Sartre oder Kojève? Egal, Hauptsache Franzose! Lesenotizen zur deutschen Aus-gabe von Mark Lillas „The Reckless Mind“

16. Juli 2015, Sebastian Huhnholz

Lesenotizen zu Lilla, Mark. Der hemmungslose Geist. Die Tyrannophilie der Intellektuellen. Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl. München. Kösel 2015. 224 Seiten. 19,99 €.

 

„Pelzschlampe“ hatte einmal jemand auf den Grabstein Marlene Dietrichs geschmiert. Die schrille Akzentuierung wollte der Dietrich nicht als Diva oder Antifaschistin gedenken, sondern als Trägerin toter Tiere. Solch ein Gestus ist nicht untypisch für das erhabene Gewissen. Hochmut verstellt den Blick auf Wesentlicheres. Grosso modo trifft dies bedauerlicherweise auch auf eine nach beinahe anderthalb Jahrzehnten nunmehr ins Deutsche übersetzte Porträtsammlung Mark Lillas zu, Professor für Geisteswissenschaften an der New Yorker Columbia-Universität und als Kreuzzügler gegen einen linken wie rechten „Libertarismus“ im europäischen Feuilleton zunehmend beliebter Gast.
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CfP: ZPTh-Themenheft zu Pierre Rosanvallon

30. Juli 2015, Jakob Huber

Die Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTh) lädt dazu ein, Beiträge für einen Themenschwerpunkt zu “Pierre Rosanvallons Beitrag zur politischen Theorie” einzureichen. Artikel von bis zu 50.000 Zeichen können bis spätestens 31. Januar 2016 an Daniel Schulz (daniel.schulz@tu-dresden.de), den Herausgeber des Themenheftes, gesendet werden. Ein kurzes Abstrakt wird bereits für Ende Oktober erbeten. Alle Information auf einen Blick sind hier zu finden.

CfP: Symbolic Politics of Non-Representation in Contemporary Cultures of Dissent

29. Juli 2015, Andreas Antić

Am 20.–21. November 2015 findet in Konstanz ein Workshop zum Thema “Symbolic Politics of Non-Representation in Contemporary Cultures of Dissent” statt, der von Andreas Beer und Francis LeMaitre vom Graduiertenkolleg “Das Reale in der Kultur der Moderne” organisiert wird. Es geht um aktuelle transnationale, post-identitäre Protestbewegungen aller Art – von Occupy bis Pegida – und insbesondere um ihr Verhältnis zu Konzeptionen politischer (Nicht-)Repräsentation. Bis zum 7. September können Abstracts aus allen Disziplinen auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Weitere Informationen findet ihr hier im ausführlichen Call.

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24. Juli 2015, Theorieblog-Team

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17. Juli 2015, Theorieblog-Team

CfP: World Society in the Making? Varieties of Transnational Institutions

15. Juli 2015, Andreas Antić

Das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research veranstaltet am 7./8. Dezember 2015 in Duisburg einen Workshop zum Thema “World Society in the Making? Varieties of Transnational Institutions”. In Abgrenzung zu homogenisierenden und top-down-orientierten Ansätzen zur Herausbildung einer Weltgesellschaft geht es in dem Workshop um einen intensiven Austausch über die Vielfalt bereits existierender (institutionalisierter) Formen der inter- und transnationalen Zusammenarbeit, sowohl in theoretischer als auch empirischer Hinsicht. Der Call richtet sich daher an WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen, v.a. Politikwissenschaft, Soziologie und Ethnologie/Anthropologie. Abstracts können bis zum 15. August eingereicht werden. Ausführliche Informationen gibt es hier.

Agonistischer Pluralismus braucht keinen gegen den Strich gebürsteten Schmitt

14. Juli 2015, Jan Rohgalf

Chantal Mouffes agonistischer Pluralismus gehört zu den angesagtesten politischen Theorien dieser Tage – auch über die Fachdisziplin hinaus. Aufhorchen lässt Mouffes Theorie wohl nicht zuletzt, da sie wesentliche Theorieelemente aus der kritischen Lektüre Carl Schmitts („mit Schmitt gegen Schmitt“) gewinnt, eines erbitterten Gegners des Liberalismus und des Pluralismus. Weitaus weniger aufregend und originell stellt sich Mouffes Theorie allerdings dar, wenn man sie mit dem Neo-Pluralismus des Schmitt-Antipoden Ernst Fraenkel konfrontiert.
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CfP: Praxis der Kritik

13. Juli 2015, Andreas Antić

Die nächste Ausgabe der Open-Access-Zeitschrift Zeitschrift diskurs widmet sich der Praxis der Kritik aus der Perspektive von Luc Boltanskis Soziologie der Kritik. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Soziologie der Kritik wertvolle Beiträge zu einem tieferen Verständnis politischer Phänomene beitragen kann, jedoch bislang im Fachdiskurs zu wenig Beachtung bzw. Anwendung findet. Konkret wird um Beiträge zu unter anderem folgenden Fragestellungen gebeten:

  • Welche Anwendungen von Boltanskis Modell auf Phänomene politischer Praxis sind
    denkbar? Wie können diese analytisch/methodisch umgesetzt werden?
  • Wie kann aus der Perspektive der Soziologie der Kritik ein Verständnis von
    Demokratie/demokratischer Praxis entwickelt werden?
  • Welche Folgen hat Boltanskis Idee von Institutionen als kontingenz-verschleiernden
    Instanzen für das gängige Bild des politisch-administrativen Systems?
  • Inwieweit können Verschiebungen sozialer Ordnungen auf kritische Praxis
    zurückgeführt werden? Wo wirkt kritische Praxis gesellschaftsverändernd?
  • Wie können soziale Bewegungen aus der Perspektive der Soziologie der Kritik
    analysiert werden?

Einreichungen werden erbeten bis zum 30. September 2015. Alle weiteren Informationen gibt es hier.

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11. Juli 2015, Theorieblog-Team

Postkoloniale Perspektiven an der HU Berlin

10. Juli 2015, Eva Marlene Hausteiner

An der Berliner Humboldt-Universität finden am 20./21. Juli im Rahmen eines Workshops zu “Postcolonial Perspectives for Political and Social Theory” eine Podiumsdiskussion sowie ein Vortrag von Sanjay Seth (Goldsmith) zu den “Limits of Historiography”, veranstaltet von Ina Kerner, statt – alle Infos finden sich hier.








Und zum Schluss: Die meistgenutzten Schlagwörter...

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