CfP: Hannah Arendt: Challenges of Plurality (Paderborn)

Vom 13.-15. Dezember 2018 findet an der Universität Paderborn eine internationale Konferenz zu Hannah Arendts Begriff der Pluralität statt. Die Konferenz fragt nach den Herausforderungen ebenso wie nach den Potentialen, die das Konzept für aktuelle Theoriebildung darstellt. Abstracts im Umfang von maximal 500 Worten dürfen explizit interdisziplinär ausgerichtet sein und sollten bis zum 15. Februar an maria.robaszkiewicz@upb.de geschickt werden. Mehr Infos zur Konferenz, möglichen Fragestellungen und Bewerbungsmodalitäten findet ihr hier.

 

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Tagungsbericht: Neues aus Biopolis! Biomedizin zwischen Deutungskampf und Differenz

Mit Hilfe der jüngeren biomedizinischen Forschung und ihrer Anwendungen ist es heute möglich, Erbgut mit der ‚Genschere‘ zurechtzuschneiden oder Haut- zu Eizellen und schlagenden Herzen in der Petrischale heranzuzüchten. Angesichts dieser ‚revolutionären‘ Entwicklung offenbart sich, dass die Regulierungsmühen einer policy-orientierten Politikwissenschaft mitunter zu kurz greifen. Denn die Biomedizin wirft Reflexionsfragen auf, die nur noch konstruktivistisch beantwortet werden können: Wie wird die Biomedizin gesellschaftlich konstruiert? Und wie konstruiert Biomedizin die Gesellschaft? Die Verschiebung von ontologischen Was- zu epistemologischen Wie-Fragen weitet Politik auf ein gesamtgesellschaftliches Format aus, sodass Biomedizin nicht als bloßes regulatorisches Objekt, sondern selbst genuin politisch erscheint, insofern sie Entscheidungen über (künftiges) kollektives Zusammenleben vorwegnimmt und entsprechend umkämpft ist. Unter der Fragestellung Neues aus Biopolis? konfrontierte die Tagung der DVPW-Themengruppe Konstruktivistische Theorien der Politik, welche Helene Gerhards und Kathrin Braun am 2. und 3. November 2017 an der Universität Duisburg-Essen veranstalteten, diese Politik der Biomedizin mit theoretischen Reflexionen und empirischen Annäherungen. Dabei erwiesen sich zwei Theorieperspektiven als besonders fruchtbar, führten aber zu gegensätzlichen Schlüssen darüber, inwiefern sozialwissenschaftliche Betrachtung sich selbst in der biomedizinischen Gemengelage positionieren soll und kann – was schließlich zum zentralen Streitpunkt der Tagung avancierte. (mehr …)

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CfA: Akademische Rätin/Akademischer Rat auf Zeit (Göttingen)

An der Universität Göttingen ist zum 01.04.2018 die Stelle einer/eines akademischen Rätin/Akademischen Rats auf Zeit zu besetzen. Die Stelle ist im Bereich Politische Theorie und Ideengeschichte bei Tine Stein angesiedelt und auf 3 Jahre befristet. Die Möglichkeit auf eine Verlängerung um weitere 3 Jahre besteht, der Lehrumfang beträgt 4 SWS. Bewerbungsschluss ist der 27.12.2017. Alle weiteren Infos findet ihr hier.

 

 

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“Two Dialogues on Justice. Between Religious Life and Political Practice” (Berlin)

Die Arbeitsgruppe „Internationale Gerechtigkeit und institutionelle Verantwortung” der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet am 21. Dezember 2017 ein Symposium unter dem Titel “Two Dialogues on Justice. Between Religious Life and Political Practice”. Auf dem Symposium sollen religiöse und politiktheoretisch-philosophische Vorstellungen über Gerechtigkeit miteinander ins Gespräch kommen. Veranstaltungsort ist das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt (Einstein-Saal, Jägerstraße 22-23) in Berlin. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung (bis 12.12.2017) wird aber gebeten unter: igiv@bbaw.de. Ausführliche Infos und das Programm gibt es hier.

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CfA: Mitarbeiterstelle (50%) in Göttingen

An der Universität Göttingen eine halbe Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiter*in in der Politischen Theorie ausgeschrieben. Die Stelle beginnt zum 01.03.2018 und ist zunächst bis zum 30.09.2019 befristet. Bewerbungen werden erbeten bis zum 06.12.2017 mit den üblichen Unterlagen an den Lehrstuhl für politische Theorie und Ideengeschichte, Prof. Dr. Walter Reese-Schäfer, Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen oder per Mail an reeseschaefer@googlemail.com. Mehr Infos gibt es hier.

Update: Da die Lehrverpflichtung mit 5 SWS pro Semester über den üblichen Anforderungen einer halben Stelle liegt und die Stelle kurzfristig befristet ist, hat die AG Politische Theorie eine Kritik formuliert.

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Podiumsdiskussion: Normen im Streit (Frankfurt)

Am Freitag, den 29.09.2017 findet am Frankfurter Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” eine Podiumsdiskussion zum Thema “Normen im Streit. Perspektiven aus Recht, Philosophie und Internationalen Beziehungen” statt. Nicole Deitelhoff, Rainer Forst und Christoph Möllers diskutieren ab 18 Uhr im Raum EG.01 des Clustergebäudes am Campus Westend. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine vorherige Anmeldung wird aber gebeten (normen2017@hsfk.de).  Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website oder direkt auf dem Flyer.

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“Das Politische (in) der Politischen Theorie” – Programm der DVPW-Theorie-Herbsttagung

Vom 27. bis 29. September findet an der Uni Hannover im Welfenschloss die Herbsttagung der DVPW-Sektion “Politische Theorie und Ideengeschichte” statt. Organisiert haben die Tagung zum Thema “Das Politische (in) der Politischen Theorie” Franziska Martinsen, Oliver-Flügel Martinsen und Martin Saar. Das gerade erschienene Programm – inklusive Keynotes von Sabine Hark und Oliver Marchart – ist hier einzusehen. Um eine Anmeldung bis zum 10. September an tagung2017@ipw.uni-hannover.de wird gebeten.

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CfA: Professur für Politische Theorie in Zürich

Die Universität Zürich (UZH) sucht zum 1. August 2018 eine neue_n Professor_in für Politische Theorie (full/associate professorship oder assistant professorship with tenure track). Inhaltlich ist ein Schwerpunkt in politischer Institutionenforschung und Demokratiefragen erwünscht. Bewerbungsschluss ist der 10. September 2017. Alle weiteren Informationen gibt es im Ausschreibungstext online (hier und hier) oder nach dem Klick.

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Marschieren für die Wahrheit – dieses leichte Unbehagen. Eine etwas zu persönliche Reflexion über den March for Science

Am Wochenende waren an vielen Orten in Deutschland und auf der ganzen Welt Bildungsbürgerinnen auf den Straßen – so auch die Verfasserin dieser Zeilen, die dem Spektakel im beschaulichen Freiburg beiwohnte. Man versammelte sich unter dem Motto „Zu Fakten gibt es keine Alternative“, denn man ist beunruhigt, ja alarmiert, durch all das Postfaktentum, das da vermeintlich in der Welt heutzutage herumgeistert, personifiziert durch Donald Trump und seine ‚alternativen Fakten‘. Man ist bemüht, die Bedeutung des Wissens und der Wissenschaften im Streit der Meinungen durch den symbolischen Akt des Marschierens wieder ins Gedächtnis zu rufen, und scheint sich einig, dass es unverhandelbare Tatsachen gibt, die wissenschaftlicher Reflexion und Methode in die treusorgenden Hände zu legen sind. Wahrscheinlich muss man nicht einmal Hannah Arendt (Wahrheit und Lüge in der Politik) bemühen, um sich des Eindrucks zu vergewissern, dass die Gleichsetzung von Tatsachen und Meinungen im Bereich des Politischen nicht nur unangebracht sondern gefährlich ist – an Anschauungsmaterial (siehe hier und hier) mangelte es eigentlich nie. Wegen solcherlei Erwägungen stand man also zusammen: Professorinnen, Studentinnen, Privatdozentinnen, wissenschaftliches Prekariat und jede Menge Alumni. Das unangenehme Gefühl der Selbstbeweihräucherung wurde um der guten Sache willen im Kauf genommen. Man ignorierte für einen Samstagmittag all die Grabenkämpfe um Mittelkürzungen und prekäre Anstellungsverhältnisse und war sich einmal einig.

Doch bei einem Blick auf die Statements und Schilder wurde mir bestätigt, was zuvor eher dumpfe Ahnung war: Das Problem ist und bleibt das „Man“, das Gruppengefühl, die vermeintlich gemeinsame Sache, eben diese Einigkeit. (mehr …)

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