl, Julian Hoffmann). Sie organisieren die Tagung gemeinsam mit Sandra Seubert und Eva-Maria Schäfferle (Frankfurt). Alle Infos zum Programm finden sich auf dem Plakat (unter diesem Link), Infos zu Anmeldung und Organisation folgen rechtzeitig.
Autor: Anna Meine
CfP: Polarized Democracies – New Lines of Division in Europe (11./12. Juni 2026, Dresden)
Theoretische Beiträge sind explizit erwünscht beim interdisziplinären wie internationalen Workshop „Polarized Democracies: New Lines of Division in Europe“, den das Mercator Forum Migration und Demokratie am 11. und 12. Juni 2026 in Dresden organisiert. Gegenstand und Ziel der Debatte ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Diagnose der politischen Polarisierung. Die vier Fokuspunkte des Workshops lauten entsprechend:
- Affective Polarization, Identity, and Democratic Cohesion
- Media, Misinformation, and Conspiracy Thinking
- Radical Right Mobilization, Migration, and Party Competition
- De-polarization and Democratic Resilience
Interessierte ‚Early Career Researchers‘ mögen Abstracts von bis zu 300 Worten Länge sowie eine Kurzbiografie bis zum 20. Januar 2026 per Mail an die Organisator*innen senden. Olivero Angeli beantwortet in der Zwischenzeit alle aufkommenden Fragen. Mehr Infos zum Inhalt und alle Infos zur Organisation finden sich zugleich im hier verlinkten Dokument.
CfA: Workshop „Kämpfe um den Liberalismus“ (Hamburg, 19./20.02.26)
Patrick Samtlebe, Lennart Riebe und Jonas von Bockel veranstalten am 19. und 20. Februar in Hamburg den Workshop „Kämpfe um den Liberalismus: Zur Theorie, Geschichte und Kritik liberalen Denkens“ und laden vor allem Promovierende und (frühe) PostDocs zur Bewerbung mit Beitragsvorschlägen ein. Ziel ist, vor dem Hintergrund der komplexen Debatten um liberales und post-liberales Denken insbesondere jüngere Forschende miteinander ins Gespräch zu bringen
- über Begriff und theoretische Bestimmungen des Liberalismus sowie Beziehungen zu benachbarten oder entgegengesetzten Formen politischen Denkens,
- über die historische Konstitution und Entwicklung liberaler Theorie(n) und Praktiken,
- über Liberalismus im Spannungsfeld von demokratischer Selbstregierung und autoritärer Politik und schließlich
- über Probleme, Kritiken und Krise(n), aber auch unausgeschöpfte Potentiale des Liberalismus.
Abstracts für Beitragsvorschläge (max. 300 Wörter + Kurz-CV) dürfen bis 8. Dezember 2025 gesendet werden an patrick.samtlebe[at]uni-hamburg.de. Weitere Informationen zu Inhalt und Organisation finden sich im vollständigen Call online.
Für Kurzentschlossene: „Interdisziplinäre Perspektiven auf religiöse, politische und ökologische Grenzen“ (Münster, 6./7.11.)
Grenzen – politische, religiöse und ökologische – stehen in den nächsten Tagen in Münster im Fokus. Die vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ unterstützte Postgraduierten-Konferenz versammelt an diesem Donnerstag und Freitag, 6. und 7. November 2025, im Schloss interdisziplinäre, darunter auch politiktheoretische Perspektiven auf diese Grenzen und ihr Zusammenspiel – gerade im Kontext gegenwärtiger Krisen.
Aus dem Programm: „Religiöse, politische und ökologische Grenzen sind in vielfältiger Weise in einige der vorherrschenden Krisen unserer Zeit verwoben. Das Ziel der Konferenz ist es, derartige Grenzen als dringende Herausforderung und wichtige Chance für Sozialethik, Theologie, Philosophie und andere verwandte Disziplinen zusammenzuführen und zu hinterfragen. Diese Aufgabe ist dringend, weil die gegenwärtigen Impulse zum Bau von Mauern, zur Dämonisierung von Migrant*innen, zur Nationalisierung religiöser Identitäten und zur Überschreitung planetarischer Grenzen eine besonders schädliche Form der Interaktion mit Grenzen darstellen. Diese Aufgabe ist aber zugleich eine Chance, weil die Reflexion der Verbindungen zwischen diesen Formen der Grenzziehung in der fließenden globalen Ordnung der Gegenwart dazu beitragen kann, religiöse, politische und ökologische Beziehungen neu, gerechter und mit größerer Sensibilität sowohl für ökologische Systeme als auch für menschliche Gemeinschaften zu konzipieren.“ Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; kurzentschlossene Interessierte sind zu Keynotes und Kurzvorträgen herzlich eingeladen. Alle weiteren Infos finden sich im Programm unter diesem Link.
CfP: 8. „Workshop in Political Philosophy“ (Graz, Januar 2026)
Am 8. und 9. Januar 2026 findet zum achten Mal der „Workshop in Political Philosophy“ statt. Diesmal organisieren Julian F. Müller, David P. Schweikard, und Fabian Wendt die Veranstaltung an der Universität Graz, Österreich. Willkommen sind Beiträge zu Themen im – weit verstandenen – Bereich der analytischen politischen Philosophie. Anonymisierte und englischsprachige Abstracts von ca. 750 Worten Länge können bis zum 1. September an Fabian Wendt gesendet werden. Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe finden sich online.
Call for Abstracts – Symposium „Unpacking Generativity“ (Dresden)
Generative KI-Systeme, insbesondere ihre Epistemologie, Politik und Ästhetik, stehen am 7. Oktober 2025 an der TU Dresden im Fokus. Ziel des Symposiums, zu dem Sun-ha Hong, Rainer Mühlhoff und Hito Steyerl Keynotes beisteuern, ist es Wissenschaftler*innen und kritische Praktiker*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen, um die gesellschaftlichen Implikationen generativer KI-Systeme zu diskutieren. Gesucht werden pro Themengebiet zwei zusätzliche Beiträge. Abstracts (max. 500 Wörter) dazu können bis zum 27. Juli 2025 per E-Mail eingereicht werden. Umfassende Informationen zu Idee, Inhalt und Struktur der Veranstaltung finden sich im umfassenden Call unter diesem Link.
CfP „The Politics of Limits“ am Centre for Global Cooperation Research (UDE)
Am 8. und 9. Dezember 2025 richtet das Centre for Global Cooperation Research der Universität Duisburg-Essen die interdisziplinäre Konferenz “The Politics of Limits: Sustainability and Democracy in Times of Changing Climates” aus. Ausgehend von einem republikanischen Freiheitsbegriff stehen Fragen nach inhärenten Spannungsverhältnissen zwischen Freiheit, notwendigen Einschränkungen, demokratischen Gerechtigkeitsansprüchen und ökonomischen Wachstum im Fokus der Diskussionen. Die Organisator:innen freuen sich über Abstracts (max. 200 Wörter) zu möglichen Vorträgen bis zum 31.7. Nähere Informationen finden sich im Call for Papers.
Podiumsdiskussion zu „Racial Capitalism“ (2. Juli 2025, Berlin)
Im Rahmen der diesjährigen International Summer School in Critical Theory wird auch öffentlich diskutiert: Das diesjährige Thema der Veranstaltung – Racial Capitalism – ist Gegenstand des Roundtables, den Manuela Bojadžijev (HU), Robert Gooding-Williams (Yale), Tommie Shelby (Harvard) und Inés Valdez (John Hopkins) am 2. Juli 2025, ab 18 Uhr in Studio 1 der Uferstudies, Badstr. 41a bestreiten. Dabei geht es darum, Verbindungen von Kapitalismus und Rassismus zu beleuchten und den Begriff des Racial Capitalism auf seinen systematischen Gehalt zu prüfen. Robin Celikates moderiert. Alle Informationen zu Veranstaltung und auch erste Einblicke in Thema und Diskutierende lassen sich unter diesem Link finden.
CfA: Gastprofessur für Kritische Gesellschaftstheorie (Gießen)
Inzwischen zur Tradition geworden ist die Gastprofessur für Kritische Gesellschaftstheorie am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Universität Gießen. Für das Wintersemester ist sie erneut – in Teilzeit (75%) – zu besetzen. Die interdisziplinäre und von einem studentischen Arbeitskreis organisierte Gastprofessur ist dem Selbstverständnis der älteren Kritischen Theorie, Ideologie- und Gesellschaftskritik verpflichtet und soll zugleich dazu dienen, zeitgenössische Fragen und Probleme kritisch zu reflektieren. Ein Fokus liegt bei Bewerbungen zudem auf der Lehre und auch „Nachwuchswissenschaftler*innen“ sind zur Bewerbung aufgefordert. Alle weiteren Infos finden sich hier oder nach dem Klick. (mehr …)
Studierende aufgepasst: Ein (er)neuer(ter) Blog geht an den Start
„Demokratiekonflikte“ heißt das studentisch geprägte Forum für Politische Theorie und Ideengeschichte, das ursprünglich einmal aus einem Drittmittelprojekt an der TU Darmstadt hervorgegangen ist, aber nun in neuer Form wieder mit Leben gefüllt wird. Das an der Grenze von Wissenschaft und Journalismus verortete Projekt bietet insbesondere Studierenden einen Einstieg ins Bloggen und damit in eine Form des akademischen Veröffentlichens, die sich an ein breiteres Publikum richtet. Gesucht werden dafür verschiedene Beiträge wie Rezensionen, Essays und Interviews zum gesamten Themenspektrum der Politischen Theorie und Ideengeschichte. Wer Ideen hat, kann sich mit einer kurzen Beschreibung der Textidee per Mail an info[at]demokratiekonflikte.de wenden. Weitere Infos zu den Formalia finden sich direkt auf der Webseite. Die Theorieblog-Redaktion wünscht viel Erfolg!
Neueste Kommentare