„Wir werden mehr brauchen als Rawls uns bieten kann“ – Katrina Forrester im Gespräch über John Rawls und die anglo-amerikanische Politische Philosophie nach 1945

Mit In the Shadow of Justice: Postwar Liberalism and the Remaking of Political Philosophy hat Katrina Forrester (Harvard University) kürzlich eine vielbeachtete Monographie vorgelegt, die erstmals systematisch John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie historisiert, indem sie sowohl die Bedingungen ihrer Entstehung rekonstruiert als auch ihren Aufstieg zum unbestrittenen Paradigma in der (anglophonen) politischen Theorie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert. Nachdem sich Jakob Huber in einer Lesenotiz mit Forresters Buch auseinandergesetzt hat, kommt nun die Autorin selbst zu Wort. Das von Anne Schult und Jonas Knatz geführte Interview mit Katrina Forrester erschien zuerst auf dem Blog des Journal of the History of Ideas im Dezember 2019. (mehr …)

Weiterlesen

Eine Geschichte der theoriepolitischen Gegenwart: Lesenotiz zu Katrina Forresters „In the Shadow of Justice – Postwar Liberalism and the Remaking of Political Philosophy“

Auf Tagungen diesseits und jenseits des Atlantiks läuft die Historisierung von John Rawls (1921-2002) derzeit auf Hochtouren. Kaum eine Intervention ist dabei ohne theoriepolitisches Anliegen: eingefleischte AnhängerInnen versuchen, Rawls endgültig als große Figur der Ideengeschichte vom Range eines Hobbes, Locke oder Kant zu etablieren und damit auch ihre eigene intellektuelle Abstammung aufzuwerten. KritikerInnen hingegen können es kaum erwarten, die Hegemonie des Rawlsschen Paradigmas zu durchbrechen, indem sie es historisch kontextualisieren und damit auch relativieren. Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfelds hat Katrina Forrester nun mit In the Shadow of Justice – Postwar Liberalism and the Remaking of Political Philosophy eine vielbeachtete Monographie vorgelegt, die erstmals systematisch und mit großem Detailreichtum sowohl die Entstehung von Rawls Theorie der Gerechtigkeit rekonstruiert als auch dessen Aufstieg zu unbestrittener Dominanz in der (anglophonen) politischen Theorie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie Forrester u.a. auch beim theorieblog erläutert, fragt sie dabei nicht nur, wie Rawls und ein nach ihm geformter Egalitarismus es geschafft hat, die (liberale, anglophone) politische Philosophie über Generationen hinweg zu dominieren, sondern auch, was dessen andauernde Dominanz für unseren gegenwärtigen intellektuellen und politischen Moment bedeutet.

(mehr …)

Weiterlesen

CfP: „‚Provisorische Ewigkeit‘. Staatsverständnisse der frühen Bundesrepublik zwischen Konservatismus, Liberalismus und Technokratie“

Andreas Höntsch und Patrick Wöhrle planen für die Reihe Staatsverständnisse einen Band mit dem Titel „‘Provisorische Ewigkeit‘. Staatsverständnisse der frühen Bundesrepublik zwischen Konservatismus, Liberalismus und Technokratie“. Im Fokus soll dabei die Frage stehen, „auf welch unterschiedlichen Wegen und unter welchen zeitgeschichtlichen Randbedingungen insbesondere Autoren, die mit klassischen politischen ‚Abschlussformeln‘ sozialisiert wurden (Souveränität, Ausnahmezustand, Dezision), ein Verhältnis zum ‚Provisorium‘ der Bundesrepublik gewannen.“ Vorschläge für einen Beitrag (max. 500 Wörter) können bis zum 31. März 2020 eingesendet werden. Einsendeschluss für die Manuskripte ist der 31.09.2020. Der vollständige Call mit weiteren inhaltlichen und organisatorischen Hinweisen findet sich unter diesem Link.

Weiterlesen

CfP: „Dialektik des Liberalismus“ (Zeitschrift für Politische Theorie)

Für ihr geplantes Schwerpunktheft der Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTh) zum Thema „Dialektik des Liberalismus – Zwischen globalem Versprechen und Verfehlungen“ freuen sich Michael Reder, Dominik Finkelde und Karsten Fischer über Beitragsvorschläge. Abstracts im Umfang von max. 3.000 Zeichen können bis zum 31. Mai 2019 an Karolin-Sophie Stueber (karolin-sophie.stueber@hfph.de) geschickt werden. Ein Feedback durch die Herausgeber*innen erfolgt bis zum 30. Juni 2019. Die fertigen Beiträge werden dann zum 30. November 2019 fällig. Den ausführlichen Call mit allen weiteren inhaltlichen und formalen Infos findet ihr hier.

Weiterlesen

Heimat als normativer Anker?

— Nach Cornelius Moriz‘ Argument für Heimat als Gebot der Solidarität, macht Christian Aldenhoff nun die Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte für einen skeptischen Blick auf Heimat!? im politischen Bereich fruchtbar. —

Muss Heimat als Begriff in der entsprechenden gegenwärtigen Debatte von den Akteuren der „politischen Mitte“ zurückerobert werden? Der Versuch, die Herkunft einer Person als bedeutsam für die Konstitution von Werten zu statuieren, ist nicht neu. Sowohl auf lokaler, regionaler als auch auf nationaler Ebene dürfte es Anknüpfungspunkte für etwas geben, was viele im jeweiligen Kontext mit Heimat verbinden können. In individueller Hinsicht kann eine solche Vorstellung möglicherweise eine sinnvolle Funktion bei der eigenen Konstruktion von Identität haben. Als politischer Begriff ist Heimat jedoch für die Begründung normativer Werte prinzipiell ungeeignet. Im Folgenden wird argumentiert, dass der Begriff politisch verwendet zwangsläufig zu einer Form der Ausgrenzung führt, die es zu vermeiden gilt. Im Hinblick auf die Verwendung des Begriffs etwa durch Rechtspopulisten erscheint dies evident. Aber auch anspruchsvollere Ansätze wie der von Alasdair MacIntyre entgehen dieser Problematik nicht. In einer pluralen Gesellschaft sollte die vornehmliche Aufgabe der Politik darin bestehen, zwischen unterschiedlichen Auffassungen keine unüberbrückbaren Hürden zu schaffen, sondern zwischen ihnen zu vermitteln. Es ist daher für politische Akteure aller Couleur nicht ratsam, Heimat als Begriff in normativer Hinsicht zu gebrauchen.

(mehr …)

Weiterlesen

Mut zur Skepsis. Judith Shklar über Rechte im liberalen politischen Denken

I hurried into the local department store to grab1 some last minute Chirsmas gifts. I looked at all the people and grumbled2 CCNA Security 210-260 Dumps to myself. I would be in here 400-101 pdf forever and I Cisco 100-105 pdf just had so much to do. Chirsmas was Cisco 200-105 Exam beginning to become such a drag. I kinda CCNA Security 210-260 Dumps Cisco 100-105 pdf wished that I could just sleep through Chirsmas. But I hurried the best I could Cisco 300-115 Exam Dumps through all the people to the toy department. Once again I kind of mumbled3 to myself at the prices of all these toys, 400-101 pdf and wondered if the Cisco 100-105 pdf grandkids would even Cisco 300-115 Exam Dumps play whit4 them. I found myself in the doll aisle5. Out of the 400-101 pdf corner of my 300-115 switch pdf CCNA Security 210-260 Dumps eye CCNA Security 210-260 Dumps I saw a little boy Cisco 300-115 Exam Dumps about 5 holding a 300-115 switch pdf lovely doll.He kept touching6 her hair and he held her so 300-101 route pdf gently. I could not seem to help myself. 300-101 route pdf Cisco 100-105 pdf I just kept loking over at the little boy and 400-101 pdf wondered who the doll was for. I watched Cisco 200-105 Exam him 400-101 pdf turn to a woman and Cisco 300-115 Exam Dumps he called his aunt by name and said, „Are you sure I don’t have enough money?“ She replied a Cisco 100-105 pdf bit impatiently, „You know Cisco 100-105 pdf 300-115 switch pdf that you 300-101 route pdf don’t have enough money for it.“ The aunt told CCNA Security 210-260 Dumps the little Cisco 300-115 Exam Dumps boy not to go Cisco 200-105 Exam anywhere 300-115 switch pdf that she had to Cisco 200-105 Exam go and get Cisco 300-115 Exam Dumps some other things and would be 300-115 switch pdf back Cisco 200-105 Exam in a few minutes. And then she CCNA Security 210-260 Dumps left the aisle. The boy continued to hold the doll. After a CCNA Security 210-260 Dumps bit I 300-115 switch pdf 300-115 switch pdf asked the boy who the doll was for. He said, „It is the doll my sister wanted so badly for Chirsmas. She just 300-101 route pdf knew Cisco 200-105 Exam 300-115 switch pdf that Santa would bring it. „I told him that maybe Santa was going to bring it . He said, „No, 300-101 route pdf Santa can’t go where my sister is…. I have to Cisco 200-105 Exam give the doll to my Mama to take to her. 300-101 route pdf „I asked him where his siter 300-115 switch pdf was. 400-101 pdf He looked at me with the saddest eyes and said, „She was gone to be with Cisco 100-105 pdf Jesus.

My Daddy Cisco 200-105 Exam says that Mamma is going 300-101 route pdf to have to go be with her.“ My heart nearly stopped beating. Then the boy looked at me again and said, „I told my Daddy 400-101 pdf to tell my Mama 400-101 pdf not Cisco 200-105 Exam to go yet. I told him to Cisco 300-115 Exam Dumps tell her to wait till I got back from the store.“ Then Cisco 100-105 pdf 300-115 switch pdf he asked CCNA Security 210-260 Dumps me if i wanted to see his picture. I told him 400-101 pdf I’d love to. Cisco 300-115 Exam Dumps He pulled out some picture he’d had taken at the front of the store. He said, „I want my Mama to take this with her so the dosen’t ever 300-115 switch pdf forget me. I love my 300-101 route pdf Mama so 400-101 pdf very much 300-101 route pdf and I CCNA Security 210-260 Dumps wish she dind not have to leave me.But Daddy says Cisco 100-105 pdf she CCNA Security 210-260 Dumps will need to be with my sister.“ I saw that CCNA Security 210-260 Dumps the 400-101 pdf little boy had lowered his head and had grown so Cisco 200-105 Exam qiuet. While he was not looking I reached into my purse and pilled out a handful of CCNA Security 210-260 Dumps bills. I asked the little boy, „Shall we count that miney 300-115 switch pdf one more time?“ He grew excited and said, „Yes,I Cisco 200-105 Exam Cisco 100-105 pdf just know it has to Cisco 200-105 Exam be enough.“ So I slipped my 300-101 route pdf money in with his and we began to count it . Of course it was plenty for the doll. He softly said, „Thank you Jesus for giving me 400-101 pdf enough money.“ Then the 400-101 pdf Cisco 100-105 pdf Cisco 100-105 pdf boy 300-101 route pdf said, „I CCNA Security 210-260 Dumps just asked Jesus to give me enough money to buy this Cisco 100-105 pdf doll so Mama can take 300-115 switch pdf it with her Cisco 200-105 Exam to give my sister. 400-101 pdf 300-101 route pdf And Cisco 300-115 Exam Dumps he heard my prayer. I wanted to ask him give for CCNA Security 210-260 Dumps enough 300-115 switch pdf to buy my Mama a white rose, but I didn’t ask him, but he gave me enough to buy the doll and a rose for my Mama. She loves white rose so much. „In a few minutes the aunt Cisco 300-115 Exam Dumps came back and I wheeled my cart away. I could not 400-101 pdf keep from thinking 300-101 route pdf about the little boy 400-101 pdf as Cisco 100-105 pdf I finished my shoppong in a ttally different spirit than Cisco 100-105 pdf when I had 300-101 route pdf started. And 300-101 route pdf I kept remembering a story I had seen in the newspaper several days earlier about a drunk CCNA Security 210-260 Dumps driver hitting a car and killing7 a little girl and the Mother was in Cisco 300-115 Exam Dumps serious condition. The family was deciding on whether to remove the life support. Now surely this Cisco 200-105 Exam Cisco 300-115 Exam Dumps little boy did not belong Cisco 300-115 Exam Dumps with that story.Two days later I Cisco 200-105 Exam read in the paper Cisco 100-105 pdf where the family had disconnected the Cisco 300-115 Exam Dumps life support and the young woman 300-115 switch pdf had Cisco 200-105 Exam died. I could not 300-115 switch pdf forget the little Cisco 300-115 Exam Dumps boy and just kept wondering if the two were somehow connected. Later that day, I could not help Cisco 300-115 Exam Dumps myself and I went out and bought aome white roses 300-101 route pdf and took them to the funeral home where the yough woman was .And there she was holding a lovely white rose, the beautiful doll, and the picture of the little boy in the store. I left there in tears, thier life changed forever. The love that little boy had CCNA Security 210-260 Dumps for his little sisiter and his mother was overwhel. And in a split8 second a drunk driver had ripped9 the life of that little boy to pieces.

Lesenotiz zu Judith Shklar, Der Liberalismus der Rechte, übersetzt und eingeleitet von Hannes Bajohr, Matthes & Seitz 2017.

 

Judith Shklar ist dem deutschsprachigen Lesepublikum vor allem für ihren Liberalismus der Furcht bekannt; bisher lagen auf Deutsch mit einem gleichnamigen Band, mit Ganz normale Laster und mit Über Ungerechtigkeit lediglich Texte aus dieser Phase von Shklars facettenreichem Werk vor. Mit dem nun erschienen Büchlein Der Liberalismus der Rechte schaffen Hannes Bajohr als Übersetzer und der Berliner Verlag Matthes & Seitz Aufmerksamkeit dafür, dass es in Shklars politischer Theorie auch darüber hinaus viel zu entdecken gibt. (mehr …)

Weiterlesen

Konferenz: Zur globalen Krise liberaler Erzählungen (Berlin)

Am 24. und 25. März findet in Berlin eine vom Goethe-Institut, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem BDI und dem Käte Hamburger Kolleg in Duisburg organisierte Konferenz mit dem Titel „Wettbewerb der Narrative: Zur globalen Krise liberaler Erzählungen“ statt. Gefragt werden soll danach welche Bedeutung die liberale Erzählung heute noch hat und welche Gegennarrative aufsteigen. Die Keynote am Freitagabend kommt von Albrecht Koschorke, zu der Vielzahl anderer Redner zählt etwa Eva Horn oder, Armin Nassehi. Auch performative Elemente – etwa eine Poetry Slam Performance – ergänzen die Veranstaltung. Das ganze Programm der Tagung lässt sich hier einsehen, dort findet ihr auch den Link zur Anmeldung.

 

v.

Weiterlesen

Das Bedürfnis der Sozialkritik: Franck Fischbachs „Manifest für eine Sozialphilosophie“

Cover Fischbach (c) Transcript VerlagAuf Seite der „Beherrschten“ (71) manifestiert sich im neoliberalen Zeitalter mehr und mehr das Bedürfnis einer eingreifenden Sozialkritik – das ist die wunderbar konkrete und parteiische Motivation, die Franck Fischbachs  Manifest für eine Sozialphilosophie (jüngst auf Deutsch erschienen) konsequent antreibt (10, 17). Fischbach versucht hier die Sozialphilosophie als einen selbstbewussten und eigenständigen Diskurs der praktischen Philosophie zu etablieren, der dieses kritische Bedürfnisses reflexiv begleiten soll. Das Provokante dieses Versuches ist nun, dass er systematisch gegen die als hegemonial empfundene „klassische“ bzw. liberale politische Philosophie (bes. Rawls) gerichtet ist: Ihr Fokus auf die normativen Grundlagen einer gerechten politischen Ordnung produziere nämlich einen Begriff des Politischen, der letztlich apolitisch bleibt, weil er nicht das Soziale als einen „gespaltene[n] und grundsätzlich konfliktuelle[n] Raum“ (12) in den Blick bekommt, in dem jeder Impuls der Kritik jedoch operiert. Auf diese „Konfliktualität“ (87) insistiert dagegen Fischbach! Dadurch gibt er der Kritik ihre nötige Arena. Aber unterbestimmt bleibt dabei, wie sie dann in dieser Arena wiederum philosophisch und gesellschaftstheoretisch fundiert bzw. verortet werden soll. (mehr …)

Weiterlesen

Podcast: Samuel Salzborn – Die dunkle Seite der Theorie

Mit einer Woche urlaubsbedingter Verspätung geht es heute weiter mit dem vorletzten Podcast unserer Reihe. Ich bitte die Verspätung zu entschuldigen.

Plakat_Zukunft_der_Politischen_Theorie-001Samuel Salzborn, einer der renommiertesten Experten für Rechtsextremismus und Antisemitismus in Deutschland, durchleuchtet in seinem Vortrag „Die dunkle Seite der Theorie“. Die dunkle Seite sind die antiemanzipativen, antiaufklärerischen, antiliberalen Ideen, wie sie heute vor allem im Denken des Rechtsextremismus und des radikalen Islamismus zu finden sind. Salzborn beschreibt das Verhältnis dieser beiden Strömungen zum Liberalismus, im Anschluss an sein aktuelles Buch, als einen „Kampf der Ideen“ mit jeweils exklusiven Weltsichten. Die Ideen entwickelten sich in unterschiedlichen Konflikten – der Liberalismus entstand im Kampf gegen den Absolutismus, der Faschismus im Kampf gegen den Liberalismus und der Islamismus im Kampf gegen die westliche Welt – und doch entstehen heute gemeinsame Fronten. Hinsichtlich des Menschenbildes stehen Rechtsextremismus und radikaler Islamismus mit jeweils spezifischen Idealen homogener Gemeinschaft (Volk und Umma) gegen das aufgeklärte Subjekt des Liberalismus. Die gleiche Frontstellung ergibt sich in politischer Hinsicht, auch hier steht der Vorrang des Kollektivs gegen das liberale Individuum, der letztlich immer in einem Identitätszwang mündet. Die Strategie beruht dabei vor allem auf der identitätspolitischen Etablierung essentialistischer Differenzen, die letztlich – zumindest im Fall des Rechtsextremismus – auf ein System globaler Apartheit, einen „Volksgruppenzoo“, hinauslaufen. Rechtsextremismus und radikaler Islamismus basieren auf der gleichen antimodernen Regression, in der „Juden“, „Amerika“ und „Moderne“ als negative Projektionsflächen für dieses kollektivistische Phantasma dienen.

Audio: Download

Audio-Stream:

Das Video gibt’s nach dem Sprung:

(mehr …)

Weiterlesen

Kein „Dampfbad des Volksempfindens“. Bericht zur Tagung „Liberalismus – Traditionen, Konstellationen, Ausblicke“ (LMU München, 16.–18. März 2016)

Das „21. Jahrhundert“, so die Prognose des Ideenhistorikers Panajotis Kondylis, wird „die Abschaffung des Liberalismus bedeuten.“ Die Äußerung gewinnt an Geltung. Gerade in einer Zeit, in der das Liberale im „Dampfbad des Volksempfindens“ (Dahrendorf) zu versiegen droht; in der Menschen wieder nach Heimat und nationalem Zusammenhalt begehren; in der die Sehnsucht nach der homogenen Gemeinschaft Einzug hält – dem, was Émile Durkheim „mechanische Solidarität“ nannte – und in der mit Nationalfahnen nicht nur Fußballfröhlichkeit, sondern Fremdenfeindlichkeit demonstriert wird.

Möglicherweise war es eine derartige Impression, aus der heraus es den Veranstaltern Karsten Fischer (LMU München) und Sebastian Huhnholz (LMU München) geboten schien, zum Thema Liberalismus – Traditionen, Konstellationen, Ausblicke einzuladen. (mehr …)

Weiterlesen