Der Bremer Soziologe Uwe Schimank sprach als zweiter Referent der Reihe „Sozialtheorie“ des Kölner Max Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung (MPIfG). Schimank setzte dabei andere, bisweilen entgegengesetzte Akzente zu Hans Joas (Uni Erfurt), der als erster Redner der Reihe im Oktober vortragen hatte. Während beide eine handlungstheoretische Grundlage gesellschaftstheoretischer Großentwürfe einklagen und sich in diesem Zusammenhang häufiger theoretisch an der Systemtheorie Luhmanns reiben (mit oft sehr interessanten Ergebnissen), war Schimanks Vortrag in erster Linie die zugespitzte durchaus gelungene Bemühung, die These vom strukturellen Primat der Ökonomie in der gegenwärtigen Gesellschaft zu rehabilitieren. Diese These, durch ihre enge Identifikation mit dem Marxismus und dessen ökonomistischer und geschichtsdeterministischer Schlagseite in weiten Kreisen diskreditiert, wurde durch Schimank auf handlungs- und differenzierungstheoretischer Grundlage neu errichtet.
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It’s the economy, stupid! – Bericht vom Vortrag von Uwe Schimank am MPIfGWeiterlesen »