Tagung „Zur Aufklärung der Demokratietheorie heute: Anschlüsse an Ingeborg Maus“

Am 20. und 21. November 2025 findet an der Universität Marburg in Kooperation mit der Universität Kassel die Tagung „Zur Aufklärung der Demokratietheorie heute: Anschlüsse an Ingeborg Maus“ statt, die das gesamte Werk von Maus zum Thema hat sowie konzeptionelle und zeitdiagnostische Anknüpfungspunkte sucht. Veranstaltet wird die Tagung von von Sonja Buckel und Oliver Eberl. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Näheres und ein detailliertes Programm gibt es hier.

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Recht und Moral bei Ingeborg Maus

Ingeborg Maus ist am 14. Dezember 2024 im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Theorieblog widmet Ingeborg Maus einen Schwerpunkt, der in Form von drei Beiträgen in dieser und den kommenden zwei Wochen unterschiedliche Aspekte ihres politischen Denkens beleuchtet. Den Auftakt gab vergangene Woche Sonja Buckel mit Perspektiven auf Maus‘ demokratietheoretische Überlegungen zum Zusammenhang von Demokratie und Rechtsstaat. Wir führen den Schwerpunkt fort mit einem Beitrag von Øystein Lundestad zum Verhältnis von Moral und Recht sowie Maus‘ Auseinandersetzung mit Kant.

Ingeborg Maus’ Artikel „Die Trennung von Recht und Moral als Begrenzung des Rechts“ wurde erstmals 1989 in der Zeitschrift Rechtstheorie veröffentlicht. Er wurde später auch in den Anhang ihres bedeutendsten Werks Zur Aufklärung der Demokratietheorie (1992) aufgenommen. Dieser Titel kann zugleich auch als Einstieg in ihr gesamtes Werk dienen: Ein Schwerpunkt für Maus war der für einige kontraintuitive Satz, dass die Legitimation und Struktur des modernen, demokratischen Rechtsstaats eine Trennung zwischen Recht und Moral voraussetzt.

Maus lehnt alle Versuche ab, das Recht an die Moral zu binden. Im Artikel nennt sie die Theorie Ronald Dworkins und die Praxis des Bundesverfassungsgerichts als Beispiele dafür. Maus zufolge stehen aber solche Versuche in Gefahr, die formellen Strukturen des Rechts zu wandeln: Statt eine Art Garantie gegen positiv-rechtliches Unrecht zu bieten, wird das Recht dem willkürlichen Handeln des Staatsapparats und dessen moralischer Selbstbegrenzung überantwortet. Dem Gewaltenteilungsprinzip ähnlich sorgt die Trennung zwischen Recht und Moral eher für eine normativ notwendige Begrenzung des Rechtsbereichs. Wo andere ein normatives Problem in den amoralischen Zügen des Rechts gesehen haben, sah Maus darin seine normative Autonomie, und warnte vor allen Versuchen, moralische Kategorien ins Recht einzuführen.

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CfA: Doktorandenkonferenz „(Re)searching Power: Emerging Approaches Across Disciplines“ (Wien)

Vom 17. bis 19. April findet an der Central European University in Wien eine Doktorandenkonferenz mit dem Titel „(Re)searching Power: Emerging Approaches Across Disciplines“ statt. Konferenzsprache ist Englisch.

Gegenstand der Konferenz ist Macht in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen in sozialen und politischen Beziehungen: Vom Individuum bis zur Gesellschaft, vom Klassenzimmer bis zur Konfliktzone, von Autokrat*innen bis zur Künstlichen Intelligenz – erwünscht sind Beiträge, welche die Idee der Macht im weitesten Sinne problematisieren.

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Symposium „Kosmopolitismus von unten. Annäherungen an globale Demokratie“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der utopische Raum“, ein Kooperationsprojekt der stiftung medico international, dem Institut für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau, findet vom 1.-3. Oktober 2022 das Symposium „Kosmopolitismus von unten – Annäherungen an globale Demokratie“ in Frankfurt am Main statt.

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Berlin Legal Theory Seminar 2020/21

Update: Die Sitzung am 28.1 mit Manuel Bastias Saavedra beginnt erst um 19 Uhr!

 

Organisiert vom Law and Society Institute und in Kooperation mit dem Lehrstuhl Theorie der Politik der HU Berlin diskutiert das Berlin Legal Theory Seminar in diesem Semester  Grundlagenfragen des Rechts aus einer interdisziplinären Perspektive. Rechtsphilosophische, rechtstheoretische und rechtshistorische Grundlagenfragen stehen genauso zur Debatte wie Fragen von Recht und Gesellschaft sowie Fragen nach der Bedeutung von Recht in sozialen, politischen, ökonomischen, ökologischen Transformationsprozessen. Nach dem Auftakt durch Dana Schmalz im November steht vor Weihnachten noch der Vortrag von Malte-Christian Gruber (Luzern) zu „Recht im Posthumanismus“ an (17. Dezember). Im neuen Jahr folgen Vorträge von Isabel Feichtner (Würzburg) zu „Law and Value“ (25. Februar 2021) und Isabelle Ley (Berlin/Heidelberg) zur Unterscheidung von öffentlichem und privatem Recht (25. März 2021). Die Sitzungen finden jeweils von 18 bis 21 Uhr via Zoom statt und externe Gäste sind herzlich eingeladen. Das komplette Programm findet sich noch einmal hier und hier.

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Krisen des liberalen Rechtsstaats. Zur Frage nach der Furcht (Freiburg, 27./28.1.)

Zum Abschluss der Reihe „Die Auflösung des liberalen Konsenses“ zur kritischen Rechtstheorie lädt das Team der Professur für Politische Theorie gemeinsam mit dem Colloquium Politikum zu Vortrag (27.1., 18 c.t.) und Workshop (28.1., 9-12 s.t.) von und mit Elisabeth Holzleithner (Wien). Der Titel lautet „Krisen des liberalen Rechtsstaats. Zur Frage nach der Furcht“. Wer am Workshop (mit Textgrundlage) teilnehmen möchte, kann sich unter sekretariat.riescher@politik.uni-freiburg.de auch jetzt noch anmelden. Alle Infos zu den Veranstaltungen finden sich unter diesem Link.

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Für Kurzentschlossene: Das Rechtsdenken Pierre Bordieus (Berlin)

Am kommenden Montag, 4.11, findet am Institut für Sozialwissenschaften der HU-Berlin eine Podiumsdiskussion zum Rechtsdenken Pierre Bourdieus statt. Anlass ist das Erscheinen eines Sammelbandes zum Thema. Mit der Herausgeberin, Andrea Kretschmann, diskutieren Beate Krais (TU Darmstadt), Thomas Schmidt-Lux und Hans-Peter Müller (HU Berlin). Die Vom Centre Marc Bloch mitveranstaltete Diskussion findet von 16 bis 18 Uhr in der Universitätsstraße 3b, Raum 205 statt. Alle Infos auch hier nochmal auf dem Poster.

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Vortragsreihe: Die Auflösung des liberalen Konsenses (Freiburg)

Unter dem Titel „Die Auflösung des liberalen Konsenses“ organisieren Hannah Riede und Karsten Schubert in Freiburg eine Vortragsreihe zur kritischen Rechtstheorie. Die Reihe kombiniert öffentliche Abendvorträge mit Lektüreworkshops. Das Programm mit den genauen Terminen, Vortragstiteln und -abstracts sowie allem weiteren Infos für die Teilnahme an den Workshops findet ihr hier.

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Fehlerhafte Rechtsentscheidungen? CfP aus der Rechtsphilosophie

Für rechtstheoretisch und rechtsphilosophisch interessierte dürfte folgender Call for Papers interessant sein: Die Tagung des Jungen Forums Rechtsphilosophie, die im September in Freiburg stattfindet, sucht Beiträge zur Fragestellung, wie das Recht mit Rechtsfehlern umgehen sollte. Vorschläge sind noch bis zum 22. Juni möglich; Weiteres zum Inhalt findet sich hier.

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