{"id":3451,"date":"2011-04-29T07:13:39","date_gmt":"2011-04-29T05:13:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theorieblog.de\/?p=3451"},"modified":"2025-03-14T15:14:38","modified_gmt":"2025-03-14T14:14:38","slug":"macht-zwei-bericht-zur-augsburger-dvpw-tagung-politische-macht-im-gesellschaftlichen-kontext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theorieblog.de\/index.php\/2011\/04\/macht-zwei-bericht-zur-augsburger-dvpw-tagung-politische-macht-im-gesellschaftlichen-kontext\/","title":{"rendered":"Macht zwei. Bericht zur Augsburger DVPW-Tagung \u201ePolitische Macht im gesellschaftlichen Kontext\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der zweite Teil des kleinen Machtschwerpunktes der DVPW-Sektion f\u00fcr Politische Theorie und Ideengeschichte lockte vom 16.-18. M\u00e4rz nach Augsburg. Anders als bei der <a href=\"http:\/\/www.theorieblog.de\/index.php\/2010\/10\/der-gehorsam-ist-das-erklarungsbedurftige-bericht-zur-erfurter-dvpw-tagung\/\">Erfurter Herbsttagung<\/a> zu den \u201eVariationen der Macht\u201c bot das <a href=\"http:\/\/www.dvpw.de\/fileadmin\/user_upload\/sek_vp\/Tagungsprogramm%20-%20Politische%20Macht%20im%20gesellschaftlichen%20Kontext-15032011_01.pdf\">knapper gehaltene Programm<\/a> die M\u00f6glichkeit, auf Parallelpanels zu verzichten und sich l\u00e4stige Rochaden zu ersparen. Zur Er\u00f6ffnung wurde der titelgebende \u201egesellschaftliche Kontext\u201c mit Verweis auf den Veranstaltungsort, der einmal mehr dem wohlbekannten Charme handels\u00fcblicher Seminarr\u00e4ume entzogen und in die Innenstadt verlegt wurde, von Konferenzorganisator Marcus Llanque (dessen souver\u00e4n-elegante Leitung insgesamt zu gefallen wusste) historisch eingeholt: Getagt wurde im Zeughaus (dessen historischer Teil 1607 errichtet wurde), welches als st\u00e4dtische R\u00fcstkammer f\u00fcr milit\u00e4rische Macht stehe. Ein Blick aus dem Fenster gen\u00fcgte, um den Fuggerschen Stadtpalast (ab 1512 erbaut) zu erkennen, welcher das Thema der \u00f6konomischen Macht ins Ged\u00e4chtnis rufe. In nur wenigen hundert Metern konnte die St.-Anna-Kirche erreicht werden (von wo aus Martin Luther 1518 nach verweigertem Widerruf seiner 95 Thesen geflohen war), die auf den Kampf um Deutungsmacht verweise.<!--more--><\/p>\n<p>Doch der Reihe nach zu den Vortr\u00e4gen, deren Abfolge keiner offenkundigen Meistererz\u00e4hlung folgte: Den Beginn machte Samuel Salzborn (Gie\u00dfen), der die ambivalente Macht des Mythos verhandelte. Er zeigte diese in den Werken zweier Theoretiker, die er gegen\u00fcber stellte: Hobbes, den er als ansatzweise liberalen Denker interpretierte, versus Carl Schmitt, der in dieser Hinsicht nat\u00fcrlich unverd\u00e4chtig erscheint. Salzborn schlug sich nicht zuletzt nach Belegen f\u00fcr Schmitts antisemitische Haltung auf die Seite des Ersteren. Leider blieb weniger Raum f\u00fcr eine sicherlich viel versprechende allgemeinere Behandlung der Verbindung von Mythos und Macht. Thomas Biebricher (Frankfurt a.M.) stellte einen interessanten Ausschnitt aus seinem Projekt zum Neoliberalismus im Cluster \u201eNormative Ordnungen\u201c vor. Er konzentrierte sich auf die grundlegenden Denker Von Hayek und Eucken, mit denen systematisch nach wie vor fast alle zeitgen\u00f6ssischen neoliberalen Positionen erfassbar seien. Trotz Unterschieden in der Frage, ob Macht \u00fcberhaupt problematisiert, wie das Verh\u00e4ltnis von Staat und Wirtschaft gesehen werde und was das jeweils einzuschr\u00e4nkende \u00dcbel sei, k\u00f6nne doch beiden im Ergebnis eine erstaunlich autorit\u00e4re und antidemokratische Tendenz zugeschrieben werden. Der Vortrag von Manuel Knoll (Istanbul) widmete sich der Macht des Kapitals, genauer gesagt der Stabilit\u00e4t und Steigerungslogik des Kapitalismus. Seiner Verbindung von Marxscher Strukturanalyse und ideengeschichtlich gest\u00fctzten anthropologischen \u00dcberlegungen zur Habgier \u2013als eine Art negativer Tugendethik und motivierender Grundlage \u2013 gelang es sichtlich, im Saal einige Unruhe zu erzeugen. Diese offenbar von Vielen als widerspr\u00fcchlich empfundene Konzeption regte zahlreiche Kommentare an, die zunehmend leidenschaftlich ausfielen. Andr\u00e9 Brodocz (Erfurt) wollte exemplarisch wissen, ob demnach alle Mitglieder eines kaum der akkumulierenden Habgier zu bezichtigenden Prekariats als Unmenschen zu sehen seien. So weit wollte der Referent dann aber doch nicht gehen.<\/p>\n<p>Den ersten Tag beschloss Georg Zenkert (Heidelberg) mit einem komplexen und weniger polemikfreundlichen Vortrag \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Macht und Recht. Er fokussierte st\u00e4rker auf \u201ekonstitutive\u201c Macht und thematisierte unter anderem das Recht als integratives Medium zwischen demokratischer Willensbildung und Institutionenbildung. Im Tagungsaufbau h\u00e4tte sich zu diesem Themenkomplex eine Umstrukturierung angeboten, w\u00e4re es doch lohnenswert gewesen, diesen Vortrag mit den ebenfalls rechtsbezogenen Pr\u00e4sentationen des dritten Tages ins Gespr\u00e4ch zu bringen: Ulrike Meyer (Frankfurt a.M.) besch\u00e4ftigte sich in ihrem ebenfalls sehr dichten Beitrag auf vergleichbarer Abstraktionsebene ebenso mit dem Verh\u00e4ltnis von Macht und Recht, wobei ihre theoretische tour de force insgesamt auf einen Zweifel an der normativen Dominanz des Rechts \u00fcber die Politik zielte. Daniel Schulz (Dresden) stellte in seiner Pr\u00e4sentation die These auf, dass jede Verfassungstheorie auch eine Machttheorie sei. Im Weiteren leitend war die Unterscheidung zweier Formen von Verfassungsmacht, konkret von republikanischer Erm\u00f6glichung und liberaler Begrenzung, deren spezifische Schnittmenge wiederum im Medium der Deutungsmacht l\u00e4ge.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag gelang es den beiden strukturierten Panels der Tagung Akzente zu setzen. Das erste wurde von den ReferentInnen aus ihrer Mitte heraus organisiert. Die \u00fcberzeugende Dramaturgie dieses Forums wurde jedoch leider durch den kurzfristigen Ausfall ausgerechnet der beiden Rahmenvortr\u00e4ge durcheinander gewirbelt; diese sollten sowohl das Feld bestellen (Matthias Lemke, Duisburg-Essen: \u201eIdeologie und Ideologiekritik\u201c) als auch die gemeinsamen Ertr\u00e4ge ernten (Anina Engelhardt, Marburg : \u201eWissen als Strukturkategorie\u201c). Allein der \u00fcberaus interesseweckende Paneltitel \u201eErz\u00e4hlte Orte der Macht\u201c wurde nicht wirklich eingeholt; zentral war vielmehr das Verh\u00e4ltnis von Macht zu Wissen\/ Wahrheit. Thorsten Schlee (Duisburg-Essen) sp\u00fcrte als nunmehr erster Redner der \u201eKorruption des Politischen\u201c bei Chantal Mouffe nach. In drei Schritten pr\u00e4sentierte er die spannungsreichen Zusammenh\u00e4nge des Politischen mit einem neutralen Ort, von kontrahegemonialen Strategien mit historisch kontingentem Wissen sowie von Antiessentialismus mit der Unhintergehbarkeit der Anthropologie. Schlees Lehrstuhlkollege Ulf Kemper begab sich auf die Suche nach den korrespondierenden Begriffen der Macht, des Wissens und der Ideologie bei Adorno. Er lie\u00df seine Argumentation in drei Thesen m\u00fcnden, von denen zwei Adornos vermeintliche Schwachstellen (Gefahr des Elitenprojekts, Verhinderung emanzipativer Projekte), und eine sein gegenw\u00e4rtiges Anregungspotential f\u00fcr eine kritische Theorie der Wissenspolitologie betrafen. Daniel Schmidt (Leipzig) wagte sich, vom Sarrazinbeispiel ausgehend, ins Get\u00fcmmel aktueller politischer Debatten. In seinem ansprechenden Beitrag identifizierte er insgesamt sechs Kernelemente demografischer \u201eWahrheitsproduktion\u201c: Krisendiskurse, Zukunftswissen, wissenschaftliche Expertise, grafisches Wissen, Othering und Naturalisierung. Vom Plenum wurde auf das ganze Panel gem\u00fcnzt der Einwand erhoben, dass insbesondere zwischen Wissen und Wahrheit wom\u00f6glich nicht hinreichend unterschieden werde.<\/p>\n<p>Besonders viel Lob erfuhr zu Recht das zweite Panel, das sich dem Verh\u00e4ltnis von Macht und Kultur widmete. Es wurde zusammengestellt von Franco Barrionuevo, Andreas Busen, Rieke Sch\u00e4fer und Veith Selk (alle Hamburg). Den drei am St\u00fcck gehaltenen Vortr\u00e4gen folgte ein ausf\u00fchrlicher Kommentar von David Strecker (Jena), erst im Anschluss wurde die gemeinsame Antwort- und Plenumsrunde er\u00f6ffnet. Eine sinnvolle und gut ausgef\u00fcllte Einrichtung, die auch ein st\u00e4rkeres In-Beziehung-Setzen der drei Arbeiten leistete. \u201eAmbivalent\u201c, so der Moderator Busen, war allein die kurzfristige Absage von Oliver Marchart (Luzern). Diese m\u00fcnde in eine nun zu \u00fcberm\u00e4chtige Rolle des einzig verbliebenen Kommentators, welcher hingegen als \u201ealter\u201c Habermasianer prompt die eindeutige Stimme der Vernunft f\u00fcr sich reklamierte. Doch zu den Vortr\u00e4gen: Paul S\u00f6rensen (Jena) legte eine innovative wie pr\u00e4zise Interpretation von Arendt vor. Um deren viel behandelter Machtthematisierung Neues abgewinnen zu k\u00f6nnen, zeigte er einen m\u00f6glichen \u201eOrt der Kultur\u201c bei Arendt auf, dem sie selbst noch keine explizite Rolle zugewiesen habe. Problematisch wiederum werde Kultur, wenn sie, analog zur Macht, verkn\u00f6chere und in ihrer Schlie\u00dfung depolitisiere. Ein besonderer Kniff bestand in der Anwendung auf das unkonventionelle wie ergiebige Beispiel Intersexualit\u00e4t, denn hier ist die Frage der Politisierung Betroffener besonders heikel. Die Diskussion hinterfragte den Mehrwert Arendts etwa \u00fcber Foucault und Butler hinaus, was mit dem Hinweis auf den besonderen Gewaltbegriff schl\u00fcssig beantwortet wurde. Zu \u00fcberzeugen wusste auch Maike Wei\u00dfpflug (Aachen), die das politiktheoretisch leider noch zu selten beachtete Thema der Literatur auf den Plan rief. In ihrer Suche nach der politischen Kraft der poetischen Sprache fand sie in Rorty und Ranci\u00e8re ihre theoretischen Gew\u00e4hrsm\u00e4nner. Idealtypisch unterschied sie zwischen dem liberalen, auf das Private beschr\u00e4nkten Ansatz des Ersteren und dem weitergehenden \u201eromantischen\u201c Ansatz des Letzteren. Sie lie\u00df eine Pr\u00e4ferenz f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Ambitionen Ranci\u00e8res erkennen, f\u00fcr den kreative Neubeschreibung gar als Paradigma von Politik zu sehen sei. Vom Plenum wurde weiterf\u00fchrend angeregt, neben der politischen Dimension der Literatur auch die literarische Dimension des Politischen in den Blick zu nehmen, womit erneut etwa Arendt verst\u00e4rkt ins Spiel komme. Antonia Schmid (Wuppertal) besch\u00e4ftigte sich in ihrer dicht bepackten Pr\u00e4sentation mit ikonischer Macht und visueller Repr\u00e4sentation, wobei sie theoriestrategisch \u00fcber das Thema Ideologie die Ans\u00e4tze der cultural studies und Frankfurter Schule verbinden wollte. Analysetechnisch beklagte Sie insbesondere das Fehlen eines politikwissenschaftlichen Bildbegriffs. Ihr Blick \u00fcber den politikwissenschaftlichen Tellerrand war wom\u00f6glich nicht f\u00fcr alle unmittelbar anschlussf\u00e4hig; nicht zuletzt von visuellpolitisch einschl\u00e4giger Seite (Willi Hofmann, M\u00fcnchen) erhielt sie aber Zustimmung.<\/p>\n<p>Als erste Darbietende der zwei abendlichen Einzelvortr\u00e4ge war es an Ina Kerner (Berlin), einen Anschluss an die beiden Panels zu schaffen: Anhand der Begriffe Kooperation, Governance und Gouvernementalit\u00e4t besch\u00e4ftige sie sich mit Interaktionsformen, bei denen nicht prima facie klar scheine, dass es sich um machtdurchwirkte Prozesse handele. Gleichzeitig hievte sie die Diskussion auf eine subdisziplin\u00e4r andere Ebene, war ihr Gegenstand doch die transnationale NGO-F\u00f6rderung. Der interessante Vortrag lief darauf hinaus zu zeigen, dass ein an Foucault orientierter Gouvernementalit\u00e4tsansatz seinen Alternativen \u00fcberlegen sei, da er insbesondere machttechnische Ambivalenzen der herrschenden Praxis am besten darstelle. Abschlie\u00dfend demonstrierte Peter Niesen (Darmstadt), wie man, anhand eines zun\u00e4chst etwas ungew\u00f6hnlichen Themas (\u201eMacht der Infrastruktur\u201c), ideengeschichtliche Arbeit \u2013 hier am Beispiel der britischen Utilitaristen \u2013 leisten kann, deren aktuelle Relevanz unmittelbar einleuchtet. Als Schl\u00fcsselbegriffe dienten ihm dabei Kolonialisierung und Legitimation; quellentechnisch ging er von Bentham zu Mill.<\/p>\n<p>Martin Saar (Frankfurt a.M.) entfaltete am folgenden Morgen als Einziger ausdr\u00fccklich einen allgemeinen Vorschlag eines Machtbegriffs, und h\u00e4tte sich nicht zuletzt deshalb auch als Er\u00f6ffnungsredner hervorragend geeignet. \u00dcberdies h\u00e4tte das auch f\u00fcr ihn selbst strukturelle Vorteile gehabt; doch wie tief der augenzwinkernd zum Ausdruck gebrachte Unmut sa\u00df, seri\u00f6ser Weise nicht beim von zahlreichen anderen TeilnehmerInnen am Vorabend ganz traditionell und mit der n\u00f6tigen Hingabe begangenen St. Patrick\u2019s Day mitgewirkt haben zu k\u00f6nnen, konnte nicht mehr hinl\u00e4nglich gekl\u00e4rt werden. Anders als zu bef\u00fcrchten war sollte sich eine rege und produktive Diskussion entspannen, die die Zentralit\u00e4t dieser allgemeinen Begriffsauseinandersetzung unterstrich. Die Grundfrage in Saars Vortrag, der zugleich Einblicke in seine unmittelbar vor dem Abschluss stehende Habilitationsschrift gew\u00e4hrte, lautete: \u201eWas macht Macht?\u201c. Seine programmatische Antwort: sie wirke. Mithin zielte er auf einen prozessualen Machtbegriff, der auf der Konferenz relativ breit anschlussf\u00e4hig zu sein schien. Saar verankerte selbigen bei Spinoza, den er damit zugleich spannenderweise als Vorl\u00e4ufer von Foucault pr\u00e4sentierte. Im Einzelnen ging er ein auf Elemente eines ontologischen Machtbegriffs (als Stichw\u00f6rter: Konstitution, Relationalit\u00e4t und Steigerung), auf machttheoretische Konsequenzen (die auf ein Jenseits von Handlungstheorie, methodologischem Individualismus und Herrschaftsfixierung verweisen) sowie auf Demokratie als unhintergehbar vermachtetem Raum. Zu den Einw\u00e4nden z\u00e4hlte, dass Macht nicht durch potentia ersetzt werden k\u00f6nne oder solle (Ruth Zimmerling, Mainz) oder dass das letztlich ontologisierende Vorgehen Probleme mit sich bringe (Niesen). Saar wiederum pl\u00e4dierte gegen zu viel Angst vor letztlich unvermeidlicher Ontologie, der man sich lieber offensiv stellen solle.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ein kurzes Wort der Bilanzierung: Wie realistischerweise f\u00fcr ein solch potentiell repr\u00e4sentatives Format kaum anders zu erwarten, blieb eine gro\u00dfe Synthese oder eine Art Ergebnis aus. Insofern wurde auch das weitl\u00e4ufige Tagungsthema nicht in einem bedeutungsvollen Sinne eingeholt, ein \u201eVariationen II\u201c h\u00e4tte wohl ein mindestens ebenso passender Kandidat sein k\u00f6nnen. Ein heimlicher Schwerpunkt darf aber vielleicht doch vermutet werden: Die Tagung hat viele \u2013 aktuellen Hochrechnungen zufolge mindestens die H\u00e4lfte \u2013 im weitesten Sinne poststrukturalistisch inspirierte Vortr\u00e4ge gesehen und geh\u00f6rt. Das ist nicht zuletzt deshalb bemerkenswert, als der Foucaultsche Ausspruch vom Kopf des K\u00f6nigs, der im Politischen Denken noch immer nicht gerollt sei, grunds\u00e4tzlich eine beachtliche Halbwertszeit aufzuweisen scheint. Die vermeintliche Interessensh\u00e4ufung k\u00f6nnte nicht zuletzt auch ein Effekt der erfreulich ausgepr\u00e4gten Beteiligung j\u00fcngerer WissenschaftlerInnen sein. Beschlie\u00dfend bleibt noch Andr\u00e9 Brodocz aufrichtig daf\u00fcr zu danken, dass diese Tagung nicht einfach so vor\u00fcberzog, ohne dass im Rahmen einer sinnvollen kritischen R\u00fcckfrage Luke Skywalker zu seinem Recht \u2013 und damit hoffentlich auch seiner Macht \u2013 verholfen wurde.<\/p>\n<p><em>Ulf Bohmann provomiert in der <a href=\"http:\/\/www.dsla.uni-jena.de\/\">Doktorandenschule Laboratorium Aufkl\u00e4rung<\/a> der FSU Jena und am dortigen Lehrstuhl f\u00fcr allgemeine und theoretische Soziologie bei Hartmut Rosa. Seine Dissertation befasst sich mit dem kritischen Programm einer Genealogie nach Charles Taylor und Michel Foucault. Er interessiert sich durchaus unspezifisch f\u00fcr Politisches Denken, zeitgen\u00f6ssische Sozialphilosophie und Ideengeschichte.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Teil des kleinen Machtschwerpunktes der DVPW-Sektion f\u00fcr Politische Theorie und Ideengeschichte lockte vom 16.-18. 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