Am 4. und 5. Mai 2012 wird in Jena ein Workshop zur Rezeption Martin Heideggers in der politischen Theorie und Philosophie stattfinden. Der Call richtet sich vornehmlich an DoktorandInnen und Post-Docs, gefragt wird nicht nur nach Anknüpfungspunkten, sondern auch nach kritischen Auseinandersetzungen mit Heideggers Denken. Gerahmt wird der Workshop, der von Paul Sörensen und Nikolai Münch organisiert wird, von zwei Vorträgen (u.a. von Florian Grosser). Ein besonderes Schmankerl: Charles Taylor wird sich vom 21. April bis zum 17. Mai als Schillerprofessor in Jena aufhalten – die Chancen stehen nicht schlecht, dass er sich auf dem Workshop blicken lässt. Der Call endet am 15. Februar 2012.
Beiträge nach Autoren sortiert
Honneth-Lesekreis (5): Auftakt der normativen Rekonstruktion – Liebe und Freundschaft als tragende Säulen verwirklichter Freiheit
19. Dezember 2011, maikeTeil C, III.1 (Das „Wir“ persönlicher Beziehungen: a. Freundschaft + b. Intimbeziehungen) (S. 221-276)
In Teil C kommen wir zum zentralen Teil des Buches; hier führt Axel Honneth die normative Rekonstruktion der freiheitskonstituierenden Sphären am Material durch. An diesem Teil wird sich, wie Honneth bereits in der Einleitung betont hat, die Überzeugungskraft seines gesellschaftstheoretischen Ansatzes zeigen. Bevor ich zur Darstellung der Freundschaft und der Intimbeziehungen komme, mit der Honneth die inhaltliche und materiale Rekonstruktion der Sphären sozialer Freiheit beginnt, möchte ich noch einmal kurz die Architektur des Werks in Erinnerung rufen, um im Anschluss daran den Stellenwert dieses zentralen Kapitels zu erörtern. (weiterlesen…)
Konferenz in Tutzing: Der Staat – ein Kunstwerk?
14. Dezember 2011, maikeDie Akademie für Politische Bildung Tutzing veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Fatih University Istanbul und dem internationalen Graduiertenkolleg “Politische Kommunikation” vom 30.1. bis 1.2.2012 eine Konferenz, die sich mit der Erfindung des Staates in der Renaissance beschäftigt. Hier das Programm.
CfP: Radical Democracy an der New School II
13. Dezember 2011, maikeWas ist radikale Demokratie? Was sind ihre Ziele, Herausforderungen, Probleme? Nach welchen Ansätzen verfährt sie und wie untersucht man eigentlich radikaldemokratische Bewegungen? Zur Auseinandersetzung mit solchen und weitergehenden Fragen ruft das Department of Politics der New School for Social Research in New York gemeinsam mit dem Institute of Comparative Literature and Society der Columbia University für das kommende Jahr zum zweiten Mal auf. Die zweitägige Graduiertenkonferenz wird am 5. und 6. April 2012 in NYC stattfinden. Der Call (hier in aller Ausfühlichkeit) endet am 20. Januar, gefragt sind u.a. spannende und hochaktuelle Themen wie ‘indigenous democratic movements’, ‘philosophy of community’ oder ‘revolution and reform’.
Raymond Geuss in Jena
2. Dezember 2011, maikeIn der kommenden Woche (5.-9.12.2011) ist Raymond Geuss zu Gast am Jenaer Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung. Seine kritischen Thesen, die er insbesondere in der Streitschrift ‘Philosophy and Real Politics‘ vertritt, haben in der politischen Theorie und Philosophie große Resonanz erzeugt – zuletzt etwa auf der Herbsttagung der DVPW-Theoriesektion (wir berichteten). In Jena wird Geuss zwei Vorträge halten, ein Seminar geben und an der internationalen Tagung “Die Bildung der Moderne” teilnehmen. Hier geht’s zum Überblick über die Veranstaltungsreihe. Auch kurzentschlossen Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Transkulturalität II: Gründungstagung der DVPW-Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“
31. März 2011, maikeGenau zwei Monate nach dem Hamburger Workshop, und zwar am 16. und 17. September 2011 findet in Göttingen die Gründungstagung der von Holger Zapf und Alexander Weiß ins Leben gerufenen neuen DVPW-Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“ statt. Ihr Ziel ist es, ein Forum für die Auseinandersetzung mit nicht-westlichen, kulturübergreifenden und -vergleichenden Ansätzen innerhalb der politischen Theorie zu schaffen. Die Gründungstagung setzt sich mit der Frage auseinander, wie westliche Begriffe und Konzepte in nicht-westlichen Diskursen rezipiert und aufgenommen werden. Die Deadline für Vorschläge ist der 2. Mai 2011, hier der Call.
Transkulturalität I: Ideengeschichts-Workshop in Hamburg
31. März 2011, maikeIn Hamburg findet am 15. und 16. Juli 2011 der zweite Nachwuchsworkshop aus der Reihe “Methoden der politischen Ideengeschichte” statt. Nachdem auf der ersten Tagung über methodische Ansätze der Ideengeschichte diskutiert wurde (wir berichteten), geht es in diesem Jahr um eine Perspektiverweiterung: die Frage nach der Integration nicht-westlicher Ideen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich einer inter- bzw. transkulturellen Ideengeschichte, welche Herausforderungen stellen sich ihr und was bedeutet dies für das Fach insgesamt? Keynote speakers sind Manuela Boatcǎ (FU Berlin), Fred Dallmayr (University of Notre Dame), Eun-Jeung Lee (FU Berlin) und Walter Reese-Schäfer (Georg-August-Universität Göttingen). Vorschläge für Beiträge werden bis zum 30. April erbeten. Hier geht’s zum Call.
Konferenz in Hamburg: Europa und die Moderne
16. März 2011, maikeVom 24. bis zum 23. März findet an der Universität Hamburg eine interdisziplinäre Konferenz zur Entstehung der Moderne im Europa des “langen 18. Jahrhunderts” statt. Aus der Ankündigung:
Die einstmals unbefangene Rede von ‚der Moderne‘ ist inzwischen oftmals der Frage gewichen, ob nicht von multiplen Konzeptionen der Moderne und verschiedenen Wegen in die Moderne gesprochen werden muss. Ist die „europäische Moderne“ also nur eine unter mehreren möglichen bzw. – zeitlich versetzt und in anderen Gestalten auftretend – realiter bereits bestehenden ‚Modernen‘? Die Brisanz dieser Debatten wird offenkundig, wenn man bedenkt, welche Implikationen und Konsequenzen der damit verbundenen Relativierung von mit universellem Anspruch auftretenden ‚modernen‘ Vorstellungen von Demokratie, Menschenrechten oder wissenschaftlicher Erkenntnisweisen innewohnen.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Hier geht’s zu Plakat und Programm.
Quentin Skinner in Frankfurt
22. Februar 2011, maikeAm 27. April 2011 wird Quentin Skinner mit dem Vortrag “The Third Body and the Theory of the State” die Kantorowicz Lectures in Political Language am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität zu Frankfurt eröffnen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr, Details gibt es hier.
3 PostDoc-Stipendien für die Arbeitsgruppe von Nancy Fraser an der FU Berlin
1. Februar 2011, maikeWir haben es leider jetzt erst gesehen, darum ein so kurzfristiger Hinweis auf drei attraktive Stipendien, die an der Graduiertenschule des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin ausgeschrieben sind. Dort wird unter der Leitung von Nancy Fraser eine Arbeitsgruppe zum Thema “Krise der amerikanischen Demokratie” eingerichtet. Die Stipendien werden an promovierte Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen für die Bearbeitung eigener Forschungsvorhaben im Rahmen der Arbeitsgruppe vergeben. Wer sich jetzt an den Schreibtisch setzt, kann es noch schaffen: Die Bewerbungsfrist ist der 3. Februar 2011. Alle weiteren Details hier.