Tagung: Recht als Kulturtechnik, Kulturtechniken des Rechts

Die interdisziplinäre Tagung „Recht als Kulturtechnik / Kulturtechniken des Rechts“ verhandelt vom 15. bis 17. September 2021 Themen wie Menschenrechte, Urteilskraft, Rechtssubjektivität und die Transformation von Rechtsprechungstechniken. Die Tagung findet im Hybrid-Format in Tübingen statt. Es besteht also die Möglichkeit, sich digital hinzuzuschalten. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung gibt es hier.

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Die vielen Gesichter der Menschenrechte. Ein Resümee der (einen) Frühjahrstagung der DVPW-Theoriesektion

Die Grundlage der Menschenrechte ist philosophisch notorisch schwer zu bestimmen. Aus welcher Quelle entspringen unantastbare Rechte? Welche Fähigkeiten oder Sensibilitäten, obwohl sie faktisch ungleich verteilt oder ausgebildet sein können, konstituieren moralische Gleichheit? Knifflige Fragen, die einem Skeptiker wie Raymond Geuss zufolge nicht weit führen, weil die Gründe, aus denen sich heute innerhalb einer politischen Kultur auf eine bestimmte moralische Kategorie gestützt wird, meist kontingente sind: Der Versuch, eine politische Theorie auf einer ahistorischen Idee subjektiver Rechte zu gründen (wie etwa Robert Nozick), ende, schreibt er in Philosophy and Real Politics, in einer „philosophischen Sackgasse“. In eine solche verrannte sich die virtuelle DVPW-Sektionstagung Die Grundlagen der Menschenrechte (11./12. März) jedoch keineswegs: Sie versuchte, die moralische, politische und soziale Dimension der Menschenrechte kohärent zusammenzuführen, ohne Spannungsverhältnisse zu verdecken, und das Potenzial relationaler Ansätze zu erkunden. Im Folgenden bespreche ich schlaglichtartig jene Vorträge, bei denen grundlegende theoretische Herausforderungen, denen Begründungsversuche der Menschenrechte gegenüberstehen, auf besonders erhellende und unterschiedliche Weisen zutage traten.

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Programm zur Sektionstagung „Die Grundlage der Menschenrechte“ (Dresden)

Im Rahmen der „doppelten“ Tagung der Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte der DVPW findet (im Anschluss an die verschobene Tagung zu „Migration – Herausforderungen im Spannungsfeld von Theorie und Praxis“) am 11. und 12.3. die Frühjahrstagung 2021 zum Thema „Die Grundlagen der Menschenrechte: moralisch, politisch oder sozial?“ statt. Das Programm ist hier zu finden.

Die Tagung wird an der TU Dresden von Johannes Haaf, Luise Müller, Esther Neuhann und Markus Wolf ausgerichtet; sie findet über Zoom statt. Um eine Anmeldung wird bis zum 08.03.2021 gebeten, und zwar per Email an: menschenrechte2021@tu-dresden.de Die entsprechenden Zoom-Links werden kurz vor der Veranstaltung an alle angemeldeten Teilnehmer:innen versandt.

Die Keynotes sind auch ohne vorherige Anmeldung zugänglich, und zwar unter folgenden Links:

 

Donnerstag, 11.03., 18 Uhr
Ned Richardson-Little (Universität Erfurt): Human Rights beyond Liberalism: Dictatorship, Self-Determination and Socialist Rights in East Germany; link: Keynote Richardson-Little

 

Freitag, 12.03., 11 Uhr
Justine Lacroix (Université libre de Bruxelles): Human Rights: An Address to Their Critics; link: Keynote Lacroix

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CfP „Human Rights Responsibilities beyond the State“ (MPIL Heidelberg)

Am 10. und 11. Juni 2021 findet ‚am‘ Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg ein Online-Workshop zum Thema „Human Rights Responsibilities beyond the State. Pushing the Boundaries of Public and Private“ statt. Janne Mende und Anneloes Hoff heißen Beiträge aus unterschiedlichen Fachbereichen willkommen, die die Bedeutung nicht-staatlicher Akteure, beispielsweise von Unternehmen, zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen für das internationale Menschenrechtsregime diskutieren. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der Auseinandersetzung mit der dichotomen Unterscheidung von ‚öffentlich‘ und ‚privat‘ liegen. Bewerbungen für den Workshop – Abstracts (ca. 350 Worte) und ein kurzer Lebenslauf – können bis zum 15. Februar 2021 an publicprivate@mpil.de gesendet werden. Weitere inhaltliche und organisatorische Hinweise finden sich im Call unter diesem Link.

 

 

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CfP Frühjahrstagung „Die Grundlagen der Menschenrechte“

Am 11./12. März 2021 findet in Dresden die Frühjahrstagung der DVPW-Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“ zum Thema „Die Grundlagen der Menschenrechte“ statt – und zwar in direktem Anschluss an die Nachholtagung zur Migration, ebenfalls in Dresden am 9./10. März. Bis Mitte August können nun Abstracts eingereicht werden – alle Infos finden sich im Folgenden: (mehr …)

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CfA: Mitarbeiterstelle im DFG-Projekt (MPIL Heidelberg, TVL E13, 85%, 14 Monate)

Am MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht ist eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (TVL E 13, 85%) im DFG-Projekt „Unternehmen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit: Autorität, Legitimität und Verantwortung im Menschenrechtsregime der Vereinten Nationen“ ausgeschrieben. Die Stelle ist befristet auf 14 Monate (Restlaufzeit des Projektes). Eine Verlängerung wird angestrebt. Erwünscht sind Kandidat*innen mit Promotion oder mit Aussicht auf den zeitnahen Abschluss der Promotion. Die umfassendere Beschreibung des Projekts und der Anforderungen findet sich unter folgenden Links in der Ausschreibung – deutsch und englisch. Bewerbungsfrist ist der 19.07.2020.

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Solidarität als normativer und analytischer Begriff

— Nachdem Hermann-Josef Große-Krachts Plädoyer, Solidarität zu ent-emotionalisieren, und Alexander Struwes Auseinandersetzung mit der Idee emanzipatorischer Solidarität unsere Solidaritäts!?-Debatte eröffnet haben, blickt Ulf Tranow heute systematisierend auf den Begriff der Solidarität, seine analytischen und normativen Dimensionen. —

Kaum eine Debatte über die Klimakrise, den Sozialstaat, die Migrationsfrage oder die Verfasstheit der EU kommt ohne Thematisierung von Solidaritätsfragen aus. Trotz dieser Omnipräsenz tut sich die politische Theorie schwer mit der Solidarität. Im Unterschied zu Freiheit und Gleichheit steht Solidarität unter Verdacht, nicht sonderlich theoriefähig zu sein (Münkler 2004). Dieses mag daran liegen, dass die neuzeitliche Ethik primär an der Formulierung universeller Normen interessiert ist, Solidarität aber einen partikularen Charakter hat (Bayertz 1998). In der Soziologie ist die Ausgangslage eine andere. Solidarität gilt seit Durkheim (1992 [1892]) als Schlüsselbegriff des Fachs. Allerdings wird Solidarität in der Durkheimschen Tradition ganz allgemein mit sozialer Kohäsion identifiziert, wodurch der Begriff analytisch unscharf bleibt und sich nicht unmittelbar mit den Solidaritätsfragen im politischen Diskurs verknüpfen lässt.

Trotz dieser Schwierigkeiten möchte ich dafür plädieren, Solidarität als Grundbegriff der politischen Theorie und Soziologie zu begreifen. Denn er hat das Potential, Fragen aufzuwerfen und Probleme zu konturieren, die sowohl für normative als auch empirische Auseinandersetzungen mit dem Politischen höchst relevant sind. Um dieses Potential auszuschöpfen, bedarf es allerdings eines Begriffs von Solidarität, der diesen mit substantiellen Inhalten verknüpft und zugleich offen hält für eine Vielfalt an Problemstellungen. Im Folgenden werde ich einen solchen Solidaritätsbegriff vorschlagen und zwei wesentliche Themenkomplexe anreißen, die aus ihm erwachsen: (1) Was sind Mechanismen der Grenzziehung von Solidarität und welche ethischen Fragen sind mit ihnen verknüpft? (2) Wo sind politische Gemeinschaften mit Solidaritätsdilemmata konfrontiert und welche ethischen Problemstellungen werfen sie auf? (mehr …)

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CfP: Das Recht auf Leben als Menschenrecht (Darmstadt)

Das Recht auf Leben ist eine fundamentale Norm des deutschen Grundgesetzes sowie des internationalen Menschenrechtsregimes. Gemeinsam mit der Schader-Stiftung möchte der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft eine Tagung durchführen, welche die verschiedenen Perspektiven, die das Recht auf Leben, auch in Verbund mit anderen Grund- und Menschenrechten, haben kann, untersucht und zusammenbringt.

Die beiden Organisatorinnen Annette Förster und Kirsten Mensch laden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, politisch Aktive, NGOs und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Praxis ein, bis zum 1. September 2019 einen Vorschlag (250-300 Wörter) für ein Input-Referat mit anschließender Diskussion einzureichen bei: annette.foerster@ipw.rwth-aachen.de und mensch@schader-stiftung.de

Den vollständigen Call gibt es hier.

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CfP „Complicity in Human Rights Violations“, Dubrovnik

Vom 1. bis zum 7. September stehen Menschenrechtsverletzungen und Fragen von Verantwortung und Komplizenschaft im Mittelpunkt des diesjährigen Workshops „The Diversity of Human Rights“ am Inter-University Center in Dubrovnik. Forscher*innen aus den Bereichen Philosophie, Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft sind dabei genauso eingeladen, Beiträge einzureichen, wie auch Menschenrechtsaktivist*innen. Die Frist zur Einreichungen verstreicht am 31. März 2019.
Als Keynote-Vortragende sind angekündigt: Miles Jackson, Christopher Kutz und Chiara Lepora. Organisiert wird der Workshop in diesem Jahr von Anna Goppel, Andreas Cassee und Corinna Mieth. Alle Details zum Thema wie auch zum Call findet ihr hier oder nach dem Klick. (mehr …)

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