Wirtschaftsdemokratie als Einübungspraxis. Hannes Kuchs ZPTh-Artikel in der Diskussion

Es ist wieder so weit: eine neue Ausgabe der Zeitschrift für Politische Theorie ist erschienen! Martin Oppelt und Paul Sörensen betreuten einen Schwerpunkt zum Thema „Der oikos des demos: Auf dem Weg zu einer demokratischen Ökonomie“. Mit sieben Beiträgen war der Schwerpunkt in diesem Heft besonders ausführlich: Den Auftakt machen Dirk Jörke und David Salomon. In ihrem Beitrag setzen sie sich mit der Genossenschaftsidee bei John Stuart Mill auseinander. Im Beitrag von Falko Blumenthal steht Otto Brenner als gewerkschaftlicher Ideenpolitiker im Fokus. Die gesellschaftstheoretischen Voraussetzungen der Demokratie im Nachdenken von John Dewey behandelt Katharina Liesenberg in ihrem Beitrag. Heiner Koch denkt in seinem Beitrag über Vergesellschaftung als Entprivatisierung nach. Samia Zahra Mohammed unternimmt eine radikaldemokratietheoretische Lesart der sozialistischen Planwirtschaftsdebatte und im open-access verfügbaren Beitrag von Sara Gebh geht es um den Plebejanismus und die politische Ökonomie der Radikaldemokratie.

Auch Hannes Kuch veröffentlichte einen Beitrag im Schwerpunkt. Unter dem Titel Wirtschaftsdemokratie als Einübungspraxis (ebenfalls online frei verfügbar) setzt er sich mit den normativen Grundlagen einer Demokratisierung der Wirtschaft auseinander. Wir freuen uns ganz besonders, dass unser Redaktions-Mitglied Theresa Gerlach den Kommentar zum Beitrag von Hannes Kuch übernimmt. Anschließend antwortet der Autor in Form einer Replik. Wie immer sind alle herzlich eingeladen, in den Kommentarspalten mitzudiskutieren! Wir wünschen eine gute Lektüre und übergeben nun das Wort an Theresa Gerlach. 

(mehr …)

Weiterlesen

Tagungsbericht: Die Krisenhaftigkeit der Demokratie und die Renaissance Alexis de Tocquevilles

Vor bald 200 Jahren unternahm ein französischer Aristokrat eine Reise in die damals noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika. Er wollte das dortige Staatswesen studieren. 190 Jahre nach seinem Hauptwerk Über die Demokratie in Amerika sehen wir uns erneut mit Alexis de Tocquevilles zentraler Frage konfrontiert: Wie lässt sich Demokratie vor ihren eigenen, möglichen Exzessen bewahren? Und tatsächlich lassen sich krisenhafte Erscheinungen in Demokratien westlicher Prägung weltweit beobachten, nicht nur an konkreten politischen Entscheidungen wie Wahlen; sondern auch daran, wie der Demos als konstitutives Element Demokratie eigentlich wahrnimmt, also konkret als Krise der Legitimation. In der Umfrage Demokratie in der Vertrauenskrise der Körber-Stiftung sind die Befragten, die der Demokratie Vertrauen entgegenbringen, nur knapp in der Mehrheit. Weltweit können wir nicht erst in den vergangenen Jahren, sondern über Jahrzehnte hinweg beobachten, wie das Vertrauen in die (repräsentative!) Demokratie und in staatliche Institutionen allgemein sinkt. Unter anderem vor dem Hintergrund von Desinformation und Verschwörungsideologien zeigt sich das ganz aktuell in vielen Gesellschaften – nicht nur in demokratischen, doch letztere sind aufgrund ihrer direkten legitimatorischen Rückbindung an das Volk besonders anfällig für solche Legitimationskrisen.

(mehr …)

Weiterlesen

Tagung „Der Markt und die Tugenden: Die tugendethischen Grundlagen des Kapitalismus“ (10./11. Oktober, Kiel)

Am 10./11. Oktober 2024 findet in Kiel eine von Ludger Heidbrink und Richard Runge organisierte Tagung zum Thema „Der Markt und die Tugenden: Die tugendethischen Grundlagen des Kapitalismus“ statt. Im Mittelpunkt steht die Ergründung der ambivalenten, wechselseitigen Beziehung von Märkten und Tugenden, die aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert werden soll – mit Beiträgen unter anderem von Christian Neuhäuser, Lisa Herzog und Marco Meyer. Weitere Informationen zur Veranstaltung, zur Anmeldung sowie das vollständige Programm finden sich hier.

Weiterlesen