Summer School „Foundations of Solidarity“ in Berlin

Vom 5. bis 10. Juli findet die „2021 International Critical Theory Summer School“ statt, organisiert vom Center for Humanities and Social Change an der Berliner Humboldt-Universität; beteiligt sind auch die Uni Frankfurt und die New School. Zu Gast sind unter anderem Regina Kreide, Frederick Neuhouser, Hauke Brunkhorst, Robin Celikates und Rahel Jaeggi. Deadline ist der 8. März, alle Infos zu Thema, Bewerbung, Pandemiemodalitäten und Teilnahmegebühren finden sich hier.

 

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Call der Zeitschrift für Prakt. Philosophie: Epistemische Ungerechtigkeiten


Bis zum 30. Juli können Beiträge für einen Themenschwerpunkt der Zeitschrift für Praktische Philosophie, herausgegeben von Hilkje Hänel, eingereicht werden. Thema sind Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit, gefragt sind neben theoretisch-begrifflichen Beiträgen auch solche der Anwendung, etwa in Bezug auf Intersektionalität und Dekolonialismus. Alle Informationen finden sich nach dem Klick oder hier.


Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit, der epistemischen Unterdrückung und der epistemischen Gewalt haben in den letzten Jahren eine breite internationale Rezeption erfahren. Ihre Attraktivität liegt nicht zuletzt darin begründet, dass sie normativ-ethische Überlegungen zu Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit mit erkenntnistheoretischen Ansätzen verbinden und dadurch neue Perspektiven und Einsichten ermöglichen. Die ethische Dimension der Epistemologie spielt dabei nicht nur innerhalb sondern auch außerhalb der Wissenschaft aktuell eine große Rolle, wie soziale Bewegungen wie #MeToo und #BlackLivesMatter zeigen.

Ausgehend von Frickers Theorie der epistemischen Ungerechtigkeit haben sich viele Autor:innen dem Bestreben angeschlossen, die spezifische Ungerechtigkeit zu artikulieren, unter der Individuen und soziale Gruppen auf der Grundlage ihres Status als Wissende leiden. Darüber hinaus beleuchten Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit die Art und Weise, wie verschiedene Gemeinschaften Formen des Wissens bereitstellen können, die in der allgemeinen sozialen Struktur aufgrund dominanter, aber unzureichender Ressourcen fehlen. Dies ist besonders wichtig für Theorien des Widerstands. Daher ist es nicht überraschend, dass diese Ideen auf eine lange Geschichte von unterrepräsentierten Ansichten in der sozialen Epistemologie und der Philosophie im Allgemeinen zurückgreifen, zum Beispiel Lorde 1984; Spelman 1988; Code 1991; Crenshaw 1991; Harding 1991; Collins 1997; Spivak 1998.

Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit, der epistemischen Unterdrückung und der epistemischen Gewalt werden maßgeblich von Theorien situierter Wissender, der Standpunkttheorie und von Epistemologien des Nichtwissens beeinflusst, die bestehende Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zwischen bestimmten sozialen Gruppen ans Licht bringen; zum Beispiel im Fall der weißen Ignoranz, wie sie von Ortega 2006, Mills 2007, Bailey 2007 und anderen vertreten wird. Außerdem können sie die epistemischen Diskrepanzen und schädlichen Praktiken zwischen verschiedenen Gemeinschaften und sogar Kulturen aufzeigen.

Der Schwerpunkt in der Zeitschrift für Praktische Philosophie soll diese thematische Breite abbilden. Beiträge zu einem der folgenden Themen sind besonders willkommen:

  • neue Ansätze zu epistemischer Ungerechtigkeit, epistemischer Unterdrückung und epistemischer Gewalt;
  • Diskussionen der Begriffe Identitätsmacht, Identitätsvorurteil oder kollektive hermeneutische Ressource im Hinblick auf epistemische Ungerechtigkeit;
  • Theorien des epistemischen Widerstands, die sich auf die lange Geschichte unterrepräsentierter Ansichten in der sozialen Erkenntnistheorie und Philosophie stützen;
  • Diskussionen des Verhältnisses zwischen situiertem Wissen und situierten Wissenden und epistemischer Ungerechtigkeit;
  • Diskussionen des Verhältnisses zwischen kommunalem Wissen und epistemischer Ungerechtigkeit;
  • Diskussionen der Standpunkttheorie und epistemischer Ungerechtigkeit;
  • Diskussionen der Epistemologie des Nichtwissens in Bezug auf epistemische Ungerechtigkeit;
  • angewandte Ansätze der epistemischen Ungerechtigkeit zum Beispiel in Bezug auf Intersektionalität und Dekolonialismus, Trans*-Rechte und Behindertenrechte, indigene Rechte, Medizin und Gesundheitsversorgung, Bildung und Wissenschaft.


Beiträge zu ähnlichen Themen sind selbstverständlich ebenfalls willkommen! Deutschsprachige Beiträge sind bis zum 30. Juli 2021 über die Website der Zeitschrift für Praktische Philosophie einzureichen. Die Vorgaben der Zeitschrift sind bei Einreichung zu beachten (https://www.praktische-philosophie.org/aufsaetze.html).

Alle geeigneten Beiträge durchlaufen nach Prüfung durch die Schwerpunktherausgeberin ein doppelblindes Begutachtungsverfahren. Der Begutachtungsprozess wird von den Herausgeber:innen der ZfPP organisiert.

Weitere Informationen finden sich hier: https://www.praktische-philosophie.org/call-for-papers.html

Ich freue mich über Einreichungen (über die Homepage der ZfPP) oder Fragen (hilkje.charlotte.haenel@uni-potsdam.de),
Hilkje Hänel

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Diskussion mit Pierre Rosanvallon am 26. Januar

Am 26. Januar findet am Centre Ernst Robert Curtius der Universität Bonn eine Diskussion mit Pierre Rosanvallon über sein neues Buch „Das Jahrhundert des Populismus“ statt, in dem er den Populismus historisch und kritisch untersucht. An der Diskussion nehmen auch Paula Diehl, Wolfgang Knöbl und Alexandre Dézé teil. Alle Informationen, inklusive jenen zur Anmeldung, finden sich hier.

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CfP: „Die Auflösung des liberalen Konsenses“ in der Zeitschrift für Politische Theorie

Für ein neues Themenheft der Zeitschrift für Politische Theorie callen die Herausgeber Kolja Möller und Karsten Schubert for papers: Zum Thema „Die Auflösung des liberalen Konsenses“ können bis Ende Mai Abstracts eingereicht werden, insbesondere in den Themenfeldern „Autoritäre Wende durch Verfassungspolitik“ und „Zukünfte: Mit dem oder jenseits des „liberalen Konsenses“?“. Alle weiteren Informationen zum Call finden sich hier.

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Jahreskonferenz des Hamburger Nachhaltigkeits-Zentrums: „Unsustainable Past – Sustainable Futures?“

Am 11. und 12. Februar findet die vom letzten Jahr nachgeholte Annual Conference des Hamburger Humanities Centre for Advanced Studies „Futures of Sustainability: Modernization, Transformation, Control“ statt. Unter dem Titel „Unsustainable Past – Sustainable Futures?“ diskutieren unter anderem Dipesh Chakrabarty, Sighard Neckel und Birgit Mahnkopf. Eine Anmeldung ist möglich unter zukuenfte.der.nachhaltigkeit@uni-hamburg.de, das volle Programm findet sich hier.

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CfP: „Konstellationen – Wissensansprüche zwischen Kunst, Philosophie und Politik“ an der Uni Tübingen

Die Fachschaft Philosophie der Universität Tübingen veranstaltet vom 8.-10. April eine interdisziplinäre Tagung, die sich mit Schnittstellen und Spannungsverhältnissen des Wissens zwischen Kunst, Philosophie und Politik auseinandersetzt. Neben Keynotes wird es ein künstlerisches Programm geben; für die thematischen Panels sind Vortragsvorschläge auch von polit. Philosoph*innen und Theoretiker*innen eingeladen. Alle weiteren Infos finden sich hier; Deadline ist der 15. Februar.

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Onlinediskussion am 13.1. an der Uni Wien: „Cultures of Rejection“ und Corona

Kurzfristig ist noch die Anmeldung für eine interessant besetzte Online-Diskussion an der Uni Wien möglich – es debattieren Birgit Sauer, Eva von Redecker, Richard Seymour, Manuela Bojadžijev und Stefan Jonsson über „Cultures of Rejection in the COVID-19 Crisis“. Anmeldungen sind möglich über anna.hasenauer [at] univie.ac.at. Alle weiteren Infos finden sich hier.

 

 

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Promotionsstellen in Hamburg: „Geschichte der Euroskepsis“

Das Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) schreibt zwei Promotionsstellen zu Anfang April aus, die auch für Politiktheoretiker*innen insbesondere mit ideenhistorischem Schwerpunkt interessant sein könnten – und zwar in einem Verbundprojekt des BMBF zur Geschichte der Euroskepsis. Bewerbungsschluss ist der 31.1.; alle Infos inklusive eines Bewilligungsvorbehaltes finden sich nach dem Klick.  (mehr …)

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Call for Panels: DVPW-Kongress 2021 „Politik in Zeiten von Unsicherheit und Autokratisierung“

Der DVPW-Kongress am 14.-16. September 2021 geht online – und sucht bis zum  15. Dezember 2020 offene (also noch zu besetzende) und geschlossene Panels sowie Querschnittsveranstaltungen. Alle Informationen finden sich hier.

Die Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“ kann bis zu sechs Vorschläge unterstützen; Interessierte können daher, neben der Einreichung bei der DVPW direkt, den Sektionsvorstand bis zum 25. November über Ihre Einreichung informieren (an: peter.niesen (at) uni-hamburg.de).

Ebenfalls bis zum 15. Dezember können Querschnittsveranstaltungen, organisiert von mehreren Untergliederungen gemeinsam, vorgeschlagen werden. Erwünscht sind hier besonders innovative Formate.

 

 

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