Programm zur Tagung „Die neuen Kulturkämpfe“

Am 27. und 28. März findet auf dem Campus Griebnitzsee in Potsdam die nächste Tagung des DVPW-Arbeitskreises „Politik und Kultur“ statt. Thema sind diesmal die „neuen Kulturkämpfe“ und die Panel stellen ‚Kultur‘-Konzepte, kulturelle Konfliktlinien, Schauplätze von Kulturkämpfen, ihre internationalen Kontexte sowie Moderationen und Lösungsvorschläge zur Debatte. Den Abendvortrag mit einem Blick aus dem Osten Europas auf die politische Sprengkraft der Kultur hält Zaal Andronikashvili. Das vollständige Programm findet sich hier. Interessierte werden bis zum 22. März um eine formlose Anmeldung gebeten.

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Legitimationsprobleme des Global Governance Systems. Michael Zürns Theorie der globalen Politik

Mit seiner bei Oxford University Press publizierten Monographie „A Theory of Global Governance“ hat Michael Zürn nicht nur die Summe seiner Forschungen vorgelegt, sondern eine beeindruckende Theorie der globalen Politik auf der Basis der neuesten empirischen Forschung und bei genauer Kenntnis der Internationalen Politischen Theorie vorgelegt. Der entscheidende kreative Schritt liegt darin, das internationale politische Geschehen als ein eigenes politisches System, das „Global Governance System“ (GGS), zu verstehen.

Der Systembegriff ist hier nicht bloß analytisches Instrument. Das GGS gibt es. Es ist eine politische Einheit, die keinen staatsartigen Charakter besitzt, aber auf fest eingelebten normativen Prinzipien und der Ausübung von globaler Autorität vorrangig durch internationale Organisationen (IOs) beruht. Die politische und epistemische Autorität der IOs ist in den letzten dreißig Jahren massiv gewachsen, aber immer nur sektoral angelegt, auf einen Politikbereich bezogen. So bilden die Träger des GGS nur ein Netzwerk lose miteinander verkoppelter Institutionen. Erhebliche Legitimationsprobleme sind die Folge. Während früher IOs öffentlich fast unbemerkt agieren konnten, kommt es nun zu einer wachsenden globalen Thematisierung und Politisierung. Auf die kritischen Debatten und Proteste, aber auch die positiven Bezugnahmen auf globale Normen reagieren wiederum die internationalen Organisationen. Im Ergebnis dieser Kämpfe um Legitimität entscheidet sich, ob das GGS sich vertiefen kann oder einen Niedergang erlebt. (mehr …)

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Lesenotiz zu Philip Manow: Die Politische Ökonomie des Populismus (Frankfurt am Main, 2018)

Populismus zu erklären ist unter Politikwissenschaftlern und politischen Theoretikern inzwischen zu einer Art Volkssport geworden. Verfolgt man die Debatte aus nächster Nähe, so könnte man durchaus meinen, es sei bereits alles gesagt – nur noch nicht von jedem. Und die meisten sind sich einig: Populismus, das ist in erster Linie eine Art „Identitätspolitik“. In scharfer Abgrenzung zu dieser gängigen Interpretation bietet Philip Manow in seinem Buch „Die Politische Ökonomie des Populismus“ eine neue und interessante Perspektive an.

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CfA Postdoc-Stelle, Praktische Philosophie, Bern

Am Institut für Philosophie der Universität Bern, Abteilung Praktische Philosophie (Anna Goppel), ist eine Postdoc-Stelle (75%) ausgeschrieben. Die Stelle ist auf 18 Monate befristet; geplanter Vertragsbeginn der 1. November 2019. Da neben eigener Forschung die Mitarbeit an einem Drittmittelantrag Teil der Aufgaben ist, besteht ggf. bei erfolgreicher Antragstellung die Möglichkeit auf eine längerfristige Beschäftigung. Kandidat*innen müssen eine Promotion in Philosophie, einen Forschungsschwerpunkt im Bereich der politischen Philosophie bzw. der normativen oder angewandten Ethik sowie sehr gut Englischkenntnisse mitbringen und Freude an Diskussionen und Arbeit im Team haben. Bewerbungsfrist ist der 20. März 2019 . Die vollständige Ausschreibung findet sich hier (Deutsch und Englisch) und nach dem Klick.

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CfP „Weitermachen!“ Tagung zum 40. Todestag von Herbert Marcuse (Frist: 3. März)

Am 22. Juni 2019 findet in der Ada- und Theodor-Lessing-Volkshochschule in Hannover unter dem Motto „Weitermachen!“ eine Tagung zum 40. Todestag von Herbert Marcuse statt, die die gegenwärtige Relevanz von Marcuses Werk thematisiert und sich dabei insbesondere mit seinem Nachlass auseinandersetzen will. Neben Beiträgen von Ingrid Gilcher-Holtey, Rolf Pohl, Roger Behrens, Maria Tsenekidou sind weitere Akademiker*innen und/oder Aktivist*innen eingeladen sich für Panel zu den Themen (1) Kunst und Befreiung, (2) Philosophie und Psychoanalyse, (3) Die Studentenbewegung und ihre Folgen, (4) Ökologie und Gesellschaftskritik oder (5) das Abschusspanel zum Thema „Erneuter Versuch über die Befreiung – Herbert Marcuse und soziale Bewegungen heute“ zu bewerben. Abstracts mit max. 500 Wörtern sollten dazu bis zum 3. März 2019 an weitermachen-tagung@riseup.net gesendet werden.
Am 23. Juni 2019 wird es zudem ein Vernetzungstreffen für Marcuse-Interessierte geben. Interessierte können sich dazu bei Organisator*innen melden. Der vollständige Call findet sich hier.

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CfP Modelle Radikaler Demokratie (DGS-Sektion Politische Soziologie)

„Modelle Radikaler Demokratie“ – So heißt das Panel der Sektion Politische Soziologie auf der diesjährigen DGS-Regionalkonferenz bzw. der Abschlusskonferenz des DFG-Kollegs Postwachstumsgesellschaft, die unter dem Titel „Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften“ vom 23. bis 27. September 2019 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfindet. Das Panel hat das Ziel neben den Werken der einschlägigen Stichwortgeber der Debatte auch alternative Ansätze, z.B. aus dem Postwachstumsdiskurs, zu diskutieren und – will zugleich vor allem einen „Fokus auf institutionelle Umsetzungen, mithin auf die […] Betrachtung, Entwicklung oder Kritik praktischer Modelle“ legen. Vortragsvorschläge von ca. 1 Seite – auch von politischen Theoretiker*innen – sind bis zum 1. April 2019 bei den Organisatoren Ulf Bohman und Paul Sörensen willkommen. Der vollständige Call mit ausführlicherer thematischer Einordnung findet sich hier.

 

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  • CfA: 6 Doktorandenstellen in Aberdeen. Fokus: How political concepts, such as nation, citizenship, civil society an… https://t.co/uCtcnYEJr6 ->
  • RT @F_Vogelmann: Aktualisiert: Das finale Programm für die #DVPW Sektionstagung #PolitischeTheorie & #Ideengeschichte „#Demokratie und #Wah->
  • RT @_PublicReason_: New post: CfP: Workshop on Political Philosophy and the Future of Capitalism (Waseda University, 15-17 June 2019) https… ->
  • CfA für Kurzentschlossene: Zwei Postdocs werden an der Schnittstelle von Rechtswissenschaft und Sozialwissenschaft… https://t.co/eeByClGjqU ->
  • RT @IfPol_WWU: Spannendes aus der und für die PoWi-Lehre! Am 25. / 26. Februar findet am IfPol die Jahrestagung des @dvpw AK Hochschullehre… ->
  • CfA: Assistenzprofessur im Öffentlichen Recht in Zürich, aber mit einem Schwerpunkt auf Europäischen Demokratiefrag… https://t.co/o92vc1xl5g ->
  • RT @SebastianHuhnh1: Schöne Aufmerksamkeit für das Schwerpunkt „Lehre“-Heft der @PVS_journal in der FAZ @faznet. Dennoch: Die engagierte Pe… ->

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Reminder: 3 Postdoc-Fellowships in Frankfurt

Dies ist eine kleine Erinnerung, dass die in Frankfurt und Berlin beheimatete DFG Kolleg-Forschergruppe “Justitia Amplificata” für das akademische Jahr 2019/20 noch einmal drei Postdoc-Fellowships für Politische Theoretiker*innen ausgeschrieben hat. Die Fellowships laufen über 12 Monate und können wahlweise zum 01. September oder 01. Oktober begonnen werden. Bewerbungsfrist ist der 01. März 2019. Alle weiteren Infos zu den Fellowships und den Bewerbungsmodalitäten findet ihr hier.

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