CfP: Queer. Widerstand. (Anti-)Kapitalismus und globale Ökonomien

Am 7. und 8. Mai 2020 findet an der Philipps-Universität Marburg die nächste Tagung der Sektion Politik und Geschlecht der DVPW zum Thema „Queer. Widerstand. (Anti-)Kapitalismus
und globale Ökonomien. Genealogien, Potentiale und Politiken queer-feministischer Kapitalismus- und Ungleichheitskritik“ statt. Die Keynote wird von Anna Agathangelou (York University) gehalten. Abstracts für Vortragsvorschläge können bis zum 30. November eingereicht werden. Ausführliche Informationen gibt es hier im Call auf Deutsch und auf Englisch.

Ein Kommentar zu “CfP: Queer. Widerstand. (Anti-)Kapitalismus und globale Ökonomien

  1. Schwurbeleien des k&k-Propheten Karl Kraus

    „.. unser Dank gilt den Helden der pharmazeutischen Wissenschaft für ihre Bemühungen anläßlich der Corona-Pandemie ..“

    Während des Ersten Weltkriegs stellte Karl Kraus fest, daß die Verdienstorden stets an die Verdiener einer Krise gehen, nie an deren Opfer.
    Etwa ein Jahr vor der großen Spanischen Grippe im Jahr 1918 schreibt er in der „Fackel“:
    „Da nun die Hamletfrage nach Sein oder Nichtsein zur letzten Frage aller Staatsweisheit wurde, könnte man sich darein finden, daß der Übermut der Ämter und die Schmach, die Unwert schweigenden Verdienst erweist, zu jenen täglichen Erfahrungen zählen, aus denen vor dem Einschlafen die tröstliche Erkenntnis gewonnen wird: Krieg ist halt Krieg (gegen die Makro- oder Mikrobiologie). Was wollt ihr von der Menschennatur, die einmal Macht und Maschine geschmeckt hat, anderes erwarten und verlangen? Wenn Krieg Krieg ist, hilft einem Weisen, der noch von früher her zur Melancholie neigt, dennoch die bessere Einsicht, daß die armen Tyrannen, die gemäß dem unerforschlichen Ratschluß ihrer Gottähnlichkeit uns das bißchen Dasein, wenn nicht verkürzt, so doch versperrt haben, am Ende die letzten Sklaven ihrer eigenen Laune gewesen sein werden.
    Im Angesicht Sterbender wird eine Kreatur, die mit dem Lorgnon zuschaut, für Tapferkeit dekoriert; Finanzgauner deren Sprache kaum zur Verständigung über die notwendigen Berufspraktiken reicht, tragen ein Ehrenkleid; … Nun denke man sich diese Sorte eines nach unten ausstoßenden Menschentums mit erhöhter Machtbefugnis ausgestattet – sieht dann die Welt nicht plötzlich so aus, als ob die propagierte Notwendigkeit nur eine Verabredung wäre, um dessen tieferes Bedürfnis des Nächstenhasses endlich auf eine inappelable Art befriedigen zu können? Wird nicht Menschenwürde jenes rarste, sofort vom Staat beschlagnahmte Lebensmittel sein, dessen Mangel erst ein Durchhalten durch ein so verwandeltes Leben ermöglicht?“

    Franz Sternbald – „Das pyramidale Prinzip 2.0“; die Welt als Wille zur Macht

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