Nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus und in der Reha-Klinik kehrt der Eisbär wieder zurück nach Hause: Unsere Website wird technisch auf den neuesten Stand gebracht und der Newsletter wird wieder versendet! Und wie es nach längerer Krankheit manchmal ist: (Noch) nicht alles sieht aus wie früher und manches wird anders bleiben. Wir arbeiten daran, nach und nach wieder alle früheren Funktionen zu ermöglichen und die Website wieder richtig schick zu machen.
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Euer Theorieblog-Team

juut & thx!
vlt. bisschen viel baby-rosa, und der neue vorschlags-thesaurus beim kommentar ist extrem löchrig.
wollt ihr nicht das aktuelle rezensionskonvolut zum digitalthema auf soziopolis.de aufgreifen?
digitus und ideengeschichte (bis zur iddeen-operationalisierung etc.) sind doch aufs engste miteinander verknüpft. s. a. sybille krämers jahrzehnte alter vortrag zur geschichte des rechnens. sie widmet sich so kompetent wie dringend anschlußbedürftig dem aktuellen heavystuff dirk baekers zu thema. und erst die nosthoff …
es kämen m. e. ca. 20 fragen, problem-/krisen-stellungen, stichworte u. funktionen, wie lektüre-pfade u. ä. , zur behandlung in frage.
Krämer:
„Denn mit seiner neuesten Monografie legt der prominente Systemtheoretiker Dirk Baecker eine Studie auf höchstem Abstraktionsniveau vor; so hoch, dass die Verbindung zu den erfahrbaren Phänomenen der Digitalisierung nicht selten zugunsten einer sich nahezu selbst tragenden theoretischen Konstruktion abhandenkommt.“
Mit dem „höchstem Abstraktionsniveau“ wird eine „Schwundstufe“ ja zwangsläufig, denn abstrahere bedeutet eben von etwas wegziehen, absehen von …, entfernen aus/von etc., und daher ist das entkleidete, das abstraktum, je „weniger“ als das je „ganze“ bzw. das volle, konkretum/verum (wobei das je ganze mal mehr, mal weniger, als die summe seiner teile sein kann).
wenn nun baecker so hochabstrakt die digitalisierung in den blick nimmt, dann wird sie als systemtheoretischer gegenstand notwendig schon weniger als ohne diesen blick, ohne diese gegenständlichkeit, ist darin dann schon zunächst „schwundstufe“ seiner selbst.
vlt. überträgt baecker diese „schwindsucht“ dann auf das direkte verhältnis dieser abstraktifizierten digitalisierung zum analogen, obgleich es diese direktheit so gar nicht gibt, sondern lediglich die digitalität(en)/digitalisierung(en) je in ihrer gesamtheit, im konkreten vollbild, eine beziehung zum analogen unterhalten können, nicht als abstractum.
ansonsten spricht ja nahezu alles dafür, dass die digitalitäten oft eine schwundstufe des analogen darstellen (sollten), in elektromagnetismus gegossene abstraktionen von konkret-analogem. aber das ist eben nicht die ganze wahrheit dazu. dieses verhältnis kehrt sich womöglich um, und das analoge wird zur schundstufe/miesen real-kopie/ wunderbarer digitalwelten/abstraktionen …
„schundstufe“, – soweit wollte ich hier nicht gehen, – das „w“ vergessen, sry.
krämer weiter:
„Das Sextett von Baeckers Kernideen beginnt mit der:
(1) Digitalisierung: Die Frage, was Digitalisierung ist, wird zur Frage, was es für soziale Systeme bedeutet, mit einer analogen Welt konfrontiert zu sein, die als beständig Mitlaufende deren Digitalisierung durchkreuzt (S. 89). Drastisch ausgedrückt: Die Digitalisierung zerbricht laufend am Analogen.“
dass etwas an etwas anderem zerbricht, zumindest vom anderen durchkreuzt wird, ist ja nichts neues oder ungewöhnliches und meist ist das verhältnis des zerbrechens durchaus gegenseitig aufgestellt: zerbrechen des analogen am digitalen ist ebenso legion wie vice versa.