Neues Blog zur „umkämpften Moderne“

Ein Weblog mit dem Titel „Contending Modernities – A blog about Catholic, Muslim, and Secular interaction in the modern world” bereichert seit kurzem die internationale akademische Blogszene. Grundthema sind die aktuellen Debatten und Deutungskämpfe zum Begriff der „Moderne“, deren Akteure sich mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass weder eine religiöse noch eine säkulare Vereinnahmung dieses Schlüsselkonzepts ganz gelingt. Hier ein Auszug aus der Selbstbeschreibung des Blogs:

„What is ‘Contending Modernities’? In a sentence, it’s an effort to confront the fact that the relationship between religion and modernity is a lot more complex than many people anticipated. This relationship has proven more complex in at least two ways. One largely unanticipated complexity is that religion has proven pretty resilient in the face of modernity in all its forms. But the complexity is deepened when one reflects that secular communities and institutions have also proven resilient in many contexts, despite what some religious people have claimed about the unsustainability of secular ways of life. This failure of modernity to reach either a secular or religious destination has proven a disappointment to both religious and secular triumphalism. Religion and secularity are surviving and thriving together, creating a vast diversity of modern ways of life rather than the singular ’secular modernity‘ some secular theorists predicted, or the Kingdom of God on earth some religious revivalists and reformers anticipated.“

Essays von Margot Badran, Daniel Madigan, S.J., Vincent Rogeau, Gerard Powers und Scott Appleby bieten einen Einstieg in dieses spannende „hot topic“ kontemporärer politischer Philosophie, Sozialtheorie und Religionssoziologie. Das Blog ist eine Initiative des Kroc Institute for International Peace Studies der University of Notre Dame.

Hier geht’s zum Blog: „Contending Modernities“

[via: The Immanent Frame]

Ein Kommentar zu “Neues Blog zur „umkämpften Moderne“

  1. Ich würde das ja nicht so optimistisch sehen. Notre Dame eben! Entsprechend verzerrend sind die Beschreibungen. Religion „hasn’t proven“ irgendetwas Substanzielles oder Gutes, außer dass man über säkularen „Triumphalismus“ klagen zu müssen glaubt. Warum es schick ist, so beliebig zu sein, Religion als moralisches und soziales Konzept für die Zukunft und die Gegenwart in Betracht zu ziehen, ist nicht nachvollziehbar. Hallo, es geht hier um geoffenbarte Wahrheiten, die außerdem durch Autoritäten ausgelegt und sanktioniert werden. Dort gibt es keine Diskussion.

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