Piketty-Buchforum (1): Ungleichheit im 21. Jahrhundert – Was genau ist das Problem?

Kapital, Ungleichheit und politische Ökonomie in großem Format sind zurück. In dem soeben auf Deutsch erschienen Das Kapital im 21. Jahrhundert zeigt Thomas Piketty, dass Wohlstand zu Beginn des 21. Jahrhunderts in den Händen so weniger konzentriert ist wie zuletzt vor hundert Jahren und dass die egalitäre Angleichung von Einkommen und Vermögen in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine historische Ausnahme darstellt. Pikettys Versuch, durch die Analyse großer Mengen historischer Daten den Bewegungsgesetzen des Kapitalismus auf die Spur zu kommen und Reformen seiner grundlegenden Institutionen einzufordern, steht für eine politische Ökonomie, wie sie in den zeitgenössischen Wirtschaftswissenschaften beinahe ausgestorben schien. Pikettys Wiederbelebung gelingt. Das Fehlen einer Moraltheorie der Ungleichheit jedoch hat Kosten.  (mehr …)

Weiterlesen

Rezension: Pierre Rosanvallons „La Société des Égaux“ (Die Gesellschaft der Gleichen)

Pierre Rosanvallon, La Société des Égaux, Paris: Editions deu Seuil, 2011.
Deutsch erschienen als Die Gesellschaft der Gleichen, Hamburger Edition, 2013.

Mit seiner jüngsten Buchveröffentlichung, deren deutsche Übersetzung soeben als „Die Gesellschaft der Gleichen“ bei der Hamburger Edition erschienen ist, setzt der französische Theoretiker und Historiker Pierre Rosanvallon seine Erkundungen zum Strukturwandel zeitgenössischer Demokratien fort. Er hatte das Terrain bereits in seinen Werken zur „Demokratischen Legitimität“und dem bislang nicht ins Deutsche übersetzten Werk zur „Contre-Démocratie“ erkundet. Die Zeichen stehen gut, dass Rosanvallons mit seinem neuen Buch einen günstigen Zeitpunkt in der politischen Konjunktur erwischt hat. (mehr …)

Weiterlesen

Tagung: Ungleichheit und politische Repräsentation

Zum Thema „Ungleichheit und politische Repräsentation“ findet vom 25. bis 27. Oktober 2012 an der Universität Trier eine Tagung statt. Die Tagung ist von Winfried Thaa und Markus Linden organisiert. Den Eröffnungsvortrag „Die politische Repräsentation von Armen und Reichen – ein Problem für die Legitimation der Demokratie?“ hält der Kölner Armutsforschers Christoph Butterwegge. Das Tagungsprogramm findet ihr hier.

 

Weiterlesen

CfP: Ungleichheit und politische Repräsentation

Vom 25.-27. Oktober 2012 findet im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs 600 „Fremdheit und Armut“ an der Universität Trier eine Tagung zum Thema „Ungleichheit und politische Repräsentation“ statt. Die Tagung ist dem Teilprojekt „Die politische Repräsentation von Fremden und Armen“ zugeordnet, das von Prof. Winfried Thaa geleitet wird. Themenvorschläge werden in Form eines ca. 1-2-seitigen Abstracts bis Ende März 2012 erbeten. Alle weiteren Infos findet ihr hier.

Weiterlesen