Call verlängert: Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven

Der Call for Contributions für den von Heike Mauer und Johanna Leinius geplanten Sammelband zum Thema „Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Mittel politikwissenschaftlicher Macht- und Herrschaftskritik“ wurde verlängert. Der Band ist peer-reviewt und wird im Frühjahr 2020 in der Reihe „Politik und Geschlecht“ im Verlag Barbara Budrich erscheinen. Der neue Einsendeschluss für Abstract (an leinius@uni-kassel.de und heike.mauer@uni-due.de) ist der 15. Juli. Den vollständigen, aktualisierten Call findet Ihr hier.

 

 

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Vortrag: Radical Cosmopolitanism (Berlin)

Die Research Training Group Minor Cosmopolitanisms organisiert am Freitag, den 01. Juni, in Berlin einen Vortrag von James Ingram zum Thema „Radical Cosmopolitanism and Insurgent Universality: Rethinking Universalism in Postcolonial Times“. Der Vortrag wird kommentiert von Rajni Palriwala und findet von 16-19 Uhr am Institut für Lateinamerikanische Studien statt (Rüdesheimer Str. 54-56, Raum 201). Eine Beschreibung des Vortrags und aller weiteren Details findet ihr unter dem Strich oder auf dem Poster.

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Call for Contributions: Intersektionale/Postkolonial-Feministische Perspektiven

 

Heike Mauer und Johanna Leinius haben einen Call for Contributions für einen Sammelband zum Thema „Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Mittel politikwissenschaftlicher Macht- und Herrschaftskritik“ veröffentlicht; Einsendungen bis zum 1. Juli mit einem Abstract (500-700 Wörter) sind zu senden an leinius[at|uni-kassel.de und heike.mauer[at]uni-due.de.

 

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Workshop „Decolonizing Justice“ in Gießen, 26. und 27. April

Am 26. und 27. April veranstalten Regina Kreide und Jeanette Ehrmann an der Justus-Liebig-Universität Gießen einen Workshop zum Thema „Decolonizing Justice? Bringing Political Theory and Postcolonial Theory into Conversation.“ Die Veranstaltung zielt darauf ab, „Kolleg*innen an der Schnittstelle von Politischer und Postkolonialer Theorie zusammen[zubringen], um über aktuelle Gerechtigkeitsfragen und deren De-/Kolonialität zu diskutieren.“ Interessierten steht die Teilnahme offen, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Details und das Programm findet ihr hier (pdf).

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Duisburg-Essen: Tagung des AK Politik und Geschlecht

Am 10. November 2017 lädt der Arbeitskreis Politik und Geschlecht der DVPW zur Tagung „Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Instrumente einer politikwissenschaftlichen Macht- und Herrschaftskritik“ an die Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) ein. Wer über ineinandergreifende Strukturen von Ungleichheit, Macht und Herrschaft hören und diskutieren möchte, wird gebeten, sich so bald wie möglich(!) unter akpg@web.de verbindlich anzumelden. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Für die Teilnahme am Empfang wird um einen Unkostenbeitrag von 10,- Euro gebeten. Flyer und Programm findet ihr hier.

 

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dis:positions. Neue Veranstaltungsreihe zu französischer Philosophie heute

Am 24. Mai startet eine neue Veranstaltungsreihe in Berlin. Unter dem Titel „dis:positions. Französische Philosophie heute“ haben es sich der Verein diffrakt. Zentrum für theoretische Peripherie und allen voran Moritz Gansen und Hannah Wallenfels zur Aufgabe gemacht, jüngeren Stimmen der französischen Philosophie, die bisher in Deutschland oft unbekannt sind, ein Forum zu bieten. Einmal im Monat werden französische Denkerinnen und Denker an wechselnden Orten in Berlin Schlaglichter auf aktuelle Positionen und Dispositionen der französischen Philosophie werfen und diese zur deutsch-französischen Debatte stellen. Los geht es nächste Woche Mittwoch um 19 Uhr mit dem Thema Populismus. Im Institut Français diskutieren Éric Fassin (Université Paris-VIII), Estelle Ferrarese (Université de Picardie Jules Verne) und Jean-Claude Monod (CNRS, Archives Husserl de Paris). Die französische Diskussion wird ins Deutsche übersetzt.

Themen zukünftiger Abende sind z.B. Lebensformen, Welträume und Arbeit, aber auch Gender, Migration und Postkolonialismus. Wir werden diese Reihe in den kommenden Monaten begleiten und die Videos der politiktheoretisch interessanten Debatten bei uns zur Verfügung stellen. Zur ausführlicheren Ankündigung und den bisher bekannten Themen, Terminen und Orten geht es hier oder noch einmal nach dem Klick.

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CfP: Jahrestagung des AK Politik und Geschlecht

„Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Instrumente einer politikwissenschaftlichen Macht- und Herrschaftskritik“ – Unter diesem Titel diskutiert der Arbeitskreis Politik und Geschlecht der DVPW am 10. November 2017 an der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) ineinandergreifende Strukturen von Ungleichheit, Macht und Herrschaft. Wer an dieser Jahrestagung des Arbeitskreises aktiv teilnehmen möchte, kann bis zum 31.03.2017 Abstracts von höchstens 250 Wörtern einreichen. Komplette Paper sind bis zum 01.10.2017 fertigzustellen. Mit dem Abstract bitten die Veranstalterinnen auch um eine kurze Rückmeldung, ob eine Betreuung benötigt wird. Der komplette Call findet sich hier sowie nach dem Klick.

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Podcast: Ina Kerner – Postkoloniale Theorien als globale kritische Theorien

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Die den Vortrag von Ina Kerner leitende Ausgangsfrage ist, wie eine der Globalisierung angemessene kritische Theorie aussehen könnte; eine Theorie die dabei nicht nur in der Kritik verbleibt, sondern eine Perspektive der Widerständigkeit und Transformation eröffnen könnte. Dabei wird die Theorie auf zwei Ebenen von der Globalisierung durchdrungen zum einen als Gegenstand des Theoretisierens und zum anderen als Globalisierung der Theorie selbst. Für Kerner besteht die Herausforderung einer solchen doppelbestimmten globalen kritischen Theorie als erstes in der Überwindung des methodischen Nationalismus und Eurozentrismus und deren Blindheit für die Andersartigkeit politischer Prozesse in nicht-westlichen Kontexten. Zu diesem Zweck zieht Kerner eine außerordentliche Breite an Theoretikerinnen und Theoretikern aus den unterschiedlichsten Erdteilen zu Rate: Mit Stuart Hall thematisiert sie den Eurozentrismus, der Europa zum Maßstab globaler Entwicklungen macht, mit Fernando Coronil globale Machtasymmetrien, mit Achille Mbembe und Anibal Quijano die historischen Hinterlassenschaften des Kolonialismus, mit Eduardo Mendieta die epistemischen Privilegien und plädiert abschließend mit Veith Selk für die Übersetzung theoretischer Konzepte und die Überarbeitung des theoretischen Kanons des globalen Nordens. Quintessenz des theoretischen Angebots, das Kerner als eine Art Werkzeugkasten für eine bessere Welt präsentiert, ist, dass jede Kritik in Zeiten der Globalisierung ohne Berücksichtigung der peripheren, nicht-westlichen Wissensformen unvollständig bleibt.

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Podcast: Holger Zapf – Von Bourguibas Identitätsnarrativ zum postrevolutionären politischen Islam der Ennahda

Der Vortrag von Paula Diehl musste leider auf 17. Mai verschoben werden und Holger Zapf ist dankenswerterweise kurzfristig eingesprungen, was Bismarck seinen Platz im Titel
gekostet hat. Die Kinderkrankheiten hat der Podcast leider immer noch nicht überwunden, weshalb leider die Video-Aufnahme des Referenten fehlt.

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Als Gründungsmitglieder der DVPW-Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“ (der Theorieblog berichtete) beginnt Holger Zapf seinen Vortrag mit den Herausforderungen, mit denen die transkulturelle Theorie konfrontiert ist. Weder ein systematischer noch ein ideengeschichtlicher Zugang, wie sie in der Politischen Theorie sonst üblich sind, ist ohne weiteres gangbar. Der systematische Zugang wird durch die Machtasymmetrie und dem Problem der Identifizierbarkeit intellektueller Leuchttürme erschwert, die in der amero- und eurozentristischen Theorien ganz selbstverständliche Orientierungspunkte bilden – man denke nur an Rawls oder Habermas –, der ideengeschichtliche durch ein mangelndes Verständnis der historischen Kontexte, die sonst meist unhinterfragt vorausgesetzt werden. Transkulturelle Politische Theorie verweist in methodischer Hinsicht in die Zukunft der Disziplin jenseits der andauernden Beschäftigung mit privaten Hausgöttern. Wie transkulturelle Theorie trotz dieser Schwierigkeiten gelingt, zeigt Zapf am Beispiel des Identitätsnarrativs Habib Bourguibas, dem ersten Präsidenten Tunesiens nach der Unabhängigkeit. Bourguiba bricht mit der eurozentrischen Erwartungshaltung, die Offenheit mit Demokratie assoziiert, indem er ein Plädoyer für eine offene und hybride Identität mit Demokratiefeindlichkeit verbindet. Auch im postrevolutionären Tunesien bleibt, so Zapf, diese Ambivalenz erhalten und nur vor diesem Hintergrund lasse sich bspw. die Auseinandersetzung um die Rolle der Religion in der Verfassungsgebung nach dem Arabischen Frühling angemessen verstehen.

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