4 Kommentare zu “Vortrag: Nancy Fraser in Berlin

  1. ps: scheint wohl der akademische reflex einer zeit der nostalgie und einfallslosigkeit zu sein. hollywood dreht remakes und verfilmt comics, die musikbranche verirrt sich im 80er synthie pop, die photographie sehnt sich nach allem analogen und die sozialwissenschaftler, sie re-thinken. wenn sie dabei nur wenigstens thinken würden („re-thinking marx“ war ein gelungenes beispiel absoluter geistesabwesenheit).

  2. Nun war ich nicht bei „Re-thinking Marx“, und bin von solch offenbar grassierenden Wortmoden auch nicht eben begeistert; die Reevaluation von bereits seit längerem kursierenden politischen Ideen im Licht der Gegenwart erscheint mir aber doch ganz sinnvoll; Marx angesichts der Finanzkrise wieder zu beleuchten ist natürlich selbst schon ein Klassiker.
    Ob diese Ansprüche bei der jeweiligen Tagung/Vortrag dann eingelöst werden, ist natürlich eine ganz andere Frage! Aber ich denke doch, dass Lesarten je nach politisch-historischem Kontext wechseln, und dass man das auch explizit machen darf.

  3. Gegen eine Lektüre klassischer Texte ist überhaupt nichts einzuwenden,
    aber warum muss so ein Aufmerksamkeit heischendes Spektakel draus gemacht werden? Als sei es für sich schon bemerkenswert, wenn Sozialwissenschaftler Marx lesen. Vielleicht hatte Arnold Gehlen ja doch recht.

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