Migration

Service, Veranstaltungen & CfP

CfP: On Displacement

Die Fachzeitschrift Metodo. International Studies in Phenomenology and Philosophy lädt Beiträge für das Sonderheft „On Displacement“ ein, welches von Michaela Bstieler und Marco Cavallaro betreut und herausgegeben wird.

Im Zentrum steht die Frage, wie Erfahrungen von Vertreibung, Entwurzelung und Desorientierung angesichts von Krieg, Flucht, Klimawandel oder sozialer Verdrängung das Verhältnis von Subjekt, Ort und politischer Ordnung verändern. Gefragt wird, wie sich Displacement phänomenologisch beschreiben lässt und welche Konsequenzen dies für Konzepte wie Zugehörigkeit, Staatsbürgerschaft, Demokratie, Grenzen, Macht und Klimagerechtigkeit hat. Der Call dürfte somit auch für Wissenschaftler*innen aus der Politischen Theorie und politischen Phänomenologie interessant sein. …

Jobs & Stipendien

CfA: PostDoc-Stipendium (3 Jahre, Münster) zu Vulnerabilitätsproduktion in der Geflüchtetenpolitik

In der Münsteraner Philosophie ist ab Anfang Oktober oder November 2026 ein 3-jähriges Postdoktorand:innen-Stipendium zu vergeben. Verortet ist es im Rahmen des von der Gerda Henkel Stiftung bewilligten interdisziplinären Forschungsprojekts „Vulnerabilität und Kritik. Widersprüche demokratischer Praxis“, das an drei Standorten – München, Münster und Frankfurt – angesiedelt ist und eine immanente Kritik des demokratischen Umgangs mit Geflüchteten anstrebt. Das Teilprojekt in Münster widmet sich „Vulnerabilitätsproduktion in der Geflüchtetenpolitik westlicher Demokratien“. Vorausgesetzt ist eine abgeschlossene Promotion im Fach Philosophie oder einer benachbarten Disziplin, gewünscht werden Kenntnisse z.B. der Migrationsethik, kritischer Theorie, der Demokratietheorie, konzeptioneller Debatten über Vulnerabilität und/oder … Bewerbungsschluss ist der 21. Juni 2026. Die kompletten Informationen zu Projekt und Bewerbungsverfahren finden sich auch noch einmal nach dem Klick. …

Veranstaltungen & CfP

CfP: Diaspora und Exil aus postmigrantischer Perspektive

Philosophische, sozialkritische und (queer)feministische Analysen postmigrantischer Perspektiven auf Diaspora und Exil stehen im Fokus eines Workshops, der am 12. und 13. November 2026 auf dem Campus der FernUni Hagen in Berlin stattfindet. Im Mittelpunkt der von Olga Shparaga und Thomas Bedorf organisierten Veranstaltung stehen Fragen nach postmigrantischen sozialen Beziehungen, diasporischen Netzwerken, Zugehörigkeit, Care-Arbeit, politischer Organisierung sowie Solidarität und Widerstand in gegenwärtigen Exil- und Diasporakontexten. Abstracts (max. 500 Wörter) für 25-minütige Beiträge können bis zum 20. Juni eingereicht werden. Die Kontaktadresse sowie auch alle weiteren Infos, finden sich im vollständigen Call, der online zur Verfügung steht.
Veranstaltungen & CfP

Konferenz: „Humanrightization in Migration Societies“ (7.-8. Mai 2026, Gießen)

Im Mai 2026 findet die interdisziplinäre Konferenz „Humanrightization in Migration Societies: Conditions, Forms, Consequences“ der DFG-Forschungsgruppe „Menschenrechte in der Migrationsgesellschaft“ (MeDiMi) an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt, auf der auch unterschiedliche politik-, rechts-, sozial- und gesellschaftstheoretische Perspektiven vertreten sind. Die Anmeldung kann ab sofort über die Konferenzwebsite erfolgen, wo sich auch das Programm findet. 

Veranstaltungen & CfP

CfP Panel „Aktuelle philosophische Perspektiven auf Migration“ Tagung für Praktische Philosophie Passau

Das im Aufbau befindliche Forschungsnetzwerk Philosophie und Migration (bestehend aus Coretta Ehrenfeld, Moritz Riemann, Sylvia Agbih, Amed Gharib und Victor Kempf) richtet im Rahmen der diesjährigen Tagung für Praktische Philosophie ein Panel zu aktuellen philosophischen Perspektiven auf Migration aus. Auch Beiträge aus der Politischen Theorie und Ideengeschichte sind willkommen. Die genaue Panel-Beschreibung findet sich hier.

Die Tagung für Praktische Philosophie findet am 24. und 25.9.26 an der Universität Passau statt; Beitragsvorschläge werden bis 01.04. über mail@philomigra.de erbeten, eine Entscheidung erfolgt spätestens Ende Mai.

Jobs & Stipendien

CfA: Open Topic Professur für Politikwissenschaft (Erlangen)

Am Institut für Politische Wissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine W2-Professur für Politikwissenschaft ausgeschrieben, die auch für theorieaffine Kandidat:innen interessant sein könnte. Es handelt sich um eine Open-Topic-Professur mit Tenure Track auf W3. Die Professur ist über die Leitung einer Forschungsgruppe (ausgestattet mit zwei Promotionsstellen) ans Exzellenzcluster „Transforming Human Rights“ der FAU angebunden, das sich mit der Transformation von menschenrechtlichen Normen, Institutionen und Praktiken vor dem Hintergrund von Autokratisierung, planetarer Umweltkrisen, internationaler Migration, Fragmentierung der wirtschaftlichen Globalisierung und Digitalisierung befasst; wobei der Fokus der Forschungsgruppe  von der Stelleninhaber:in frei gewählt werden kann. Bewerbungen sind bis zum 01.02.2026 möglich. Zur vollständigen Ausschreibung gehts hier.

Veranstaltungen & CfP

CfP: Polarized Democracies – New Lines of Division in Europe (11./12. Juni 2026, Dresden)

Theoretische Beiträge sind explizit erwünscht beim interdisziplinären wie internationalen Workshop „Polarized Democracies: New Lines of Division in Europe“, den das Mercator Forum Migration und Demokratie am 11. und 12. Juni 2026 in Dresden organisiert. Gegenstand und Ziel der Debatte ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Diagnose der politischen Polarisierung. Die vier Fokuspunkte des Workshops lauten entsprechend:

  • Affective Polarization, Identity, and Democratic Cohesion
  • Media, Misinformation, and Conspiracy Thinking
  • Radical Right Mobilization, Migration, and Party Competition
  • De-polarization and Democratic Resilience

Interessierte ‚Early Career Researchers‘ mögen Abstracts von bis zu 300 Worten Länge sowie eine Kurzbiografie bis zum 20. Januar 2026 per Mail an die Organisator*innen senden. Olivero Angeli beantwortet in der Zwischenzeit alle aufkommenden Fragen. Mehr Infos zum Inhalt und alle Infos zur Organisation finden sich zugleich im hier verlinkten Dokument.

 

 

Service, Veranstaltungen & CfP

Internationales Symposium: „Fanon heute– Kämpfe der Gegenwart und theoretische Perspektiven“

Zum diesjährigen 100. Geburtstag von Frantz Fanon wird vom 22. bis 23. Juli 2025 in Berlin ein Internationales Symposium zu seinem Denken stattfinden, organisiert von Robin Celikates (FU Berlin), Vanessa E. Thompson (Queen’s University Kingston) und Raul Zelik (Tageszeitung nd), mit dem Titel „Fanon Today. Contemporary Struggles and Theoretical Perspectives“. Es gilt dabei die Aktualität von Fanon zu beleuchten und seine Relevanz, auch für die Arbeit der Politischen Theorie, einzufangen. Thematisch wird es u.a. Beiträge zu Fragen des Post/De/Neo/Anti-Kolonialismus, Marxismus, Gewalt, Migration und (Anti-)Faschismus geben.

Die Veranstaltung findet auf englisch statt und wird ins Deutsche gedolmetscht. Weitere Informationen sind hier und hier zu finden.

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Öffentlicher Vortrag: „Migration, Epistemic Injustice and Differentiated Rights: It’s not You, It’s Your Passport!“ (Berlin)

Im Rahmen der vom Fachbereich Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin veranstalteten „Politics Lecture Series“ hält Esma Baycan-Herzog (Genf) am 21. Januar 2025 von 12.00-13.00 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Migration, Epistemic Injustice and Differentiated Rights: It’s not You, It’s Your Passport!”. Der Vortrag befasst sich mit der Debatte um Rechtsdifferenzierung hinsichtlich des rechtlichen Status von Migrant*innen. Dabei werden zwei normative Modelle der Rechtsdifferenzierung vorgestellt und untersucht. Abschließend soll ein neuer Begriff der Rechtsdifferenzierung ausgearbeitet werden, der die Debatte epistemisch und normativ voranbringen soll.

Der Vortrag findet in Raum 002, Universitätsstr. 3b, statt. Alle sind willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen findet ihr auf der Veranstaltungsseite.

Veranstaltungen & CfP

Öffentlicher Vortrag: „Zwischen Marginalisierung & Selbstbestimmung: Zur Identitätsbildung von trans*Migrant*innen“ (Koblenz)

Welche Macht- und Herrschaftsstrukturen beeinflussen die Identitätsbildung von trans*Migrant*innen und wie wirken sich diese aus? Mit dieser Frage wird sich Dr. Nele Weiher in ihrem Vortrag „Zwischen Marginalisierung & Selbstbestimmung: Zur Identitätsbildung von trans*Migrant*innen“ beschäftigen, zu dem der Lehrbereich Politische Wissenschaft der Universität Koblenz herzlich einlädt. Im Rahmen Ihres Vortrags wird Dr. Nele Weiher ihr Phasenmodell der Identitätsbildung präsentieren, basierend auf Interviews mit sechs trans*Personen aus verschiedenen Ländern. Das Modell verdeutlicht, welche strukturellen Herausforderungen und Möglichkeiten trans*Migrant*innen in den verschiedenen Phasen ihrer Identitätsbildung begegnen – von der Migration bis zum Ankommen. Soziale, politische und kulturelle Strukturen prägen die Spannung zwischen Marginalisierung und Selbstbestimmung.

Der Vortrag findet am 26.11.2024 um 18.15 Uhr in Raum E312 der Universität Koblenz statt. Zum Plakat der Veranstaltung geht es hier.

Tagungsberichte

Kongresssplitter: Die Kraft des Anderen: Zum demokratischen Potential (post)migrantischer Gegenpraxis

Kongresssplitter zu Panel Di D14 – Gegenuntersuchungen der „Migrationskrise“: Politiktheoretische Perspektiven auf migrantische Kämpfe und postmigrantische Allianzen  

Das von Jeanette Ehrmann und Laura Gorriahn organisierte Panel intervenierte in die gegenwärtige Migrationsdebatte und wies dabei die vielfach vorgenommene Rahmung der Krise der Demokratie als Krise der Migration zurück. Anstelle einer politiktheoretischen Analyse staatlicher Migrationsregime fokussierten die Beiträge auf migrantische und diasporische Gegenperspektiven, um das demokratische Potential von globaler Kohabitation und postnationaler Partizipation auszuloten und alternative Formen der Vergemeinschaftung zu theoretisieren. Ich möchte diesem Einsatzpunkt des „Gegen“, der im Rahmen des Panels unthematisch geblieben ist, in der Folge nachgehen und die einzelnen Beiträge auf ihr begriffstheoretisches Verständnis befragen, um das Leistungsvermögen einer solchen Gegenuntersuchung für eine politische Theorie der Migration abzustecken. Die Beiträge lassen sich, um eine Unterscheidung von Charles Mills zu variieren, auf drei Ebenen verorten: Helge Schwiertz diskutiert die Frage nach dem „Gegen“ auf der Ebene des Lokalen (Mesoebene), Veronika Zablotsky auf der Ebene der Institutionen (Makroebene) und Laura Gorriahn und Christian Volk auf der Ebene des Körpers (Mikroebene).   

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