Tagung: Politisches Denken und gesellschaftlicher Wandel in der Englischen Revolution (Hamburg, 2./3. Juni)

Am 2. und 3. Juni findet an der Universität Hamburg eine von Olaf Asbach organisierte Tagung zum Thema „Politisches Denken und gesellschaftlicher Wandel in der Englischen Revolution: Aufbruch in die Moderne?“ statt. Ziel der Tagung ist es, die politischen, sozialen und ökonomischen Konfliktfelder in England in der Mitte des 17. Jahrhunderts und ihre Bedeutung für die Herausbildung des modernen politischen und sozialen Denkens ins Blickfeld politiktheoretischer und ideengeschichtlicher Forschung zu rücken. Entsprechend Vorträge hierzu gibt es unter anderem von Peter Nitschke, Andreas Pečar, Gaby Mahlberg, Eva Odzuck. Das vollständige Programm mit allen weiteren Informationen findet sich hier.

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Schwerpunkt: Cornelius Castoriadis zum 100. Geburtstag

Am heutigen 11. März hätte Cornelius Castoriadis seinen hundertsten Geburtstag gefeiert. Damit ist ein Anlass für den vorliegenden Schwerpunkt gegeben. Das anhaltende und ausdifferenzierte (wenn auch nicht immer weithin sichtbare) Rezeptionsinteresse an Castoriadis‘ Werk und Denken liefern zudem auch einen mehr als überzeugenden Grund dafür, sich mit dessen unterschiedlichen Facetten und Anschlussmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

Zweifellos sind Castoriadis‘ umfangreiche Schriften im Vergleich zu anderen Denker:innen, mit denen sich seine Wege etwa im Kontext von Socialisme ou Barbarie (wie Claude Lefort und Jean-François Lyotard, siehe Poirier 2019), seiner Tätigkeit an der EHESS (wie Jacques Derrida) oder im Umfeld der radikalen Demokratietheorie (wie Chantal Mouffe) kreuzten, bislang weniger umfangreich rezipiert worden. In der Tat ist Castoriadis’ Werk, aus einer links-libertären Strömung der französischen Linken kommend, in der deutschen Theorielandschaft nur spät und dann zögerlich zur Kenntnis genommen worden. Am fehlenden Zugang zu englischsprachigen Ausgaben seiner Schriften kann es allerdings nicht gelegen haben: So liegen schon seit 1988 drei umfangreiche Bände seiner Political and Social Writings bei University of Minnesota Press in englischer Übersetzung vor. Die deutsche Übersetzung seines Hauptwerks, Gesellschaft als imaginäre Institution, 1990 bei Suhrkamp erschienen, hat im deutschsprachigen Raum ebenfalls kaum dazu geführt, Castoriadis als jene wichtige Stimme in Debatten um kritische Theorie und radikale Demokratie zu etablieren, als die er auf internationaler Ebene seit mindestens den 70er Jahren weithin bekannt geworden ist.

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Zwei WiMi-Stellen (Doc/Postdoc) in der Praktischen bzw. Politischen Philosophie (Hamburg/Dresden)

Mitten im Sommerloch dürfen wir auf zwei aktuelle Stellenausschreibungen hinweisen, die sicher für einige unserer Leser:innen interessant sein dürften.

An der Universität Hamburg sucht Christine Straehle eine:n Mitarbeiter:in im Rahmen des Projekts „Vulnerability in Moral and Political Philosophy“. Dabei handelt es sich um eine 50%-Stelle (TV-L 13) mit einer Laufzeit von drei Jahren. Erwartet wird neben Lehre im Umfang von 2 SWS die Durchführung eigener Forschung im Themenbereich des Projekts, die auch im Rahmen einer Promotion erfolgen kann. Bewerbungsschluss ist bereits der 23. August 2021. Weitere Informationen gibt’s in der vollständigen Stellenausschreibung.

Ab der TU Dresden sucht Tamara Jugov eine:n Mitarbeiter:in (Postdoc, 100% TV-L 13) an der von ihr frisch angetretenen Professur für Praktische Philosophie. Die gesuchte Person soll neben Forschung und Lehre (im Umfang von 4 SWS) auch zum Aufbau des Arbeitsbereichs der Professur beitragen. Die Stelle ist auf sechs Jahre befristet. Bewerbungsschluss ist hier der 3. September 2021. Weitere Informationen gibt’s auch hier wiederum in der vollständigen Stellenausschreibung.

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Konferenz „Violence & Power“ (Hamburg, 26.-28. Mai)

Vom 26. bis 28. Mai 2021 findet an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg (bzw., wie immer dieser Tage: im digitalen Raum) die zweite Jahrestagung der Societas Aperta Feminarum in Iuris Theoria (SAFI) statt. Unter dem Titel „Violence & Power“ haben die Organisatorinnen Sabrina Zucca-Soest, Kristin Y. Albrecht und Claudia Wirsing ein vielversprechendes Programm mit deutsch- und englischsprachigen Beiträgen zusammengestellt – das sich, ebenso wie Hinweise zu Anmeldung und Teilnahme, hier findet.

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CfP: „Gewalt“ (Hamburg)

Für die zweite Jahrestagung der Societas Aperta Feminarum in Iuris Theoria (SAFI), die am 27. und 28. Mai 2021 an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg zum Thema „Gewalt“ stattfinden wird, werden noch Beitragsvorschläge gesucht. Dabei sind mit Blick auf den fokussierten Zusammenhang von Gewalt, Macht und Recht aus allen Disziplinen Beiträge erwünscht, auf deren Basis dann ein transdisziplinäres Gespräch angestrebt wird. Die Tagung ist als Hybridveranstaltung geplant, die Publikation einer Auswahl der Beiträge wird angestrebt. Beitragsvorschläge auf Deutsch oder Englisch im Umfang von bis zu 500 Wörtern können noch bis zum 31.03.2021 an Sabrina Zucca-Soest geschickt werden. Der vollständige Call for Papers findet sich hier.

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Verlängerter CfA: Summer School „Philosophy in Times of Crisis“ (Tübingen)

Für die internationale Summer School „Philosophy in Times of Crisis – Theoretical Perspectives East and West“, die vom 9.-14. August an der Uni Tübingen stattfinden wird, ist die Bewerbungs-Deadline bis zum 31. Januar verlängert worden. Den Call for Papers sowie alle weiteren Informationen zur Summer School sind nach wie vor in unserem ursprünglichen Hinweis auf die Veranstaltung zu finden.

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CfP: Philosophy in Times of Crisis – Theoretical Perspectives East and West

Auch wenn derzeit die Tage noch kürzer werden und überhaupt die Rede von der dunklen Jahreszeit so manchen gerade besonders angezeigt erscheinen mag: Warum nicht schon einmal an den kommenden Sommer denken? Anja Behringer, Hauke Behrendt, Wulf Loh und Tobias Störzinger hätten da nämlich ein Angebot – und zwar in Form einer fulminanten internationalen Summer School. Unter der Überschrift „Philosophy in Times of Crisis – Theoretical Perspectives East and West“ soll darüber diskutiert werden, inwiefern sich ‚westliches‘ soziales und politisches Denken und die mutmaßlich konkurrierende chinesische Philosophie gerade in Krisenzeiten gegenseitig informieren und anregen können. Keynotes gibt es unter anderem von Sally Haslanger, Rahel Jaeggi, Sungmoon Kim und Sor Hoon Tan. Bewerbungen werden noch bis zum 21. Januar 2021 entgegengenommen, alle Details finden sich im Call for Papers.

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CfA: Professur „Political Theory and Philosophy“ (München)

An der Hochschule für Politik an der TU München ist aktuell eine Professur für „Political Theory and Philosophy“ ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtet sich an Bewerber:innen, die allgemein im Bereich der politischen Theorie und Philosophie arbeiten, artikuliert aber darüber hinaus ein besonderes Interesse an Kandidat:innen mit Forschungsschwerpunkten im Bereich der Technikphilosophie und/oder ethischer Fragen im Zusammenhang mit neuen Technologien. Offen hält man sich, ob die Professur als W2-Professur mit tenure-track oder als W3-Professur besetzt wird. Die Bewerbungsfrist endet bereits am 15. Januar 2015. Die vollständige Ausschreibung findet sich hier.

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Online-Konferenz „Solidarity in Times of Crisis“ (Gießen, 3./4. Dezember)

Zum Thema „Solidarity in Times of Crisis“ findet am 3. und 4. Dezember 2020 die Jahrestagung des Gießener Graduiertenzentrums für Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (online) statt. Mit Schwerpunktsetzungen von antirassistischen Kämpfen über performative und politische Aspekte der Solidarität bis hin zu Fragen transnationaler Vernetzung und den Kehrseiten selektiver Solidarität wird der vielseitige Komplex von einer internationalen und interdisziplinär aufgestellten Gruppe von Vortragenden beleuchtet. Eine Keynote Lecture von José Medina (Northwestern University, Evanston) zum Thema „Protest, Silencing, and Solidarity“ komplettiert das Programm ebenso wie eine abschließende Roundtable Discussion zur „Solidarität in Zeiten der Pandemie“. Weitere Informationen wie auch das komplette Programm gibt es auf der Tagungswebsite. Die Anmeldung zur Online-Teilnahme ist noch bis zum 02.12.2020 per Mail an Hannes Kaufmann (hannes.s.kaufmann@sowi.uni-giessen.de) möglich.

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Interdisziplinäre Diskussionsreihe: Kant – Ein Rassist?

Immer wieder Thema, selten aber so unverblümt auf den Punkt gebracht: „Kant – Ein Rassist?“ lautet der Titel einer interdisziplinären Diskussionsreihe, die Andrea Esser, Michael Hackl, Dietmar Heidemann, Dieter Schönecker und Marcus Willaschek für das aktuelle Wintersemester organisiert haben. An insgesamt sechs Terminen werden jeweils in Form eines Impuls-Beitrags und zweier Repliken, die gemeinsam die Diskussion eröffnen sollen, unterschiedliche Facetten des Themas beleuchtet. Alle sechs Diskussionsrunden werden aufgezeichnet und sind anschließend asynchron abrufbar. Weitere Informationen dazu sowie die entsprechenden Zugangsdaten gibt’s per Interessenbekundung an kant-rassismus@bbaw.de .

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