CfP Theorie-Kongress „Politische Theorie in Zeiten der Ungewissheit“ (Bremen)

Der mit Spannung erwartete Call zum ersten Theorie-Kongress (27.-29.9.2023) der DVPW-Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“ ist öffentlich: Bis zum 31.10.2022 werden nun in der ersten Phase Vorschläge für offene, halboffene oder geschlossene Panels, Podiumsdiskussionen oder „author meets critics“-Formate rund um das Kongress-Thema „Politische Theorie in Zeiten der Ungewissheit/Politics in Times of Uncertainty“ erbeten. Die Auswahl der Einreichungen erfolgt durch eine Jury, die sich aus den Veranstalter*innen zusammensetzt. Die Entscheidung über die Annahme wird im Laufe des November 2022 mitgeteilt. Für die angenommenen halboffenen und offenen Formate wird danach ein separater Call for Papers mit der Deadline 08.01.2023 veröffentlicht. Der ausführliche Call findet sich hier; laufend aktualisierte Informationen finden sich auf der Homepage des Kongresses.

Ungewissheit ließe sich wohl ohne Übertreibung als die Signatur unserer Zeit beschreiben. So ist eine Vielzahl an Krisen und Herausforderungen der Gegenwart zu konstatieren, die uns in oftmals existenzieller Zuspitzung mit Ungewissheit konfrontieren: Von der Klimakrise über die COVID-Pandemie, die Krisen der neoliberalen Hegemonie und der liberalen Demokratien bis hin zu jüngst erneut deutlich aufbrechenden Konflikten über die Machtverteilung in der Weltgesellschaft gehen
massive Ungewissheitserfahrungen aus. Diese Situation bedarf der Reflexion durch die Politische Theorie und Ideengeschichte umso mehr, da sie sowohl etablierte politische Bewältigungsstrategien an ihre Grenzen bringt als auch gängige Narrative der neuzeitlichen Politischen Theorie in Zweifel zu ziehen scheint.

Der Kongress nimmt diese komplexe und herausfordernde Situation zum Anlass, zu einer gemeinsamen Problemreflexion einzuladen. Er ist offen für Beiträge aus allen Richtungen und Paradigmen der Politischen Theorie und Ideengeschichte und legt einen starken Akzent auf den Austausch zwischen Politischer Theorie und anderen Teil- und Nachbardisziplinen. Besonders willkommen sind deshalb Formate, die die Politische Theorie und andere politikwissenschaftliche Teildisziplinen oder Nachbarwissenschaften in einen kooperativen oder kontroversen Dialog bringen und dabei internationale Kolleg*innen einbeziehen. Theorieinteressierte Kolleg*innen aus anderen Teilen der Politikwissenschaft und anderen Disziplinen sind herzlich zur Einreichung von Vorschlägen eingeladen. Der Kongress wird Panel- und Plenarformate kombinieren und nach Möglichkeit einen englischsprachigen International Track anbieten, der es insbesondere internationalen Teilnehmer*innen ermöglichen soll, möglichst durchgängig englischsprachige Veranstaltungen besuchen zu können.

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