CfA: Promotionsstelle Politische Theorie (Wien)

Das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien schreibt eine Stelle als Universitätsassistent*in Prae Doc im Bereich Politische Theorie (Prof. Oliver Marchart) aus. Neben einem Abschluss in Politikwissenschaft/Politischer Theorie ist ein Fokus auf kritische und radikaldemokratische Ansätze der politischen Ideengeschichte und politischen Theorie erwünscht. Die Stelle (30h/Woche) ist auf vier Jahre befristet. Bewerbungen werden bis 21.09.19 erbeten. Alle Informationen finden sich hier in der Ausschreibung.

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Erinnerung: Call for Blogposts „Solidarität!?“

Am 15. September endet die Frist für Antworten auf unseren Call for Blogposts „Solidarität!?“. Wir freuen uns weiterhin über Vorschläge, die Begriff und Idee der Solidarität, die derzeit verbreitet und kontrovers diskutiert werden, pointiert aus unterschiedlichen ideengeschichtlichen, politiktheoretischen oder politikphilosophischen Perspektiven beleuchten und erkunden, wertschätzen und erhellen oder fundiert kritisieren.

Beiträge können die Form essayistischer Blogposts von 500 bis 1000 Worten Länge annehmen. Wir freuen uns aber auch über kurze Videos, Karikaturen oder Stellungnahmen in anderen Text- und Bildformen. Bitte schickt Eure Vorschläge an team@theorieblog.de. Über eine Veröffentlichung entscheidet dann die Redaktion.

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CfA: Vollzeitstelle am Humanities and Social Change Center Berlin

Am Humanities and Social Change Center Berlin von Rahel Jaeggi in Berlin ist derzeit eine 100%-Stelle ausgeschrieben. Der/Die künftige StelleninhaberIn soll inhaltlich und administrativ bei der Entwicklung und Etablierung des wissenschaftlichen und wissenschaftsbezogenen Forschungs- und Veranstaltungsprogramms und der Graduiertenausbildung des HSC Center und auch eigene Drittmittel einwerben. Die Stelle läuft bis Juli 2023, eine Promotion ist vorausgesetzt. Alle weiteren Infos entnehmt bitte hier der Ausschreibung– die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 19.09

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Twitter-Rückschau

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Für eine Europäische Konföderation? (Buchforum „Die Größe der Demokratie“, Teil 2)

Ist die Europäische Union noch zu retten? In seinem Buch bejaht Dirk Jörke diese Frage. Die EU stehe zwar vor dem ideengeschichtlich altbekannten Dilemma der Vereinbarkeit von Demokratie und großer Ausdehnung. Doch die eher düstere Diagnose, wonach die EU in ihrer derzeitigen Form politische Teilhabe wie auch soziale Gleichheit unterminiere, endet eben nicht in einer Jeremiade. Das letzte Kapitel bietet nämlich einen recht konkreten Lösungsvorschlag: den Föderalismus.

Die Attraktivität des Föderalen für Konstellationen komplexen, großräumigen Regierens hat gewichtige Gewährsleute, denn föderale Arrangements durchziehen die politische Ideengeschichte seit der Renaissance: Sie werden, von Althusius und Montesquieu bis zu Tocqueville, wenn schon nicht als ideale, so doch als pragmatische, realisierbare, auf Ausgleich bedachte Mittelwege angesichts unauflösbarer Zielkonflikte konturiert. Der Zielkonflikt räumlich großer politischer Gebilde betrifft dabei häufig die Vereinbarkeit von politischer Ordnungsleistung – etwa militärischer und wirtschaftlicher Absicherung – mit republikanischer Freiheit oder demokratischer Qualität. Dieses Motiv transponiert Jörke, an bekannte Positionen der Europaforschung anschließend, auf seine Analyse der EU: Ihr Dilemma zwischen supranationaler Problembewältigung einerseits und der Gefährdung effektiver Teilhabe und sozialer Gleichheit andererseits könne durch eine föderale Verfasstheit bewältigt werden. (mehr …)

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CfP: Gefühle des Widerstands?

Die kommende Ausgabe der Zeitschrift diskurs widmet sich den Verbindungslinien und Widersprüchen, die sich zwischen Gefühlen/Affekten und verschiedenen Varianten individuellen wie kollektiven Widerstands ergeben. Hierfür suchen die Herausgeber*innen noch bis zum 31. März 2020 Beiträge, sie sich theoretisch und/oder empirisch mit dem Themenbereich beschäftigen. Den ausführlichen Call findet ihr hier.

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CfP: „Die Fabrikation von Demokratie. Baustellen performativer politischer Repräsentation“

An der Universität Duisburg-Essen (Campus Duisburg) findet vom 5.-6. Dezember 2019 die Tagung „Die Fabrikation von Demokratie. Baustellen performativer politischer Repräsentation“ statt. Die Tagung wird veranstaltet von Jan-Peter Voß und Renate Martinsen im Rahmen der DVPW-Arbeitskreise „Konstruktivistische Theorien der Politik“ sowie „Politik, Wissenschaft und Technik“ mit Unterstützung durch die Sektion „Politische Soziologie“ in der DGS. Vorschläge für Tagungsbeiträge können noch bis zum 2. Oktober 2019 eingereicht werden. Der vollständige CfP findet ihr hier.

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Workshop „Die Frage nach dem Eigentum“ (Oldenburg)

Am 6. und 7. September findet an der Universität Oldenburg ein interdisziplinärer Workshop zu „Die Frage nach dem Eigentum“ statt. Der Workshop zielt auf eine Neubelebung der wissenschaftlichen Debatte um das Eigentum und fragt insbesondere nach Wesen, Grenzen, Formen und Auswirkungen von Eigentum. Vortragen werden Dirk Löhr (Trier), Matthias Kaufmann (Halle), Tilo Wesche (Oldenburg) und Gesa Lindemann (Oldenburg). Die Organisator*innen Nina Gmeiner und Niklas Angebauer laden alle Interessierten und insbesondere Promovierende und Postdocs herzlich ein teilzunehmen. Für eine begrenzte Anzahl externer Teilnehmer*innen besteht die Möglichkeit eines Reise- und Übernachtungskostenzuschusses. Das Workshop-Programm und alle Infos zur Anmeldung finden sich hier.

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Bricht die EU die Versprechen der Demokratie? (Buchforum „Die Größe der Demokratie“, Teil 1)

Dirk Jörkes neues Buch befasst sich mit einer für die moderne Demokratietheorie zentralen Fragestellung, die gleichwohl selten so explizit adressiert wird: Der Frage nach der Möglichkeit oder Unmöglichkeit effektiver politischer Partizipation in Staatsgebilden von großer territorialer Ausdehnung und einer Bevölkerung von vielen Hundert Millionen Menschen. Jörke selbst möchte sein Buch nicht als Darlegung einer umfassenden Demokratietheorie, sondern als „politisch-wissenschaftlichen Essay“ (S. 10) verstanden wissen. Dieser hat durchaus programmatischen Charakter für politische Bestrebungen, den Nationalstaat gegenüber supra- und internationalen Institutionen zu stärken, um auf diese Weise nicht nur eine engere Bindung zwischen politischen Entscheidungsträgern und Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch ein höheres Maß an sozialem Ausgleich und Umverteilung zu ermöglichen. Seiner politisch-wissenschaftlichen Zielsetzung entsprechend, verbindet Jörkes Text durchaus tiefgehende und anspruchsvolle politiktheoretische und ideengeschichtliche Reflexion mit einem hohen Maß an Zugänglichkeit und praktischer Relevanz in einer Weise, die in der deutschen politischen Theorie relativ selten ist. Es ist daher davon auszugehen, dass diese durchaus provokative Intervention in den Diskurs über die Zukunft der Europäischen Union, die zudem in einem sehr konkreten institutionellen Reformvorschlag mündet, lebhaft und kontrovers diskutiert werden wird. (mehr …)

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