Workshop „Radical Democracy: Democracy after Marx“ (Frankfurt)

Am 1. und 2. November findet am Institut für Sozialforschung in Frankfurt der zweite Radical Democracy Workshop statt. Gemeinsam mit Prof. Vicky Iakovou (University of the Aegean) werden Texte zum Thema „Democracy after Marx: Lefort, Abensour and the Critique of Domination“ diskutiert. Um Anmeldung wird bis zum 10. Oktober gebeten, damit die digitalen Kopien der Texte für die Diskussion per Email versandt werden können. Alle Informationen finden sich auf dem Flyer.

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CfP: Politische Institutionentheorie und -kritik

Vom 13.-15. März 2019 findet in Wien ein Workshop eine Tagung zum Thema „Politische Institutionentheorie und -kritik“ statt. Die von Oliver Marchart, Matthias Flatscher, Thomas Bedorf und Steffen Herrmann organisierte Tagung wird sich unter anderem im Anschluss an Hannah Arendt mit der Frage befassen, wie ein Institutionendesign aussehen kann, welches sich auf die Bodenlosigkeit des
Politischen gründet. Eine ausführliche Beschreibung des Zuschnitts findet sich im Call for Papers, der bis zum 4.11 Zeit einräumt, um einen eigenen Vorschlag zu machen.

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„Quo vadis, Chantal Mouffe?“ Replik auf Astrid Séville

Frank Prady: „I am not your enemy.“

Alicia Florrick: „I know, you are my opponent.“

(Good Wife, Staffel 6, Folge 9)

 

Herzlichen Dank an Astrid Séville für ihre Diskussion und anregenden Gedanken in ihrem Blogbeitrag zu meinem Beitrag in der ZPTH [pdf]. Ich gehe in drei Schritten vor, um auf ihre Kritikpunkte zu antworten. Zuerst werde ich die „So what?!“-Zweifel der Replik besprechen, danach gehe ich auf Sévilles Unterscheidung von Mouffe als Theoretikerin und Bürgerin ein und zuletzt widme ich mich ihrer Kritik der zu schwachen Radikalität. Nachfolgend möchte ich zeigen, dass man mit Mouffe viel zu sagen hat, wenn man sie in Kombination mit anderen Theorien sprechen lässt. Gerade die Kritikpunkte eins und drei von Séville können damit produktiv angegangen werden.

 

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CfP: Radical Democracy, zum Fünften

In New York findet an der New School for Social Research auch in diesem Jahr wieder die Radical Democracy Konferenz statt. Sie soll am 10. und 11. April stattfinden  und fest steht bereits, dass die Keynote von Michael Hardt kommt. Wer teilnehmen möchte, kann bis zum 25. Januar einen Abstract einreichen, die vollständigen Papier müssen dann Anfang März vorliegen. Alle Infos erhaltet ihr hier als PDF.

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Wiedergelesen: Die Theorie der Hegemonie

Wiedergelesen-Beitrag zu Ernesto Laclau und Chantal Mouffe: Hegemony and Socialist Strategy. Towards a Radical Democratic Politics, London, New York: Verso 1985 (dt. v. Michael Hintz, Gerd Vorwallner. Wien: Passagen 1991).

 

Oft hat der Tod eines Autors den bemerkenswerten Effekt, sein Werk erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen. Im Falle des jüngst verstorbenen Ernesto Laclaus ist zu erwarten, dass das Interesse an seiner posthumen Monographie The Rhetorical Foundations of Society besonders groß sein wird. Doch Laclaus Tod gibt auch Anlass dazu, den Blick in die Vergangenheit zu richten. Wie steht es um die Aktualität jenes Werkes, das den Startpunkt für den Postmarxismus Laclaus und Chantal Mouffes bedeutete? Die bald 30 Jahre, die seit der Veröffentlichung von Hegemony and Socialist Strategy. Towards a Radical Democratic Politics im Jahr 1985 zurückliegen, wirken im kurzlebigen Archipel der politischen Theorie wie eine kleine Ewigkeit. Zuletzt ist es um Hegemony ruhiger geworden. Jedoch sind die Anliegen, die Laclau und Mouffe vor einer Generation beschäftigten, längst nicht von der Tagesordnung. In diesem Beitrag plädiere ich thesenhaft dafür, dass Hegemony and Socialist Strategy ein moderner Klassiker der Sozial- und politischen Theorie ist. Laclau und Mouffe entwerfen in diesem Buch erstmals eine poststrukturalistische Diskurstheorie als umfassende Gesellschaftstheorie; sie legen die Pfeiler für eine postfundamentalistische politische Ontologie; letztlich relancieren sie das sozialistische Projekt in neuartiger Weise als Projekt der radikalen Demokratie. Poststrukturalistische Gesellschaftstheorie, politische Ontologie und politisches Projekt, dies ist die Erbschaft, die Hegemony and Socialist Strategy für die Gegenwart hinterlässt. (mehr …)

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CfP: Radical Democracy IV

Wie schon in den vergangenen Jahren, wird es auch 2014 an der New School for Social Research in New York eine Tagung zum Thema „Radical Democracy“ geben. Thematisch sollen dabei die verschiedenen Facetten des Konzeptes der radikalen Demokratie beleuchtet werden: „We strive to assess its legacy from ancient to contemporary radical democratic theory, as well as explore the work of theorists such as Abensour, Arendt, Badiou, Castoriadis, Laclau, Mouffe, Negri, Rancière, and Wolin.“

Vorschläge für Vorträge können noch bis zum 1. Dezember eingereicht werden, alle weiteren Details gibt es hier.

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CfP: Radical Democracy III (an der New School)

An der New School for Social Research findet auch in diesem Jahr wieder eine Konferenz über Radikale Demokratie statt (Eindrücke der ersten beiden Ausgaben auf der Webseite). Paperabstracts müssen bis zum 15. Januar eingereicht werden, das ganze Paper muss dann bis zum 25. Februar vorliegen, damit die Konferenz selbst am 16. März 2013 über die Bühne gehen kann. Alle Infos im CfP nach dem Strich. (mehr …)

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CfP: Radical Democracy an der New School II

Was ist radikale Demokratie? Was sind ihre Ziele, Herausforderungen, Probleme? Nach welchen Ansätzen verfährt sie und wie untersucht man eigentlich radikaldemokratische Bewegungen? Zur Auseinandersetzung mit solchen und weitergehenden Fragen ruft das Department of Politics der New School for Social Research in New York gemeinsam mit dem Institute of Comparative Literature and Society der Columbia University für das kommende Jahr zum zweiten Mal auf. Die zweitägige Graduiertenkonferenz wird am 5. und 6. April 2012 in NYC stattfinden. Der Call (hier in aller Ausfühlichkeit) endet am 20. Januar, gefragt sind u.a. spannende und hochaktuelle Themen wie ‚indigenous democratic movements‘, ‚philosophy of community‘ oder ‚revolution and reform‘.

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Vom Kreuz mit der radikalen Demokratie – Bericht von einem Workshop mit Andreas Kalyvas

Die Technische Universität Darmstadt wurde am 9. Mai 2011 zum ‚Austragungsort’ eines halbtägigen Workshops mit Andreas Kalyvas von der New School for Social Research in New York. Die Bezeichnung ‚Austragungsort’ ist zur Beschreibung der von Peter Niesen organisierten, zweigleisigen Veranstaltung, bestehend aus einem Vortragsteil und einer Podiumsdiskussion, mit Bedacht gewählt – denn das Thema „Constituent Power and Radical Democracy“ (hier unsere Ankündigung) entpuppte sich als ein mit Vehemenz vorgetragenes Plädoyer für eine demokratische und vor allem praktische Revitalisierung moderner Gesellschaften. Deren postdemokratisches Dahinvegetieren scheint seit Colin Crouch oder Jacques Rancière ja fast schon zu einem gegenwartsdiagnostischen Grundkonsens der Politischen Theorie geronnen zu sein. (mehr …)

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