Über Rechte reden: Lesenotiz zu Dirk Jörkes und Veith Selks „Theorien des Populismus“

Über (Rechts-)Populismus wird heftig diskutiert, in der öffentlichen Debatte, wie auch in der politischen Theorie. Wenn Theoretiker eher akademische  Populismusdebatten zugänglich aufbereiten, ist dies also hochaktuell und besonders begrüßenswert für alle, die sich eine enge Verzahnung von wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten und eine nicht schon sprachlich abgekoppelte Demokratietheorie wünschen. Selbstredend bleibt das zu besprechende Projekt nicht deskriptiv, sondern ist eine Fortsetzung von dem, was auf diesem Blog begonnen hat: Dirk Jörke und Veith Selk nutzen die Einführung (Dirk Jörke/Veith Selk, Theorien des Populismus zur Einführung, Hamburg: Junius 2017, 192 S.), um ihre Kritik an der liberalen, übermäßig moralisierenden Populismus-Verdammung zu untermauern.

Das Buch geht der Reihe nach auf das Phänomen Populismus, auf die Entstehungsursachen von Populismus, und auf die theoretischen Bewertungen von dem gegenwärtigen Populismus ein. Kurz zusammengefasst schlagen Jörke und Selk vor, Populismus als Reaktion auf die nicht eingehaltenen Versprechen der Demokratie zu interpretieren. (mehr …)

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Und was ist nun Populismus? Die Replik von Jan-Werner Müller

Als Abschluss des Buchforums zu Jan-Werner Müllers „Was ist Populismus?“ (Suhrkamp 2016) hier nun die Replik des Autors auf die Beiträge von Richard Gebhardt, Daniel Jacob und Dirk Jörke.

Ich danke Richard Gebhardt, Daniel Jacob und Dirk Jörke für die konstruktive Kritik an meinem Buch. In meiner Replik möchte ich vor allem auf drei grundsätzliche Punkte eingehen: Der normative Status von Antipluralismus; die Auseinandersetzung darüber, inwieweit Populismus eine „Stilfrage“ ist; und die Ursachen von Populismus. Ganz zuletzt auch noch ein paar Gedanken zum Thema, ob es nicht doch einen Linkspopulismus als Antwort auf die derzeitigen Siegeszüge des Rechtspopulismus braucht (ein Gedanke, der, wenn ich es richtig verstehe, bei allen Kommentaren zum Buch zumindest auch immer im Hintergrund schwebt).   (mehr …)

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Wien 9.-11. Juni 2016: Podium, Symposion und Workshop (mit CfP) zu “Conflicting Populisms. Left and Right Wing Populism in Europe”

Vom 9.-11. Juni 2016 verstalten Oliver Marchart und Isolde Charim die Tagung „Conflicting Populisms. Left and Right Wing Populism in Europe” – als Zusammenarbeit zwischen der Professur für Politische Theorie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und dem Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog.

Die Tagung besteht aus insgesamt drei Teilen: einer Podiumsdiskussion zwischen Micha Brumlik, Chantal Mouffe, Jan-Werner Müller und Peter Pilz, einem Symposion mit Vorträgen von Oliver Marchart, Catherine Colliot-Thélène, Emilia Palonen , Chantal Mouffe, Jan-Werner Müller, Yannis Stavrakakis und Ingolfur Blühdorn sowie einem Workshop für DoktorandInnen und PostdoktorandInnen. Für letzteren ist ein Call ausgeschrieben. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen… (mehr …)

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