Wiedergelesen: Kants Orientierungsversuch für ein Globales Zeitalter

14. April 2014, Jakob Huber

Wiedergelesen-Beitrag zu: Immanuel Kant: „Was heißt: Sich im Denken orientieren?“, Werkausgabe, hg. von Wilhelm Weischedel, Band V, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1977, S.276-283.

 

Kants Aufsatz mit dem merkwürdig daherkommenden Titel „Was heißt: Sich im Denken orientieren?“ ist sicherlich eine seiner weniger rezipierten Schriften. Eine Ursache mag darin liegen, dass der im Oktober 1786 in der „Berlinischen Monatsschrift“ erschienene Text eher als zeitgeschichtliche Intervention denn als philosophische Innovation gelesen wird: und zwar als Kants pointierter Beitrag zum „Pantheismusstreit“, einer auf dem Höhepunkt der europäischen Aufklärung verbittert geführten Auseinandersetzung um das Verhältnis von Glaube und Vernunft. Während der Text, der herkömmlichen Lesart folgend, kaum philosophischen Mehrwert hinsichtlich Kants systematischeren Schriften bietet, möchte ich hier einen alternativen (doch wenig beschrittenen) Weg erkunden. Er besteht darin, Kants geographische Metaphorik politisch zu lesen und zu fragen, inwieweit seine Topographie der Vernunft geeignet ist, „global“ zu denken – in einem Zeitalter, in dem sich der Einzugsbereich unserer moralischen Anteilnahme und Verantwortung scheinbar unaufhörlich erweitert.
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Vortrag von Wolfgang Nešković in Berlin: „Probleme der Parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste”

20. April 2014, Jakob Huber

Wolfgang Nešković, Richter am Bundesgerichtshof a.D. und von 2005 bis 2012 Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums, hält am kommenden Dienstag (22.04.) in Berlin einen Vortrag zum Thema „Probleme der Parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste”. Die Veranstaltung, die im Zusammenhang mit dem WZB Rule of Law Center & Humboldt University Kolloquium „Violence, Secrecy, Surveillance: Constitutionalism and the Deep State” stattfindet, beginnt um 16 Uhr c.t. im Raum 101 (Walter Hallstein Bibliothek), Unter den Linden 11.

 

Fallbeil und demokratische Ikonographie: Zur bayerischen Entscheidung, die „Geschwister Scholl-Guillotine“ nicht auszustellen

18. April 2014, Sebastian Huhnholz

Es ist ein Kreuz mit der bayerischen Demokratie. Dieser Tage wurde verlautbart, man wolle die jüngst gefundene, vormals verschollen geglaubte Guillotine, mit der neben unzähligen anderen Opfern Sophie Scholl und Hans Scholl hingerichtet worden waren, nicht in geeigneter Weise öffentlich ausstellen. „Leicht kann es nämlich passieren, dass diese Guillotine zum bevorzugten Reiseziel für Eventtouristen und für Voyeure wird“, wird der bayerische Kultusminister zitiert. Abgesehen von der merkwürdig verklausulierten Begründung und der Frage, inwieweit man dem CSU-Mann hierin folgen sollte, ist der Gegenstand der nicht öffentlich diskutierten Frage des richtigen Umgangs mit einem Fund, der an das Problem von Dostojewkis Großinquisitor oder an die Politische Theologie Ernst Kantorowiczs erinnert, den man jedenfalls lieber nicht gemacht hätte, erkenntnisreich.
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Workshop: After Modernity into Complexity? (Duisburg)

16. April 2014, Thorsten Thiel
Das Centre for Global Cooperation Research in Duisburg veranstaltet am 7. und 8. Mai einen Workshop zu After Modernity into Complextiy? Possibilities for Critique in an Age of Global Cooperation. Es gibt hierfür noch Plätze, eine Anmeldung muss an Fentje Jacobsen (jacobsen@gcr21.uni-due.de) erfolgen. Das Programm zum Workshop (u.a. mit David Chandler und Oliver Marchart) findet ihr unter dem Strich. 
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Kritische Theorie Workshop in Dubrovnik

15. April 2014, Thorsten Thiel

Vom 6. bis 10. Juni 2014 findet am Inter-University Centre Dubrovnik ein Workshop zu  Critical Theory statt. Der von Banu Bargu, Robin Celikates, Jodi Dean, Regina Kreide und David Strecker organisierte Workshop fragt nach den Grundlagen kritischer Theorie, der Idee des Kommunismus, Kritik in Zeiten des Neoliberalismus und Revolution als Theorie und politische Praxis. Für den Kurs bewerben, kann man sich auf der Webseite. Die Kursgebühr beträgt 50 Euro und man kann sich bis zum Tag vor dem Workshop bewerben. Das Programm findet ihr unterm Strich.
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CfA: Seminar und Workshop „Militant Democracy“ in Berlin mit Jan Werner Müller

15. April 2014, Sebastian Huhnholz

An insgesamt sechs Terminen vom 10. Juni bis 1. Juli 2014 veranstaltet Jan Werner Müller an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Seminar mit anschließendem Workshop zum Thema: „Protecting Democracy: Transatlantic Normative and Empirical Perspectives“. Jan Werner Müller lehrt politische Theorie in Princeton und hat zuletzt eine politische Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht.
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Workshop: Transnationalismus und der moderne Staat (Trier)

15. April 2014, Thorsten Thiel

Vom 24. bis 26. April 2014 veranstalten Christian Volk und Friederike Kuntz im Rahmen des Forschungsprojekt „Der Begriff der Souveränität in der Transnationalen Konstellation“ einen internationalen Workshop zum Thema „Transnational Process and the Modern State: Changing Modes of Socio-Political Organization through Transnationalization“ an der Universität Trier. Ziel des Workshops ist es, Disziplinenübergreifend die Spezifik von Transnationalisierungsprozessen und deren Verhältnis zu Komponenten des modernen Staates (begrenztes Territorium, begrenzte Jurisdiktion, begrenzte Gemeinschaft, Souveränität) zu führen. Der Workshop beginnt am Donnerstag, den 24. April, um 18 Uhr mit einem Abendvortrag von Ursula Lehmkuhl zum Thema: „Transnationalism and Transnationalization in Historical Perspective: Concepts, Contexts and Controversies since the late 19th Century“. Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen. Kosten für die Anreise, Übernachtung und Verpflegung können leider nicht übernommen werden. Das vorläufige Programm und alle Infos findet sich hier. Um Anmeldung wird bis zum 18. April 2014 bei Friederike Kuntz (kuntzf@uni-trier.de )  gebeten.

2 CfAs: Lecturer und Doktorand/innen gesucht

13. April 2014, Ulrike Spohn

London calling: An der School of History der Queen Mary University of London ist zum 1. September 2014 eine Stelle als Lecturer in politischer Ideengeschichte mit dem Schwerpunkt auf dem langen 20. Jahrhundert zu besetzen. Bewerbungsschluss für die dauerhafte Vollzeitstelle ist der 16. Mai. Hier geht es zur Ausschreibung.

Kurzentschlossene mit Promotionsabsichten können sich außerdem am Exzellenzcluster “Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne” in Münster bewerben: Der Cluster, der ein interessantes interdisziplinäres Arbeitsumfeld bietet, in dem sich auch philosophische und politiktheoretische Arbeiten ansiedeln lassen, stellt zum 1. Oktober 2014 bis zu fünf Doktorand/innen ein. Dieser Call läuft am Dienstag (15.4.) ab – mehr Infos gibt es nach dem Klick.

CfA: 2 Stellen in Dortmund

12. April 2014, Daniel Jacob

Ab Anfang Juni sind eine ganze und eine halbe Stelle in Dortmund am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft mit Anbindung an die Professur für politische Philosophie zu vergeben. Die Stellen sind zunächst auf ein Jahr befristet, können aber verlängert werden. Bewerber und Bewerberinnen sollten ein Interesse an Wirtschaftsphilosophie oder nichtidealer Gerechtigkeitstheorie mitbringen. Da die Zeit drängt, wird um eine informelle Bewerbungen per E-Mail mit Lebenslauf bis zum 22. April gebeten. Kontakt: christian.neuhäuser@unilu.ch

CfP: MANCEPT-Workshop “Bringing the People back into Republican Democracy”

11. April 2014, Jakob Huber

Die MANCEPT-Workshops in Manchester gehen in eine neue Runde und finden dieses Jahr von 8. bis 10. September statt. Die Organisatoren des Panels ”Bringing the People back into Republican Democracy”, Bruno Leipold und Guy Aitchison, bitten bis 30. Mai um anonymisierte Abstracts von bis zu 500 Wörtern. Alle Informationen gibt es auch hier.
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Und zum Schluss: Die meistgenutzten Schlagwörter...

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