Lesenotiz zu Hannah Arendts „The Modern Challenge to Tradition“

Lesenotiz zu Hannah Arendt: The Modern Challenge to Tradition: Fragmente eines Buches (= Kritische Gesamtausgabe/Complete Works. Critical Edition, Bd. 6, Göttingen 2018).

 

Der Band The Modern Challenge to Tradition: Fragmente eines Buches markiert den Auftakt für die Publikation der historisch-kritischen Gesamtausgabe des Werkes von Hannah Arendt.Dabei handelt es sich um den sechsten Band einer in siebzehn thematische Komplexe gegliederten Werkschau. Und man kann schon jetzt sagen, dass dem Herausgeber/innen-Team um Barbara Hahn, Thomas Wild, Anne Eusterschulte, Eva Geulen, Hermann Kappelhoff, Patchen Markell und Annette Vowinckel mit diesem Band im Besonderen und der Konzeption der Gesamtausgabe im Allgemeinen ein großer Coup gelungen ist, der in jeder Hinsicht begeistert: die editorische Gründlichkeit ist beeindruckend, die Kommentierung in Tiefe und Länge sehr klug ausbalanciert, die Darstellung der Textfassungen übersichtlich, die Orientierung im Band gestaltet sich für den Leser/die Leserin problemlos und die für 2019 in Aussicht gestellte Digitalausgabe, die computergestützte Analysen der Texte Arendts ermöglichen soll, wirkt auf Arendt-Forscher/innen gleichsam elektrisierend. (mehr …)

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CfA: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in Berlin (50%)

Am Arbeitsbereich Politik und Recht des Otto-Suhr-Instituts der FU (Christian Volk) ist eine 50%-Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in ausgeschrieben, die auf fünf Jahre befristet ist. Der/die zukünftige Stelleninhaber/in sollte zu der Schnittstelle von Politik und Recht arbeiten, mit besonderem Interesse an Fragen der politischen Theorie und Verfassungstheorie. Bewerbungen sind bis zum 13. August 2018 möglich. Der Ausschreibungstext findet sich hier.

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CfA: Vier Doktorandenstellen in Berlin

Unser ehemaliges Redaktionsmitglied Christian Volk schreibt vier Doktorandenstellen in seinem durch den ECR Starting Grant geförderten Projekt „Protest and Order. Democratic Theory, Contentious Politics, and the Changing Shape of Western Democracies“ (POWDER) aus. Bewerber_innen sollten ein Interesse an Protest- und Bewegungsforschung mit einen Hintergrund in Politischer Theorie kombinieren. Die Stellen haben einen Umfang von 65% und sind auf vier Jahre ausgelegt. Beginn ist der 01. April 2018. Ausführlichere Infos findet ihr auf der Website oder im PDF.

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Vortragsreihe „Rechtskritik als Gesellschaftstheorie“ (Berlin)

Der Arbeitsbereich Politik und Recht des Otto-Suhr-Institutes (unter der Leitung unseres ehemaligen Redaktionsmitglieds Christian Volk)  lädt dieses Wintersemester zur Vortragsreihe „Rechtskritik als Gesellschaftstheorie“ an die FU Berlin ein. Die Reihe beschäftigt sich mit der Frage, wie die Analyse und Theoretisierung des Verhältnisses von Recht und Politik eine kritische Perspektive auf moderne Gegenwartsgesellschaften erschließen kann. Den Auftakt macht Peter Niesen (Universität Hamburg) mit dem Thema „Verfassunggebende Gewalt jenseits des Staates“. Es folgen Sonja Buckel (Universität Kassel): „Juridische Auseinandersetzungen in der Krise des europäischen Grenzregimes“, Andreas Fischer-Lescano (Universität Bremen): „Kampf um die Internetverfassung“ sowie Sabine Müller-Mall (TU Dresden): „Invektivität, Öffentlichkeit, Verfassung. Herausforderungen durch herabsetzende Äußerungen im Netz“.

Die Veranstaltung findet jeweils Mittwochs von 18:00-20:00 in der Ihnestraße 21/b statt. All weiteren Infos findet Ihr auf dem Plakat oder auf der Website des Arbeitsbereichs.

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CfA: Mitarbeiterstelle an der FU Berlin

An der jüngst am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin berufenen Professur für Politik und Recht von Christian Volk ist eine 50%-Mitarbeitestelle zu besetzen (befristet bis zu 5 Jahre). Der Arbeitsbereich beschäftigt sich mit der Analyse der rechtlichen, institutionellen und sozialen Grundlagen politischer Ordnungen und vom künftigen Mitarbeiter wird abgesehen vom einschlägigen Hochschulabschluss ein Schwerpunkt im Bereich der rechtlichen Grundlagen der Politik und eine Promotionsabsicht in Zusammenhang mit den Grundfragen des Arbeitsbereichs etwa der Konstitution moderner politischer Ordnungen, Staatstheorie und Fragen der Souveränität oder aktuellen Herausforderungen für Politik und Recht (Asyl- und Flüchtlingsfragen, Globalisierung, Digitalisierung etc.) erwartet. Bewerbungen müssen bis zum 26.09. eingereicht werden. Alle Infos entnehmt bitte der PDF der Ausschreibung, dem Stellenanzeiger der FU oder dem Text nach dem Strich. (mehr …)

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Von der siegreichen Sache und den Menschen. Hannah Arendt zum 40. Todestag

Victrix causa diis placuit, sed victa Catoni. Dies ist eines von zwei Zitaten, das man nach Hannah Arendts Tod auf einem in ihrer Schreibmaschine eingespannten Blatt Papier fand. Hannah Arendt erlitt am 4. Dezember 1975 in ihrer New Yorker Wohnung einen Herzinfarkt, ihren zweiten, und verstarb im Alter von 69 Jahren.

Bei dem eingespannten Blatt Papier handelte es sich um das Titelblatt zum dritten und letzten Teil ihres Werkes „The Life of the Mind“ (dt. Vom Leben des Geistes). Der Teil ist überschrieben mit „Judging“ (Urteilen) und sollte nach den Büchern über das Denken und das Wollen den Abschluss ihrer Trilogie über die geistigen Tätigkeitsweisen des Menschen darstellen. Abgesehen von einigen Notizen und dem Manuskript ihrer 1970 gehaltenen Vorlesung über Kants Kritik der Urteilskraft wissen wir heute nicht, welche Ausführungen Arendt hätte machen wollen. Was wir hingegen wissen, ist, dass Arendt der Urteilskraft eine zentrale Stellung zugedacht hat. Von der Kultivierung der Urteilskraft erhoffte sich Arendt nichts weniger als dass sie dem Menschen in der „riskanten Moderne“ (Nolte) Orientierung stiften und ein Zusammenleben ermöglichen möge. (mehr …)

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Tagung: Neue Bürgerbewegungen – neue Politik (Stuttgart)

In Stuttgart wird anlässlich der Gründung des Hannah-Arendt Instituts für politische Gegenwartsfragen eine Konferenz mit dem Titel „Neue Bürgerbewegungen – Neue Politik?“ abgehalten. Es gibt Vorträge von Christian Volk (Politisierung durch Protest) und Winfried Thaa (Politisches Handeln. Warum Arendt und nicht Marx?“), sowie mehrere Arbeitsgruppen etwa zu sozialen Bewegungen, Widerstand oder linkem Populismus. Alle Infos zur Tagung finden sich hier auf dem Flyer, ein Tagungsbeitrag von 25 Euro ist für jene zu entrichten, die es sich leisten können.

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Workshop: Transnationalismus und der moderne Staat (Trier)

Vom 24. bis 26. April 2014 veranstalten Christian Volk und Friederike Kuntz im Rahmen des Forschungsprojekt „Der Begriff der Souveränität in der Transnationalen Konstellation“ einen internationalen Workshop zum Thema „Transnational Process and the Modern State: Changing Modes of Socio-Political Organization through Transnationalization“ an der Universität Trier. Ziel des Workshops ist es, Disziplinenübergreifend die Spezifik von Transnationalisierungsprozessen und deren Verhältnis zu Komponenten des modernen Staates (begrenztes Territorium, begrenzte Jurisdiktion, begrenzte Gemeinschaft, Souveränität) zu führen. Der Workshop beginnt am Donnerstag, den 24. April, um 18 Uhr mit einem Abendvortrag von Ursula Lehmkuhl zum Thema: „Transnationalism and Transnationalization in Historical Perspective: Concepts, Contexts and Controversies since the late 19th Century“. Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen. Kosten für die Anreise, Übernachtung und Verpflegung können leider nicht übernommen werden. Das vorläufige Programm und alle Infos findet sich hier. Um Anmeldung wird bis zum 18. April 2014 bei Friederike Kuntz (kuntzf@uni-trier.de )  gebeten.

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WiMi-Stelle an der Uni Trier

Im Rahmen meines DFG-Projekts „Der Begriff der Souveränität in der transnationalen Konstellation“ suche ich zum 15.10.2012 eine wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (65%). Wer Interesse hat und  ein Promotionsvorhaben verfolgt bzw. verfolgen möchte, dass an der Schnittstelle von Politischer Theorie und Internationaler Politik/Internationalem Recht angesiedelt ist, kann sich bis zum 15.Juli 2012 sehr gerne bei mir an der Uni Trier bewerben. Alle weiteren Infos entnehmt ihr bitte dem Ausschreibungstext.

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In eigener Sache: Chris Volk als Juniorprofessor für Politische Theorie in Trier

Das neue Semester beginnt und wir vom Theorieblog haben eine schöne Nachricht aus dem eigenen Hause zu vermelden: Christian Volk ist ab sofort Juniorprofessor für Politische Theorie am Institut für Politikwissenschaft der Uni Trier. Chris hat in Aachen studiert, war später in Yale und an der New School for Social Research, in Venedig, am Graduiertenkolleg „Verfassung jenseits des Staates“ der HU Berlin, in Frankfurt und am WZB. Seine in der Reihe der Theoriesektion erschienene Dissertation „Die Ordnung der Freiheit“ beschäftigt sich mit der Rolle von Recht und Politik im Werk Hannah Arendts. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte sind Widerstand und Politik sowie Recht und Politik in der transnationalen Konstellation.

Das Team des Theorieblogs gratuliert von Herzen!

 

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