Kolonialismus

Debatte

Fanon Schwerpunkt: Fanon als Stiftungsfigur politischer Phänomenologie

Frantz Fanon ist zu einem bedeutenden Referenzautor kritischer Theoriebildung geworden. Ist sein Denken in der deutschsprachigen Debatte lange Zeit vorrangig in der Interpretationslinie des Postkolonialismus verhandelt worden (Kerner 2015; Kerner 2021; Ehrmann 2014; Thompson 2015), lässt sich gegenwärtig eine vertiefte Rezeption in der politischen Philosophie und Theorie feststellen. Zwei Diskurse lassen sich dabei hervorheben: Fanons […]

Debatte

Fanon Schwerpunkt: Erkenntnis und Ausschluss: Fanons politische Theorisierung der gelebten Rassismuserfahrung

Frantz Fanon entwickelt im fünften Kapitel, Die erlebte Erfahrung des Schwarzen, des 1952 erschienenen Schwarze Haut, Weiße Masken (SHWM) eine existenzielle Erkenntniskategorie körperlich-sozialer Verfasstheit des rassifizierten Subjekts, die werksübergreifend als Schlüsselmoment seiner Auseinandersetzung mit kolonialem Rassismus zu verstehen ist. Erlebte Erfahrung, so aus der aktuellen Übersetzung des französischen Titels L’expérience vécue du Noir – treffender

Service

CfP: Theorien und Politiken der Zeit (Femina Politica)

Für ihr im nächsten Jahr erscheinendes Special Issue zum Thema „Theorien und Politiken der Zeit“ ist die Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft auf der Suche nach Beiträgen. Das Special Issue widmet sich dem Thema Zeit und Politik aus einer feministisch-politikwissenschaftlichen Perspektive im Kontext wachsender sozialer und ökonomischer Ungleichheit und multipler Krisen. Der Fokus liegt

Veranstaltungen & CfP

Vortrag anlässlich der Ausstellung „Kant & Königsberg“: „Kants Kritik der Urteilskraft im Kontext des Kolonialkapitalismus“ von Ruth Sonderegger (15.05., Frankfurt/Oder)

Anlässlich der Ausstellung „Kant & Königsberg“ an der Europa-Universität Viadrina findet am 15.05.2025 von 13-14 Uhr mit anschließender Diskussion ein Vortrag von Ruth Sonderegger (Akademie der bildenden Künste, Wien) statt, der die viel diskutierte Frage von „Kants Kritik der Urteilskraft im Kontext des Kolonialkapitalismus“ zunächst beleuchtet und dann  eine alternative Subjektkonzeption „eines sich entsubjektivierenden Subjekts“

Alte Veranstaltungen und CfP

„Der lange Weg zum Weltfrieden“ (Vortrag/Lesung, Münster)

Am kommenden Freitag, den 14. Juni 2024, laden das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ und das Philosophische Seminar der Uni Münster unter dem Titel „Der lange Weg zum Weltfrieden: Kant >> Völkerbund >> Weltbürgerrecht“ von 18.00 bis 20.00 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung mit Lesung und Diskussion. Anlässlich des 300. Geburtstags Immanuel Kants steht Kants Schrift „Zum

Alte Veranstaltungen und CfP, Service

Konferenz „Belligerent Accumulation“ (Frankfurt/Oder)

Vom 23.-25.5.2024 findet an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) eine internationale Konferenz zum Thema „Belligerent Accumulation. Natural Right, Valorization, and Aesthetics in Colonial Modernity. Histories – Transformations – Resistances“ statt. Die von Katja Diefenbach, Ruth Sonderegger und Pablo Valdivia organisierte Konferenz untersucht die Konstituierung der kolonialen Moderne durch die Linse ihrer philosophischen Rechtfertigungen. Sie untersucht die epistemische

ZPTh-Debatte

Demokratietheorie und die methodologischen Herausforderungen postkolonialer Kritik. Eine Antwort auf Floris Biskamp

In seinem inspirierenden Beitrag „Postkolonialität und die Methodologie normativer politischer Theorie“ denkt Floris Biskamp ausgehend von meinem Aufsatz „Zur Kolonialität der liberalen Demokratie“ darüber nach, welche methodologischen Implikationen sich aus der dort präsentierten Zusammenstellung unterschiedlicher postkolonialer Theorieperspektiven auf Demokratie ergeben – und zwar für die normative politische Theorie. Biskamp kommt zu einem zweigliedrigen Programm: zum

Alte Veranstaltungen und CfP

Tagung: Geisteswissenschaften – Eurozentrismus – Kritik (19.-23.07.2022, Berlin)

Unter dem Titel „Geisteswissenschaften – Eurozentrismus – Kritik“ findet vom 19. bis 23. Juli 2022 an der Akademie der Wissenschaften Berlin (Leibniz-Saal, Markgrafenstr. 38), eine vom Reinhart-Koselleck-Projekt „Geschichten der Philosophie in globaler Perspektive“ und dem „Herder-Kolleg – Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“ der Universität Hildesheim organisierte Tagung statt. Zentrale Themen der Tagung sind Prozesse, Herausforderungen und

Debatte

Mbembe liest Castoriadis: Notizen aus der Postkolonie

Rund fünfzig Jahre nach der Publikation von L’Institution imaginaire de la société (1975) erweist sich Cornelius Castoriadis Theorie des sozialen Imaginären als hilfreich: Der Begriff des Imaginären richtet unseren Blick auf Situationen, in denen vorgestellte Formen – soziale imaginäre Bedeutungen – jede einfache Unterscheidung zwischen „wahr“ und „falsch“ in Frage stellen. Anstatt das Imaginäre auf

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