Kritische Theorie und Kino

Das Verhältnis zwischen Kritischer Theorie und Kino steht im Mittelpunkt der filmwissenschaftlichen Forschung von Miriam Bratu Hansen. Die in Deutschland geborene und in die USA emigrierte Wissenschaftlerin untersuchte unter anderem die Schriften Siegfried Krakauers, Walter Benjamins und Theodor Adornos dahingehend, welche politische Bedeutung (oder welche Gefahr) sie dem (frühen) Kino zuschrieben und welchen Stellenwert das Kino für die Moderne hat. Die American Academy in Berlin widmet der im vergangenen Jahr verstorbenen Filmhistorikerin am kommenden Mittwoch einen illustre besetzten und damit vielversprechenden Abend. Vorgestellt und diskutiert wird Bratu Hansens posthum veröffentlichtes Buch „Cinema and Experience“.

Zu den Diskutanten gehören: Raymond Bellour, emeritierter Professor vom French National Center for Scientific Research; David Bathrick, Professor Emeritus für Theater, Film, und Tanz sowie Germanistik von der Cornell Universität; Thomas Y. Levin, Germanistikprofessor an der Princeton Universität; Albrecht Wellmer, Professor Emeritus für Kritische Theorie und Ästhetik von der Freien Universität Berlin. Moderiert wird der Abend von der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch (FU).

Bratu Hansen, geboren 1949, promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt, ging nach Yale und machte sich dann an der Universität von Chicago einen Namen. Sie hatte im Frühjahr 2004 einen Forschungaufenthalt an der American Academy und arbeitete dort an ihrem Buch „Cinema and Experience“. Sie verstarb 2011 im Alter von 61 Jahren an Krebs. Der Abend am 9. Mai steht unter dem Titel „The Scholarship of Miriam Bratu Hansen: Critical Theory and Vernacular Aesthetics – A Redemptive Critique“.

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