{"id":21229,"date":"2019-06-17T10:00:51","date_gmt":"2019-06-17T08:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theorieblog.de\/?p=21229"},"modified":"2025-03-14T16:04:31","modified_gmt":"2025-03-14T15:04:31","slug":"cfp-wie-relevant-ist-die-politikwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theorieblog.de\/index.php\/2019\/06\/cfp-wie-relevant-ist-die-politikwissenschaft\/","title":{"rendered":"CfP &#8222;Wie relevant ist die Politikwissenschaft?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die erste Thementagung der <a href=\"https:\/\/www.dvpw.de\/\">Deutschen Vereinigung f\u00fcr Politikwissenschaft<\/a> (DVPW) widmet sich vom 12.-14. Dezember 2019 der Frage &#8222;Wie relevant ist die Politikwissenschaft?&#8220; und somit den Themen des Wissenstransfers und der gesellschaftlichen Wirkung von Forschung und Lehre. Zu den Schwerpunkten der Auseinandersetzung sollen dabei zum Beispiel das Verh\u00e4ltnis von Politikwissenschaft und Herrschaftslegitimation sowie die Beziehung von politischer \u00d6ffentlichkeit und Wissenschaft geh\u00f6ren. Alle, die im Dezember an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt dabei sein m\u00f6chten, k\u00f6nnen bis zum 1. September 2019 Abstracts (nicht mehr als 700 W\u00f6rter) einreichen. Alle weiteren Informationen zu Inhalt wie Organisation finden sich im Call for Papers \u2013 <a href=\"https:\/\/www.theorieblog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/DVPW-Thementagung-2019-Call-for-Papers.pdf\">hier<\/a> und nach dem Klick.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.hochschullehre-politik.de\/\">AK Hochschullehre<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dvpw.de\/gliederung\/ak\/ak-politik-und-geschichte\/\">AK Politik und Geschichte<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.dvpw-puk.de\/\">AK Politik und Kommunikation<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dvpw.de\/gliederung\/ak\/politik-und-kultur\/\">AK Politik und Kultur<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dvpw.de\/gliederung\/sektionen\/regierungssystem-und-regieren-in-der-bundesrepublik-deutschland\/\">Sektion Regierungssystem und Regieren<\/a><\/em><\/p>\n<p>Call for Papers<br \/>\n<strong>Wie relevant ist die Politikwissenschaft? Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung von Forschung und Lehre<\/strong><\/p>\n<p>Thementagung der DVPW am 12.-14. Dezember 2019<br \/>\nOrt: Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main, Institut f\u00fcr Politikwissenschaft \/ Cluster Die Herausbildung normativer Ordnungen<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Debatte wird regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die mangelnde gesellschaftliche und politi-sche Relevanz der Politikwissenschaft geklagt. Dass mit solchen Klagen ein recht einseitiges Bild gezeichnet wird, machen nicht nur die vielen Repliken auf die Debatten in der FAZ und ZPol zum Stellenwert der Politikwissenschaft deutlich. So warnt die kritische Wissenschafts-forschung, man m\u00f6ge das Verh\u00e4ltnis von Wissenschaft und Praxis nicht als eines von Wissens-angebot und -nachfrage verstehen, sondern m\u00fcsse es als Wechselbeziehung begreifen. Diese Wechselbeziehung ist auch um andere Akteure wie B\u00fcrger*innen und Rezipient*innen zu er-weitern, deren Bed\u00fcrfnisse nach Erkl\u00e4rungen in einer immer komplexer werdenden politi-schen Umwelt steigen. Ferner ist eine alleinige Verengung auf die Sichtbarkeit in klassischen Massenmedien und die Beratung von Entscheidungstr\u00e4ger*innen problematisch, da sie eine Reihe anderer, nicht minder politischer Aspekte marginalisiert, \u00fcber welche die Politikwissen-schaft gesellschaftliche Wirkung erzielt (z. B. die Hochschullehre, die Politische Bildung, die \u00f6ffentliche Kommunikation in sozialen Medien oder die Kommunikation mit politischen Ak-teur*innen au\u00dferhalb staatlicher Institutionen).<\/p>\n<p>Die Tagung dient einer systematischen Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Politikwis-senschaft \u00fcber die Trias aus Forschung, Lehre sowie der Kommunikation derselben in die Ge-sellschaft hineinwirkt. Ziel ist es, Kompetenzen, Kapazit\u00e4ten und Ressourcen zu identifizieren, mit der sich die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und Lehre f\u00f6rdern l\u00e4sst. Das ist nicht zuletzt f\u00fcr die DVPW selbst von zentraler Bedeutung, die anstrebt, die Politikwissenschaft ge-sellschaftspolitisch sichtbarer zu machen und st\u00e4rker als Interessenverband zu wirken.<\/p>\n<p>Die Tagung soll zu einer empirischen Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen und politischen Wirkung sowie dem Wissens- und Praxistransfer der Politikwissenschaft beitragen. Au\u00dferdem m\u00f6chte sie den Blick f\u00fcr Verbesserungspotenziale in der Lehre sch\u00e4rfen \u2013 zum Beispiel spielen Kompetenzen in der Wissenschaftskommunikation weder im Studium noch in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine gr\u00f6\u00dfere Rolle, obgleich wir doch die Studierenden auf T\u00e4tigkeiten zwischen Wissenschaft und Praxis vorzubereiten haben.<\/p>\n<p>Beitr\u00e4ge zur Tagung k\u00f6nnen sich auf folgende Themenfelder beziehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Was sagen empirische Forschungen \u00fcber die Wirkung von Politikwissenschaft? In welchen Kreisen und auf welchen Ebenen entfaltet sie eine Wirkung, wo nicht? Unterscheidet sich dies nach Themen, Teildisziplinen oder Handlungsfeldern? Brauchen wir in diesem Bereich mehr oder andere Forschung, um derlei Aussagen treffen zu k\u00f6nnen?<\/li>\n<li>Wie ist die deutsche Politikwissenschaft im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern aufgestellt und k\u00f6nnte man etwas von diesen lernen?<\/li>\n<li>Es darf kritisch hinterfragt werden, ob gesellschaftliche Relevanz ein sinnvolles Ziel der politikwissenschaftlichen Forschung und Lehre ist bzw. in welcher Relation es zu anderen Funktionen und Zielen unseres Fachs (z.B. dem Erkenntnisgewinn) steht.<\/li>\n<li>Wie kann Politikwissenschaft gesellschaftlichen Einfluss entfalten, ohne sich dabei als Le-gitimationswerkzeug instrumentalisieren zu lassen? Die verbreitete Rede von der \u201epolicy-based evidence\u201c ist Ausdruck dieses Risikos.<\/li>\n<li>Gibt es Grenzen f\u00fcr die gesellschaftliche Wirkung der Politikwissenschaft? In der deut-schen Diskussion wird dies v.a. mit Bezug auf milit\u00e4risch relevante Forschung und Zivilklau-seln diskutiert, in Gro\u00dfbritannien und den USA v.a. anhand der Frage, mit welchen Institu-tionen kooperiert werden soll.<\/li>\n<li>In der Forschung im\/mit dem globalen S\u00fcden wird zunehmend ein partizipatives For-schungsparadigma artikuliert: Akteure sollten nicht nur als Datenquelle angesehen wer-den, sondern als Koproduzenten von Wissen; Forschungsergebnisse sollten den beforsch-ten Gemeinschaften zug\u00e4nglich gemacht werden. Ist dies ein Standard f\u00fcr die Politikwis-senschaft insgesamt?<\/li>\n<li>Wie verhalten sich die in der \u00d6ffentlichkeit vielfach gehegten Erwartungen an \u201erichtige\u201c bzw. \u201ewahrheitsgem\u00e4\u00dfe\u201c Aussagen der (Politik-)Wissenschaft zu der Art und Weise der wissenschaftlichen Produktion von Wissen? Welche Diskrepanzen gibt es zwischen in \u00f6f-fentlichen Diskursen verbreiteten und in der Politikwissenschaft verwendeten Wahrheits-begriffen?<\/li>\n<li>Wie geht die deutsche Politikwissenschaft mit ihrer Gr\u00fcndungsgeschichte um? Leistet diese noch heute einen Beitrag zum Selbstverst\u00e4ndnis unserer Disziplin? K\u00f6nnen wir uns diese Phase heute neu zu eigen machen und mit den Fragen nach der Rolle des Faches in der Gegenwart verbinden?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erw\u00fcnscht sind aussagekr\u00e4ftige Abstracts im Umfang von nicht mehr als 700 W\u00f6rtern. Bitte richten Sie Ihr Abstract an: <a href=\"mailto:wolfgang.bergem@uni-siegen.de\">wolfgang.bergem@uni-siegen.de<\/a>, <a href=\"mailto:julia.reuschenbach@uni-bonn.de\">julia.reuschenbach@uni-bonn.de<\/a> und <a href=\"mailto:helmar.schoene@ph-gmuend.de\">helmar.schoene@ph-gmuend.de<\/a>.<br \/>\n<strong>Einsendeschluss ist der 1. September 2019!<\/strong><\/p>\n<p>Organisationsteam<br \/>\nWolfgang Bergem, Isabelle Borucki, Daniel Lambach, Julia Reuschenbach und Helmar Sch\u00f6ne<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Thementagung der Deutschen Vereinigung f\u00fcr Politikwissenschaft (DVPW) widmet sich vom 12.-14. Dezember 2019 der Frage &#8222;Wie relevant ist die Politikwissenschaft?&#8220; und somit den Themen des Wissenstransfers und der gesellschaftlichen Wirkung von Forschung und Lehre. 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