Das Werk von Otto Kirchheimer und seine Gegenwartsbedeutung: Ein Gespräch zwischen Helmut König und Hubertus Buchstein (Teil I)

Seit 2014 arbeitet Hubertus Buchstein an einer Edition gesammelter Schriften Otto Kirchheimers. Mittlerweile sind vier Bände erschienen. Bis 2021 sollen noch zwei weitere folgen. Für theorieblog.de hat Helmut König Hubertus Buchstein über das Projekt sowie über Werk und Bedeutung Otto Kirchheimers für die Politische Theorie befragt. Wir veröffentlichen das Gespräch in zwei Teilen, unten der erste, der zweite findet sich hier.

 

 

I. Die Kirchheimer Edition

1. Der Stand der Dinge

Welche Bände sind bislang erschienen? Wie weit ist die Arbeit an den noch ausstehenden und angekündigten Bänden und wann werden sie erscheinen?

Die Arbeit an der Kirchheimer-Edition hat 2014 begonnen und wird seit 2015 von der DFG gefördert. Mittlerweile sind 4 Bände erschienen: 2017 konnte der erste Band mit Kirchheimers Arbeiten zu Recht und Politik in der der Weimarer Republik vorgelegt werden. Ein Jahr später erschien der zweite Band mit seinen wichtigsten Schriften aus der Zeit seines Pariser und New Yorker Exils zu den Themen Faschismus, Demokratie und Kapitalismus. 2019 schließlich kamen die Bände drei und vier mit den kriminologischen Arbeiten und Kirchheimers Schriften zur Politischen Justiz heraus. Mittlerweile ist auch der fünfte Band mit den Spätschriften zu den Wandlungen der politischen Systeme in Nachkriegseuropa soweit fertig gestellt, dass er im Frühjahr 2020 erscheinen kann. Lediglich Band sechs mit den Studien, die Kirchheimer zwischen 1944 und 1954 als Mitarbeiter des amerikanischen Office of Strategic Services (OSS) und State Department angefertigt hat, steht dann noch aus. Dieser Band wird  wohl erst Ende 2020 oder 2021 erscheinen. (mehr …)

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Vortrag „Gender Studies und Eurozentrismuskritik“ (Koblenz)

Am Dienstag, 4. Februar 2020, um 18 Uhr spricht Patricia Purtschert (Universität Bern) an der Universität Koblenz-Landau zu „Gender Studies und Eurozentrismuskritik.  Was bedeutet die Dekolonisierung von Geschlecht?“. Der Vortrag, der in Kooperation mit dem Verein Koblenz Postkolonial organisiert wird, untersucht bekannte Wissensbestände der Geschlechterforschung auf ihren Eurozentrismus und geht der Frage nach, was es für die feministische Forschung bedeutet, wenn die Dekolonisierung von Geschlecht zu einer grundsätzlichen Aufgabe feministischer Theorie wird. Die Veranstaltung findet statt auf dem Campus Koblenz, Universitätsstr. 1, Raum E312.

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Workshop „The Challenge of Market Socialism“ (20./21.2.2020, Frankfurt)

„The Challenge of Market Socialism – Challenges to Market Socialism“ heißt es am 20. und 21.2.2020 in Frankfurt bei einem Workshop mit Stefan Gosepath, Hannes Kuch, Helen McCabe, Mirjam Müller, Christian Neuhäuser, Tully Rector, Alan Thomas, Nicholas Vrousalis und Tilo Wesche. Programm, Abstracts und alle weiteren Informationen sind auf der zugehörigen Homepage zu finden. Interessierte sind gebeten sich unter workshop.market.socialism@gmail.com anzumelden.

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CfP: Hegel-Konferenz „The Crisis of Freedom“ in Frankfurt

Das Erscheinen von Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts wird sich bald zum 200. Mal jähren. Aus diesem Anlass findet vom 14. bis zum 16. Januar 2021 unter dem Titel „The Crisis of Freedom. Hegel’s Elements of the Philosophy of Right after 200 Years“ an der Goethe-Universität in Frankfurt eine internationale Tagung statt, die entlang der Teile des Werkes strukturiert wird. Keynotes halten Karen Ng, Judith Butler, Axel Honneth und Rocío Zambrana. Für Panel zu den Themen ‚Subjectivity and Irony‘, ‚The Family‘, ‚Civil Society‘ und ‚World History: Revolution and Dialectics‘ werden noch Beiträge gesucht. Wissenschaftler*innen aus Philosophie, Rechtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichte und verwandten Disziplinen sind eingeladen ihre Vorschläge (Abstracts von 500 Worten und eine kurze biographische Notiz) bis zum 1. Juni 2020 an hegelfrankfurt2021@gmail.com zu senden. Alle weiteren Informationen zur Konferenz finden sich under folgenden Link im ausführlichen Call for Papers.

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CfA: Promotionsstelle bei „Kulturen der Kritik“ in Lüneburg (bis 31.03.21)

Im Rah­men des Gra­du­ier­ten­kol­legs „Kul­tu­ren der Kri­tik. For­men, Me­di­en, Ef­fek­te“ (GRK 2114) ist an der Fa­kultät Kul­tur­wis­sen­schaf­ten der Leuphana Universität Lüneburg zum nächstmögli­chen Zeit­punkt eine Stel­le als Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter*in (praedoc, TV-L 13, 65%) zu besetzen. Achtung: Die Stelle ist zunächst nur bis zum 31.03.2021 zu be­set­zen. Laut Ausschreibung ist die Be­an­tra­gung ei­ner An­schluss­fi­nan­zie­rung für wei­te­re 18 Mo­na­te vor­ge­se­hen. Bewerbungsfrist der der 09.02.2020. Der vollständige Ausschreibungstext findet sich unter diesem Link.

 

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Vortrag: Schwule Subjektivität, Biopolitik und Demokratie

Am 7. Februar um 19 Uhr hält Karsten Schubert in Berlin eine Queer Lecture zum Thema, „Wie die PreP Sex verändert“ und analysiert dabei die Wechselwirkungen zwischen Medizintechnologie, Politik und Sexualethik. Der Vorrag wird organisiert von der Initiative Queer Nations und unterstützt von der taz – und findet statt im taz Neubau, Friedrichstraße 21. Alle Infos zur Veranstaltung finden sich unter diesem Link.

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Auf der Baustelle der Repräsentation. Ein Tagungsbericht aus Duisburg

Demokratische Repräsentation konstruktivistisch zu denken, bedeutet sowohl die natürliche Gegebenheit des zu repräsentierenden Demos zu hinterfragen als auch anzuerkennen, dass so etwas wie eine neutrale Abbildung desselben unmöglich ist. Gleichzeitig bleibt die repräsentative Form für heutige Gesellschaften essentiell, da vollständige Selbstvertretung im modernen politischen System kaum durchführbar ist. Wie können wir unter diesen Voraussetzungen demokratische Repräsentation verstehen, ohne in eine Renaturalisierung des sogenannten Volkes zurückzufallen oder Präsentismus als notwendige Konsequenz von Repräsentationskritik zu sehen? Um diesen Fragenkomplex drehte sich die Tagung „Die Fabrikation von Demokratie: Baustellen performativer politischer Repräsentation“, die am 5. und 6. Dezember an der Universität Duisburg-Essen stattfand und von Renate Martinsen (Duisburg-Essen) vom Arbeitskreis „Konstruktivistische Theorien der Politik“ und Jan-Peter Voß (Berlin) vom Arbeitskreis „Politik, Wissenschaft und Technik“ organisiert wurde. (mehr …)

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CfA: Critical Theory Summer School 2020 zu Grundlagen der Solidarität

Auch in diesem Jahr organisiert das Center for Humanities and Social Change an der HU Berlin in Kooperation mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung und der New School for Social Research eine ‚Critical Theory Summer School‘. Das Thema lautet in diesem Jahr: „Foundations of Solidarity“. Mit dabei sind Hauke Brunkhorst, Robin Celikates, Asad Haider, Rahel Jaeggi, Serene Khader, Regina Kreide, Andreas Malm, Frederick Neuhouser, Lea-Riccarda Prix, Christian Schmidt und Lea Ypi. Bewerbungen (in englischer Sprache) können bis zum 1. März eingesendet werden. Alle Informationen zu Thema und Veranstaltung sowie Antworten auf viele FAQs finden sich unter http://criticaltheoryinberlin.de/summer_school/.
 

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CfP Autocratic Constitutionalism (AK Politik und Recht)

Vom 28. bis zum 30. Mai 2020 findet an der FU Berlin die 8. Tagung des DVPW-Arbeitskreises Politik und Recht statt. Thema ist in diesem Jahr „Autocratic Constitutionalism“. Ziel ist ein interdisziplinärer Dialog zwischen Rechts- und Sozialwissenschaften der hilft, verfasste Herrschaft in autokratischen und hybriden Regimen besser zu verstehen. Willkommen sind dabei Beiträge sowohl zu Konzeptionalisierung und Theoriebildung als auch Paper, die empirische Forschungen zur Grundlage haben. Vorschläge (300 Worte) können bis zum 1. Februar 2020 an sek-politik@oei.fu-berlin.de gesendet werden. Der vollständige Call mit vielen weiteren Informationen zum Thema findet sich unter diesem Link.

 

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