Piketty-Buchforum (6): Gesellschaftskritik im 21. Jahrhundert?

In diesem, das Buchform zu Pikettys Das Kapital im 21. Jahrhundert beschließenden Beitrag möchte ich den Blick auf die Frage richten, warum gerade dieses Buch so viel Aufmerksamkeit unter politischen Theoretikern und der breiten Öffentlichkeit erzielt hat, und damit weggehen von der Diskussion spezifischer Aspekte von Pikettys Argument wie der Implikation seiner Erkenntnisse für Theorien der Verteilungsgerechtigkeit. Ich hoffe, dass dies nur teilweise einer Nabelschau gleich kommt. Kurz gesagt habe ich die Vermutung, dass einer der Gründe für die berechtigte Faszination von politischen Theoretikern für das Werk Pikettys darin liegt, dass es – wenn auch streckenweise widerwillig – aufzeigt, dass sich die Sozialwissenschaften an einem Scheideweg befinden. (mehr …)

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CfA: Assistant Professor an der UCL und in Dublin

Am University College London ist derzeit eine Lecturer/Assistant Professor Stelle in Political Theory and Normative Methods ausgeschrieben. Die Stelle beginnt am 01. September 2015, die Ausschreibung läuft bis zum 27. November. Alle Infos zum Stellenprofil und zur Bewerbung findet ihr hier im CfA

Update: Gleich noch eine Stelle Normativer Politischer Theorie in UK jenseits des Kanals:  Diesmal in Dublin und wieder eine permanente Lecturer-Stelle. Denomination lautet: Normative International Political Theory und der Bewerbungsschluss ist der 01. Dezember. Alle Infos hier.

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Transkulturell vergleichende politische Theorie mit oder gegen Gadamer?

Globalisierungsdiskurse stehen seit einigen Jahren in der politischen Theorie hoch im Kurs. Von globalen Gerechtigkeitsfragen in Anlehnung an Rawls’‚justice as fairness’ bis zur ‚comparative political theory’ in Anlehnung an Gadamers philosophische Hermeneutik– politische TheoretikerInnen reagieren auf das vielfach beschworene Zusammenrücken der Welt (qua digitaler Vernetzung), indem sie einschlägige Erklärungsmodelle erweitern und von ihnen Antworten zu weltpolitischen Fragestellungen ableiten. Doch diese Erweiterungen überdecken mitunter Probleme in der Ausgangstheorie anstatt diese zu lösen, wie ich am Beispiel von Gadamers Hermeneutik zeigen möchte, die vor allem von Fred Dallmayr auf Fragen der transkulturell vergleichenden politischen Theorie angewandt wird. Meine These lautet, dass Gadamers dialogisches Philosophieverständnis genau das voraussetzt, was eine interkulturelle Ideengeschichte, die ihren Namen verdient, zunächst herstellen müsste, nämlich eine Verständigung über einen Sachverhalt jenseits kultureller Grenzen. (mehr …)

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CfP: MANCEPT-Workshop „Methods in Political Theory“

Neben den diesjährigen MANCEPT-Workshops, auf die wir bereits hingewiesen haben (un, deux, trois), geht auch der Workshop zum Thema „Methods in Political Theory“ in seine nunmehr dritte Runde. Abstracts von bis zu 500 Wörtern sollten bis zum 14. Juni eingereicht werden. Den ausführlichen Call und die Details zur Teilnahme findet Ihr nach dem Klick. (mehr …)

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Monitoring oder Kreativität? Alexander Weiß ZPTh-Artikel in der Diskussion

In der ersten Ausgabe 2012 der Zeitschrift für Politische Theorie schlägt Alexander Weiß vor, das Verarbeiten fachfremder Theorien innerhalb der Politischen Theorie (‘Monitoring’ ) methodisch zu hinterfragen. Im Rahmen unserer Kooperation mit der ZPTh (bisher erschienen: Kommentare zu Bernd Ladwig, Oliver Flügel-Martinsen, Steven Schäller, Oliviero Angeli) stellen wir Euch auch diesmal den Artikel exklusiv zum Download zur Verfügung. Unter dem Strich findet Ihr den Kommentar von Holger Zapf, der in die Diskussion einführt. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion, in der wie üblich auch der Autor auf Eure Fragen und Anmerkungen reagieren wird. (mehr …)

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CfP: „Methods in Practice“ Workshop, Manchester

Die Manchester Workshops in Political Theory sind seit nunmehr neun Jahren aus der weitläufigen Konferenzlandschaft der Politischen Theorie nicht mehr wegzudenken. Im Rahmen des Workshops „Methods in Practice“, der zwischen dem 5. und 7. September in Manchester stattfinden wird, können nun Beiträge eingereicht werden, welche die Methoden des Faches in ihrer Anwendung auf Texte, Konzepte oder Probleme untersuchen. Beiträge zu gängigen Interpretationsmethoden (wie etwa der von Skinner und Strauss und deren Interpretationen von Machiavelli oder Hobbes), Foucaults genealogischem Ansatz, oder zur Dekonstruktion (bestimmter Begriffe wie Autorität oder Macht) sind ebenso willkommen wie Beiträge zu postmodernen Ansätzen der Politische Theorie und Kritischen Theorie. Genauere Informationen zum Call for Papers findet ihr nach dem Klick. (mehr …)

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Der Stellenwert politischer Theorie: Konferenz in Wien

An der Universität Wien findet am 27. und 28. April eine Konferenz zum wichtigen Thema „Politische Theorie in der Krise? Zum Stellenwert von Theorieforschung in der Politikwissenschaft“ statt. Schwerpunkte sind unter anderem die Bologna-Reformen und die Bedeutung feministischer Theorie. Mit von der Partie sind neben Rainer Forst, Michael Th. Greven und Ina Kerner auch Wiener PolitiktheoretikerInnen wie Eva Kreisky und Birgit Sauer – die Reise in die österreichische Hauptstadt könnte sich lohnen! Alle weiteren Infos sind hier zu finden.

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CfP: Studierendenpanel auf Frankfurter Methodentagung zu qualitativer Forschung

Uns erreicht ein Call, der sich an alle Studierenden der Gesellschaftswissenschaften richtet, die sich in ihren eigenen Arbeiten mit Methodenfragen der qualitativen Sozialforschung kritisch und reflexiv herumschlagen. Auf der Tagung „(Be-)Deutungsansprüche in qualitativer Forschung. Positionen, Strategien und Perspektiven (selbst-)kritischer Wissensproduktion„, die am 4. und 5. Mai 2012 am Frankfurter Fachbereich Gesellschaftswissenschaften stattfindet, wird es ein rein von und für Studierende organisiertes Panel geben. Der Call dafür ist soeben verlängert worden: abstracts können noch bis zum 25. März eingereicht werden.

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Podcasts der Konferenz „The Politics of Interpretation and the Interpretation of Politics“

Seit einigen Jahren stoßen innerhalb der Politischen Theorie geführte Methodendiskussionen in Deutschland und anderenorts auf großes Interesse. Nachwuchs-Workshops in Hamburg und Manchester sowie die letzte DVPW-Tagung in Bremen (wir berichteten) sind hierfür beispielhaft. Selten werden Bezüge zu Ansätzen in Nachbardisziplinen gezogen und die Frage, ob die gängigen Methoden selbst politisch motiviert sind, wird kaum diskutiert. Eine im letzten Herbst in Oxford stattfindende Konferenz setzte sich zum Ziel, genau diese Fragen in den Blick zu nehmen (einen Bericht über die Konferenz mit weiteren Informationen findet man hier). Zu den namhaften Sprechern gehörten u.a. Terence Ball, Mark Bevir, John G. Gunnell und Stanley Rosen. Diskutiert wurden hermeneutische und feministische Ansätze ebenso wie die von Quentin Skinner und Leo Strauss. Nun wurden die Podcasts der Konferenz veröffentlicht. Die entsprechenden Links gibt es hier und hier. Viel Spaß beim Zuhören!

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Politik und Methode. Bericht vom Treffen der DVPW-Theoriesektion in Bremen – Teil 2

Nachdem am ersten Tag die Verbindung von politischer Theorie und empirischen Methoden diskutiert worden war, stand am zweiten Tag der Tagung die andere Komponente des von Dirk Jörke zu Beginn aufgezeigten Spannungsfeldes im Mittelpunkt, nämlich das Verhältnis von politischer Theorie und Moralphilosophie. Im Focus der vier durchaus kontroversen Panels standen dabei vornehmlich die Positionen von Raymond Geuss, John Rawls und Amartya Sen. (mehr …)

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