„Der Name des Philosophen Charles Taylor ist eigentlich ein Garant für Aufmerksamkeit und volle Hörsäle….“ Janina und Wulf mit einem Bericht über Charles Taylor’s Vortrag in der Vortragsreihe „Und jetzt – Richtungen der Zukunft“, die von der Humboldt-Universität zu Berlin und der Siemens Stiftung veranstaltet wird.
Tagungsberichte
Konferenz: Ästhetische Erfahrungen in Udine
Wie erfahren wir eigentlich Kunst? Und was hat das mit dem Schönen und dem Guten zu tun? Ästhetische Erfahrung, die Rezeption von Kunst, der Begriff des Schönen und der Zusammenhang von Ästhetik und Moral waren zentrale Themen der diesjährigen Konferenz der Europäischen Gesellschaft für Ästhetik (kurz ESA) Ende Mai in Italien. Dass diese in so einem pittoresken italienischen Städtchen wie Udine in Friaul stattfand, war dabei fast selbst wie eine These zu lesen: Angesichts der fabelhaften venezianischen Renaissance-Bauten allüberall konnte man sich einer Idee des Schönen, die wir vielleicht in ganz besonderer Weise ästhetisch erfahren, beinahe nicht verwehren. Empfinden wir dabei ein Lustgefühl? Können wir dieses nur so oder auch bei nicht-schönen, nichts mit Schönheit gemein habenden Objekten empfinden? Oder ist das dann etwas anderes? Dies waren zum Beispiel Fragen von Gary Kemp (Glasgow) und von Thierry de Duve (Lille III), wobei sich letzterer dahingehend die Kritik der Urteilskraft von Kant vornahm. (mehr …)
Designing Institutions for Africa?
Konferenzbericht zur 16. Jahreskonferenz der ISAPS “Culture and Justice in the Contemporary World“
Afrika müsse Institutionen aufbauen, die auf aktuelle Herausforderungen antworten. Mit dieser Forderung eröffnete der Präsident der International Society for African Philosophy and Studies (ISAPS), Dr. Kôlá Abímbôlá (University of Leicester) im Rahmen einer feierlichen, von spirituellen Anrufungen der Ahnen durch Musik und Tanz begleiteten Zeremonie die 16. ISAPS-Jahreskonferenz, die vom 17. – 19. März unter dem Titel „Culture and Justice in the Contemporary World“ an der University of Ghana (Legon, Ghana) stattfand. (mehr …)
Justice is what democracies make of it – Dritter und letzter Teil des Konferenzberichts von der Sektionstagung in FFM
I.
Zum Abschluss des dreiteiligen Konferenzberichts zur diesjährigen Frühjahrssektion (Teil 1 hier, Teil 2 dort) nun noch ein Blick auf den zweiten Tag, sowie einige allgemeine Überlegungen zum Gesamteindruck der Tagung. Am Freitag näherten sich die Vorträge stärker konkreten Policy- und Polity-Problemen aus der Gerechtigkeitsperspektive. Als loser, immer wieder aufblitzender roter Faden kristallisierten sich dabei „soziale Rechte“ heraus, die das Potential haben, Demokratie- und Gerechtigkeitsdebatten fruchtbar zu verknüpfen, deren Stellenwert aber kaum systematisch verortet wurde. (mehr …)
Münchener Alternativen – Zweiter Teil des Konferenzberichts von der Sektionstagung in FFM
Der Samstagmorgen war ‚besonderen Gütern in der Demokratie‘ gewidmet und stellte zugleich ein Novum in der Geschichte der Theoriesektion dar – „das erste rein weiblich besetzte Panel auf einer allein von Frauen organisierten Sektions-Tagung“ (Barbara Holland-Cunz). Anja Karnein (Uni Frankfurt) warf die Frage nach einem ‚universellen Recht auf Elternschaft‘ auf; Carolin Stange (Uni Bamberg) thematisierte den Status geistigen Eigentums im Zeitalter des Internets. (mehr …)
Frankfurter Bilderstreit – Erster Teil des Konferenzberichts von der Sektionstagung in FFM
Der hochkarätig besetzte erste Tag der DVPW-Theoriesektionstagung „Demokratie und Gerechtigkeit in Verteilungskonflikten“ (pdf-link zum Programm) hat alte Klischees auf durchaus kurzweilige Art und Weise aktualisiert: Frankfurter Theoretiker lieben Methodenfragen, die angewandte Weltrettung überlassen wir lieber unseren Britischen Kollegen und bei zu stark frisierten Denkexperimenten der analytischen Philosophie pocht die Sektion nicht nur auf ihre politischen Wurzeln, sondern wird gar emotional (das allerdings erst am Freitagmorgen). (mehr …)
Hat Gunther Teubner den Staat wiederentdeckt?
In einem hoch anregenden, aber nicht minder streitbaren Vortrag auf der Tagung „Transnationalismus in Recht, Staat und Gesellschaft“ scheint Gunther Teubner den Staat wiederentdeckt zu haben. In seinem Vortrag mit den Titel „Transnational Corporations and the Global Legal System“ vertritt er die These, dass der Prozess globaler Konstitutionalisierung aus dem Zusammenspiel von privaten und staatlichen Akteuren hervorgeht.
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