Piketty-Buchforum (2): Piketty konventionell und radikal, oder: wider den Fetisch der Eigentumsrechte

16. Oktober 2014, Lisa Herzog

Nehmen wir an, Piketty hat Recht. Nehmen wir an, dass r > g, und dass wir deshalb Gefahr laufen, in einen „patrimonialen Kapitalismus“ zu geraten. Und nehmen wir an, dass das aus normativer Sicht ein Problem darstellt (Gründe hierfür hat Gabriel letzte Woche ja angesprochen). Was folgt daraus? Piketty schlägt Steuern vor: Einkommens-, vor allem aber Vermögenssteuern, progressiv und am besten global. In diesem Beitrag unterscheide ich zwei Lesearten von Pikettys Vorschlägen, und plädiere für die radikalere. Sie geht von der Notwendigkeit, aber auch der grundsätzlichen Möglichkeit aus, Märkte demokratisch zu gestalten. Die Herausforderung ist, sie institutionell so einzubetten, dass sie dem Wohl der Gesellschaft dienen. Dabei sind Eigentumsrechte ein wesentliches Steuerungselement.
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Twitter-Rückschau

17. Oktober 2014, Theorieblog-Team

CfP: Good Life Beyond Growth (Jena)

16. Oktober 2014, Thorsten Thiel

Im Mai 2015, genauer vom 21.-23.05., findet in Jean eine Konferenz mit dem Titel “Good Life Beyond Growth” statt. Die Konferenz wird organisiert vom Kolleg Postwachstumsgesellschaften und unter anderem werden Eva Illouz und Tim Jackson auf ihr sprechen. Normative Fragen des guten Lebens sollen mit empirischen Themen wie Ungleichheitsforschung und ökologischen Krisen verbunden werden. Derzeit läuft ein Call for Paper, in dem zu drei Themenfeldern (Conceptual Foundations, Social Conditions, Subjective Dimensions) um Beiträge gebeten wird. Der ganze Call mit der Beschreibung der Konferen und allen Infos zur Einreichung findet sich hier, Beiträge müssen bis zum 15.12.2014 vorliegen

Ringvorlesung “Subversion and Political Difference” in Berlin

15. Oktober 2014, Eva Marlene Hausteiner

Zum Wintersemester findet an der Humboldt-Universität eine spannende Ringvorlesung zum Thema “Subversion and Political Difference” statt – mit von der Partie sind Oliver Marchart, Simon Critchley, Chantal Mouffe und viele mehr. Alle Infos hier!

CfA: Summer School zu “Grenzen” in Bremen

15. Oktober 2014, Daniel Jacob

Unter dem Titel “Borders, Borderthinking, Borderlands” findet im kommenden Mai an der Uni eine Summer School statt, die sich diesem Themenkomplex aus post-kolonialer Perspektive widmen möchte. Deadline für die Bewerbungen ist der 20. Dezember diesen Jahres. Eine ausführlichere Beschreibung gibt es nach dem Klick, alle Infos als pdf außerdem hier.
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Vortragsreihe: Grakov Berlin

15. Oktober 2014, Thorsten Thiel

Auch in diesem Semester wird es am Graduiertenkolleg “Verfassung jenseits des Staates” (HU Berlin) wieder eine öffentlich zugängliche Vorlesungsreihe geben für alle, die an Fragen des Zusammenhangs von Recht und Politik interessiert sind. Die erste Veranstaltung ist bereits heute, 15.10, wenn Andrew Sartori zur Verbreitung liberaler Normen spricht. Weitere interessante Vorträge in der Reihe kommen von Christoph Menke zu Kritik der Rechte, Daniel Thym zu Grundrechten und Monika Claes zu Verfassungsidentität. Das ganze Programm könnt ihr hier einsehen, die Veranstaltungen sind jeweils Mittwochs, ab 18 Uhr c.t. in der Walter-Hallstein-Bibliothek (Unter den Linden 11)

CfP: LSE Political Theory Graduate Conference

14. Oktober 2014, Jakob Huber

Das Department of Government der LSE lädt zu seiner ersten Political Theory Graduate Conference am 19. und 20. März 2015 ein. Abstracts (bis 500 Wörter) für Beiträge können noch bis 12. Dezember eingereicht werden. Die Keynotes kommen von Simon Caney (Oxford) und David Armitage (Harvard). Als Unterstützung für die Reisekosten werden außerdem fünf “travel bursaries” im Wert von jeweils 100£ vergeben. Alle Informationen zur (disclosure: von mir mitorganisierten) Konferenz sind hier zu finden.

Soziologen und Krisen – Einige Eindrücke vom Soziologenkongress 2014

14. Oktober 2014, Thorsten Thiel

Das Thema „Krisen“ erlebt derzeit ein großes Revival. Keine Panelüberschrift ohne die „Zeiten der Krise“, keine Zeitdiagnose, die nicht mit der vertrackten Häufung von Krisen begänne. Wie seit den 70er Jahren nicht mehr wird Krise zum Leit- und Reflexionsbegriff einer Dekade erhoben. Der diesjährige Soziologiekongress in Trier stand demnach ganz passend unter der Überschrift „Krise der Routinen – Routinen der Krise“. Da es hierbei nicht zuletzt auch um begriffliche Debatten und theoretische Klärungen geht, die auch für Politikwissenschaft und Politische Theorie von großer Relevanz sind, habe ich den disziplinären Sprung gewagt und mich für vier Tage auf dem Kongress umgesehen. Hier einige Eindrücke und Diskussionen.
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Grammatiken der Gerechtigkeit – Bericht von der HSFK-Jahrestagung 2014

13. Oktober 2014, Caroline Fehl

Unter dem Titel „Just Institutions and Institutional Justice in Global Politics“ veranstaltete die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) am 6. und 7. Oktober ihre Jahreskonferenz. Eingeladen waren Vertreter unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen und internationaler Institutionen sowie ein akademisch und politisch breit interessiertes Publikum, um über „Ways of global justice“ zu diskutieren. Dass es bei diesen „Wegen“ sowohl um einen Austausch zwischen unterschiedlichen disziplinären Herangehensweisen an die Thematik als auch um eine Bestandsaufnahme gegenwärtiger globaler Probleme, Gerechtigkeitsvorstellungen und Reformvorschläge ging, verdeutlichte schon der Einführungsvortrag von Christopher Daase (HSFK). Daase unterschied zwischen drei theoretischen Konzepten von Gerechtigkeit – der distributiven, prozeduralen und Anerkennungsgerechtigkeit – die dann jeweils das Zentrum eines Konferenzpanels bildeten, und unterstrich das praktische Interesse der Veranstalter an handlungsleitenden Erkenntnissen über den Zusammenhang zwischen Institutionen, Gerechtigkeit und Frieden: Wann, wie und in welcher konkreten Ausgestaltung können globale politische Institutionen zu einer gerechteren Weltordnung beitragen und damit den Frieden fördern? Wann schaffen sie umgekehrt Ungerechtigkeiten und werden damit zum Gegenstand oder Auslöser (möglicherweise gewaltsamer) Konflikte? Diese Leitfragen wurden in allen Panels aufgenommen, wobei eine optimistische Perspektive auf das gerechtigkeits- und friedensstiftende Potenzial internationaler Institutionen klar dominierte.
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Workshop-Reihe: Critical Normativities/Normative Disorders

13. Oktober 2014, Thorsten Thiel

Federica Gregoratto und Kolja Möller haben für das kommende Wintersemester im Rahmen des Frankfurter Exzellenzclusters “Normative Ordnungen” eine Workshop-Serie zusammengestellt, in dem die Postdocs  des Clusters work in progress vorstellen. Die sehr interessante Agenda sieht unter anderem Diskussionen zu Republikanismus, Neoliberalismus, Emotionen und Geschlechterfragen vor. Je einmal im Monat, immer drei Stunden (mit je zwei Papieren) und in englisch. Das Programm könnt ihr hier als PDF einsehen. Eine Anmeldung ist verpflichtend (Infos in der PDF).

 








Und zum Schluss: Die meistgenutzten Schlagwörter...

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