Autorenname: Andreas Antić

Alte Veranstaltungen und CfP

CfP: Symbolic Politics of Non-Representation in Contemporary Cultures of Dissent

Am 20.–21. November 2015 findet in Konstanz ein Workshop zum Thema „Symbolic Politics of Non-Representation in Contemporary Cultures of Dissent“ statt, der von Andreas Beer und Francis LeMaitre vom Graduiertenkolleg „Das Reale in der Kultur der Moderne“ organisiert wird. Es geht um aktuelle transnationale, post-identitäre Protestbewegungen aller Art – von Occupy bis Pegida – und insbesondere um ihr Verhältnis zu Konzeptionen politischer (Nicht-)Repräsentation. Bis zum 7. September können Abstracts aus allen Disziplinen auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Weitere Informationen findet ihr hier im ausführlichen Call.

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CfP: World Society in the Making? Varieties of Transnational Institutions

Das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research veranstaltet am 7./8. Dezember 2015 in Duisburg einen Workshop zum Thema „World Society in the Making? Varieties of Transnational Institutions“. In Abgrenzung zu homogenisierenden und top-down-orientierten Ansätzen zur Herausbildung einer Weltgesellschaft geht es in dem Workshop um einen intensiven Austausch über die Vielfalt bereits existierender (institutionalisierter) Formen der inter- und transnationalen Zusammenarbeit, sowohl in theoretischer als auch empirischer Hinsicht. Der Call richtet sich daher an WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen, v.a. Politikwissenschaft, Soziologie und Ethnologie/Anthropologie. Abstracts können bis zum 15. August eingereicht werden. Ausführliche Informationen gibt es hier.

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CfP: Praxis der Kritik

Die nächste Ausgabe der Open-Access-Zeitschrift Zeitschrift diskurs widmet sich der Praxis der Kritik aus der Perspektive von Luc Boltanskis Soziologie der Kritik. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Soziologie der Kritik wertvolle Beiträge zu einem tieferen Verständnis politischer Phänomene beitragen kann, jedoch bislang im Fachdiskurs zu wenig Beachtung bzw. Anwendung findet. Konkret wird um Beiträge zu unter anderem folgenden Fragestellungen gebeten:

  • Welche Anwendungen von Boltanskis Modell auf Phänomene politischer Praxis sind
    denkbar? Wie können diese analytisch/methodisch umgesetzt werden?
  • Wie kann aus der Perspektive der Soziologie der Kritik ein Verständnis von
    Demokratie/demokratischer Praxis entwickelt werden?
  • Welche Folgen hat Boltanskis Idee von Institutionen als kontingenz-verschleiernden
    Instanzen für das gängige Bild des politisch-administrativen Systems?
  • Inwieweit können Verschiebungen sozialer Ordnungen auf kritische Praxis
    zurückgeführt werden? Wo wirkt kritische Praxis gesellschaftsverändernd?
  • Wie können soziale Bewegungen aus der Perspektive der Soziologie der Kritik
    analysiert werden?

Einreichungen werden erbeten bis zum 30. September 2015. Alle weiteren Informationen gibt es hier.

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Buchvorstellung und Diskussion (Berlin): Das Adam-Smith-Projekt

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Aus dem Gleichgewicht: Zur Konzeptualisierung von Markt und Krise im Rahmen einer Kritischen Theorie des Wirtschaftens“ veranstaltet der Lehrstuhl von Rahel Jaeggi zusammen mit dem Verlag Springer VS eine Diskussionsveranstaltung zur Veröffentlichung von Bastian Ronges Buch Das Adam-Smith-Projekt.

In seiner Studie „Das Adam-Smith-Projekt. Zur Genealogie der liberalen Gouvernementalität“ rückt Bastian Ronge das Werk von Adam Smith in ein neues Licht. Ausgehend von Michel Foucaults Analyse der liberalen Gouvernementalität zeigt er, dass bereits bei Adam Smith die Prinzipien jener Regierungsweise zu finden sind, unter der wir immer noch leben. Auf diese Weise gelingt es ihm, die foucaultsche Analyse zu präzisieren und zugleich die Standardinterpretation von Adam Smith als Vater der modernen Wirtschaftswissenschaften und Vordenker des freien Marktes zu hinterfragen. Mit seiner genealogischen Untersuchung leistet Ronge Arbeit am Mythos Adam Smith und trägt zur Problematisierung der sozio-ökonomischen Selbstdeutung westlicher Gesellschaften bei.

Mit dem Autor diskutieren Dr. Robert Nichols (Uniuversity of Minnesota und Humboldt-Stipendiat), Prof. Martin Saar (Universität Leipzig) und Prof. Hans-Peter Müller (HU Berlin). Die Moderation führt Prof. Rahel Jaeggi (HU Berlin). Los geht es um 18 Uhr in der „Vierten Welt“ (am Kottbusser Tor).

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Für Kurzentschlossene: Öffentlichkeit und Partizipation am 4./5. Juni in Berlin

Am Collegium Hungaricum in Berlin, gleich neben der Humboldt-Universität, findet am 4. und 5. Juni die internationale Tagung der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft für Philosophie zum Thema „Öffentlichkeit und Partizipation“ statt. Unter anderem wird Volker Gerhard über Partizipation sprechen, János Weiss über die „Fragmentierung der Öffentlichkeit“, Johann Kreuzer über „Transparenz als Verschleierung“ und Stephan Gosepath über „Die Publizität der Vernunft“.

Die Tagung ist öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten unter anmeldung@hungaricum.de. Hier geht es zum vollständigen Tagungsprogramm.

Debatte

Wiedergelesen: Nachrichtendienste im Auftrag der Öffentlichkeit – Walter Lippmanns »Public Opinion«

Wiedergelesen-Beitrag zu: Walter Lippmann, »Public Opinion«, New York: Harcourt, Brace and Company 1922 (dt.: »Öffentliche Meinung«, übers. von Herman Reidt, München: Rütten und Loening 1964). Die Originalausgabe ist hier frei verfügbar.

 

Walter Lippmanns 1922 erschienenes Buch »Public Opinion« ist ein bahnbrechendes Werk, das sich einer disziplinären Zuordnung entzieht. Aufgrund der sozialpsychologischen Analyse der Massenmedien, der Funktion des modernen Journalismus, der Rolle der seit dem 1. Weltkrieg zunehmenden Propaganda und der Grundlegung der Stereotypenforschung, gilt das Buch vor allem in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft als Grundlagenwerk. Neben den Entstehungsbedingungen der öffentlichen Meinung in industrialisierten, ausdifferenzierten Gesellschaften hinterfragt Lippmann darin auch das Verhältnis von Öffentlichkeit und politischer Theorie. Zudem macht er einen konkreten, institutionellen Reformvorschlag zur Einrichtung von Nachrichtendiensten, in denen der Politikwissenschaft eine zentrale Rolle zukommt. …

Jobs & Stipendien

CfA: Postdoc-Stelle Sozialphilosophie/-anthropologie in Köln

Am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Universität zu Köln, genauer: im Arbeitsbereich „Cologne Social Philosophy and Anthropology“ von Wilfried Hinsch (Philosophie) und Dorothea E. Schulz (Ethnologie), ist eine Postdoc-Stelle (100%, TV-L E 13) ausgeschrieben. Die Stelle ist ab Mai 2015 frei und zunächst für die Dauer eines Jahres zu besetzen. Die Ausschreibung richtet sich an promovierte Philosophen, Sozialanthropologen und Soziologen. Bewerbungen können bis zum 12. April 2015 eingereicht werden. Weitere Infos findet ihr in der Stellenbeschreibung hier auf Deutsch und hier auf Englisch. Wir wünschen viel Erfolg beim Bewerben.

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CfP: Kritische Theorie und Philosophische Anthropologie (Potsdam)

Vom 11.–13. Februar 2016 findet an der Universität Potsdam eine Tagung zum Thema „Mensch und Gesellschaft zwischen Natur und Geschichte: Zum Verhältnis von Philosophischer Anthropologie und Kritischer Theorie“ statt. Die Veranstaltung wird vom Institut für Philosophie der Universität Potsdam (Hans-Peter Krüger) in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin (Anne Eusterschulte) organisiert.

Das Tagungsprojekt versteht sich als ein Versuch, zwei zentrale Traditionen der deutschsprachigen Philosophie des 20. Jahrhunderts in ein Gespräch miteinander zu setzen: Zur Disposition steht der (ebenso auf Ähnlichkeiten wie auf Unterschiede abhebende) Austausch zwischen der maßgeblich durch Max Horkheimer und Theodor W. Adorno geprägten „Kritischen Theorie“ und der „Philosophischen Anthropologie“ in Gestalt der Entwürfe Max Schelers, Helmuth Plessners und Arnold Gehlens.

Ausführliche Informationen zu den Kernfragen sowie zur Ausrichtung der Tagung sind hier im CfP zu finden. Bis zum 15. Mai 2015 können Abstracts eingereicht werden, die sich an den Leitfragen der Tagungsbeschreibung orientieren sollen. Der Call richtet sich vor allem an den wissenschaftlichen Nachwuchs und ist für alle Disziplinen offen, die sich angesprochen fühlen. Eine Publikation ausgewählter Vorträge ist im Jahrbuch für Philosophische Anthropologie (2016) geplant.

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CfA: The Non-Performativity of Intersectionality and Diversity

Das Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies und das Frauennetzwerk des Exzellezclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ organisieren am 5. Februar 2015 einen internationalen Workshop zum Thema „Difference that makes no Difference: The Non-Performativity of Intersectionality and Diversity“. Die Keynote wird von Sara Ahmed (Goldsmiths, University of London) gehalten. Abstracts (bis 350 Wörter, auf Englisch) können bis zum 30. November eingereicht werden. Weitere Informationen findet ihr hier.

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Workshop „Rethinking Property“ in Berlin

Am 24. und 25. November 2014 wird von Rahel Jaeggis Lehrstuhl an der Humboldt-Universität in Berlin ein Workshop zum Thema „Rethinking Property: Kritische Perspektiven auf ein klassisches Konzept“ organisiert. Neben grundlegenden normativen und sozialontologischen Fragen (Was ist überhaupt Eigentum? Wann sind Besitz- und Eigentumsverhältnisse gerechtfertigt? Wer entscheidet über die vorgängige Grundstruktur der Eigentumsordnung?), soll es um gegenwärtige Debatten über die Veränderung von Eigentumspraktiken gehen (z.B. die Debatten um geistiges Eigentum, die Patentierung von Genen oder die Privatisierung von Trinkwasser), die die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit der herkömmlichen Konzeption von Eigentum besonders deutlich machen. Der Workshop „Rethinking Property“ leistet dazu einen Beitrag, indem er die folgenden drei Fragen diskutiert:

  1. In welchem Wechselverhältnis stehen Eigentumspraktiken und philosophischer Begriff? Welche Beziehung besteht zwischen veränderten Eigentumspraktiken wie beispielsweise Sklaverei oder koloniale Landnahme und der philosophischen Reflexion?
  2. Welche Rolle kommt dem Begriff des Eigentums in der Sozialphilosophie zu? Welche Bedeutung hat der Begriff für eine allgemeine Gesellschaftsanalyse, beispielsweise bei Jean-Jacques Rousseau, John Locke oder bei John Stuart Mill?
  3. Wie müssen wir den Begriff des Eigentums neu denken, um aktuelle Phänomene wie die Commons-Bewegung oder die Share Economy erfassen zu können?

Vortragende sind Brenna Bhandar (London), Klaus Dörre (Jena), Petra Gümplová (Gießen), Daniel Loick (Frankfurt a.M.), Christian Neuhäuser (Dortmund), Robert Nichols (Berlin), Dirk Quadflieg (Frankfurt a.M.). Da die TeilnehmerInnenzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung unter sozphiws@hu-berlin.de gebeten.

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