Veranstaltung, Berlin (04. Dezember 2025): „Wer trägt die Freiheit? Eine neue Verbindung von Liberalismus und Republikanismus“

Im Rahmen der zweiten Veranstaltung der Reihe „‚Der Sinn von Politik ist Freiheit‘ (Hannah Arendt). Anforderungen an einen zeitgemäßen Liberalismus“ widmet sich die Berliner Landesvertretung Baden-Württemberg der Frage, wie Freiheit und Gemeinsinn im gesellschaftlichen Alltag neu zusammenfinden können. (mehr …)

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Ist Hannah Arendt eine überzeugte Demokratin? Eine Replik auf Tobias Albrecht

Ich danke der Theorieblog-Redaktion für die Auswahl meines Beitrages und ganz besonders Tobias Albrecht für seine anregend-wohlwollende Auseinandersetzung mit meinem kleinen Text über Motive der Demokratiekritik bei Nietzsche und Arendt. Bevor ich mich mit Albrechts klugen Einwänden beschäftige, möchte ich mit einer kurzen Vorbemerkung über die Arendt-Rezeption in Deutschland starten. Sie soll zeigen, dass hierzulande eine „Verklärung und Glorifizierung“ (S. 467) Arendts erfolgt, die den Blick auf ihr tatsächliches politisches Denken immer mehr verstellt.  (mehr …)

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Ethosbildung in einem allgemeinen Abhängigkeitszusammenhang. Eine Replik auf Theresa Gerlach 

Theresa Gerlachs Kommentar zu meinem Aufsatz „Wirtschaftsdemokratie als Einübungspraxis“ gibt mir die Gelegenheit, einige Argumente zu ergänzen und zu präzisieren. Dabei zeige ich, weshalb nicht nur ein demokratisches Ethos, sondern auch ein Gerechtigkeitsethos eine Einübung in demokratischen Praktiken erfordert – eine durchaus überraschende These, die bei Gerlach zu Recht Rückfragen hervorruft. Zudem mache ich geltend, dass die Grundkonstellation des Marktes, also das Verfolgen eigener Interessen inmitten eines allgemeinen Abhängigkeitszusammenhangs, der Ethosbildung nicht entgegensteht. Im Gegenteil: Genau deshalb ist eine anspruchsvolle Ethosbildung so dringlich.  (mehr …)

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CfP „The Politics of Limits“ am Centre for Global Cooperation Research (UDE)

Am 8. und 9. Dezember 2025 richtet das Centre for Global Cooperation Research der Universität Duisburg-Essen die interdisziplinäre Konferenz “The Politics of Limits: Sustainability and Democracy in Times of Changing Climates” aus. Ausgehend von einem republikanischen Freiheitsbegriff stehen Fragen nach inhärenten Spannungsverhältnissen zwischen Freiheit, notwendigen Einschränkungen, demokratischen Gerechtigkeitsansprüchen und ökonomischen Wachstum im Fokus der Diskussionen. Die Organisator:innen freuen sich über Abstracts (max. 200 Wörter) zu möglichen Vorträgen bis zum 31.7. Nähere Informationen finden sich im Call for Papers.

 

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Marx im umkämpften Erbe des Republikanismus: Ein Interview mit Bruno Leipold

Mit Citizen Marx: Republicanism and the Formation of Karl Marx’s Social and Political Thought (Princeton University Press) legte der Politische Theoretiker Bruno Leipold kürzlich eine Monographie über Karl Marx und sein komplexes Verhältnis zur Tradition des Republikanismus vor. Jochen Schmon hat darüber mit dem Autor gesprochen, das Interview erschien zuerst auf dem Blog des Journal of the History of Ideas im November 2024. Wir veröffentlichen es hier in gekürzter Form in deutscher Übersetzung.

 

Jochen Schmon (JS): Der Großteil der Marx-Forschung stützt sich bis heute auf die Annahme eines „epistemologischen Bruchs“, der Marx‘ Schriften in eine „junge“ humanistisch-philosophisch geprägte Frühphase und eine „reife“ historisch-materialistische Wissenschaft der politischen Ökonomie unterteilt. Ihr neues Buch charakterisiert stattdessen die intellektuelle Entwicklung von Marx anhand bestimmter politischer Brüche, die allen voran durch seine sich stetig verändernde Haltung zum Republikanismus zu erklären sei. Ihr Anliegen scheint es zu sein, theoretische Veränderungen in Marx‘ Werk weniger durch seine persönliche Forschung und wissenschaftliche Lektüre zu verstehen als anhand politischer Ereignisse – eine, wie ich finde, geradezu mustergültige historisch-materialistische Ideengeschichte. Wie Sie mit Rückgriff auf Autoren der Cambridge School wie J.G.A Pocock oder Quentin Skinner betonen, stieg der Republikanismus im Laufe des 19. Jahrhunderts in Europa, Nord- und Lateinamerika zum vorherrschenden Gedankengut der Massenpolitik auf. Was sind für Sie die zentralen theoretischen Besonderheiten des republikanischen politischen Denkens?

Bruno Leipold (BL): Was mir in diesem Buch sehr wichtig war, (mehr …)

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Auftakt zum Kant-Schwerpunkt: Kants nichtidealer Republikanismus   

Immanuel Kant wäre im April dieses Jahres 300 Jahre alt geworden. Der Theorieblog begeht das Kant-Jahr 2024 mit einem Schwerpunkt, der Kant als genuin politischen Philosophen gewidmet sein soll. Der Schwerpunkt erscheint in Kooperation mit Praefakisch und besteht aus insgesamt vier Texten. Den Auftakt macht heute Tamara Jugov, die Kant als Vertreter eines nichtidealen Republikanismus vorstellt. Später am Tag folgt Andrea Esser, die Kants Fortschrittsbegriff diskutiert. Am 26. September wird dann Martin Welsch dafür plädieren, Kant als Kritiker der repräsentativen Demokratie zu verstehen und Martin Brecher nach der Aktualität von Kants Plädoyer für Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit vor dem Hintergrund aktueller Debatten fragen. Alle Texte erscheinen zeitgleich auf dem Theorieblog und auf Praefaktisch. Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!

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CfA Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in an der TU Darmstadt (50%, ab 15. Oktober)

Am Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte (Prof. Dirk Jörke) der TU Darmstadt ist ab dem 15. Oktober 2023 eine Stelle als Wissenschaftiche:r Mitarbeiter:in zu besetzen. Die Stelle ist auf drei Jahre befristet.

Voraussetzung für die Einstellung ist ein guter oder sehr guter wissenschaftlicher Masterabschluss in Politikwissenschaft oder vergleichbare Studiengänge. Die Studienschwerpunkte sowie das Thema der Masterarbeit sollen im Bereich der politischen Theorie und Ideengeschichte liegen und die bisherigen und zukünftigen Forschungen und Publikationen sich in das Profil des Fachgebiets einfügen. Bewerbungsschluss ist der 27. September 2023. Die Bewerbungsunterlagen elektronisch in einem PDF-Dokument unter Angabe der Kenn-Nr. 563 an: joerke@pg.tudarmstadt.de

Die Ausschreibung kann hier eingesehen werden.

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CfA: Post-Doc Stelle (2 Jahre) an der Universität Utrecht

Am Institut für Philosophie und Religionswissenschaften der Universität Utrecht ist zum 1. September 2023 eine Post-Doc Stelle (2 Jahre) zum Thema ‚Resisting Gender-based Domination‘ ausgeschrieben. Sie ist Teil des NWO-finanzierten Projektes ‚Theorizing Freedom from Below‘ unter der Leitung von Dorothea Gädeke und richtet sich insbesondere an Bewerber*innen mit einem besonderen Interesse an Feminismus (inklusive feministischer Epistemologie), Sklaverei und Widerstand und Republikanismus. Bewerbungen in englischer Sprache werden bis zum 15. Mai 2023 angenommen; am 16. Juni 2023 finden Vorstellungsgespräche statt. Nähere Informationen zur Stelle und zum Bewerbungsverfahren finden sich hier.

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CfP: International Conference on Structural Domination (TU Dresden)

Vom 18. bis zum 19. September 2023 findet an der TU Dresden eine internationale Konferenz zum Thema „Structural Domination“ statt. Zu den bestätigten Vortragenden gehören Rainer Forst, Dorothea Gädeke, Philip Pettit and Lea Ypi. Abstracts zu unter anderem folgenden Themen sind erbeten:

  • How is the relationship between the domination-paradigm and other paradigms addressing structural wrongs such as oppression, structural injustice or ideology critique to be conceptualized?
  • How is structural domination manifest in relations of racism, sexism, capitalism, the workplace, labour & class, global justice & migration, automated influence & algorithmic rule (or others)?
  • Can impersonal rules and social practices dominate? Are they the types of entities that possess agency, a will or power? Or are instances of seemingly structural domination reducible to agential domination after all?
  • And if structures do play an important role in creating or maintaining domination, what precisely is the contribution of individuals? Who should be held responsible for structural domination?

Einreichungen sind noch bis zum 1. Mai 2023 möglich. Weitere Informationen hier.

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CfA: Promotionsstelle in Utrecht (100%)

Am Institut für Philosophie und Religionswissenschaften der Universität Utrecht ist zum 1. März 2023 eine Promotionsstelle (100%, 4 Jahre) zum Thema ‚Resisting Class-based Domination‘ ausgeschrieben, die auch für Politische Theoretiker:innen interessant sein dürfte: Sie ist Teil des NWO-finanzierten Projektes ‚Theorizing Freedom from Below‘ unter der Leitung von Dorothea Gädeke und richtet sich insbesondere an Bewerber:innen mit einem besonderen Interesse an Sklaverei und Widerstand, Republikanismus und der Arbeiterbewegung. Bewerbungen in englischer Sprache werden bis zum 2. Januar 2023 angenommen. Mehr Infos zur Stelle und zum Bewerbungsverfahren findet ihr hier.

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