Fleisch Essen – Eine Tagung in Hamburg

In Zeiten von Ehec gilt für die meisten Nicht-Vegetarier wohl wieder verstärkt die Devise “Fleisch ist mein Gemüse”. Trotzdem gibt natürlich nach wie vor gute Gründe auf den Fleischkonsum zu verzichten. Wer sich für diese Gründe interessiert, dem sei eine Konferenz in Hamburg empfohlen: Die Group for Society and Animal Studies (GSA) an der Universität Hamburg richtet am 01.07.2011 eine Tagung mit dem schönen Titel “Fleisch Essen. Das gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnis und die Bedeutung von Fleisch” aus. Die Beiträge beleuchten die Thematik aus soziologischer, kulturwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive. Alle weiteren Details und Links zur Anmeldung nach dem Klick:
Tagungsankündigung

Fleisch essen. Das gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnis und die Bedeutung von Fleisch

01.07.2011 09:30-18 Uhr, Universität Hamburg, ESA West 221, Edmund-Siemers-Allee 1

Wissenschaftliche Tagung der Group for Society and Animals Studies, Pre-Conference Event für die internationale Minding Animals Conference, Utrecht 2012

Im Rahmen dieser Tagung werden die sozialen und kulturellen Bedeutungen und Funktionen der Produktion und Konsumption von Fleisch aus Sicht der Human-Animal-Studies beleuchtet. Mit Hinblick auf das Mensch-Tier-Verhältnis werden anhand von Vorträgen verschiedene Fragestellungen durch renommierte ReferentInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen diskutiert.

Hierzu gehören unter anderem:

Fragen nach der Konstruktion von “essbaren” und “nicht-essbaren” Tieren und ambivalenten Konstruktionen innerhalb der Mensch-Tier-Beziehung
Die Rolle von medialen Diskursen und Darstellungen rund um Fleischkonsum und –produktion sowie Vegetarismus/Veganismus
Die Bedeutung von Fleisch(konsum) innerhalb der symbolischen Ordnung
Fleisch als Ausdruck eines gewaltförmigen Verhältnisses und damit verbundene Normalisierungs- und Neutralisierungsstrategien

Vortragende (Auswahl):

Prof. Dr. Klaus Petrus (Universität Bern): “Schau Papi, der Heinz!” Über Strategien der Anonymisierung und Personifizierung von Fleisch
Dr. Matthew Cole (Bristol)/Dr. Kate Stewart (Universität Bristol): The Ordering of Empathy: Socialising the normality of “meat”
Dr. Karen Morgan (Universität Cardiff): “The wish not to know”: denial, eco-governmentality and the consumption of flesh
Prof. Dr. Peter Kunzmann (Universität Jena): Kaninchen streicheln. Kaninchen jagen. Kaninchen essen. Das Tier in Wertungswidersprüchen aus ethischer Sicht
Renate Brucker: Der carnivore Bias in den Sozialwissenschaften
Melanie Bujok: Der Schlachthof – gesellschaftliches Phänomen der Makrogewalt. Perspektiven der soziologischen Gewaltforschung auf das gesellschaftliche Verhältnis zu Tieren im Bereich der “landwirtschaftlichen Tierproduktion” und Schlachtung

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

Internet: www.gsa-hamburg.org
Email: info@gsa-hamburg.org

3 Kommentare zu “Fleisch Essen – Eine Tagung in Hamburg

  1. Lol. Am besten gefällt mir: “Schau Papi, der Heinz”, – oder doch: “Fleisch als Ausdruck eines gewaltförmigen Verhältnisses”? Wie sagten die Römer, difficilem est, satiram non scribere. Postmoderne Grüße, Frank

  2. Über Zielsetzung aller möglichen akademischen Themen kann man geteilter Meinung sein. Sich allerdings lediglich über wissenschaftliches (oder anderweitiges) Interesse anderer lustig zu machen, ist echt allerunterste Schublade, “Frank”. Man muss wahrlich kein Tierrechtler sein um so eine Vorgehensweise als respektlos zu erkennnen. Ich wünsche Dir fairere Zeugen Deiner Arbeit als Du bist. Grüße, Friedrich

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