Autorenname: Astrid Séville

Debatte, ZPTh-Debatte

Crossdressing der Disziplinen? Literaturwissenschaft und die Politik des Bekenntnisses

Im Rahmen der aktuellen ZPTh-Debatte auf dem Theorieblog antwortet heute Astrid Séville auf den Kommentar von Albrecht Koschorke zu ihrem Beitrag „Kitsch und Krise“.

Für Autoren akademischer Texte gilt üblicherweise, was wir als Maxime aus dem britischen Königshaus kennen: never complain, never explain. Sie vermeiden es, irritierenden Besprechungen eine Verteidigung des eigentlich Gemeinten hinterherzuschicken und grübeln stattdessen im Stillen über Interpretationen, Intentionen und womöglich unglückliche Formulierungen, statt sich darüber zu freuen, überhaupt gelesen zu werden. Die weitgehend entintellektualisierte Universität und die Zwänge des Publikationswesen erschweren riskantes und lustvolles Lesen und Schreiben; Kontroversen sind oftmals vorsichtig oder strategisch. Umso erfreulicher ist das Format des Theorieblogs, einen Beitrag aus der Zeitschrift für Politische Theorie nicht nur kommentieren zu lassen, sondern den Autor auch respondieren zu lassen. Dass Albrecht Koschorke meinen Essay „Kitsch und Krise“ kommentiert hat, freut und ehrt mich sehr. Gerne nehme ich daher die Gelegenheit wahr, zu antworten.

ZPTh-Debatte

Chantal Mouffe – Gezähmte Radikale oder überschätzte Reformerin? Stefan Wallascheks ZPTh-Artikel in der Diskussion

Für Freund_innen der theoretischen Debatte bietet das Heft 1/2017 der Zeitschrift für Politische Theorie nicht nur inhaltlich Lesestoff, sondern in Form der Diskussion zur „Kritischen Theorie heute“ – gerahmt von einem Editorial der Herausgeber und einem abschließenden Beitrag zur Aktualität der Kritischen Theorie von Marc Grimm –  auch ein neues Debattenformat. Zwei Aufsätze stehen diesen Auseinandersetzungen voran: Christian Dries‚ Aufsatz zu Hannah Arendts Blick auf das Andere der Ordnung und Stefan Wallascheks Diskussion zu Chantal Mouffes Umgang mit der Frage nach den politischen Institutionen. Und auch Christian E. W. Kremsers anschließende Rezension zu Star Trek und der Politischen Theorie scheint einen Blick wert. Wir freuen uns, dass wir im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der ZPTh Stefan Wallascheks Aufsatz kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können. Wir freuen uns auch, dass Astrid Séville den passenden Kommentar dazu geschrieben hat. Herzliche Einladung an dieser Stelle an alle, in die Diskussion einzusteigen. Die Kommentarspalten sind hiermit eröffnet. Stefan Wallaschek wird in den nächsten Wochen antworten.

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