Das Bedürfnis der Sozialkritik: Franck Fischbachs “Manifest für eine Sozialphilosophie”

Cover Fischbach (c) Transcript VerlagAuf Seite der „Beherrschten“ (71) manifestiert sich im neoliberalen Zeitalter mehr und mehr das Bedürfnis einer eingreifenden Sozialkritik – das ist die wunderbar konkrete und parteiische Motivation, die Franck Fischbachs  Manifest für eine Sozialphilosophie (jüngst auf Deutsch erschienen) konsequent antreibt (10, 17). Fischbach versucht hier die Sozialphilosophie als einen selbstbewussten und eigenständigen Diskurs der praktischen Philosophie zu etablieren, der dieses kritische Bedürfnisses reflexiv begleiten soll. Das Provokante dieses Versuches ist nun, dass er systematisch gegen die als hegemonial empfundene „klassische“ bzw. liberale politische Philosophie (bes. Rawls) gerichtet ist: Ihr Fokus auf die normativen Grundlagen einer gerechten politischen Ordnung produziere nämlich einen Begriff des Politischen, der letztlich apolitisch bleibt, weil er nicht das Soziale als einen „gespaltene[n] und grundsätzlich konfliktuelle[n] Raum“ (12) in den Blick bekommt, in dem jeder Impuls der Kritik jedoch operiert. Auf diese „Konfliktualität“ (87) insistiert dagegen Fischbach! Dadurch gibt er der Kritik ihre nötige Arena. Aber unterbestimmt bleibt dabei, wie sie dann in dieser Arena wiederum philosophisch und gesellschaftstheoretisch fundiert bzw. verortet werden soll. (mehr …)

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Husserl-Lecture und Masterclass mit Natalie Depraz

Am 27.10.2106 findet in Wien die diesjährige Husserl-Lecture der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung statt. Preisträgerin in diesem Jahr ist Natalie Depraz und sie wird zu „Phänomenologie und Praxis in politischer und ethischer Hinsicht“ sprechen. Am Tag danach findet dann auch noch mit ihr eine Masterclass statt, für die jedoch eine Anmeldung notwendig ist: husserllecture2016.philosophie@univie.ac.at. Alle Infos hier.

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Workshop: Das Problem mit den Problemen (Dresden)

Probleme_PlakatAm 6. Oktober findet am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden ein interdisziplinärer Workshop zur Kategorie des Problems als Grundbegriff einer kritischen Sozialwissenschaft statt. Der Begriff wird in vier einleitenden Vorträgen von Andreas Antić (Potsdam), Carmen Dege (New Haven), Justus Schollmeyer (Berlin) und Jan-Philipp Kruse (Dresden) aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, die in anschließenden Diskussionen ins Verhältnis gesetzt werden. Die leitende Frage lautet, inwiefern eine interdisziplinäre Kombination produktive Zugänge für die Analyse von Faktoren des sozialen Zusammenhalts und gesellschaftlichen Herausforderungen bietet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zum Inhalt und Ort gibt es hier.

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Tagung: Utopia. Religion – Macht – Gesellschaft

Vom 09.-11. November findet in der Schader-Stiftung in Darmstadt eine Tagung zum  Thema “Utopia. Religion – Macht -Gesellschaft” statt. Die interdisziplinäre Tagung soll sowohl die Wirkgeschichte des Romans von Thomas Morus untersuchen als auch die Frage danach stellen, welche Effekte moderne Utopien für heutige Gesellschaften haben. Das Programm und alle Infos findet ihr hier als PDF.

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“Safe Areas as a Response to Humanitarian Crises?” – Workshop an der FU Berlin

Am 7. und 8. Oktober veranstalte ich gemeinsam mit Stefano Recchia (Cambridge University) einen Workshop, der sich aus normativer Perspektive mit der Idee und Praxis humanitärer Schutzzonen auseinandersetzt. Mehr zum thematischen Zuschnitt sowie das Programm des Workshops findet ihr hier (pdf). Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Räumlichkeiten begrenzt, bei Interesse gebt mir darum bitte per E-Mail an daniel.jacob@fu-berlin.de Bescheid.

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Workshop: “Kantische Ansätze in der Politischen Philosophie” mit Arthur Ripstein

Die Kolleg-Forschergruppe Justitia Amplificata lädt herzlich zu einem halbtätigen Workshop mit Arthur Ripstein ein, der am Donnerstag, den 22.9.2016 stattfinden wird. In Anlehnung an Ripsteins Buch “Force and Freedom” geht es um Kantische Ansätze in der Politischen Philosophie. Vortragen werden Arthur Ripstein, Lea Ypi, Tamara Jugov, Stefan Gosepath und Rainer Forst. Der Workshop findet am Philosophie-Institut (Hermeneutikvilla, Thielallee 43) der FU Berlin statt.  Das Programm findet sich hier. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bei Valérie Bignon an: Bignon@em.uni-frankfurt.de. Dabei bitte unbedingt angeben, ob ihr beim anschließenden Abendessen in Mitte dabei sein wollt!

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CfA: W2-Professur Grundlagen der Sozialwissenschaften (Göttingen)

In Göttingen ist nun auch die W2-Professur Grundlagen der Sozialwissenschaften ausgeschrieben (die W3 Theorie und Ideengeschichte findet ihr hier). Es handelt sich um die Professur, die zuletzt Samuel Salzborn inne hatte, und um die es eine erhitzte Diskussion gab (Links und Infos hier). Die Professur ist nun unbefristet ausgeschrieben. Die Bewerber*innen sollen sich in den Sozialwissenschaften ausgewiesen haben – die Stelle ist nicht mehr fest in der Politikwissenschaft angesiedelt – und nach Möglichkeit einen (wissenschafts-)theoretischen oder methodologischen Schwerpunkt aufweisen. Alle Infos entnehmt bitte der Ausschreibung, die ihr hier findet. Bitte beachten: Die Bewerbungsfrist endet bereits am 15.09.

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