Adorno-Vorlesung 2014: Worlds of Worth (Lamont) + Frankfurter Veranstaltungen

Die diesjährige Adorno-Vorlesung wird unter dem Titel „Worlds of Worth. Cultural Processes of Inequality“ von Michéle Lamont gehalten. Sie findet von Mittwoch bis Freitag dieser Woche, sprich: vom 04. bis 06. Juni statt und zwar jeweils von 17:30 -19:30 Uhr. Ort ist der Hörsaal IV auf dem alten Frankfurter Campus in Bockenheim. Alle Infos könnt ihr hier der Ankündigung entnehmen.

In dieser Woche dürfte für Frankfurter außerdem die Veranstaltung „Die Globalisierung der Wiedergutmachung. Eine Diskussion über Moral und Politik“ mit José Brunner von Interesse sein (Di. 03.06, 18-20 Uhr, Hz 8, Infos hier) und der Vortrag von Seyla Benhabib über den ethisch-politischen Horizont der Kritischen Theorie (Mi, 04.06, 19:30, Hz 5, Infos hier)

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Kritische Theorie in Gießen

Am 5. und 6. Juli 2012 findet in Gießen die Tagung „Fortschritt. Bildung. Kultur. Kritische Theorie heute“ statt. Organisiert wird sie von der AG Kritische Theorie der Kultur am Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die Kritische Theorie angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen zu aktualisieren wäre. Hier geht’s zur Anmeldung und zum Programm.

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Kritische Theorie und Kino

Das Verhältnis zwischen Kritischer Theorie und Kino steht im Mittelpunkt der filmwissenschaftlichen Forschung von Miriam Bratu Hansen. Die in Deutschland geborene und in die USA emigrierte Wissenschaftlerin untersuchte unter anderem die Schriften Siegfried Krakauers, Walter Benjamins und Theodor Adornos dahingehend, welche politische Bedeutung (oder welche Gefahr) sie dem (frühen) Kino zuschrieben und welchen Stellenwert das Kino für die Moderne hat. Die American Academy in Berlin widmet der im vergangenen Jahr verstorbenen Filmhistorikerin am kommenden Mittwoch einen illustre besetzten und damit vielversprechenden Abend. Vorgestellt und diskutiert wird Bratu Hansens posthum veröffentlichtes Buch „Cinema and Experience“. (mehr …)

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Konferenz: Autonomie und Engagement nach Sartre und Adorno (Wien)

In Wien findet von Freitag, dem 30. September, bis Sonntag, 2. Oktober, eine Tagung mit dem spannenden Titel „Autonomie und Engagement nach Sartre und Adorno“ statt. Die Titel einzelner Panels weisen auf einen eher literatur- und kunstwissenschaftlichen Kontext hin, aber Themen wie „Ästhetische Erfahrungen im Krisenzusammenhang“ oder „Kunst vs. Engagement“ finden ja auch nicht wenige Interessenten in politiktheoretischen Kreisen. Ausrichter der Veranstaltung ist die Sonntagsgesellschaft, eine Vorabanmeldung ist nötig (anmeldung@sonntagsgesellschaft.org) und zu allen Informationen und vor allem zum Programm kommt ihr, wenn ihr auf die Webseite geht und da immer wieder auf das Bild klickt (eher ästhetisch als funktional die Nutzerführung).

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Adorno Lecture 2011: Pippin über Kunst als Philosophie

Vom 6. bis zum 8. Juni steht in Frankfurt die diesjährige Adorno-Lecture an, diesmal mit Robert Pippin als Vortragendem. An den drei Abenden geht es jeweils von 18:30 bis 20:00 Uhr um „Kunst als Philosophie“ (und ganz viel um Hegel und Heidegger wie der Beschreibung zu entnehmen ist). Ort ist der Hörsaal 1 in der Mertonstr. 17-21 (mehr Infos: hier). Man darf gespannt sein, ob Pippin – der zuletzt sogar über Western in ihrem Zusammenhang zur Philosophie publiziert hat, in die großen Fußstapfen treten kann – nicht nur denen von Adorno, sondern auch die der Vortragenden der vergangenen Jahre wie  Luc Boltanski, Horst Bredekamp oder Quentin Skinner.

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Tagungsbericht: Aktualität als Moment der Tradition – Marburg auf der Suche nach der Kritischen Theorie

Die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften der Marburger Universität gelten gemeinhin als Fachbereiche, deren Mitglieder eine lange Tradition kritischen Denkens fortführen. In dieser Tradition steht auch der 1978 verstorbene Soziologe Heinz Maus. Sein 100. Geburtstag wurde von der Arbeitsgruppe Kritische Theorie daher zum Anlass genommen, ihn vom 25. bis 27. März mit einer Tagung zu ehren und die Frage nach der Aktualität jener Tradition zu stellen. Unter dem Titel „Aktualität und Traditionalität – Zur Aufgabe kritischer Theorie“ lockte die Tagung zahlreiche Lehrende und Studierende auf den Marbuger Campus der Geisteswissenschaften, der von Bergen, Burgen und Flüssen derart umringt ist, dass man gerne glaubt, hier einen gut geschützten Ort kritischen Denkens gefunden zu haben. (mehr …)

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Die Frage nach dem Ort kritischer Gesellschaftstheorie – Eva Illouz über „Die Errettung der modernen Seele“

Das neue Buch von Eva Illouz ist wunderbar zu lesen, hoch anregend, aber in seinem kritischen Potential zu diskutieren. Worum geht es? Im Grunde möchte Eva Illouz erklären, wie es dazu gekommen ist, dass wir in einer durchpsychologisierten Gesellschaft leben, in der Selbsthilfegruppen, Ratgeberliteratur und –sendungen oder der „therapeutisch-emotionale Habitus“ fester Bestandteil unserer Kultur geworden sind, die so wenig wegzudenken sind wie der selbstverständliche Gang zum Psychotherapeuten. (mehr …)

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Lesenotiz: „Selbstbetrachtung aus der Ferne. Tocqueville, Weber und Adorno in den Vereinigten Staaten“ von Claus Offe

Ende letzten Jahres ist in Constellations ein Artikel von Claus Offe mit dem Titel „Governance: An Empty Signifier“ erschienen. Der Artikel an sich ist lesenswert, wenn auch nicht in Gänze überzeugend. Noch mehr hat mich aber gefreut, dass ich durch den Artikel auf ein schon 2004 erschienenes Buch von Claus Offe mit dem Titel „Selbstbetrachtung aus der Ferne. Tocqueville, Weber und Adorno in den Vereinigten Staaten“ aufmerksam geworden bin. Selbst vor kurzem aus den USA zurückgekehrt, habe ich das Buch direkt bestellt und gerade zu Ende gelesen.

Offe zeichnet nach, wie die drei Denker aus ihrer je eigenen Perspektive die USA wahrgenommen haben und welche Schlussfolgerungen sie aus diesem Bild für Europa gezogen haben. Interessant ist dabei der Vorschlag, die verschiedenen Zeitdiagnosen in vier Kategorien aufzuteilen: (mehr …)

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