Kritische Theorie

Service

Book Launch: „Überschreitungen der Subjektlogik“ (Bremen), 24.06.26

Am 24. Juni 2026 findet in an der Universität Bremen ein Booklaunch von Nicola Mühlhäußers „Überschreitungen der Subjektlogik“ statt. Mit unter anderem Gilles Deleuze und Félix Guattari arbeitet sie über eine Kritik des Subjekts hinaus an einer Überwindung des Subjektdenkens. Daniel Loick wird den Abend einleiten und darauf wird es ein Gespräch zwischen der Autorin und Dagmar Comtesse geben. Moderiert wird das Gespräch von Martin Nonhoff. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr und findet im Gebäude GW2, Raum B 2.890 der Universität Bremen statt. Eine Online-Teilnahme ist ebenso möglich. Weitere Informationen und einen Teilnahmelink zur Onlinteilnahme finden sich auf der Veranstaltungsseite.

Service, Veranstaltungen & CfP

Workshop: Aufweisendes Denken – Aufweisendes Handeln. Philosophische Perspektiven auf politische Narration und demokratische Präfiguration, 21.–22.01.2027, Berlin.

Vom 21.–22.01.27 veranstalten Stefan Herrmann und Sergej Seitz den Workshop „Aufweisendes Denken – Aufweisendes Handeln“ in Berlin. Dort sollen narrative und rhetorische Formen politischen Handelns, eben als „aufweisendes“ gegenüber diskursiv begründendem Handeln, in den Mittelpunkt gerückt werden. Als weiteren Schlüsselbegriff aufweisenden Handelns begreifen sie ‚Präfiguration‘ im Sinne einer narrativ-kreativen Formulierung von politischen Zukunftsvorstellungen. Theoretische Referenzrahmen für eine solche Perspektive könnten eine politische Phänomenologie, die Kritische Theorie, postfundamentalistische Ansätze sowie analytische Epistemologien bilden.

Abstracts von ca. 300 Wörtern können bis zum 31.07.26 bei Stefan Herrmann (stefan.herrman(at)fernuni-hagen.de) und Sergej Seitz (sergej.seitz(at)univie.ac.at) eingereicht werden. Die Beiträge sollen überdies in einem Special Issue einer einschlägigen Zeitschrift veröffentlicht werden. Einen detaillierten Call und weitere Informationen gibt es hier.

Veranstaltungen & CfP

Walter-Benjamin-Lectures 2026 mit Dipesh Chakrabarty

„A Second Decline of the West?“ bzw. „Geht der Westen wieder unter?“ ist Titel und Fragestellung der diesjährigen Walter-Benjamin-Lectures, die vom 23. bis zum 25. Juni jeweils von 18-20 Uhr im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stattfinden. Die Lectures werden auch in diesem Jahr vom Centre for Social Critique der HU Berlin organisiert und eröffnen wie gewohnt Raum für kritische Gegenwartsanalysen. In diesem Jahr ist Dipesh Chakrabarty zu Gast, der vor einem Vierteljahrhundert seinen Essay „Provincializing Europe“ veröffentlichte und seitdem auch in weiteren Veröffentlichungen die Geschichte menschlicher Gesellschaften und die Geschichte unseres Planeten aus dekolonialer Perspektive in den Blick nimmt und dabei die Frage stellt, wie eine kritische Geschichtsschreibung auf die Herausforderungen des Klimawandels bzw. des Anthropozäns reagieren kann.

Auf der Tagesordnung für die Walter-Benjamin-Lectures stehen konkret:

  • 23. Juni: The Between and Betwixt Nature of Our Times
  • 24. Juni: Globalization and the Politics of Provincializing Europe
  • 25. Juni: Indigeneity as Planetarity: Provincializing America?

Die Vorträge finden auf Englisch mit Simultanübersetzung auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Informationen sind online unter diesem Link zu finden.

Veranstaltungen & CfP

Konferenz „Crisis and Transformation“ des Centre for Social Critique der HU Berlin (4.-5. Juni 2026)

Vom 4. bis 5. Juni 2026 veranstaltet das Centre for Social Critique der HU Berlin die internationale Konferenz „Crisis and Transformation“ mit Teilnahme u.a. von Debaditya Bhattacharya, Manuela Bojadžijev, Jay Bernstein, Mario Candeias, Robin Celikates, Dipesh Chakrabarty, Maeve Cooke, Rodrigo Cordero, Silke van Dyk, Alex Demirović, Veronica Gago, Rahel Jaeggi, Jan-Philipp Kruse, Stephan Lessenich, Frank Nullmeier, Isette Schuhmacher, Philipp Staab, Joseph Tainter, Adam Tooze, Isabella Weber, Markus Wissen und Joseph Vogl.

Jobs & Stipendien

CfA: Horkheimer Fellowship am Frankfurter IfS

Das Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main schreibt das Horkheimer Fellowship 2026 zum Thema „Faschisierung und Antifaschismus“ aus. Das dreimonatige Fellowship richtet sich an Postdocs aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die ein Forschungsprojekt zu zeitgenössischen Formen der Faschisierung und antifaschistischen Gegenpraktiken verfolgen – theoretische wie empirische Ansätze sind willkommen. Die Förderung umfasst 4.000€ pro Monat, Arbeitsplatz sowie die Einbindung in den laufenden Institutsbetrieb. Bewerbungen (auf Englisch) sind bis zum 20. April 2026 möglich. Zur vollständigen Ausschreibung mit allen Informationen geht’s hier.

Veranstaltungen & CfP

Workshop „Materialist Feminist Analyses of Fascist Capitalism“ (Frankfurt)

Das Frankfurter Institut für Sozialforschung und das Forum kritischer Wissenschaften laden am 14. Februar 2026 zu einem gemeinsamen Workshop mit dem Titel „Materialist Feminist Analyses of Fascist Capitalism“ ein. Das Programm der hochkarätig besetzten Veranstaltung findet ihr hier. Um Anmeldung bis zum 06. Februar (anmeldung@ifs-frankfurt.de) wird gebeten.

 

Debatte, Tagungsberichte

Tagungsbericht: Von widerständigen Verweigerungen und vom (Über-)Leben in feindlichen Umgebungen. Politische Theorie zwischen (Un)Sichtbarkeiten

Wie feindlich ist die Umgebung, in der wir leben und uns bewegen? Denken wir beispielweise an trans- oder queerfeindliche Übergriffe oder Femizide, deren Ereignung durch bestimmte Atmosphären mit erzeugt wird, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse oder an Wohnungslose in Großstädten. Feindlich bedeutet hier in einem symbolischen, aber auch materialistischen Sinne, dass diese Umgebungen bestimmte Lebens- und Subjektivierungsweisen verunmöglichen und Ausschlüsse produzieren, die verschleiert oder unsichtbar gemacht werden. Wie schafft man in diesen unlebbaren Umgebungen lebbare Räume durch (vermeintlich) kleine, alltägliche Überschreitungen, Infragestellungen oder Verweigerungen? Und wie entfalten solche widerständigen Praktiken wiederum Transformationspotenziale, die auch auf diese unlebbaren Umgebungen wirken?

Diesen Fragen wendete sich die am 13. und 14. November veranstaltete internationale Konferenz „Resistance, Refusal, Survival. Contesting Hostile Environments“, organisiert von Christine AbbtMichaela Bstieler und Leire Urricelqui zu. Die Beiträge reichten von kritischen Theorien (mit kleinem und großem k), materialistischen, feministischen, post- und dekolonialen Ansätzen und Black Theories bis hin zu phänomenologischen Perspektiven. …

Service, Veranstaltungen & CfP

Veranstaltungshinweis: The Land Question Conference (Berlin)

Am Centre for Social Critique der Humboldt-Universität zu Berlin ist am 30. und 31. Oktober eine Konferenz zur Bodenfrage geplant. Es kommen mehr als 30 Wissenschaftler:innen zusammen, um aktuelle Landfragen aus theoretischer, empirischer und praktischer Perspektive kritisch zu analysieren. Zu den Themenbereichen gehören: Landkonflikte im grünen Kapitalismus; Arbeit, Klasse und globale Landwirtschaft, Entkommodifizierung, Enteignung, Sozialisierung, deutsche Landpolitik, Erkenntnistheorie des Landes, Dekolonisierung des Landes usw. Die Keynotes werden von Omar Dahbour und Isabel Feichtner gehalten.

Die öffentlich zugängliche Konferenz findet jeweils ganztägig im Auditorium des Grimm-Zentrums der Humboldt-Universität zu Berlin (Geschwister-Scholl-Str. 1-3) statt und wird von Rabea Berfelde und Jacob Blumenfeld im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts „Sozialisierung in Theorie und Praxis: Demokratisierung des Zugangs zu Land und Energie” organisiert, das am Zentrum für Sozialkritik der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist. Mehr Infos zum Programm gibt es hier.

Service

Adorno Vorlesungen: „In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldwesens“ (Frankfurt am Main)

Auch in diesem Jahr finden die Adorno-Vorlesungen erneut statt. Vom 22. bis 24. Oktober 2025 widmet sich Katharina Pistor in ihren drei Vorträge der gegenwärtigen Geldordnung aus einer institutionenökonomischen und gesellschaftspolitischen Perspektive. Sie untersucht Geld als relationales Gut, das nur durch Partizipation vieler Akteure entstehen und wirken kann, und beleuchtet die hierarchische Struktur des Geldwesens aus dieser neuen Perspektive. Kryptowährungen können diese Ordnung aufbrechen, doch haben sich die meisten dezentral geschaffenen Währungen in die bestehende Hierarchie eingefügt. Dass eine andere Ordnung möglich ist und alternative Modelle sowohl institutionell als auch technologisch realisierbar sind, ist die Kernthese ihrer Vorlesungen.

Mehr Informationen zu den einzelnen Terminen folgen sehr bald. Einen ersten Überblick über die Vorlesungen gibt es hier.

Veranstaltungen & CfP

Podiumsdiskussion zu „Racial Capitalism“ (2. Juli 2025, Berlin)

Im Rahmen der diesjährigen International Summer School in Critical Theory wird auch öffentlich diskutiert: Das diesjährige Thema der Veranstaltung – Racial Capitalism – ist Gegenstand des Roundtables, den Manuela Bojadžijev (HU), Robert Gooding-Williams (Yale), Tommie Shelby (Harvard) und Inés Valdez (John Hopkins) am 2. Juli 2025, ab 18 Uhr in Studio 1 der Uferstudies, Badstr. 41a bestreiten. Dabei geht es darum, Verbindungen von Kapitalismus und Rassismus zu beleuchten und den Begriff des Racial Capitalism auf seinen systematischen Gehalt zu prüfen. Robin Celikates moderiert. Alle Informationen zu Veranstaltung und auch erste Einblicke in Thema und Diskutierende lassen sich unter diesem Link finden.

Jobs & Stipendien

CfA: Gastprofessur für Kritische Gesellschaftstheorie (Gießen)

Inzwischen zur Tradition geworden ist die Gastprofessur für Kritische Gesellschaftstheorie am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Universität Gießen. Für das Wintersemester ist sie erneut – in Teilzeit (75%) – zu besetzen. Die interdisziplinäre und von einem studentischen Arbeitskreis organisierte Gastprofessur ist dem Selbstverständnis der älteren Kritischen Theorie, Ideologie- und Gesellschaftskritik verpflichtet und soll zugleich dazu dienen, zeitgenössische Fragen und Probleme kritisch zu reflektieren. Ein Fokus liegt bei Bewerbungen zudem auf der Lehre und auch „Nachwuchswissenschaftler*innen“ sind zur Bewerbung aufgefordert. Alle weiteren Infos finden sich hier oder nach dem Klick. …

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