Transformation

Service, Veranstaltungen & CfP

Theoriekongress: Backsliding, Resilience, Renewal? Democracy in Eras of Transformation, 05.-07. Oktober 2026, Passau

Nun ist es bald soweit: Vom 05. – 07. Oktober 2026 wird der zweite Theoriekongress mit dem Thema „Backsliding, Resilience, Renewal? Democracy in Eras of Transformation“ in Passau stattfinden. Nachdem die Panels befüllt wurden, kann sich nun auf der Kongresswebseite angemeldet werden.

Weitere Informationen und das Programm sind der Webseite zu entnehmen. Der Kongress findet in englischer sowie deutscher Sprache statt.

Hier nochmal ein kurzer Reminder, um was es gehen wird: In einer durch vielfache Krisen geprägten Gegenwart rücken die Demokratie, deren Defekte und autoritäre Tendenzen, aber auch Potenziale demokratischer Widerstandsfähigkeit und Erneuerungschancen der Volksherrschaft verstärkt in den Fokus. Hier ist eine kritische Analyse durch die Politische Theorie und Ideengeschichte gefragt, die etablierte Deutungsmuster, Annahmen und Konzepte prüft, historische Vergleichsperspektiven einbringt sowie problembewusst die aktuellen Herausforderungen und mögliche Reformvorschläge adressiert. Der Kongress möchte Gegenwartsdiagnosen zu aktuellen Veränderungen in Demokratien genauso behandeln wie historische Perspektiven auf vergangene Krisen und Transformationsprozesse sowie konzeptionelle Analysen zu Demokratie, Transformation, Resilienz und Erneuerung. Vertreter:innen aller Teildisziplinen der Politischen Theorie und Ideengeschichte sowie angrenzende Nachbardisziplinen sind herzlich willkommen.

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CfP: Unruly Climates, Contested Futures II

Die Klimakrise ist längst nicht mehr nur Gegenstand umweltpolitischer Debatten, sondern wirft grundlegende Fragen nach Zukunft, Transformation und politischem Handeln auf. Der Sammelband Unruly Climates, Contested Futures II: Imaginaries, Framings, and Politics of Resistance in the Majority World widmet sich dieser Thematik und lädt zu Beiträgen ein.

Im Mittelpunkt stehen Zukunftsimaginationen (future imaginaries) als analytischer Zugang zu sozial-ökologischen Konflikten und kollektiven Widerstandsformen. Gefragt wird etwa danach, wie klimagerechte Zukünfte entworfen und praktisch erprobt werden, welche Naturverständnisse soziale Bewegungen prägen und wie Klimaaktivismus zwischen unterschiedlichen globalen Regionen verflochten ist. Der Call gliedert sich in drei Themenfelder: 1. Theoretische Perspektiven auf Zukunft und Widerstand, 2. Empirische Analysen von Klimabewegungen und Transformationskonflikten, 3. Globale Verflechtungen, Solidaritäten und Machtasymmetrien des Klimaaktivismus.

Interessierte sind eingeladen, bis zum 9. August 2026 einen Extended Abstract (2–3 Seiten) sowie eine Kurzbiografie (max. 150 Wörter) einzureichen. Ausführliche Informationen finden sich hier.

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Auftakttagung „nachhaltig demokratisch. sozialökologische Transformation als Schutz demokratischer Lebensformen“ (20. Mai 2026, Bergische Universität Wuppertal)

Am 20. Mai 2026 findet von 13 bis 20:30 Uhr an der Bergischen Universität Wuppertal die Tagung „nachhaltig demokratisch. sozialökologische Transformation als Schutz demokratischer Lebensformen“ statt. Die Veranstaltung ist Auftakt für eine zirkulierende Reihe weiterer Veranstaltungen, die die Transformations- und Demokratieforschung in NRW weiter vernetzen und öffentlich sichtbar machen soll. Sie wird organisiert von Prof. Dr. Jule Govrin (BUW), Prof. Franziska Martinsen (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Bernd Sommer (TU Dortmund) in Kooperation des Arbeitsbereichs Praktische Philosophie der BUW, dem Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen, dem Arbeitsbereich Umweltsoziologie der TU Dortmund dem Wuppertal-Institut an der BUW und dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit der BUW. …

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CfA ZPTh-Schwerpunktheft „Disruption, Bedrohung, Resilienz“

Als Gastherausgeber*innen suchen Dagmar Schulze-Heuling, Christoph Deppe und Gary S. Schaal Beiträge für ein neues Schwerpunktheft der Zeitschrift für Politische Theorie zum Thema „Disruption, Bedrohung, Resilienz – Politische Theorie im Angesicht aktueller Herausforderungen“. Der Schwerpunkt nimmt insbesondere die Frage in den Blick, wie demokratische Ordnungen Resilienz erreichen können angesichts technologischer Transformationen, sicherheitspolitischer Bedrohungen und demokratischer Erosionsprozesse. Abstracts (max. 1.000 Wörter zzgl. Gliederung) können bis zum 30. April 2026 an d.heuling@hsu.hamburg gesendet werden. Alle weitere Informationen finden sich hier im Call.

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Call for Papers Theoriekongress: Backsliding, Resilience, Renewal? Democracy in Eras of Transformation

Wie bereits angekündigt, geht der Theoriekongress im nächsten Jahr in die zweite Runde: Vom 05. – 07. Oktober 2026 wird er unter dem Titel „Backsliding, Resilience, Renewal? Democracy in Eras of Transformation“ an der Universität Passau stattfinden.

In einer durch vielfache Krisen geprägten Gegenwart rücken die Demokratie, deren Defekte und autoritäre Tendenzen, aber auch Potenziale demokratischer Widerstandsfähigkeit und Erneuerungschancen der Volksherrschaft verstärkt in den Fokus. Hier ist eine kritische Analyse durch die Politische Theorie und Ideengeschichte gefragt, die etablierte Deutungsmuster, Annahmen und Konzepte prüft, historische Vergleichsperspektiven einbringt sowie problembewusst die aktuellen Herausforderungen und mögliche Reformvorschläge adressiert. Der Kongress möchte Gegenwartsdiagnosen zu aktuellen Veränderungen in Demokratien genauso behandeln wie historische Perspektiven auf vergangene Krisen und Transformationsprozesse sowie konzeptionelle Analysen zu Demokratie, Transformation, Resilienz und Erneuerung. Vertreter:innen aller Teildisziplinen der Politischen Theorie und Ideengeschichte sowie angrenzende Nachbardisziplinen sind herzlich willkommen. Der Kongress findet in englischer sowie deutscher Sprache statt.

Nachdem in einer ersten Runde die Panel ausgewählt wurden, kann sich nun auf die offenen sowie halboffenen Panel beworben werden. Eine Übersicht über diese ist auf der Kongresswebseite zu finden, über die auch die Einreichungen laufen. Die Frist ist der 15. Dezember 2025. Hier geht es zum Call auf deutsch oder englisch.

Debatte

Zeitlichkeit und Wirtschaftswachstum

Heute veröffentlichen wir in unserer Blogpost-Reihe zum Thema Zeit einen Text von David Bockelt, in dem das Verhältnis von Zeitlichkeit und wirtschaftlichem Handeln beleuchtet wird.

Der Beitrag richtet seinen Blick auf den Zusammenhang zwischen den temporalen Dispositionen und dem wirtschaftlichen Handeln der Menschen. Anhand von vergangenen Geschichtsbildern und Zukunftsvorstellungen lässt sich nachzeichnen, wie sich auch die ökonomische Reflexion und Praxis wandelte. Zeit, Zeitlichkeit und Geschichte können demnach als sinnvolle Kategorien der Reflexion über ökonomische Ideengeschichte etabliert werden.

Geschichtsbilder im Wandel der Zeit 

Das antike Geschichtsbild speiste sich aus einem spezifischen Wirklichkeitsbegriff, der auf Anschauung, Evidenz und Gegenwart fußt. Die antiken Griechen fragten nicht nach einem telos der Geschichte, sondern nach ihrem logos. Im Rückgriff auf den eben erwähnten Wirklichkeitsbegriff besteht dieser logos in der periodischen Wiederkehr des immer Gleichen: Die Geschichte durchläuft zyklische Stadien von Aufstieg und Verfall, was zwar für Variationen in der konkreten Ausprägung der Ereignisse sorgt, es ist jedoch nicht vorstellbar, dass sich Gegebenheiten durch den Zeitverlauf hindurch fundamental verändern. Die Zukunft hält nichts Neues bereit. Dies zeigt sich in den kaum explizierten Zukunftserwartungen dieser Zeit: Ein individuelles Gefühl des Überlebt-Werdens kann sich aufgrund der Vorstellung der geschichtlichen Quasi-Statik nicht einstellen. Ein systematischer Wachstumsgedanke lässt sich nicht in Einklang bringen mit dem antiken Geschichts- und Zeitbild (Koselleck; Hölscher).

Debatte

Recht und Utopie? – Pfade in eine neue normative Ordnung (Tagungsbericht) 

Der Anspruch der Frühjahrstagung des Jungen Forums Rechtsphilosophie, die vom 9. bis 11. März 2023 stattfand, war es, in interdisziplinärem Austausch Pfade in eine neue normative Ordnung zu entwerfen, die von bestehender Rechtspraxis ausgehen, diese jedoch grundlegend hinterfragen und in ihren problematischen Dimensionen zu überwinden suchen.  

Welche normative Praxis kann der Prekarität von Gerechtigkeit Rechnung tragen? Wie können Interventionen innerhalb des bestehenden Rechtssystems legitimiert werden? Wie kann Wandel hin zu einer neuen normativen Ordnung aussehen und welche Rolle kann Recht darin spielen? Der Beitrag rekapituliert anhand dieser Fragen die Tagung, die ihrem Titel alle Ehre machte: „Utopie einer neuen normativen Ordnung – Alternativen im Recht/Alternativen zum Recht“ 

Debatte, Lesenotiz

Politische Theorie der postneoliberalen Wirtschaftsordnung – Lesenotiz zu Joscha Wullwebers „Zentralbankkapitalismus“

Die jüngsten Transformationen des finanzialisierten Kapitalismus lassen sich schwer auf einen Begriff bringen. Die Schaffung, Verbreitung und Verselbstständigung neuartiger Finanzinstrumente seit den 1980er-Jahren begünstigten die Entkopplung der Kapital- und Kredit- von der realen Produktionswirtschaft. Weil der Deregulierungswille mittlerweile jedoch merklich abgenommen hat und sich selbst treueste Anhänger von ihrer früheren Liberalisierungseuphorie distanzieren, und weil gleichzeitig Staaten- und internationale Regulierungsbehörden ihr Verhalten ändern, ist eine Diskussion um das neue Antlitz des zeitgenössischen Kapitalismus entbrannt. Lange Zeit mussten terminologische, mit dem Präfix „Post-“ versehene Hilfskonstruktionen – sei es im Sinne eines Post-Fordismus oder Post-Neoliberalismus – als Ersatzbestimmungen herhalten. Mit seiner Habilitationsschrift, die nun bei Suhrkamp erschienen ist, wagt Joscha Wullweber den ambitionierten Versuch einer solchen Bestimmung. Er legt eine elegante Zeitdiagnose vor, die Politische Ökonomie auf einem soliden politik- und gesellschaftstheoretischen Fundament betreiben möchte. Dieses Unterfangen ist äußerst ertragreich und wirft weiterführende Fragen auf, wie all das konzeptionell integriert zu werden vermag.

Jobs & Stipendien

CfA: Promotionsstipendien (Oldenburg)

Im Rahmen des interdisziplinären Promotionsprogramms „Gestalten der Zukunft: Transformation der Gegenwart durch Szenarien der Digitalisierung“, das auch für politische Theoretiker*innen interessant ist, sind aktuell bis zu vier Stipendien ausgeschrieben. Das Programm ist am Wissenschaftlichen Zentrum „Genealogie der Gegenwart“ der Universität Oldenburg angesiedelt. Angetreten werden sollen die Stipendien, die eine Laufzeit von drei Jahren haben, spätestens zum 01.10.2021. Genauere Infos zu dem Programm und zu den Bewerbungsmodalitäten gibt es hier. Die Bewerbungsfrist ist der 15. Juni.

Alte Veranstaltungen und CfP

Diskussion: „Über Sozialismus reden“ (Berlin, 12.12.)

In der Reihe Critical Theory in Context findet am 12.12.2019 eine Diskussion zum Thema Sozialismus statt, an der Lea Ypi, Giacomo Corneo und Michael Brie teilnehmen. Sie beginnt um 18 Uhr in der Vierten Welt (Adalbertstraße 4, Berlin). Ihr Ausgangspunkt ist, dass in den westlichen Demokratien die Stimmen wieder lauter werden, die eine Wieder- und Neubelebung sozialistischer Projekte fordern. Die Veranstaltung will ausloten, wie solche sozialistischen Zukunftsprojekte zu verstehen sind und wie tief eine sozialistische Transformation dementsprechend gehen würde. Sie ist Auftakt für eine ganze Reihe, die diesen Fragen gewidmet werden soll. Mehr Informationen gibt es hier.

Debatte

Zur Zukunft der Politischen Theorie im 21. Jahrhundert: Podcasts zur Vorlesungsreihe

Plakat_Zukunft_der_Politischen_Theorie-001Ab kommenden Montag werden die Vorträge der bereits angekündigten Vorlesungsreihe „Zur Zukunft der Politischen Theorie im 21. Jahrhundert“, die Helene Gerhards und ich dieses Sommersemester an der Universität Göttingen veranstalten, als Podcast hier auf dem Theorieblog veröffentlicht – sowohl als Folien-Video-Podcast als auch als Audio-Stream und Download. Im Idealfall präsentieren wir euch jeden Montag einen neuen Vortrag aus der Reihe. Es ist uns wichtig, dass die Themen und nicht, wie in der Politischen Theorie üblich, die einzelne Autoren im Fokus stehen: Es geht uns um neue Problemfelder und nicht um alte oder neue Klassiker. Es geht nicht darum sich „sklavisch“ entlang von Theoriesträngen zu hangeln, sondern mit einem flexiblen, im besten Falle lösungsorientierten Set von (normativen, dekonstruierenden, hermeneutisch gewonnenen, kritischen usw.) Argumenten die Forschungsfragen zu beantworten. Ziel der Vortragsreihe ist es einen multiperspektivischen Blick auf sich erst entwickelnde, am Anfang, Neuanfang oder Umbruch stehende Forschungsfelder zu werfen. Worum geht es im Einzelnen?

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