Beiträge mit dem Schlagwort ‘Öffentlichkeit’

Blogs in den Sozialwissenschaften

21. April 2011, team

Ein kollaborativer Bericht vom Berliner Theorieblog-Workshop am 9. April 2011

Wie wichtig sind Offline-Aktivitäten für Blogs? Das Ergebnis des Workshops, zu dem das Team des Theorieblogs am 9. April an die Humboldt-Uni eingeladen hatte, war eindeutig: Offline ist – trotz aller Blogeuphorie – unersetzbar. Rund 15 BloggerInnen (plus sieben TheoriebloggerInnen) folgten der Einladung, sich über das eigene Tun auszutauschen und sich nicht nur virtuell, sondern auch ganz klassisch zu vernetzen. Drei thematische Blöcke – 1) Was macht einen guten Blogbeitrag aus? 2) Blogs und ihre LeserInnen 3) Blogs und Öffentlichkeit – strukturierten den Tag. Doch in den Diskussionen zeigte sich schnell, dass die drei Themen kaum voneinander zu trennen sind und um eine übergreifende Fragestellung kreisen: Wie verorten sich (Wissenschafts-)Blogs im Spannungsfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit, wie und mit welchem Ziel bloggen wir? (weiterlesen…)

Re:publica 2011 oder wie “so-called Nerds” über Gesellschaft reden

19. April 2011, thorsten

Wenn der Nachbar auf dem iPad surft (der Linke wie der Rechte), die Zuhörer beim Vortrag den Blick immer abwechselnd zwischen Laptop und Smartphone pendeln lassen und man beim Verlassen des Saals über Club-Mate-Flaschen stolpert, dann ist man wohl kaum auf einer klassischen wissenschaftlichen Konferenz gelandet. Weit wahrscheinlicher ist, dass man sich auf der re:publica befindet, Deutschlands größter Bloggerkonferenz. Denn auch Blogger, Twitterer, Netzaktivisten, Digital Natives und Social-Media-Nerds wissen den face2face Austausch zu schätzen und treffen sich dazu im großen Rahmen jährlich in Berlin. Organisiert wird die re:publica von den Größen der deutschen Netzpolitik – Spreeblick, newthinking und Netzpolitik.org. Warum das politische Theoretiker interessieren sollte? Ganz einfach: Auf der re:publica wird nicht nur (genauer: überhaupt nicht) Quellcode ausgetauscht, sondern es findet ein offener, sehr politischer Austausch über die Chancen und Risiken der digitalen Gesellschaft statt. Und deshalb nun ein kurzer Überblick über trendige Themen und interessante Einsichten für politische Theoretiker in vier Hashtags. (weiterlesen…)

Der Theorieblog lädt ein: Blogs in den Sozialwissenschaften (9.April, Berlin)

23. März 2011, team

Blogs dienen der Kommunikation: Sie erlauben den reziproken Austausch von Neuigkeiten und Argumenten, werden immer wichtiger in der Koordination von Wissenschaft und erlauben es, akademische Welt und weite Öffentlichkeit zeitnah und auf hohem Niveau in Kontakt zu bringen – doch eines fehlt: die Möglichkeit, sich einmal von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Doch selbst hierfür gibt es eine Lösung: Ein Workshop. Noch besser: Ein Workshop, wo über die Rolle von Blogs in den Sozialwissenschaften debattiert wird. Eben einen solchen planen wir vom Theorieblog für Samstag, den 09. April. Ort ist die HU Berlin (Institut für Sozialwissenschaft, Raum 002).

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Ethik-Podcast an der Uni-Zürich

14. März 2011, daniel

Susanne hatte ja vor längerem schon mal etwas über Philosophie in Radio und TV geschrieben. Vom Ethik-Zentrum der Uni-Zürich gibt es nun ein weiteres, sehr vielversprechendes Format mit dem Titel “Hinterfragt – Der Ethik-Podcast”. In der ersten Folge geht es um zivilen Ungehorsam; mehr dazu gibt es hier.

Juniorprofessur Politische Theorie in Trier

3. März 2011, eva

Don Gomez hat bereits auf die aktuelle Ausschreibung einer Juniorprofessur für Politische Theorie in Trier hingewiesen. Erwünscht sind Bezüge zum Thema “Öffentlichkeit und Demokratie” sowie zu “praktischen Fragen der Politikgestaltung” – der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt; der Laufzeit dank Tenure-Track-Option auch nicht. Alles weitere hier oder unter dem Strich

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CfP: Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit (Innsbruck)

2. Februar 2011, thorsten

Nicht nur die Politologen haben Drei-Ländertagungen, auch die Soziologen kennen sowas. Und die Konferenz dieses Jahr ist nicht nur für Österreicher, Schweizer und Deutsche interessant, sondern auch für das Völkchen der Politischen Theoretiker. Das Oberthema des im September stattfindenden Kongresses lautet nämlich: Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit (interesssanterweise ohne irgendwelche Fragezeichen). Es gibt eine Menge sich spannend anhörender Panels, natürlich zur Aktualität von Habermas Werk, aber z. B. auch zu öffentlichen Feminismen, zu Gedächtnis und Politik oder zu postterritorialen Räumen politischer Partizipation. Alle Infos zur Konferenz gibt es auf der Konferenzwebseite, Einsendeschluss für Abstracts ist der 01. April.

Konf.: Intellektuelle, Wissenschaft und das Internet

27. Januar 2011, eva

Am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Essen findet vom 14. bis 15. Februar die Tagung “Öffentlichkeit, Medien und Politik – Intellektuelle Debatten und Wissenschaft im Zeitalter digitaler Kommunikation” statt. Besprochen werden sollen folgende spannenden Fragen:

Auf welche Weise beeinflussen und verändern jedoch die sich gegenwärtig herausbildenden digitalen Medien die gesellschaftliche Bedeutung der “public intellectuals”? Gelingt es diesen, sich auch in den neuen Medien als einflussreiche Interpreten herausfordernder Problemlagen zu etablieren, oder aber mindern die kommunikativen Strukturen der Blogs und Foren die Chancen ihrer öffentlichen Einflussnahme? Macht sich in ihnen vielleicht sogar ein unterschwelliger Anti-Intellektualismus breit, der die historisch tradierte Rolle von Intellektuellen als Akteure der Zivilgesellschaft infragestellt bzw. zugunsten neuer Formen der Wissenskommunikation unterläuft? (weiterlesen…)

Kongress: Öffentlichkeit und Demokratie (1.-3. Oktober, Berlin)

4. August 2010, thorsten

Ein großer, nicht primär wissenschaftlicher, trotzdem aber  politiktheoretisch sehr relevanter Kongress findet vom 1.-3. Oktober in Berlin statt. Er widmet sich dem Thema: “Öffentlichkeit und Demokratie” und wird unter anderem von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der taz und dem Freitag veranstaltet.  Freitagsabends wird Oskar Negt einige einleitenden Thesen vorstellen, der Samstag und der Sonntag gehört den Arbeitszusammenhängen in Workshops. In vier Strängen, die mit Panels und Podiendiskussionen gespickt sind, wird sich dem Thema genährt: “Geheimhaltung und Transparenz”, “Politik mit Worten und Bildern”, Massenmedien von innen” und “Öffentlichkeit von unten”. Das Ganze verspricht interessant zu werden und wenn man tiefer in die Details des Programms guckt, findet sich gar das ein oder andere zum Thema Politische Blogs. Der Link zur Veranstalterhomepage mit allen Infos: hier. Sehr nett ist auch die bereits vorab zur Verfügung gestellte Materialsammlung mit Links zu den einzelnen Themenblöcken.

Philosophie in Radio und TV – Bringt das was?

19. April 2010, susanne

Frei Platon folgend, das mündliche Gespräch sei der Schrift vorzuziehen, gibt es immer mehr Formate in Radio und Fernsehen, die sich dem populärwissenschaftlichem Dialog zwischen Philosophen und Nichtphilosophen widmen: “Das philosophische Radio”, “Das philosophische Quartett”, “Sternstunde Philosophie” und so weiter. Da wird man dann als „Freund der Weisheit“ begrüßt („Guten Abend!“), und wer findet das denn nicht charmant. Ein Lob über den Äther übers Netz in den Kopfhörer ins Ohr – und schon fühlt man sich wie ein Freund der Weisheit. (weiterlesen…)