Menschenrechte

Jobs & Stipendien, Service

Stellenausschreibung: W2-Professur „Philosophie der Menschenrechte“, Universität Nürnberg-Erlangen (FAU)

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W2-Professur (mit Tenure-Track) für Philosophie der Menschenrechte am Institut für Philosophie.

Die Ausschreibung ist ebenfalls für Forschende der Politischen Theorie interessant: Gesucht wird eine Forscher*in mit einem Schwerpunkt in der Philosophie der Menschenrechte sowie einer ausgewiesenen Expertise in der Politischen Philosophie oder der Angewandten Ethik. Die Professur ist eng in das Exzellenzcluster Transforming Human Rights eingebunden, in dessen Rahmen eine eigene Forschungsgruppe geleitet werden soll. Die Forschung der Professur soll grundlegende Fragen der Theorie der Menschenrechte im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen – etwa Autokratisierung, Migration, Digitalisierung oder Umweltkrisen – bearbeiten und an die interdisziplinäre Forschungsagenda des Clusters anknüpfen.

Bewerbungsschluss ist der 17. August 2026. Bewerbungen sind online über das Berufungsportal der FAU einzureichen. Weitere Informationen finden sich unter folgendem Link.

Veranstaltungen & CfP

CfP: MenschenRechtsMagazin

Das MenschenRechtsMagazin (MRM), interdisziplinär, bilingual und open access, lädt zu Beitragsvorschlägen ein. Die zweimal jährlich, je zu Beginn des Sommer- und Wintersemesters, erscheinende Zeitschrift bietet Raum für juristische, politikwissenschaftliche, historische und philosophische Perspektiven auf völkerrechtlichen Menschenrechtsschutz. Der Redaktionsschluss für das nächste Heft ist der 01. Juli 2026, aber Beiträge für weitere Hefte können über das Online-Portal auch danach laufend eingereicht werden. Alle Infos zu Rubriken, Einreichungsmodalitäten und Autor:innenrichtlinien findn sich auch im Call der hier in deutscher und hier in englischer Sprache zur Verfügung stehe.

Veranstaltungen & CfP

Konferenz: „Humanrightization in Migration Societies“ (7.-8. Mai 2026, Gießen)

Im Mai 2026 findet die interdisziplinäre Konferenz „Humanrightization in Migration Societies: Conditions, Forms, Consequences“ der DFG-Forschungsgruppe „Menschenrechte in der Migrationsgesellschaft“ (MeDiMi) an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt, auf der auch unterschiedliche politik-, rechts-, sozial- und gesellschaftstheoretische Perspektiven vertreten sind. Die Anmeldung kann ab sofort über die Konferenzwebsite erfolgen, wo sich auch das Programm findet. 

Veranstaltungen & CfP

CfP: Humanrightization in Migration Societies (Gießen)

Die DFG-Forschungsgruppe „Menschenrechtsdiskurse in der Migrationsgesellschaft“ (MeDiMi) veranstaltet vom 7.–8. Mai 2026 in Gießen eine Konferenz mit dem Titel „Humanrightization in Migration Societies: Conditions, Forms, Consequences“. (Politik)theoretische Beiträge sind ausdrücklich willkommen. Die Bewerbungsfrist für Beiträge ist allerdings bereits der 23. Februar 2026. Zum ganzen Call geht’s hier.

Service, Veranstaltungen & CfP

CfP: Zum Themenschwerpunkt „USA“ in INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft

Die zeitliche Koinzidenz einer sich verschärfenden demokratischen Regression im Rahmen der zweiten Amtsperiode Donald Trumps und dem 250. Jubiläum der US-amerkianischen Unabhängigkeitserklärung in diesem Jahr nimmt die Zeitschrift INDES zum Anlass, um für das Doppelheft 1–2/2026 den Blick auf die USA zu richten. Eingeladen sind u.a. auch ideengeschichtliche, historische und politiktheoretische Beiträge zu den folgenden fünf Schwerpunktthemen: (1) Checks and Balances; (2) Parteiensystem und Polarisierung; (3) Kulturkampf und Ideologien; (4) Plutokratie und Konzernmacht und (5) Imperiale Gelüste.

Beitragsskizzen (max. 300 Wörter) können bis zum 10.02.2026 an: indes[at]uni-bonn.de eingereicht werden. Alle weiteren Infos und Anregungen findet ihr hier im vollständigen CfP.

Jobs & Stipendien

CfA: Open Topic Professur für Politikwissenschaft (Erlangen)

Am Institut für Politische Wissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine W2-Professur für Politikwissenschaft ausgeschrieben, die auch für theorieaffine Kandidat:innen interessant sein könnte. Es handelt sich um eine Open-Topic-Professur mit Tenure Track auf W3. Die Professur ist über die Leitung einer Forschungsgruppe (ausgestattet mit zwei Promotionsstellen) ans Exzellenzcluster „Transforming Human Rights“ der FAU angebunden, das sich mit der Transformation von menschenrechtlichen Normen, Institutionen und Praktiken vor dem Hintergrund von Autokratisierung, planetarer Umweltkrisen, internationaler Migration, Fragmentierung der wirtschaftlichen Globalisierung und Digitalisierung befasst; wobei der Fokus der Forschungsgruppe  von der Stelleninhaber:in frei gewählt werden kann. Bewerbungen sind bis zum 01.02.2026 möglich. Zur vollständigen Ausschreibung gehts hier.

Jobs & Stipendien, Service

CfA: Postdoc-Stelle (TVL-13) im Exzellenzcluster „Transforming Human Rights“ (FAU Erlangen-Nürnberg)

Im Exzellenzcluster „Transforming Human Rights“ an der FAU Erlangen-Nürnberg ist eine Postdoc-Stelle (TVL-13) ausgeschrieben, für die eine theoriestarke Person gesucht wird. Die Vertragslaufzeit ist für den Förderungszeitraum 2026-2032 angesetzt. Die Vollzeitstelle sieht neben eigener Forschungsarbeit – inklusive der Möglichkeit zur Habilitation – (60% der Arbeitszeit) auch Koordinationsaufgaben im sog. „Research Innovation Hub“ in Zusammenarbeit mit den Leitern des Zentrums Prof. Almut Schilling-Vacaflor and Prof. Erasmus Mayr (40% der Arbeitszeit) vor. Achtung: Die Bewerbungsfrist endet bereits am 7. Januar 2026! Hier geht’s zur vollständigen Ausschreibung.

Alte Veranstaltungen und CfP, Service

Workshop: “Human Rights in Times of Insecurity”

Vom 2. bis zum 3. September 2024 findet in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen und der University of Washington, Seattle,  im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Dynamics of Security“ und der Sektion „Human Rights and Democracy” des Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS) ein Workshop zu aktuellen Problemen und Möglichkeiten im Menschenrechtsdiskurs statt. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stehen Themen wie „Universalismus“, „Intersektionalität“, „Grenzen“ und „Kritik“. Anmeldungen für den Workshop können an Hannes Kaufmann (hannes.s.kaufmann(at)sowi.uni-giessen.de) gerichtet werden. Nähere Informationen können der Veranstaltungsseite entnommen werden.

 

 

Alte Veranstaltungen und CfP, Service

Konferenz „„Human Rights in Migration Societies“ (Gießen, 18.-20. September)

Vom 18.–20. September 2024 findet die Konferenz „Human Rights in Migration Societies: Exploring the Intersection of Human Rights and Migration in Law, Politics, and Everyday Life“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Die Konferenz wird von der Forschungsgruppe „Menschenrechtsdiskurse in der Migrationsgesellschaft“ (MeDiMi) organisiert. Eine Anmeldung zur Konferenz ist ab sofort möglich. Infos hierzu wie auch zu Programm und Ablauf finden sich auf der Konferenz-Homepage.

Debatte

Wann ist ein Mensch ein Mensch? Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Rechte von Kindern

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) ist im Verlauf ihrer 75-jährigen Geschichte insbesondere hinsichtlich ihres universalistischen Geltungsanspruchs immer wieder grundlegend kritisiert worden. Wie auch in den vorangegangenen Beiträgen zu diesem Schwerpunkt betont wurde, problematisiert diese – philosophische – Kritik in unterschiedlicher Weise, dass ‚der Mensch‘ als mutmaßlich universelles Subjekt der proklamierten Rechte dergestalt verengt (als „erwachsen, europäisch, weiß, wohlhabend, nicht behindert“, und – nicht zu vergessen – männlich) verstanden wird, so dass die in der der AEMR proklamierten Rechte letztlich nicht als universelle, sondern als diskriminierende und ausschließende Rechte wirken. 

Ohne die Relevanz dieser wichtigen Kritik in Frage stellen zu wollen, möchte ich im Folgenden daran erinnern, dass – auch und gerade, wenn diese Kritik bei der Zuschreibung von Menschenrechten explizit berücksichtigt wird – spätestens beim Versuch der praktischen Realisierung der allgemeinen Menschenrechte (in Form der Überführung in spezifische, bindende Rechte) der Universalismus der AEMR nicht aufrechterhalten werden kann. Es geht mir also, anders formuliert, nicht um die normative Frage, ob bzw. inwiefern eine konkretisierende Ausformulierung der Menschenrechte deren unterschiedlichen Träger:innen (gleichermaßen) gerecht wird. Es geht mir vielmehr um das praktische Problem, dass eine konkretisierende Ausformulierung überhaupt nur um den Preis möglich ist, dass (teilweise) mit dem universalistischen Anspruch der AEMR gebrochen wird – insofern sich nämlich die Idee ‚des Menschen‘ als Träger:in von Menschenrechten als zu allgemein erweist, um daraus konkrete Rechte verschiedener Menschen abzuleiten. 

Debatte

Die „realistische Utopie“ der Menschenrechte. Zum 75. Geburtstag einer nie alternden Hoffnung

Als die Vereinten Nationen vor 75 Jahren die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedeten, lag darin eine große Hoffnung und ein Versprechen: Die Hoffnung darauf, dass sich Gräueltaten wie jene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in denen in zwei Weltkriegen und unter den totalitären Regimes des Nationalsozialismus und Stalinismus Menschen zur bloßen Verfügungsmasse staatlicher Herrschaft degradiert wurden, nie wieder ereignen sollten. Und das Versprechen, dass ein transnationaler Menschenrechtspakt und die Formulierung grundlegender freiheitlicher, bürgerlicher und sozialer Rechte die Unantastbarkeit jeder Person gegen nationalstaatliche Willkür und die Eingriffe Dritter wirksam schützen würden. Die aktuelle Weltlage lässt zunächst daran zweifeln, inwiefern dieses Versprechen und diese Hoffnung eingelöst wurden. Ist der 75. Geburtstag der UN-Menschenrechtserklärung trotzdem ein Anlass zum Feiern? Ich denke ja, aber für eine gebührende Würdigung sollte man sich vergegenwärtigen, was es mit der Menschenrechtserklärung auf sich hat, wie sie gealtert ist und welches zukunftsweisende Potential sich aus ihr gewinnen lässt. Eine solche Vergegenwärtigung will ich im Folgenden anhand des Subjekts der Menschenrechte versuchen.  

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