CfP: „Gibt es eine kulturelle Identität?“

Vom 12. bis 14. Juli 2018 findet die Jahrestagung des DVPW Arbeitskreises „Politik und Kultur“ an der Universität Rostock statt, die sich der Frage „Gibt es eine kulturelle Identität?“ widmet. Hierfür nehmen die Organisatoren Dennis Rudolf und Yves Bizeul noch bis zum 15. März Beitragsvorschläge entgegen. Mehr Details zu Tagung und Bewerbung finden sich im Call for Papers.

Eine frühere Version des Blogposts hat die Tagung auf den 12. bis 14. Juni datiert. Wir entschuldigen uns für den Fehler.

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CfP: Studentische Konferenz zu „Kritiken der Krise“ (Frankfurt)

Vom 29.-30. Juni 2018 veranstaltet die studentische Initiative „Kritiken der Krise“ an der Goethe-Universität in Frankfurt eine Konferenz zu eben diesem Thema. Die Veranstaltung richtet sich explizit an Studierende. Bewerbungen können noch bis zum 28. Februar eingereicht werden. Eine ausführlichere Beschreibung der Konferenzthematik sowie alle Details zur Bewerbung finden sich im Call for Papers.

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CfP: Transition Impossible? (Wien)

Vom 19. bis 21. September 2018 findet am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit der Wirtschaftsuniversität Wien eine internationale Konferenz mit dem Titel „Transition Impossible? Ambigous Transformations and the Resilience of Unsustainability“ statt. Hierfür nehmen die Organisatoren Daniel Hausknost, Michael Deflorian und Ingolfur Blühdorn noch bis zum 28. Februar Vortrags-Vorschläge entgegen. Weitere Details zur Veranstaltung und zur Bewerbung finden sich hier.

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CfP/CfA: International Society for Utilitarian Studies

Vom 24.-26. Juli 2018 findet am KIT in Karlsruhe die 15. Konferenz der International Society for Utilitarian Studies (ISUS) statt, die in diesem Jahr von Michael Schefczyk und Christoph Schmidt-Petri  organisiert wird und sich dem Thema „Utility, Progress and Technology“ widmet. Keynotespeaker sind u.a. Julia Driver, William MacAskill und Anders Sandberg. Noch bis zum 2. März können Vorschläge für Panels und Vorträge eingereicht werden. Alle Informationen hierzu finden sich im dazugehörigen Call for Abstracts.

Flankiert wird die Konferenz außerdem von einer Summer School u.a. mit Roger Crisp, Julia Driver, Anders Sandberg und Ulla Wessels. Auch hierfür läuft der Call noch bis zum 2. März.

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Studientag und Summerschool in Berlin (CfA)

In Ergänzung zu unserem Hinweis auf die im Mai stattfindende Emanzipations-Tagung gibt es jetzt noch zwei weitere spannende Veranstaltungen aus Berlin.

Bereits Anfang des kommenden Monats, am 3. Februar, findet an der HU ein Studientag statt, an dem gemeinsam mit Getrud Koch, Alexander García Düttmann, Ludger Schwarte und Sophia Prinz  die Frage „Welche emanzipatorische Kraft besitzt die Kunst heute?“ diskutiert wird. Kurzentschlossene können sich bei Bastian Ronge (bastian.ronge@hu-berlin.de) anmelden.

Im Sommer dann, vom 15. bis 20. Juli, findet zum zweiten Mal  die “International Summer School Critical Theory” statt. Die von der Humboldt Universität zusammen mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung im vergangenen Jahr ins Leben gerufene, jährlich stattfindende Summer School widmet sich dieses Jahr dem Thema „Re-Thinking Ideology“. Wer Lust hat u.a. mit Robin CelikatesAlice CraryRobert Gooding-WilliamsSally HaslangerAxel HonnethRahel JaeggiKaren NgMartin Saar und Titus Stahl über Ideologiekritik zu diskutieren, kann sich noch bis zum 15. März bewerben. Alle Details zu Thema, Call und  Bewerbungsmodalitäten finden sich im Call for Applications.

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Ideengeschichte 2.0? Warum ein Mehr an Ansätzen und Methoden nicht auch schon ein Mehr an Methoden-Reflexion bedeuten muss

Andreas Busen startet seine Mitarbeit in unserem Theorieblog-Team mit einer Lesenotiz zu Timothy Goerings Band Ideengeschichte heute. Traditionen und Perspektiven (Bielefeld: transcript 2017). Willkommen in Team, Andreas!

Während man in der jüngeren Vergangenheit über ein Mangel an ideengeschichtlichen Arbeiten (auch im deutschsprachigen Raum) eigentlich nicht klagen konnte, erscheinen gleichzeitig nach wie vor nur sehr wenige Arbeiten über Ideengeschichte. Zugegebenermaßen: Gerade zu einzelnen ‚etablierten‘ Ansätzen wie der Cambridge School (Mulsow/Mahler 2010) oder der Begriffsgeschichte (Joas/Vogt 2010; Müller/Schmieder 2016) ist in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum einiges veröffentlicht worden. Darüber hinaus sind inzwischen hilfreiche Textsammlungen (Mahler/Mulsow 2014; Stollberg-Rilinger 2010) verfügbar, die den Zugang zu den einzelnen Ansätzen erleichtern und damit außerdem den herrschenden Methoden-Pluralismus in der Ideengeschichte sichtbar machen. Letzteres leisten schließlich auch zwei neuere Forschungsbände (Busen/Weiß 2013; Reinalter 2015) sowie eine sehr zu empfehlende und in dieser Form bisher einzigartige Einführung speziell in Methoden der Ideengeschichte (Weber/Beckstein 2014). Ein Desiderat bleibt allerdings immer noch eine systematische Bestandsaufnahme des angesprochenen Pluralismus ideengeschichtlicher Ansätze und Methoden, die diese hinsichtlich ihrer jeweiligen Ziele, Voraussetzungen und Anforderungen (sowie nicht zuletzt auch ihrer Entstehung und Geschichte) aufarbeitet und so auch eine vergleichende Perspektive eröffnet – aus der heraus Stärken und Schwächen einzelner Ansätze gegeneinander abgewogen werden können oder auch mögliche Kombinationen verschiedener Methoden sichtbar werden.

Umso vielversprechender ist es, dass nun mit Ideengeschichte heute eine Sammlung von neuen Beiträgen vorliegt, deren Anspruch in eben diese Richtung deutet. Konkret will sich der Band als „pointierte Diskussionsanregung“ verstanden wissen, die „unterschiedliche Impulse geben soll und über Ansätze (hauptsächlich aus dem anglo-amerikanischen Raum) informieren soll, die heute diskutiert werden und die für das Fach der Ideen- und Geistesgeschichte in Deutschland eine hohe Relevanz besitzen können und sollen“ (8). Als Ausgangspunkt fungiert dabei die zuletzt verschiedentlich artikulierte Beobachtung (etwa bei McMahon/Moyn 2014) eines allgemeinen Wiederauflebens der Ideengeschichte, die den Herausgeber Timothy Goering hier gar von einer „Ideengeschichte 2.0“ sprechen lässt. Dass ideengeschichtliche Forschung höchst lebendig ist und dabei eine beispiellose Auswahl an Ansätzen und Methoden aufzubieten hat, unterstreichen die in Ideengeschichte heute versammelten Beiträge nachdrücklich. Einen Beleg dafür, dass damit gleichzeitig auch schon ein neues methodologisches Reflexionsniveau erreicht ist, angesichts dessen tatsächlich einen Versionssprung gerechtfertigt sein könnte, bleibt der Band letztlich allerdings schuldig.

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Interview mit Axel Honneth, Teil II: Wie kritisch ist die normative Rekonstruktion?

Im ersten Teil des Interviews mit Axel Honneth, das wir zum Abschluss unseres Online-Lesekreises zu seinem neuen Buch „Das Recht der Freiheit“ mit ihm führen konnten, war vor allem die Methode der normativen Rekonstruktion und die Herausforderungen einer solchen Herangehensweise zur Sprache gekommen. Im zweiten Teil steht nur vor allem das kritische Potential einer derart gewonnen Theorie und ihr Verhältnis zur politischen Praxis im Mittelpunkt. (mehr …)

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Interview mit Axel Honneth, Teil I: Die normative Rekonstruktion und ihr Material

Von November 2011 bis März 2012 haben wir hier auf dem Theorieblog das Format eines interaktiven Lesekreises anhand von Axel Honneths neuem Werk „Das Recht der Freiheit“ erprobt, und sind dabei auf viel Interesse gestoßen. Auch der Autor selbst hat die Diskussionen gelegentlich verfolgt, und es freut uns sehr, dass wir ihn dafür gewinnen konnten, zum Abschluss auf einige der Fragen, die noch offengeblieben sind, persönlich zu antworten. Andreas Busen und Lisa Herzog haben einen Fragenkatalog vorbereitet, und Andreas Busen hat Axel Honneth in Frankfurt getroffen, um mit ihm über diese Themen zu sprechen. Das gesamte Interview wird mit einem einleitenden Essay von Andreas, Lisa und Paul Sörensen in der Zeitschrift für politische Theorie erscheinen. Wir bringen hier zwei Ausschnitte, die sich mit Punkten beschäftigen, die im Lesekreis immer wieder kontrovers diskutiert wurden. (mehr …)

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Honneth-Lesekreis (12): Grande Finale

Nach vierzehn Wochen und über 600 Seiten Lektüre kommen wir zum Ende unseres Lesekreises zu Axel Honneths „Das Recht der Freiheit“. An dieser Stelle nochmal ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten, besonders an die Autorinnen und Autoren der Einführungskommentare, den Suhrkamp Verlag, und das Team vom Theorieblog, aber auch an alle Leser und Kommentatoren!

In der letzten gemeinsamen „Sitzung“ wollen wir auf unsere Diskussion in den letzten Wochen zurückschauen und versuchen, die aufgeworfenen Fragen und Probleme in eine Gesamtperspektive einzuordnen – was hat sich geklärt, was blieb offen, was war besonders überzeugend, was nicht?  Im Folgenden haben wir versucht, zentrale Punkte unserer Diskussion noch einmal als Ausgangspunkt für unsere Abschlussdiskussion zusammenzufassen. Offensichtlich muss dabei vieles ungenannt bleiben – ergänzt dementsprechend die Diskussion nach Belieben! Es geht nicht um den Versuch einer Synthese unserer Diskussion, sondern eher um eine Darstellung der zentralen Diskussionspunkte und Nachfragen. Es scheint aber, dass sich die grundlegenden Fragen zur Methode und zu Honneths Form der Gerechtigkeitstheorie im Hintergrund durch alle weiteren Teile gezogen haben, so dass wir hier gut ansetzen könnten.

Zusätzlich zu den Punkten hier wird hier auf dem Blog am Mittwoch auch noch ein Text von Susanne zu Honneths Gebrauch von Literatur und Film (siehe auch unten) erscheinen. Beste Voraussetzungen also für eine furiose Abschlussdiskussion – wir freuen uns auf rege Teilnahme! (mehr …)

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Honneth-Lesekreis (4): Axel Honneth – Kommunitarist?

Teil B, Kapitel II (Moralische Freiheit) (S. 173-218)

Parallel zur Diskussion der rechtlichen Freiheit knöpft sich Axel Honneth in Kapitel II von Teil B die moralische Freiheit vor, wobei er im gleichen Dreischritt zunächst die historische Entwicklung und den Gehalt dieser Freiheit rekonstruiert, sodann ihre Grenzen aufzeigt, und schließlich diejenige Pathologien diskutiert, die aus einem ‚Vergessen‘ dieser Grenzen resultieren. Im Zentrum des Kapitels steht dabei eine hochinteressante Diskussion des Prinzips der Unparteilichkeit, die Honneth als zentrale Vorbedingung und Teil der Praxis der moralischen Freiheit identifiziert, und deren Fehlinterpretation – speziell in ihrem Verhältnis zu bestehenden sozialen Praktiken und Institutionen – er als Ursache der Pathologien der moralischen Freiheit ausmachen wird. Aber der Reihe nach…

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