Wirtschaftsdemokratie als Einübungspraxis. Hannes Kuchs ZPTh-Artikel in der Diskussion

Es ist wieder so weit: eine neue Ausgabe der Zeitschrift für Politische Theorie ist erschienen! Martin Oppelt und Paul Sörensen betreuten einen Schwerpunkt zum Thema „Der oikos des demos: Auf dem Weg zu einer demokratischen Ökonomie“. Mit sieben Beiträgen war der Schwerpunkt in diesem Heft besonders ausführlich: Den Auftakt machen Dirk Jörke und David Salomon. In ihrem Beitrag setzen sie sich mit der Genossenschaftsidee bei John Stuart Mill auseinander. Im Beitrag von Falko Blumenthal steht Otto Brenner als gewerkschaftlicher Ideenpolitiker im Fokus. Die gesellschaftstheoretischen Voraussetzungen der Demokratie im Nachdenken von John Dewey behandelt Katharina Liesenberg in ihrem Beitrag. Heiner Koch denkt in seinem Beitrag über Vergesellschaftung als Entprivatisierung nach. Samia Zahra Mohammed unternimmt eine radikaldemokratietheoretische Lesart der sozialistischen Planwirtschaftsdebatte und im open-access verfügbaren Beitrag von Sara Gebh geht es um den Plebejanismus und die politische Ökonomie der Radikaldemokratie.

Auch Hannes Kuch veröffentlichte einen Beitrag im Schwerpunkt. Unter dem Titel Wirtschaftsdemokratie als Einübungspraxis (ebenfalls online frei verfügbar) setzt er sich mit den normativen Grundlagen einer Demokratisierung der Wirtschaft auseinander. Wir freuen uns ganz besonders, dass unser Redaktions-Mitglied Theresa Gerlach den Kommentar zum Beitrag von Hannes Kuch übernimmt. Anschließend antwortet der Autor in Form einer Replik. Wie immer sind alle herzlich eingeladen, in den Kommentarspalten mitzudiskutieren! Wir wünschen eine gute Lektüre und übergeben nun das Wort an Theresa Gerlach. 

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Workshop „Political Virtues & Political Emotions“ (Münster)

Am 10. November 2016 findet in Münster ein Workshop zu „Political Virtues & Political Emotions“ statt. Aus ethischer, politikphilosophischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive soll erörtert werden, welche Rolle Emotionen in der Politik spielen und wie ihr Verhältnis zu politischen Tugenden zu verstehen ist. Es handelt sich um eine Kooperation der Kolleg-Forschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ und des SFB „Kulturen des Entscheidens„. Prof. Robert Audi wird eine Keynote halten. Um Anmeldung wird bis 2. November gebeten (casb@wwu.de). Alle Informationen zu Programm und Anmeldung finden sich hier.

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CfP: Contemporary Aristotelian Studies in Politics (London)

Die neu gegründete Specialist Group „Contemporary Aristotelian Studies“ der Political Studies Association lädt zu ihrer ersten Konferenz am 3. Juni 2011 in London ein und diese dürfte nicht zuletzt dank ihres prominentesten Redners- dem Philosophen Alasdair MacIntyre- für manche von euch interessant sein.
Abstracts von 300 bis 500 Wörten sollten bis zum 31.3. eingereicht werden. Mehr zum Konferenzthema und alle weiteren Informationen findet ihr hier.

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Philosophin Philippa Foot ist tot

Das Trolley-Problem gehört wohl zu den meist zitierten Dilemma-Beispielen in der Philosophie: der führerlose Wagen, der in eine Gruppe von Leuten zu rasen droht, es sei denn, jemand legt eine Weiche um, wodurch dann ein anderer, aber einziger Mensch ums Leben kommt… In die Diskussion gebracht hat dieses moralphilosophisch und handlungstheoretisch höchst anspruchsvolle Problem die Philosophin Philippa Foot. Sie ist am 3. Oktober im Alter von 90 Jahren gestorben. Foot, geboren 1920 in England, gehörte zu den wichtigsten und einflussreichsten zeitgenössischen Philosophinnen. Sie lehrte u.a. in Berkeley, Princeton, Cornell, Stanford und am MIT. Foot gilt als eine Neubegründerin der Tugendethik und des Aristotelismus, dabei besonders wegbereitend in der moralphilosophischen Frage: „Warum überhaupt moralisch sein?“. Ihr zuletzt erschienenes wichtiges Buch ist „Natural Goodness“ / „Die Natur des Guten“, worin sie eine naturalistische Position begründet. Zuletzt lebte und lehrte sie in Oxford am Somerville College. Ein weiterer Nachruf findet sich hier.

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