Philosophie und Sonderpädagogik im Gespräch mit Martha Nussbaum. Bericht über den Würzburger Workshop „Menschliche Fähigkeiten & Komplexe Behinderungen“

Auch wenn Interdisziplinarität in der wissenschaftlichen Welt derzeit hoch im Kurs steht, ist ein Austausch von Philosophie und Sonderpädagogik selten. Zwei Lehrstühle der Universität Würzburg (Jörn Müller, Philosophie und Reinhard Lelgemann, Sonderpädagogik) haben auf dieses Desiderat reagiert und die beiden Disziplinen über den capabilities approach von Martha Nussbaum in einen inhaltlichen Austausch gebracht. (mehr …)

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Tagung an der HU Berlin: Feministische Philosophie

Eine hochkarätige Tagung lockt am 13. und 14. Juli mit dem Thema “Feminist Philosophy & Methodological Commitments” an die Berliner Humboldt-Universität. Im Mittelpunkt soll dabei eine feministische Philosophie stehen, die nicht vor der Bindung an soziale und politische Normen zurückschreckt. Mit dabei sind unter anderem Sally Haslanger vom MIT und Nancy Bauer von Tufts University. Eine Anmeldung wird erbeten, hier gibt es alle Tagungsinformationen.

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CfA: W2/W3 Politische Philosophie (Bayreuth)

In Bayreuth ist eine W2/W3-Professur für politische Philosophie ausgeschrieben. Die Stelle wird zunächst W2 besetzt, herausragende Leistungen können dann aber zur Verbesserung auf W3 führen. Gesucht wird nach Kandidaten, die an der Schnittstelle von Philosophie und Ökonomie forschen und international ausgewiesen sind. Die ganze Ausschreibung findet ihr unter dem Strich, Bewerbungsschluss ist der 28.02.2017

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Neue Buchreihe “Philosophy and Poverty”

Bei Springer erscheint eine neue Buchreihe “Philosophy and Poverty”, die von Henning Hahn (Berlin), Gottfried Schweiger (Salzburg) und Clemens Sedmak (Salzburg/London) herausgegeben wird. Das Anliegen der Reihe ist es, ein Forum für das gesamte Spektrum der philosophischen Forschung zu Armut, Armutsforschung und Armuntsminderung bereitzustellen. Dabei ist die Reihe nicht auf ein bestimmtes Verständnis von Armut oder einen einzigen philosophischen Zugang beschränkt, auch nicht auf normative Fragen der Ethik, Gerechtigkeit oder der Menschenrechte. Vielmehr ist die Reihe sowohl für normative, als auch wissenschaftstheoretische, erkenntnistheorietische oder philosophiegeschichtliche Fragestellungen offen. Ab sofort können Sammelbände und Monographien vorgeschlagen werden. Alle Veröffentlichungen in der Reihe durchlaufen einen Peer-Review-Prozess. Weitere Informationen zur neuen Reihe und der möglichen Themenvielfalt stehen auf der Website der Buchreihe und können in direktem Kontakt mit den Herausgebern besprochen werden.

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Blogs in der (politischen) Philosophie

Blogs und die Tätigkeit des Bloggens sind seit einigen Jahren ein essenzieller Bestandteil der Diskussion, wie das Internet Wissenschaft verändert. In den frühen 2000ern wurden Blogs hochgeschrieben. Sie galten als die neue Form wissenschaftlichen Austauschs, noch schneller als Journals (oder gar Bücher), noch diskursiver als das gute alte Kaffeehaus. Kein größerer Antrag auf Forschungsgelder kam ohne das Versprechen auf ein angeschlossenes Blog-Projekt aus. Ein Spuk, der so schnell kam wie er ging und von dem heute häufig nur noch ein verschämter Link auf die Ruinen alter Projektwebseiten zeugt. Die Karawane zog weiter, heute gilt der tweetende Wissenschaftler als Avantgarde und spezialisierte Research-Portale versuchen sich an einer noch viel intensiveren Vernetzung einer als schwer modernisierbar geltenden Klientel. Ohne den Hype aber und im Schatten der Fördergeldruinen entwickelte sich eine durchaus lebendige und mittlerweile konsolidierte Blogosphäre. In Deutschland nicht so groß wie in den USA, in den Sozial- und Geisteswissenschaften nicht so groß wie in den Naturwissenschaften, aber immerhin. Von dieser Blogosphäre soll im Folgenden die Rede sein, und dies aus drei Blickwinkeln: Zunächst will ich eine allgemeine Einordnung von Blogs und ihrer Bedeutung vornehmen; sodann eine kleine Safari durch die (philosophische) Blogosphäre anbieten. Abschließend noch einige konkrete Tipps geben, wie man das Bloggen anfängt – und wichtiger noch: beibehält. (mehr …)

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“Implizite Vorurteile beseitigen”: Der langsame Aufstieg der Frauen in der Philosophie

Frauen sind in der Philosophie nach wie vor untervertreten, insbesondere auf der Stufe der Professuren. In jüngster Zeit gibt es für dieses Problem eine zunehmende Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch die Arbeit der SWIP, Society for Women in Philosophy Germany. Aber auch anderenorts laufen Programme, die die Förderung und Vernetzung des weiblichen Nachwuchses in der Philosophie vorantreiben sollen. Die Universität Basel bietet neu als Pilotprojekt eine „Fellowship“ an, die Wissenschaftlerinnen den Übergang von der späten Postdocphase zur Professur erleichtern soll. Zwei der InitiatorInnen und die erste Inhaberin der Fellowship äußern sich zur Situation der Frauen in der Philosophie und formulieren Ideen, wie sich die Frauenförderung in der Philosophie verbessern ließe.

Der folgende Text erscheint zeitgleich in den Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. Er führt eine Diskussion fort, die wir in der Vergangenheit unter anderem hier und hier geführt haben. (mehr …)

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CfP: Workshop “Philosophie und Armut” (Salzburg)

Für einen Workshop im Themenfeld Philosophie und Armut am 12. und 13. Mai 2016 bittet das Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg um die Einsendung von Abstracts. Anlass des Workshops ist der Gastaufenthalt von Monique Deveaux (Professorin für Ethik an der University of Guelph, Kanada), die einen Vortrag zum Thema “Global Justice from Below?: The Value of Social Movement Approaches to Poverty Reduction” halten wird. Ein Bezug zum Thema des Vortrags ist erwünscht. Abstracts auf Englisch können bis zum 31. Januar 2016 eingereicht werden. Ausführliche Informationen findet ihr hier und auf der Website zum Workshop.

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Tagung: Macht und Reflexion (Rostock)

Vom 8. bis zum 10. Oktober findet am Institut für Philosophie in Rostock eine Forumstagung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie zum Thema “Macht und Reflexion” statt. Auf der Grenze von Anthropologie und Sozialphilosophie sollen besonders die folgenden Fragen zu erörtert werden:

Sind Menschen auch im Lichte gegenwärtiger Humanwissenschaften Wesen, die sich im reflektierenden Nachdenken selbst verändern können? Leben wir in einer Gesellschaft, die in einzelnen Praxisfeldern so gestaltet ist, dass Reflexion zu normativ erwünschten Veränderungen führt? Wie wirkt sich ihrerseits Macht auf das Nachdenken aus? Lässt sich von einer Konstitution der Reflexion durch Macht sprechen? Wie sieht heute unter Einbeziehung der philosophiehistorischen Dimension ein Reflexions- und ein Machtbegriff aus, der sich verteidigen lässt? Kann vor dem Hintergrund solcher Klärungen die Macht der Reflexion argumentativ so behauptet werden, dass sie über ihren Geltungscharakter hinaus auch tatsächlich wirksam wird?

Vortragende sind Clemens Albrecht (Koblenz), Dirk Baecker (Witten/Herdecke), Simone Dietz (Düsseldorf), Georg Franck (Wien), Petra Gehring (Darmstadt), Michael Hampe (Zürich), Heiner Hastedt (Rostock), Lisa Herzog (Stanford), Geert Keil (Berlin), Konrad Paul Liessmann (Wien), Reinhard Merkel (Hamburg), Julian Nida-Rümelin (München), Konrad Ott (Kiel), Dominik Perler (Berlin), Holm Tetens (Berlin), Dieter Thomä (St.Gallen), Sigridur Thorgeirsdottir (Helsinki).

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich (möglich über die Website des Instituts); hier geht’s zum Programm.

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Berlin: “Philosophie in einer globalisierten Welt. Mobilität und Grenzen”

Am 9. und 10. Juli findet am Institut für Philosophie der FU Berlin eine Tagung zum Thema “Philosophie in einer globalisierten Welt. Mobilität und Grenzen” statt. Alle Details und das Programm gibt es hier.

Ziel der Tagung ist eine Selbstreflexion und -verortung der Philosophie im Lichte der jüngeren Entwicklungen des Wissenschaftssystems: “Angesichts der gegenwärtigen neoliberalen Tendenzen zur Internationalisierung und Standardisierung der Wissenschaften stellt sich die Frage, wie diese Prozesse auf die Philosophie einwirken, unter welchen Bedingungen sie stattfinden, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen und wie sie aus philosophischer Sicht reflektiert und kritisiert werden können.” Zu diesen Fragen wird es Vorträge von Étienne Balibar, Nikita Dhawan, Stefan Gosepath, Mathieu Hauchecorne, Rada Ivekovic, Hilge Landweer, Urs Lindner, Jürgen Trabant und Frieder Otto Wolf geben. Organisiert wird die Tagung von Stefania Maffeis.

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Tagung: Kunst und Philosophie (Frankfurt)

An diesem Freitag, dem 12.12, findet in Frankfurt eine eintägige Tagung zu Kunst und Philosophie statt. Es sprechen Charles Larmore, Georg W. Bertram, Vinzenz Hediger, Birgit Recki und Karl Heinz Bohrer. Das Ganze findet im Clustergebäude, EG.01 statt. Eine Anmeldung ist kostenfrei, aber erforderlich (an sekretariat.seel@em.uni-frankfurt.de). Das Programm findet sich hier als PDF.

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