Herzlich willkommen, Manon!

Wir hatten es im Weihnachtspost versprochen und heute ist es so weit: Wir dürfen euch unser neuestes Mitglied im Theorieblog-Team vorstellen – begrüßt mit uns Manon Westphal!

Manon ist Post-Doc am Lehrstuhl für Politische Theorie mit dem Schwerpunkt Politik und Religion an der Universität Münster. Sie hat ihre Dissertation über die Frage geschrieben, inwiefern agonale Demokratietheorien institutionelle Angebote machen können, um normative Dissense zu regulieren. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen dementsprechend die Konflikthaftigkeit moderner Gesellschaften, ihre politische Bewältigung und die institutionelle Erneuerung der Demokratie.

In ihrem Auftaktbeitrag fragt Manon, was die “realistische politische Theorie” hierzu beisteuern kann. Wir freuen uns auf viele weitere Beiträge von Manon und sagen herzlich willkommen!

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Politik, ‚wie sie ist‘: Status Quo und Desiderata der realistischen politischen Theorie

Politische Theorie sollte realistisch sein. So allgemein formuliert wird diese These wohl kaum auf Widerspruch stoßen. Was nützt schon eine politische Theorie, die unrealistisch ist, weil sie Konzepte und Argumente entwirft, die mit der Realität wenig zu tun haben – dem werden vermutlich viele politische Theoretiker*innen zustimmen. Jenen Theoretiker*innen aber, die in jüngerer Zeit die Forderung nach einer realistischen politischen Theorie stark machen, geht es um eine grundsätzlichere Debatte über Agenda und Selbstverständnis der politischen Theorie. Ich möchte im Folgenden einige Eckpunkte dieser Debatte beschreiben und zwei Thesen vertreten. Erstens: Das Spannende an der realistischen politischen Theorie ist, dass sie versucht, einen Platz zwischen politischen Moralkonzeptionen und der bloßen Deskription von Politik zu besetzen. ‚Realistische‘ Legitimitätstheorien zeigen, wie sich normative Kriterien im Rahmen einer stärker politischen als moralischen Logik begründen lassen. Zweitens: Realistische politische Theoretiker*innen haben bisher zu wenig geliefert, um dem Verdacht entgegenzutreten, dass die Distanz zum ‚politischen Moralismus‘ mit einer unkritischen Haltung gegenüber Machtasymmetrien und Herrschaftsverhältnissen erkauft wird. Das ist ein Defizit der Debatte, das mehr Aufmerksamkeit finden sollte. Denn der Impuls, den realistische politische Theorien der politiktheoretischen Debatte geben können, verspricht umso wertvoller zu sein, je deutlicher wird, dass sie normative politische Theorie auf eine neue Weise denken, anstatt die normativen Ansprüche politischer Theorie bloß zu reduzieren. (mehr …)

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Erinnerung: Ausschreibungen zum DVPW-Kongress 2018 in Frankfurt/M. noch bis Ende Januar!

Liebe Freundinnen und Freunde der Politikwissenschaft und insbesondere der Politischen Theorie, Ideengeschichte und Philosophie!

Nach der Weihnachts- und Silvesterpause möchte auch unser blog daran erinnern, dass Vortragsbewerbungen für den DVPW-Kongress 2018 „Grenzen der Demokratie / Frontiers of Democracy“ (25. bis 28. September 2018 an der Goethe-Universität Frankfurt/M.) noch bis zum 31. Januar möglich sind. Eine große Reihe spannender Panel warten auf noch mehr Beiträge! Eine Sammlung aller Einzelausschreibungen findet sich hier. Informationen zum neuen Format stehen hier zur Verfügung.

Viel Freude an ersten oder erneuten Einblicken und viel Erfolg für eure Bewerbungen und Panel!

Aus der speziellen Perspektive unseres blogs erscheinen uns übrigens folgende Panel besonders interessant. Eine Menge mehr ließe sich sicher noch ergänzen – nutzt dafür sehr gern die Kommentarspalte unten! Hier zunächst unsere favorites: (mehr …)

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CfP/CfA: International Society for Utilitarian Studies

Vom 24.-26. Juli 2018 findet am KIT in Karlsruhe die 15. Konferenz der International Society for Utilitarian Studies (ISUS) statt, die in diesem Jahr von Michael Schefczyk und Christoph Schmidt-Petri  organisiert wird und sich dem Thema “Utility, Progress and Technology” widmet. Keynotespeaker sind u.a. Julia Driver, William MacAskill und Anders Sandberg. Noch bis zum 2. März können Vorschläge für Panels und Vorträge eingereicht werden. Alle Informationen hierzu finden sich im dazugehörigen Call for Abstracts.

Flankiert wird die Konferenz außerdem von einer Summer School u.a. mit Roger Crisp, Julia Driver, Anders Sandberg und Ulla Wessels. Auch hierfür läuft der Call noch bis zum 2. März.

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Studientag und Summerschool in Berlin (CfA)

In Ergänzung zu unserem Hinweis auf die im Mai stattfindende Emanzipations-Tagung gibt es jetzt noch zwei weitere spannende Veranstaltungen aus Berlin.

Bereits Anfang des kommenden Monats, am 3. Februar, findet an der HU ein Studientag statt, an dem gemeinsam mit Getrud Koch, Alexander García Düttmann, Ludger Schwarte und Sophia Prinz  die Frage “Welche emanzipatorische Kraft besitzt die Kunst heute?” diskutiert wird. Kurzentschlossene können sich bei Bastian Ronge (bastian.ronge@hu-berlin.de) anmelden.

Im Sommer dann, vom 15. bis 20. Juli, findet zum zweiten Mal  die “International Summer School Critical Theory” statt. Die von der Humboldt Universität zusammen mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung im vergangenen Jahr ins Leben gerufene, jährlich stattfindende Summer School widmet sich dieses Jahr dem Thema “Re-Thinking Ideology”. Wer Lust hat u.a. mit Robin CelikatesAlice CraryRobert Gooding-WilliamsSally HaslangerAxel HonnethRahel JaeggiKaren NgMartin Saar und Titus Stahl über Ideologiekritik zu diskutieren, kann sich noch bis zum 15. März bewerben. Alle Details zu Thema, Call und  Bewerbungsmodalitäten finden sich im Call for Applications.

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Konferenz: Emanzipation (Berlin)

Vom 25.-27. Mai findet in Berlin eine große internationale Tagung zum Emanzipationsbegriff als Schlüsselbegriff der Sozialphilosophie statt. Ihre Teilnahme zugesagt haben unter anderem Seyla Benahbib, Nancy Fraser, Didier Eribon, Wendy Brown, Achille Mbembe, Chantal Mouffe, Fred Neuhouser (um mal nur (einige) aus den Reihen der internationalen Prominenz zu nennen). Eine Anmeldung zur Konferenz ist nicht erforderlich, das genaue Programm wird in Kürze auf http://criticaltheoryinberlin.de/ veröffentlicht. Für den Moment könnt ihr aber in dieser PDF hier die Themenbeschreibung, weitere Teilnehmer und ein paar andere Infos einsehen – und das Event schon einmal im Kalender vormerken.

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Twitter-Rückschau

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CfA: Postdoc Fellowships bei ‘Justitia Amplificata’

Die mittlerweile in Frankfurt und Berlin beheimatete DFG Kolleg-Forschergruppe “Justitia Amplificata” schreibt für das akademische Jahr 2017/18 wieder drei Postdoc-Fellowships aus. Die Fellowships laufen über 12 Monate und können wahlweise zum 01. September oder 01. Oktober begonnen werden. Bewerbungsfrist ist der 01. März. Alle weiteren Infos zu Fellowship und Bewerbungsmodalitäten findet ihr auf der Website der Kollegforschergruppe.

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CfP: Workshop “Re-inventing Liberal Universalisms” in Greifswald

Rosario López, Lenka Strnadová und Rieke Trimçev bitten um Beiträge für einen internationalen Workshop zu den Wandlungen des liberalen Universalismus. Dabei soll ein Fokus darauf liegen, wie Migration Neujustierungen liberal-universalistischer Argumente und Konzepte herausgefordert hat. Der Workshop soll bereits am 26. und 27. Februar in Greifswald stattfinden und die Keynote wird Michael Freeden (London/Oxford) halten. Wer Interesse hat, kann hier die gesamte Ausschreibung einsehen und den eigenen Vorschlag bis zum 19. Januar einreichen.

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