Reichtum

Veranstaltungen & CfP

CfP: Reichtum neu denken. Limitarismus und Soziale Demokratie (Berlin)

Am 10. und 11. September 2026 findet in Berlin, organisiert von Friedrich-Ebert-Stiftung und AK Philosophie der Sozialen Demokratie, die Tagung „Reichtum neu denken. Limitarismus und die Zukunft der Sozialen Demokratie“ statt. Den Auftakt macht die Philosophin Ingrid Robeyns mit einem Vortrag zu ihrem gleichnamigen Buch „Limitarismus. Warum Reichtum begrenzt werden muss“ (2026). Eingeladen sind Personen aus Philosophie und angrenzenden Fachbereichen, die an der programmatischen Weiterentwicklung der Sozialen Demokratie und an Grundfragen an der Schnittstelle zwischen Philosophie und politischer Praxis interessiert sind.  Detaillierte Informationen zum Verfahren, zum Inhalt und zur Tagung finden sich sowohl auf der Website der FES  als auch hier.

+++ Achtung: Verlängerte Einreichungsfrist +++

Eine Teilnahme ist nur durch vorherige Annahme eines eingereichten Abstracts möglich. Das Abstract soll in Form einer pdf-Datei bis zum 20. Juli 2026 an folgende Adresse eingereicht werden: soziale.demokratie[at]fes.de Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis 27. Juli 2026.

Debatte

Warum die Reichen bewundert und die Armen verachtet werden

Im sechsten Beitrag unseres gemeinsam mit dem Politik & Ökonomie Blog veranstalteten Adam-Smith-Schwerpunkts widmet sich Bastian Ronge Smiths Analyse des affektiven Fundaments liberaler Gesellschaften – und der ihnen eingeschriebenen Notwendigkeit, ‚nach oben‘ zu bewundern und ‚nach unten‘ zu verachten.

Interessiert man sich für die bürgerliche Gesellschaft als „affective society“ (vgl. u. a. Slaby/von Scheve 2019), sprich für die Formen und Praktiken affektiver Vergesellschaftung, ohne die die liberale Gesellschaft westlicher Provenienz nicht sie selbst wäre, so kommt man an Adam Smith nicht vorbei. Wie bei kaum einem anderen Denker aus der Entstehungsphase der gegenwärtigen Gesellschaftsformation findet man bei ihm eine ausführliche Reflexion der Gefühlskultur seiner Zeit, gepaart mit kenntnisreichen ökonomischen Analysen und Politikvorschlägen. Das macht ihn zum idealen Untersuchungsgegenstand für all diejenigen, die sich für die Genealogie der Affektivität liberaler Gesellschaften interessieren. Eine Möglichkeit, diese Genealogie zu schreiben, besteht darin, Smith als Befürworter einer Synthese aus den Idealen des antiken Stoizismus und der Empfindsamkeit zu lesen. Was bei solch einer Fokussierung auf Smiths „sensitiven Stoizismus“ (vgl. Ronge 2015) aus dem Blick gerät, ist – und darum soll es mir im Folgenden gehen – der von Smith konstatierte Hang des liberalen Subjekts, ‚nach oben‘ zu bewundern und ‚nach unten‘ zu verachten. Die entscheidenden Passagen hierzu finden sich in seiner „Theorie der ethischen Gefühle“.

Alte Veranstaltungen und CfP

Workshop: Extreme wealth as a moral problem (Dortmund)

 Am 13. und 14. November 2019 organisieren Christian Neuhäuser (TU Dortmund) und Dick Timmer (Utrecht) in Dortmund ein englischsprachiger Workshop zu „Extreme wealth as a moral problem“.  Zu den Vortragenden zählen Ingrid Robeyns (Utrecht) und Stefan Gosepath (FU Berlin). Die Teilnahme ist kostenlos und es wird um Anmeldung gebeten (Christian.Neuhaeuser@udo.edu). Alle Informationen gibt es unter dem Strich.

Nach oben scrollen