Beiträge mit dem Schlagwort ‘Habermas’

Konferenz: Habermas und der historische Materialismus (23.-25. März)

2. Februar 2012, thorsten

An der Uni Wuppertal findet vom 23. bis zum 25. März 2012 eine Konferenz zu “Habermas und der historische Materialismus” statt. Das ganze Wochenende wird die neue Aktualität älterer Anschlüsse und die Wandlungen im Werk von Habermas diskutiert – unter anderem von Karl-Otto Apel, Stefan Müller-Dohm, Klaus Günther, Regina Kreide, Georg Lohmann, Hauke Brunkhorst und Agnes Heller. Habermas selbst ist wohl auch dabei. Verspricht spannend zu werden und hinter diesem Link könnt ihr einen Blick auf das ganze Programm werfen. Eine Anmeldung scheint nicht erforderlich.

Programm des 22. Deutschen Kongresses für Philosophie

2. September 2011, daniel

Vom 12. bis zum 15. September findet an der LMU in München der 22. Deutsche Kongress für Philosophie statt. Das Programm und alle Detailinfos lassen sich nun hier herunterladen. Mit dabei sind u.a. Jürgen Habermas, Robert Pippin, Seyla Benhabib, Robert Brandom, Slavoj Zizek, Rahel Jaeggi, Rainer Forst und Charles Larmore.

Jürgen Habermas in Berlin: Vortrag zur EU und zum Völkerrecht (16.6)

25. Mai 2011, thorsten

Jürgen Habermas spricht – und zwar in Berlin, genauer an der HU, noch genauer: im Audimax, ganz genau: im Audimax der HU Berlin am Donnerstag, den 16.6, um 18 Uhr. Sein Vortrag ist überschrieben: “Die Krise der Europäischen Union im Lichte einer Konstitutionalisierung des Völkerrechts”.

Es steht zu erwarten, dass Habermas hier an jene seiner kleinen politischen Schriften anknüpft, die sich im Detail mit der postnationalen Konstellation und der Konstitutionalisierung des Völkerrechts auseinandergesetzt haben und diese zusammenführt mit jüngeren tagespolitischen Einwürfen, z.B. der viel diskutierten Abrechnung mit Merkels Außenpolitik, einer Debatte über Europa und die neue deutschen Frage, dem emphatischen Aufruf “Wir brauchen Europa” sowie der Auseinandersetzung mit den Referenden zum Verfassungsvertrag und dem irischen Nein zu Lissabon (in jüngerer Zeit gibt es zudem viele Versuche in der Sekundärliteratur, die europa- und völkerrechtliche Position Habermas’ in Bezug auf dessen Gesamtwerk zu verorten – beispielsweise von McCormick, Parker, Turner, LacroixGrewal, Fine/Smith). Kommunikatives Handeln darf also erwartet werden -wir wünschen allen eine gute Diskussion.

Und er twittert doch: Die Habermas-Merkel Klickstrecke in der SZ

8. April 2011, cord

Unter dem Titel “Merkels von Demoskopie geleiteter Opportunismus” rechnet Jürgen Habermas in der SZ mit der schwarz-gelben Koalition ab. Sehr lesenswert. Weniger erfreulich ist allerdings, dass Süddeutsche.de den Gastbeitrag von Habermas quasi als Klickstrecke gestaltet hat. Auf acht (!) Seiten wird ein Text von ca. 2800 Wörtern gestreckt, d.h. ganze 350 Wörter werden dem Leser im Schnitt pro Seite gegönnt. Ein Abschnitt ist gar nur 180 Wörter lang. Das ist noch nicht ganz Twitter-Format, aber es nähert sich bedenklich an. Der Rest der Seite wird von Anzeigen und – richtig – Klickstrecken gefüllt: Die schönsten Schnappschüsse vom schwarz-gelben Niedergang. Liebe SZ, ich hoffe die Werbemillionen fließen reichlich!
P.S.: Zum Vergleich: Dieser Beitrag besteht aus 123 Wörtern.

Jürgen Habermas an der FU Berlin

8. Februar 2011, cord

Dass ich das noch erleben darf! Jürgen Habermas wird 17.02. an der Freien Universität vortragen. Er hält die Laudatio auf den japanischen Sozialphilosoph Dr. Ken’ichi Mishima, der die Ehrendoktorwürde der FU erhält. Anmeldungen werden bis zum 15.02. erbeten. Ich zitiere von der FU-Homepage:

“Der japanische Sozialphilosoph Dr. Ken’ichi Mishima erhält am 17. Februar 2011 die Ehrendoktorwürde der Freien Universität. Mit der Verleihung würdigt der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften einen der renommiertesten Humanwissenschaftler Japans, heißt es in der Begründung. Die Laudatio beim Festakt im Henry-Ford-Bau der Freien Universität hält Prof. Dr. Jürgen Habermas. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung bis zum 15. Februar erbeten.”

Weitere Information und Links zur Anmeldung gibt es hier.

CfP: Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit (Innsbruck)

2. Februar 2011, thorsten

Nicht nur die Politologen haben Drei-Ländertagungen, auch die Soziologen kennen sowas. Und die Konferenz dieses Jahr ist nicht nur für Österreicher, Schweizer und Deutsche interessant, sondern auch für das Völkchen der Politischen Theoretiker. Das Oberthema des im September stattfindenden Kongresses lautet nämlich: Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit (interesssanterweise ohne irgendwelche Fragezeichen). Es gibt eine Menge sich spannend anhörender Panels, natürlich zur Aktualität von Habermas Werk, aber z. B. auch zu öffentlichen Feminismen, zu Gedächtnis und Politik oder zu postterritorialen Räumen politischer Partizipation. Alle Infos zur Konferenz gibt es auf der Konferenzwebseite, Einsendeschluss für Abstracts ist der 01. April.

Ungarn: Auch die Philosophen werden angegriffen

28. Januar 2011, maike

Haben wir da plötzlich einen autoritären Staat mitten in Europa? Nun, zumindest einen, dessen – demokratisch gewählte! – Regierung demokratische Grundrechte wie die Presse- und Meinungsfreiheit massiv beschneidet (pusztaranger hat eine umfangreiche Presseschau zur Debatte um das neue Mediengesetz zusammengestellt), Repressalien gegen Regimekritiker einsetzt und seine Zweidrittelmehrheit im Parlament dazu nutzt, ihre Macht zu zementieren (“Verfassungsbarbarei“, sagt der Verfassungsblog). Jetzt treffen die politischen Angriffe auch Philosophen. (weiterlesen…)

Jürgen Habermas in der New York Times zu “Leadership and Leitkultur”

29. Oktober 2010, cord

Nun meldet sich auch Jürgen Habermas in der Sarrazin-Integrations-Leitkultur-Wulff-Debatte zu Wort, allerdings von der anderen Seite des Atlantiks, in einem op-ed der New York Times. In den USA wurde die deutsche Debatte nämlich mit einiger Irritation zur Kenntnis genommen. Habermas verweist in dem Stück übrigens auf den sehr lesenswerten Artikel des Münchner Soziologen Armin Nassehi zu Sarrazin, den auch wir zur Lektüre empfohlen haben.

(via Political Theory, Don Gomez)

Epistemic Confusion

15. September 2010, ulrike

Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen Fragen kann manchmal (noch mehr) Rätsel aufgeben – vermutlich eher keine Seltenheit. Dies passiert mir als Politikwissenschaftlerin besonders dann, wenn ich den Versuch mache, die philosophischen Voraussetzungen politischer Positionen zu ergründen. Charles Taylor etwa gibt sich stets kritisch gegenüber der Idee einer „gemeinsamen Menschenvernunft“ (Habermas), die klassisch liberalen politischen Theorien zugrunde liegt. Gleichzeitig aber hält er am politischen Prinzip der weltanschaulichen Neutralität des Staates fest. Da kann sich schonmal epistemische Verwirrung einstellen: philosophische Vernunftkritik und politische Neutralität – geht das zusammen? (weiterlesen…)

Todd Hedrick zur Habermas-Rawls-Debatte und der Möglichkeit normativer politischer Theoriebildung

3. August 2010, moritz

Seit John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit“ sind die Debatten im Bereich der angloamerikanischen politischen Philosophie explodiert, zahlreiche neue Professuren wurden geschaffen, Forschungsprojekte ins Leben gerufen, Zeitschriften gegründet. Jürgen Habermas und die anderen Nachfolger der frühen Frankfurter Schule können zwar keine vergleichbare Forschungsindustrie vorweisen, der Einfluss auf die politische Theorie in Deutschland ist aber dennoch sichtbar. Spätestens der Austausch zwischen Rawls und Habermas im Journal of Philosophy von 1995 hat kontinentaleuropäisches und anglo-amerikanisches Denken über normative politische Theoriebildung zusammengebracht. Dabei stand eine zentrale Frage immer im Raum: Können wir den Status unserer normativen Theorie plausibel begründen? Oder lässt sich der verbindliche Charakter von politischer Theorie in der Moderne nicht mehr rechtfertigen? Mit Todd Hedricks Buch „Rawls and Habermas. Reason, Pluralism, and the Claims of Political Philosophy“ (Stanford University Press, 2010) ist nun erstmals eine Monografie zur Auseinandersetzung zwischen Rawls und Habermas erschienen. (weiterlesen…)