Konflikte zwischen Anforderungen der Arbeit und des Privat- und Familienlebens werden medial breit diskutiert. In Deutschland zum Beispiel unter dem Stichwort der Vereinbarkeitslüge. Die derzeitige mediale Wirksamkeit dieser Konflikte war der erklärte Anlass des Workshops Love and Care in the Time of Capitalism, der am 24. und 25. Juni am Frankfurter Exzellenzcluster stattfand. Das Interesse der Öffentlichkeit an dem Thema sei einerseits erfreulich, andererseits würden Widersprüche zwischen Beruf und Privatleben zu oft als individuelle Probleme (von Frauen) konzeptualisiert. Die Organisatorinnen, Federica Gregoratto und Mara Marin, wollten deshalb die Verankerung dieser Konflikte in sozial-kulturelle, politische und ökonomische Strukturen ins Zentrum rücken. Dabei ging es auch um die Frage, welche normativen Begriffe geeignet sind, um solche Strukturen zu kritisieren und darum, konkrete Ideen zu entwickeln, wie das Verhältnis von Arbeit und care anders und besser gesellschaftlich organisiert werden könnte. …
Teilzeit für alle? Bericht über den Workshop Love and Care in the Time of CapitalismWeiterlesen »