CfA: 5 Postdoc-Stellen in Ethik und Politischer Philosophie an der Université de Fribourg (Schweiz)

An der Université de Fribourg (Schweiz) sind gleich fünf Postdoc-Stellen in Ethik und Politischer Philosophie ausgeschrieben:

  • Drei Postdoc-Stipendien (für 4 Jahre) zum „Non-Identity-Problem“ im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojekts, gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds und unter Leitung von Prof. Ralf Bader; Bewerbungsfrist: 15. Februar 2026.
  • Ein Postdoc-Stipendium (für 2 Jahre) im Rahmen des Forschungsprojekts „Liberty, Equality, and Utility: Assessing the trade-offs between individual liberty, well-being, and material equality”, gefördert von der John Templeton Foundation und unter Leitung von Prof. Ralf Bader; Bewerbungsfrist: 1. Februar 2026.
  • Ein Postdoc-Stipendium in Ethik und Politischer Philosophie (für 1 Jahr). Neben der eigenen Forschungstätigkeit gehört zum Aufgabenbereich auch Lehrtätigkeit (einsemestriges BA-Seminar auf Französisch oder Deutsch) sowie die Unterstützung bei administrativen Aufgaben und den Forschungstätigkeiten des Lehrstuhls für Ethik und Politische Philosophie (Prof. Ralf Bader). Bewerbungsfrist: 1. Februar 2026.

Alle weiteren Informationen finden sich hier in der vollständigen Ausschreibung.

 

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Kongress: Reclaim Democracy (Basel)

Am ersten Februar-Wochenende (2.-4.02) steht in Basel ein großer Kongress irgendwo zwischen Aktivismus und Wissenschaft an. Unter dem Namen Reclaim Democracy wird es neben vier Plenarveranstaltungen (z.B. zu Substantieller Demokratie, Europa oder Rassismus und Nationalismus) eine große Zahl von Atelier genannten Workshpops geben (etwa zur Geschichte der Demokratie, zu Menschenrechten und Migration zu Citizenship oder auch zu Bildung). Viele bekannte Redner sind dabei, u.a. Jodi Dean und Gurminder K Bhambra. Das ganze Programm könnt ihr hier einsehen, die Teilnahme ist kostenpflichtig, es gibt aber einen Nachlass für Geringverdiener.

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CfP: Konferenz in der Schweiz zur Legitimität des UN-Sicherheitsrates

Für Mai 2016 lädt Bardo Fassbender von der Universität St. Gallen zu einer Konferenz ein, die sich mit Fragen der Legitimität des UN-Sicherheitsrates auseinandersetzen wird. Ausdrücklich sind dabei auch Beiträge aus dem Bereich der politischen Philosophie erwünscht. Die Tagung wird in Ascona stattfinden, Deadline für den CfP ist der 29.01.2016, alle Details findet ihr hier als pdf.

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Muss man die Ängste und Sorgen der BürgerInnen ernst nehmen? Die aktuelle Asyl-Debatte und der Fall Bremgarten

In der normativen politischen Theorie werden Fragen der Migration derzeit intensiv diskutiert. Während umstritten ist, ob Staaten das beanspruchte Recht auf eigenmächtige Einwanderungskontrolle moralisch rechtfertigen können, besteht weithin Einigkeit darüber, dass Flüchtlinge einen Anspruch auf Hilfe haben. Asylsuchende dürfen nicht abgewiesen werden, wenn sie in Gefahr sind. Dieser Position entspricht das völkerrechtlich verbindliche „Verbot der Ausweisung und Zurückweisung“. Kontroversen existieren aber unter anderem hinsichtlich der Lebensbedingungen der Asylsuchenden. Ist es beispielsweise legitim, AsylbewerberInnen eine geringere Grundversorgung zukommen zu lassen als den BürgerInnen oder ist dies mit der Menschenwürde unvereinbar (siehe hierzu das BVerfG-Urteil vom 18.7.2012)? Darf ferner den Asylsuchenden verboten werden, den ihnen zugewiesenen Landkreis zu verlassen oder widerspricht die sogenannte „Residenzpflicht“ dem Recht auf Bewegungsfreiheit, das laut Art. 12 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte auch Nicht-StaatsbürgerInnen zusteht?

Der vorliegende Beitrag versucht explizit nicht, eine umfassende Antwort auf diese Fragen zu finden. Vielmehr konzentriert er sich auf ein spezifisches Argument, das häufig herangezogen wird, um Restriktionen gegenüber Asylsuchenden zu rechtfertigen. Dieses Argument lautet, man müsse die „Ängste und Sorgen“ in der Bevölkerung ernst nehmen und diesen Rechnung tragen. Im Folgenden werde ich der Frage nachgehen, ob bzw. inwiefern dieses Argument tatsächlich überzeugt und welchen Stellenwert die Befürchtungen der BürgerInnen in der normativen Debatte einfordern können. (mehr …)

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Schweizer Philosophen diskutieren große Fragen

So große wie unterschiedliche Fragen wie „Was ist Wahrheit?“ oder „Soll man belehrend in fremde Kulturkreise eingreifen, deren Praktiken man ablehnt?“ werden derzeit in einer Serie „Die grossen Fragen“ des Schweizer Portals philosophie.ch gestellt. Die Inputs kommen von Schweizer PhilosophInnen, vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Die zweiwöchige Reihe, die Orientierungswissen bieten soll, geschieht in Kooperation mit dem Online-Auftritt der Zürcher Zeitung tagesanzeiger.de. Martino Mona, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Bern widmet sich etwa der Frage „Warum ist Recht ungleich Gerechtigkeit?“ und unser ehemaliges Redaktionsmitglied Susanne Schmetkamp fragt nach der Erkenntnis von (filmischen) Fiktionen.

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CfP: Graduiertenkonferenz „Multiple Belonging“ in Luzern

Die internationale Konferenz mit dem Titel „New Forms of Multiple Belonging – Multidisciplinary Perspectives“ befasst sich interdisziplinär mit der Relevanz und den Charakteristika sowie den Ursachen und Folgen neuartiger Formen des „multiple belonging“ am Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Graduiertenkonferenz findet am 26./27. Oktober an der Uni Luzern in der Schweiz statt. Vorschläge für Paper können bis zum 31. Juli eingereicht werden. Alle Infos zur Konferenz nach dem Klick.

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Ausschaffungsinitiative: Wenn die direkte Demokratie mit den Menschenrechten in Konflikt kommt

Nun ist es also wieder passiert. Ziemlich genau ein Jahr, nachdem sich die Schweizer Stimmbevölkerung der „Islamisierung“ durch vier Gebetstürme auf ihrem Territorium erwehrte und ein Verbot von Minaretten zum Verfassungsgrundsatz erhob, ist am 28.11.2010 mit der Ausschaffungsinitiative ein weiteres rechtspopulistisches Ansinnen der wählerstärksten Schweizer Partei SVP von Volk und Ständen gutgeheissen worden. (mehr …)

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Konferenz: Diachronic Agency

Vom 5. bis 7. Oktober findet an der Universität Bern eine prominent besetzte Konferenz zur diachronen Akteurschaft statt. Im Hintergrund steht die These, dass sich unser Handeln nicht auf einen punktuellen Moment reduzieren lässt, sondern eine zeitliche Dynamik und eine Verbindung zu unserer ebenfalls sich über eine Zeit erstreckende Identität aufweist. Die Konferenz stellt Zusammenhänge her zur personalen Identität, Rationalität und Autonomie. Zu den Referenten gehören Peter Goldie (Manchester), Karen Jones (Melbourne) und Kristjàn Kristjànsson (Iceland). Mehr Infos gibt es hier.

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