Die Ambivalenz politischer Stabilität – Tagungsbericht: Politische Stabilität. Ordnungsversprechen, Demokratiegefährdung, Kampfbegriff

In Zeiten der Krise und der gesellschaftlichen Umbrüche wächst das Bedürfnis nach Stabilität. Trotz einer langen Tradition des Nachdenkens über politische Stabilität von Aristoteles bis Rawls ist es schwierig anzugeben, was politische Stabilität ist, was sie ausmacht und wie sie hergestellt werden kann. Woran messen wir politische Stabilität? Wie viel (In)stabilität können Demokratien aushalten? Ist Stabilität überhaupt eine erkenntnisfördernde analytische Kategorie oder lediglich ein politischer Kampfbegriff? (mehr …)

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Beherrschung und Sezession – Andreas Oldenbourgs ZPTh-Artikel in der Diskussion

„Die Gründung der Republik“ lautet der Schwerpunkt des aktuellen Themenhefts (2/2017) der Zeitschrift für Politische Theorie.  In der Verantwortung von Gastherausgeber Andreas Braune behandeln die Beiträge dabei Dilemmata der Entstehung und Erhaltung konstitutioneller Demokratien und ringen um eine „theoriegeleitete Neujustierung des Verhältnisses von Demokratie und Konstitutionalismus“ (Braune, S. 140). Danny Michelsen thematisiert zum Einstieg und bezugnehmend auf Arendt und Jefferson Möglichkeiten der Fortführung des Gründungsmoments in Verfassungsordnungen. Im Anschluss setzen sich Maike Heber mit aktuellen Kritiken und Herausforderungen des italienischen Konstitutionalismus, Dagmar Comtesse mit Lehren aus Rousseaus radikaldemokratischem Volkssouveränitätsverständnis für eine postnationale Republik und Oliver W. Lembcke und Bart van Klink mit dem Böckenförde-Diktum und Voraussetzungen freiheitlicher Ordnungen in Zeiten von Islamismus und Populismus auseinander. Damit umfasst das Themenheft politiktheoretische Analysen und Beiträge zu einigen der dringendsten politischen Fragen der Gegenwart.

Andreas Oldenbourgs Aufsatz zu konstituierender Selbstbestimmung in multinationalen Föderationen gehört ebenfalls in diese Reihe. Wir freuen uns, dass wir ihn im Rahmen unserer bewährten Zusammenarbeit mit der ZPTh kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können. Mit Markus Patberg haben wir zudem den passenden Kommentator gefunden, der im Folgenden den Aufschlag zur Debatte übernimmt. Wir laden zugleich alle herzlich ein, mit in die Diskussion einzusteigen und die Kommentarspalten zu füllen. Andreas Oldenbourg wird auf den Kommentar, wie auch auf die Diskussion in den nächsten Wochen antworten. Los geht‘s mit dem Kommentar von Markus Patberg:

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E.-Richter-Buchforum (4) – Replik: „Demokratischer Symbolismus und demokratische Haltungen“

— Abschließender Teil unseres Buchforums zu Emanuel Richters „Demokratischer Symbolismus“. Teil 1 gestalteten Luzia Sievi und Marcel Vondermaßen, den zweiten Teil 2 lieferte Anna Meine, den dritten Grit Straßenberger. Hier nun die Replik des Autors. Selbstverständlich sind Kommentare dazu und zur gesamten Diskussion weiter willkommen!  

 

Ich danke Anna Meine, Luzia Sievi, Grit Straßenberger und Marcel Vondermaßen sehr für ihre gründliche Auseinandersetzung mit meinem Buch. Dem normativen Demokratietheoretiker kann nichts Besseres passieren als eine solche tiefenscharfe Lektüre. In der sorgfältigen Interpretation meiner Gedanken finde ich mich durchaus verstanden. Die skeptischen Nachfragen und die Kritik, die sie üben, kann ich nachvollziehen, sie machen Klarstellungen erforderlich.

Ich sehe die Notwendigkeit, zu zwei grundlegenden, bei allen Rezensenten wiederkehrenden Einwürfen Stellung zu nehmen: einerseits zu der dort gehegten Skepsis gegenüber der normativen Intention, die ich mit meinem „demokratischen Symbolismus“ verfolge, andererseits zu der Ratlosigkeit darüber, wie man sich denn eine realpolitische Wirksamkeit des demokratischen Symbolismus vorzustellen habe. (mehr …)

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28.5., FES: „Was bleibt von der linken Utopie?“

Am 28.5. lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Diskussion in den Roten Salon der Berliner Volksbühne ein. Unter dem Titel „What’s left? – Was bleibt von der linken Utopie?“ diskutieren Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, und Lisa Herzog (München) über die Philosophie der sozialen Demokratie. Um Anmeldung bis zum 25.5. wird gebeten, alle Details gibt es hier.

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Podiumsdiskussion: „Politisierung der Wissenschaft 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte“

Am 28. Mai findet an der Justus-Liebig-Universität in Gießen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Politisierung der Wissenschaft 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte“ statt. Volker Beck, Regina Kreide und Arnd Pollmann diskutieren dabei über die Rolle von Universität und Wissenschaft als Ort politischen Engagements.

 

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CfP: „The political philosophy of Rosa Luxemburg“

Pünktlich zu ihrem einhundertsten Todestag findet am 10. und 11. Januar an der Humboldt Universität Berlin eine Konferenz zum Thema „The political philosophy of Rosa Luxemburg – A critical assessment“ statt, welche gemeinsam von Christian Neuhäuser (Dortmund), Gabriel Wollner (Berlin), Lea Ypi (London), Nicholas Vrousalis (Leiden) und Robin Celikates (Amsterdam) versanstaltet wird. Abstracts (300-500 Wörter) werden bis 1. Juli an rosa@post.tu-dortmund.de erbeten. Weitere Informationen sind diesem Call for Papers zu entnehmen.

 

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Vortrag: Digitales Whistleblowing als Form des zivilen Ungehorsams (Berlin)

Am kommenden Dienstag, 15. Mai  (18:15-19:45) wird William E. Scheuerman an der FU Berlin (OSI, Ihnestr. 21, Raum A) einen Vortrag mit dem Titel „Digitales Whistleblowing als neue Form des ‘zivilen Ungehorsams’?“ halten. Es kommentiert Christian Volk. Eine Anmeldung wird erbeten, alle weiteren Infos entnehmt bitte der Einladung als PDF

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Call for Participation: „Habe Mut!“

Vom 24. – 29. September findet auf dem Gut Siggen (Schleswig-Holstein) die von der Alfred Toepfer Stiftung geförderte Klausurwoche zum Thema „Habe Mut! Doch zu welchem Verstand?“ statt. Im Mittelpunkt stehen dabei möglichen Formen und die Bedeutung von Orientierungswissen in digitalisierten und globalisierten Gesellschaften. Interessierte aus dem akademischen und außer-akademischen Bereich können sich bis zum 30. Juni für eine Teilnahme bewerben. Nähere Informationen zur Bewerbung sind diesem Call for Participation zu entnehmen.

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Tagung „Kulturen der Kritik“ (Lüneburg)

Vom 21. bis zum 23. Juni 2018 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die vom DFG- Graduiertenkolleg „Kulturen der Kritik“ veranstaltete Tagung „Critical Stances“ statt. In vier Sektionen fragt die Tagung nach der Konstitution des Gegenstandes der Kritik, nach Subjektivierungsformen in und durch Kritik sowie nach den Möglichkeiten und Formen kritischer Haltung in unterschiedlichen Formen der Herrschaft. Um Anmeldung (unter kdk@leuphana.de) wird bis 10. Juni gebeten. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen sind auf diesem Flyer sowie hier zu finden.

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